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15 Januar 2021

Kurzmeinung: Cryptos

  


Verlag: Loewe
Autor: Ursula Posnanski
Erschienen am: 12.08.2020
Seiten: 448
Genre: Jugendbuch






Klappentext


Wohin gehen wir, wenn wir nirgendwo mehr hinkönnen?


Kerrybrook ist Janas Lieblingswelt: Ein idyllisches Fischerdorf mit viel Grün und geduckten Häuschen. Es gibt Schafe, gemütliche Pubs und vom Meer her weht ein kühler Wind. Manchmal lässt Jana es regnen. Meistens dann, wenn es an ihrem Arbeitsplatz mal wieder so heiß ist, dass man kaum mehr atmen kann.


Jana ist Weltendesignerin. An ihrer Designstation entstehen alternative Realitäten, die sich so anfühlen wie das reale Leben: Fantasyländer, Urzeitkontinente, längst zerstörte Städte. Doch dann passiert ausgerechnet in Kerrybrook, der friedlichsten Welt von allen, ein Verbrechen. Und Jana ist gezwungen zu handeln...


Cover: 6/6

Schreibstil: 4/6

Handlung: 6/6

Charaktere: 6/6

Spannung: 6/6

Fesselnd: 6/6


Fazit

Bei Büchern die so gehypt werden wie dieses bin ich immer etwas vorsichtig, aber hier kann ich den Hype absolut nachvollziehen. Es hat erst mal ein paar Seiten gedauert, bis ich in der Geschichte drin war, aber spätestens im zweiten Kapitel versteht man dann alles ganz genau. Es war mein erstes Buch von Ursula Poznanski (drei Bücher von ihr liegen schon sehr lange auf meinem SuB ;-) und mit dem Schreibstil hatte ich manchmal so ein bisschen mein Probleme. Ich fand ihn teilweise etwas abgehackt. Kam vielleicht auch nur mir so vor, aber ich hatte nie so wirklich den Eindruck, dass ich durch das Buch "durchfliegen" kann, also ich kam nie wirklich ins schnelle Lesen rein. Außerdem haben mir auch so ein bisschen die Kapitel gefehlt. Es gab zwar welche, aber diese waren doch sehr lange. Aber das wäre auch schon alles, was ich zu bemängeln habe. Ansonsten hat das Buch einfach einen sehr großen Unterhaltungswert, sehr tolle Geschichte, sehr gute Charaktere und ein ganz wichtiges Thema, das hier gleichzeitig faszinierend und beklemmend in ein tolles Buch verarbeitet wurde. Für mich war es endlich mal wieder ein richtig Lesehighlight und ich empfehle Cryptos sehr gerne weiter.


6/6



14 Januar 2021

Rezension: Kalter Strand

Autorin: Anne Nordby
Verlag: Gmeiner
Erschienen am: 11.03.2020 (TB)
Seiten: 544
Genre: Thriller


Klappentext


"Und jetzt zu deiner neuen Aufgabe: Kaufe vier Benzinkanister, gehe zu einem Haus in deiner Nachbarschaft - aber eins, in dem auch Menschen sind! - und schütte das Benzin dort aus. Mit der Fackel zündest du das Haus an! Widersetzt du dich meinem Befehl, bekommst du Stefanies Kopf mit der Post zugeschickt.

Du hast nur heute Nacht Zeit!

Und vergiss nicht: Ich sehe alles.

DAS AUGE."


In einer Hand hält er eine Signalfackel, in der anderen einen Benzinkanister. Er ist verzweifelt, denn er ist kein Mörder. Doch er wird beobachtet, und er weiß: Die Familie muss brennen, damit seine eigene gerettet wird. Ein Fall für Kommissar Tom Skagen von der Sondereinheit Skanpol.


Cover


Ich finde das Cover jetzt nicht sehr spektakulär, aber mit dem rauschenden Meer und dem Ferienhaus trotzdem sehr schön und es passt auch sehr gut zum Buch.

Inhalt

Seit knapp zwei Jahren arbeitet Tom Skagen bei Skanpol in Hamburg, einer Unterabteilung von Europol. An seinem Geburtstag wird in Dänemark eine Leiche gefunden, die dortige Polizei vermutet, dass es sich dabei um eine junge deutsche Frau handelt. Er und seine Chefin Jette Vestergaard machen sich daraufhin auf den Weg nach Dänemark um dort zusammen mit er dänischen Polizei die Ermittlungen aufzunehmen. Sie ahnen nicht, dass der Fall sehr viel umfangreicher ist, als es zunächst den Anschein macht.

Markus und Stefanie Schneider machen mit ihren Kindern Urlaub in einem Ferienhausgebiet in Dänemark. Es sind Herbstferien und die Familie will eine schöne Zeit miteinander verbringen. Aber schnell geraten sie in das perfide Spiel eines Erpressers aus dem es keinen versöhnlichen Ausweg zu geben scheint.

Meine Meinung

Direkt am Anfang baut das Buch eine gewisse Spannung auf, die dann durch einen Sprung in die Vergangenheit wieder rapide nachlässt. Man findet zwar gut in die Geschichte rein, es dauert aber etwas, bis sie wieder so richtig Fahrt aufnimmt. Dank des angenehmen Schreibstils lässt sich alles aber sehr gut und flüssig lesen.

Es gibt drei Handlungsstränge. Auf der einen Seite Ermittler Tom Skargan, auf der anderen Seite die Familien, die erpresst werden, und gelegentlich gibt es noch Einblicke in das Leben des Erpressers. Wie der Erpresser die Protagonisten gegeneinander ausspielt ist super durchdacht und auch spannend, aber die Polizeiarbeit fand ich viel zu ausführlich erklärt. Dadurch entstanden meiner Meinung nach unheimlich viele Längen.

Tom Skargan hat mir als Ermittler sehr gut gefallen, seine Chefin dagegen weniger. Ihre Handlungen, vor allem im privaten Bereich, konnte ich in keiner Weise nachvollziehen und es wäre für mich auch nicht unbedingt notwendig gewesen darauf näher einzugehen. 

Fazit

Dieses Buch hat sehr viel Spannung versprochen, die es dann aber doch nicht durchgehend gehalten hat. Es ist zwar eine tolle Idee die dahintersteckt, aber ich fand, es gab einfach zu viele Längen. Nicht alles was beschrieben wurde hat man gebraucht, weniger wäre hier vielleicht mehr gewesen. Auch fand ich einiges nicht ganz stimmig, so zum Beispiel als die erste Leiche in Dänemark gefunden wurde und man vermutete, dass sie Deutsche ist, weil sie deutsche Euromünzen bei sich hatte und deutsche Schuhe trug, sie hätte auch aus jedem anderen Land kommen können. Solche Kleinigkeiten haben das Buch dann leider etwas schlechter gemacht, als ich erwartet hatte. Aber es ist trotzdem noch ein guter Thriller, den man gerne mal lesen kann.

4/6


Vielen Dank an den Gmeiner-Verlag NetGalley für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

07 Januar 2021

Rezension: Der Bewohner

Autor: David Jackson
Verlag: Rowohlt
Erschienen am: 15.12.2020
Seiten: 368
Genre: Thriller


Klappentext


Thomas Brogan ist Serienkiller. Auf der Flucht vor der Polizei findet er Unterschlupf in einem unbewohnten Reihenhaus. Und ungeahnte Möglichkeiten eröffnen sich ihm: Denn die Dachböden der Häuserzeile sind miteinander verbunden. "Brogan" besucht die anderen Häuser, stiehlt Essen und beobachtet die Nachbarn. Besonders fasziniert ihn die schöne Colette, bis hin zur Obsession: Er will alles über sie herausfinden, er will sie seinem Willen unterwerfen - und sie töten. Und wenn Brogan eines liebt, dann das: Mit seinen Opfern Katz und Maus spielen...


Cover

Das Cover ist zwar sehr schlicht, aber ich finde es trotzdem sehr gut. Durch die rote Farbe sticht es richtig gut hervor und auch zum Buch passt es perfekt.

Inhalt

Fast wäre Serienkiller Thomas Brogan von der Polizei gefasst worden, aber im letzten Moment kann er fliehen. Er kommt in einem leerstehenden Endreihenhaus unter. Als er aus Langeweile den Dachboden untersucht entdeckt er, dass die Speicher von einigen der Häuser miteinander verbunden sind und er durch die Speicherluken in die Häuser eindringen kann.

Somit beginnt Brogan zusammen mit seinem zweiten Ich, mit dem er sich in Gedanken unterhält, ein Spiel mit den ahnungslosen Bewohnern. Er beobachtet sie, spielt sie teilweise gegeneinander aus und benutzt sie zu seinem Vorteil. Besonders von der jungen und hübschen Carlotte ist er fasziniert, er träumt davon sie zu besitzen und sie zu töten.

Meine Meinung

Das Buch wird komplett über Thomas Brogan erzählt. Während er auf dem Dachboden lebt erfährt man in Rückblenden alles über seine dramatische Kindheit und die Morde, die er begangen hat. Die Kapitel sind dabei angenehm kurz und der Schreibstil ist sehr flüssig und gut lesbar. Ich habe direkt sehr gut ins Buch reingefunden und konnte durch die Seiten durchfliegen, da die Geschichte auch sehr einfach ist.

Die Charaktere fand ich dabei alle durchgehend gut und authentisch. Sowohl Brogan mit seiner grausamen Vergangenheit und dem Spaß daran, andere Leiden zu sehen, als auch die ahnungslosen Bewohner der Reihenhäuser konnten mich überzeugen und gut unterhalten.

Die Geschichte ist nicht unbedingt spannend, aber trotzdem fand ich sie sehr fesselnd. Es ist interessant mit zu verfolgen, was der Hauptprotagonist mit seinen potentiellen Opfern alles anstellt. Wirklich schade fand ich, dass sich das letzte Drittel etwas zieht. Als hätte der Autor versucht das große Finale so lange es geht heraus zu zögern, das dann für meinen Geschmack schon fast wiederum zu kurz ausfiel.

Fazit

Die Geschichte über einen Killer mit Kindheitstrauma ist nicht unbedingt etwas Neues, aber so wie es hier erzählt wird war es einfach mal was anderes. Es ist fesselnd Brogans Verhalten und sein Vorgehen zu beobachten. Spannend war das Buch nicht immer, aber das hat mir auch gar nichts ausgemacht, denn durch die interessante und kurzweilige Geschichte ließ es sich einfach sehr gut lesen. Und bis auf ein paar Seiten im letzten Drittel enthielt die Geschichte auch keine Längen. Mir hat das Buch sehr gut gefallen, ein schöner Thriller den man zwischendurch mal verschlingen kann. Eine Leseempfehlung gibt es für mich an all diejenigen die auch gerne mal ein Buch lesen, das ein paar blutige Details enthält, hinter dem eine interessante Geschichte steckt, aber die auch gerne mal auf ein bisschen Spannung verzichten können.

4/6



Vielen Dank an den Rowohlt-Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

06 Januar 2021

Kurzmeinung: Infinitum

 


Verlag: Knaur
Autor: Christopher Paolini
Erschienen am: 15.09.2020
Seiten:  960
Genre: Science-Fiction







Klappentext


Eine neue Welt.


Eine junge Forscherin.


Und eine Entdeckung, die die Menschheit

für immer verändern wird.


Cover: 6/6

Schreibstil: 4/6

Handlung: 2/6

Charaktere: 3/6

Spannung: 2/6

Fesselnd: 3/6


Fazit

Bei solch dicken Fantasy oder Science-Fiction Büchern brauche ich immer ein bisschen, bis ich in der Geschichte drin bin, da ich erst mal alle fantastischen Elemente kennenlernen und verstehen muss. Der angenehme Schreibstil hat mir das aber sehr erleichtert. Nach kurzem Lesen musste ich dann aber leider feststellen, dass das Buch gar nicht das war, was ich erwartet hatte. Positiv waren aber die vielen Kapitel und Leseabschnitte, in die das Buch unterteilt ist, das hat das flüssige Lesen erleichtert. Inhaltlich konnte es mich jedoch einfach so gut wie gar nicht packen. Alles ist sehr detailliert beschrieben und es wird sehr viel geredet, wodurch unheimlich viele Längen entstehen. Und wenn nicht geredet wird, dann wird gekämpft. Und auch zu Hauptprotagonistin Kira, über die 960 Seiten erzählt wird, konnte ich keinerlei Bindung herstellen. Teilweise fand ich sie mit ihrer dickköpfigen Art und ihrer Besserwisserei einfach nur nervig. Von daher, meins war es nicht so ganz, aber wer auf Science Fiction Romane mit vielen  Kampfhandlungen im Weltall steht und dem lange Small-Talks nichts ausmachen, dem wird das Buch aber sicher gefallen.


3/6


04 Januar 2021

Rezension: Dein ist der Schmerz

Autor: Leslie Wolfe
Verlag: Lübbe
Erschienen am: 21.12.2020
Seiten: 336
Genre: Thriller


Klappentext


Im Morgengrauen wird eine junge Frau tot an einem einsamen weißen Sandstrand in Palm Beach gefunden - alles deutet auf einen Ritualmord hin. Das FBI wird zu dem Fall hinzugezogen und die Agentin Tess Winnett beginnt zu ermitteln. Bald schon stellt sich heraus, dass es sich um einen Serienkiller handelt, der seine Opfer tagelang gefangen hält, vergewaltigt und auf grausame Art und Weise foltert. Als noch eine junge Frau verschwindet, beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit. Wird Tess den Mörder rechtzeitig finden? Auf der Suche nach dem Killer muss sie sich auch ihren eigenen Dämonen stellen und gerät selbst in tödlicher Gefahr...


Cover

Optisch gefällt mir das Cover zwar sehr gut, aber was hat dieser Falter darauf zu suchen? Ist der Name des Falters vielleicht irgendeine Yoga-Position? Dann würde es nämlich Sinn ergeben, ansonsten wie gesagt, optisch ein sehr gelungenes und farblich abgestimmtes Cover, aber ob es tatsächlich gut zum Buch passt, kann ich gar nicht genau sagen.

Inhalt

Zwei Teenager wollen sich den Sonnenaufgang am Sandstrand von Palm Beach ansehen, aber noch während die Sonne aufgeht machen sie eine grausame Entdeckung. Sie finden eine Frauenleiche aufwändig hergerichtet und in Position gebracht. Es stellt sich heraus, als sie am Strand ankamen, war die Leiche noch nicht da. Der Täter hat sie dorthin gebracht während die beiden in seiner direkten Nähe waren. Die Detectives Gary Michowsky und Todd Fadella übernehmen den Fall und bekommen dabei Unterstützung von FBI-Agentin Tess Winnett.

Tess ist eine ausgzeichntete Ermittlerin, die aber selbst mit ihren eigenen Dämonen aus der Vergangenheit zu kämpfen hat. Durch ihr inneres Gefühlschaos macht sie manchmal Dinge, die aus Sicht der Vorgesetzten nicht erwünscht sind. So eckt sie mit ihren Kollegen immer wieder an, auch die Detectivs aus Palm Beach haben es nicht so einfach mit der gnadenlosen Agentin.

Meine Meinung

Durch den guten Schreibstil und dadurch, dass schon zu Beginn etwas passiert, ist man direkt von dem Buch gefesselt. Somit konnte ich schnell ins Buch hineinfinden und gespannt den ersten Seiten folgen. Die Kapitel sind dabei meist kurz gehalten und werden über die verschiedenen Protagonisten erzählt, hauptsächlich jedoch über FBI-Agentin Tess. 

Nach einem guten Start flacht das Buch dann aber sehr schnell ab, es wird sehr ausführlich über die Ermittlungen berichtet und hierbei werden dann auch einige Fremdwörter benutzt, mit denen man nicht unbedingt vertraut sein muss. Das hätte man meiner Meinung nach auch etwas einfacher ausdrücken können.

Die Charaktere waren alle gut ausgearbeitet und auch authentisch, wobei die Ermittler Fadella und Michowsky oft etwas trottelig dargestellt wurden, im Gegensatz zu Tess, die harte Ermittlerin vom FBI. Sie hat mich von allen Charakteren am meisten überzeugt.

Fazit

Dieses Buch ist ein einfacher Thriller, der einem bestimmten Schema folgt. Die Geschichte war zwar recht fesselnd, aber nicht unbedingt spannend. Alles ist ziemlich vorhersehbar und mir hat oft etwas die Action gefehlt. Durch die sehr detaillierten Ermittlungsarbeiten entstehen oft ein paar Längen, aber sie enthalten auch einige wichtige Aspekte, so dass man sie auf keinen Fall überspringen sollte. Für mich gab es hier allerdings zu wenige Überraschungen und auch ist mir ein bisschen zu wenig passiert. Das alles sind Dinge, die meiner Meinung nach einen guten Thriller ausmachen. Das Buch ist gut für Zwischendurch und ist auch leicht lesbar, aber es gab ein paar Kritikpunkte, weswegen es mich nicht komplett überzeugen konnte.

3/6


Vielen Dank an den Lübbe-Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

02 Januar 2021

Lesecharts 2021

"Lesecharts" ist eine neue Kategorie auf meinem Blog. Hier möchte ich meine gelesenen Bücher nach der Reihenfolge eintragen, wie sie mir gefallen haben, so dass am Ende des Jahres leichter ersichtlich ist, was meine Highlights waren und welche Bücher nicht so meins waren. Mal sehen, ob es so klappt wie ich mir das vorstelle ;-)

1.

2.


3. 

4.

Rezension: Amissa (1) - Die Verlorenen

Autor: Frank Kodiak
Verlag: Droemer
Erschienen am: 02.11.2020
Seiten: 400
Genre: Thriller


Klappentext


In einer regnerischen Herbstnacht werden die Privatdetektive Rica und und Jan Kantzius Zeugen eines grauenhaften Zwischenfalls an einer Autobahnraststätte. Ein panisches Mädchen rennt direkt auf die Fahrbahn und wird von einem Auto erfasst: "Die Grube...", flüstert die Schwerverletzte und stirbt. Ihre Hand krampft sich um einen Zettel. Zeitgleich explodiert ein Wohnmobil. Darin die Leiche eines Mannes, der das Mädchen offenbar kurz nach dem Umzug der Familie entführt hat. Abgründe tun sich auf, als das Ermittlerpaar bei "Amisse" nachhakt, einer Hilfsorganisation für vermisste Personen. Es gibt weitere Teenager, die auf ähnliche Weise nach dem Umzug verschwunden sind...


Cover

Obwohl das Cover sehr gut passt, gefällt es mir rein von der Optik her nicht ganz so gut. Aber trotzdem finde ich das mit rot abgesetzte große A vor diesem Hintergrund sehr stimmig mit dem Buch.

Inhalt

Nach einem Streit mit ihrem Vater verlässt die 17 Jahre Leila wütend ihr zu Hause. Ihr Vater macht sich kurze Zeit später auf die Suche nach ihr, um mit Leila zu reden und auf sie zuzugehen, denn er fühlt sich schuldig wegen des Streits. Aber egal wo er sucht, Leila bleibt verschwunden.

Währenddessen ist irgendwo ein junges Mädchen auf der Flucht vor ihrem Peiniger. Sie scheint ihm schon entkommen zu sein, aber dann geschieht ein furchtbares Unglück. Die Privatermittler Rica und Jan Kantzius sind zufällig in der Nähe, als das Unglück passiert und werden so auf den Fall mehrerer vermisster Mädchen aufmerksam, deren Verschwinden durchweg die selbe Hintergrundgeschichte zu haben scheint.

Meine Meinung

Durch die zugleich spannenden, aber auch schockierenden Szenen, direkt am Anfang wird man schnell in das Buch hineingezogen. Man findet so gut in die Geschichte rein und ist gefesselt vom Geschehen. Durch die kurzen Leseabschnitte, die dann etwas größeren Kapiteln unterstehen, und die über die verschiedenen Protagonisten erzählt werden, bleibt das Buch durchgehend abwechslungsreich und spannend. Es gibt mehrere Handlungsstränge, die sich irgendwann perfekt zusammenfügen.

Es werden im Lauf der Geschichte einige wichtige Themen verarbeitet, wie die Gefahr der sozialen Medien und deren Auswirkung auf Jugendliche, Rassismus und Missbrauch. Was mich ein bisschen genervt hat war die ständige Anspielung darauf, was für ein außergewöhnliches Paar Rica und Jan sind. Das ist zwar zweifelsohne der Fall, aber egal auf wen die beiden treffen, es wird immer wieder Wert darauf gelegt, das zu erwähnen. Aber trotzdem fand ich beiden Ermittler sehr sympathisch.

Perfekt dargestellt und gut durchdacht sind in diesem Buch auf jeden Fall die Auswirkungen der sozialen Medien auf junge Menschen. Es ist erschreckend, wie einfach die jungen Mädchen sich hierdurch manipulieren lassen und in Gefahr bringen. Wenn ich zurückdenke muss ich ehrlich sagen, ich wäre genauso manipulierbar gewesen und drauf reingefallen. Eltern versuchen ihre Kinder immer so gut es geht zu beschützen, aber da sich das Leben junger Menschen inzwischen größtenteils auf dem Handy abspielt ist dies oft kaum noch möglich.

Fazit

"Amissa" ist ein wahnsinnig gutes Buch mit einer grausamen, aber auch leider sehr realistischen, Geschichte. Es ist kurzweilig und großartig geschrieben und sehr fesselnd. Teilweise fand ich es ein bisschen vorhersehbar und ein paar wenige Stellen haben mir nicht ganz so gut gefallen, aber ansonsten war es top. Für mich ein sehr gelungener Trilogie-Auftakt und ich freue mich auf die nächsten Fälle des sympathischen Privatermittlerpärchens Rica und Jan Kantzius. Wer gerne Thriller liest, der sollte sich dieses tolle Buch auf gar keinen Fall entgehen lassen.

5/6



Vielen Dank an den Droemer-Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

30 Dezember 2020

Kurzmeinung: Die Freakshow

Verlag: Festa
Autor: Bryan Smith
Erschienen am: 28.11.2017
Seiten: 336
Genre: Thriller, Horror


Klappentext


Als die Zirkuswagen mit den Freaks durch Pleasant Hills rollen, verändert sich die ruhige kleine Stadt für immer.

Denn wenn der Vorhang sich hebt, zeigt man nicht die üblichen Tricks. Die Hauptattraktionen sind die Folterungen - und die Stars der Show sind die ahnungslosen Besucher selbst.


Cover: 4/6

Schreibstil: 4/6

Handlung: 5/6

Charaktere: 4/6

Spannung: 4/6

Fesselnd: 5/6


Fazit

Der Einstieg ins Buch war erst mal etwas holprig, denn man muss zunächst verstehen, dass das Buch quasi mitten im Geschehen anfängt. Aber erst mal zurechtgefunden kommt man gut mit der Geschichte klar, aber nur, wenn man einen guten Magen hat. Brutalste Mord- und Sexszenen werden ausführlich und widerlich beschrieben. Für Fans ein Highlight, für viele andere sicher etwas abstoßend. Die Charaktere leiden darunter jedoch etwas, denn während solche Handlungen ganz genau beschrieben werden, legt der Autor nicht so großen Wert darauf, sich mit de Beschreibung der Hauptprotagonisten zu beschäftigen. Es wird über mehrere Protagonisten in angenehm langen Kapiteln (die aber nicht länger hätten sein dürfen) erzählt, jeder kämpft an einer anderen Stelle der Freakshow mit oder gegen die Freaks. Also im Großen und Ganzen war das schon gute Horror- und Thrillerunterhaltung, es haben mich nur ein paar wenige Kleinigkeiten gestört. Wer gerne derbe Horrorthriller liest, der wird an dem Buch sicher genauso viel Freude haben wie ich.


4/6


24 Dezember 2020

Rezension: No Mercy - Diese Fahrt überlebst du nicht

Autor: Taylor Adams
Verlag: Heyne
Erschienen am: 14.12.2020
Seiten: 399
Genre: Thriller


Klappentext


Mit einem vollbepackten Auto sind James und Elle auf dem Weg in ein neues Leben. Doch ihre geplante Route durch einen Abschnitt der Mojave-Wüste ist von einem Steinschlag blockiert. Das Paar muss auf eine schlecht ausgebaute Straße ausweichen. Kurz darauf bleibt ihr Wagen liegen. Sie sitzen fest - mitten im Nirgendwo, mit nur einer Flasche Wasser und ohne Handyempfang. Was die beiden noch nicht wissen: Sie sind nicht allein in der Wüste. Eine Meile entfernt hat ein Scharfschütze Position bezogen. Bis auf das Auto gibt es weit und breit nichts, was ihm die Sicht verstellt. Der Himmel ist klar. Es ist der perfekte Tag für ein paar Schießübungen...


Cover

Ich finde das aufklappbare Cover passt von der ganzen Aufmachung her richtig gut zum Buch, da es das Auto von James und Elle in der sandigen Wüste darstellt. Auch farblich ist alles perfekt aufeinander abgestimmt.

Inhalt

Nach mehreren privaten Schicksalsschlägen sind James und Elle mit einem vollbepackten Auto auf dem Weg in ein neues Leben. Sie haben ihren Heimatort verlassen, ihre Jobs gekündigt und sind nun unterwegs nach Flagstaff in Kalifornien um dort neu anzufangen. Auf dem Weg dorthin müssen sie durch die sandige und heiße Mojave-Wüste. Eine Umleitung wegen eines Erdrutschs begräbt ihre Hoffnungen pünktlich in der neuen Heimat anzukommen. Aber es stellt sich schnell heraus, dass dies noch ihr geringstes Problem ist.

Die Umleitung führt sie über einen Schotterweg weiter ins Nirgendwo hinein, als plötzlich ihr Auto versagt stehen sie verlassen in der Wüste ohne Aussicht auf Hilfe. Aber sie sind nicht die Einzigen. Ein weiteres Auto bleibt an der genau derselben Stelle liegen und als die ersten Schüsse fallen und die erste Person mit dem Tod ringt merken sie, dass dies alles Teil eines mörderischen Plans ist.

Meine Meinung

Der Schreibstil von Taylor Adams hat mir schon in seinem Vorgänger-Thriller "No Exit" sehr gut gefallen. Er schreibt leicht verständlich, absolut unkompliziert und versteht es, schnell Spannung aufzubauen. Man findet so sehr schnell ins Buch rein.

Die Geschichte wird über verschiedene Protagonisten erzählt. Hauptsächlich über Hauptprotagonist James, gelegentlich auch über den Scharfschützen oder über Elle. Dabei gibt es einige Rückblenden in das Leben der Protagonisten, diese empfand ich jedoch nicht alles wirklich interessant, manche waren für mich eher Lückenfüller um die Spannung hinaus zu zögern. Manche dieser Rückblenden ließen die Figuren aber auch noch authentischer wirken, so wie Elle und ihre Beziehung zu Schlangen.

Was mir ein bisschen gefehlt hat waren die kurzen Kapitel. Zwar ist das Buch in Kapitel unterteilt, aber ich fand sie oft als zu lange. Aber ansonsten ist dieser Thriller perfekt aufgebaut und wahnsinnig fesselnd, erst mal angefangen, kann man kaum mit lesen aufhören. Die Geschichte ist wieder mal sehr speziell, so wie man Taylor Adams kennt. Er verlangt seinen Hauptportagonisten wieder einiges ab in diesem spannenden Katz- und Maus Spiel auf Leben und Tod.

Fazit

Schon der letzte Thriller von Taylor Adams hat mir sehr gut gefallen, wobei "No Exit" nicht bei allen gut ankam, denn der Autor hat seine ganz eigene Art, Thriller zu schreiben. Er lässt die Hauptprotagonisten an der Grenze zum Tod gerne zu Höchstformen auflaufen, manche finden das sicher total übertrieben, mir gefällt es gut. Seine Thriller lesen sich wie gute Actionfilme. "No Mercy" ist ebenfalls ein actiongeladenes Buch, das sehr spannend und fesselnd ist, Adams versteht einfach wie man eine Geschichte am Leben hält ohne das Langeweile aufkommt. Lediglich ein paar Passagen waren mir etwas zu sehr in die Länge gezogen, allerdings erfuhr man so einiges über das Leben der Protagonisten. Dieses Buch verdient zurecht die Bezeichnung Pageturner, es ist fast durchgehend schnelllebig und spannend. Von mir gibt's eine klare Leseempfehlung für alle Thriller-Fans.

5/6



Vielen Dank an den Heyne-Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

21 Dezember 2020

Kurzmeinung: Gods of Ivy Hall (1) - Cursed Kiss -

Verlag: Ravensburger
Autorin: Alana Falk
Erschienen am: 01.02.2020
Seiten: 512
Genre: Fantasy


Klappentext


Erins Lippen sind gefährlich. Denn sie ist keine normale Studentin am Ivy Hall College: Sie ist eine Rachegöttin im Dienst von Hades - und dazu verdammt jungen Männern mit einem Kuss die Seele zu stehlen. Niemals darf sie sich verlieben, das ist Erins wichtigste Regel. Bis sie auf einer Verbindungsparty Arden begegnet und plötzlich alles anders ist. Ardens Nähe, seine Blicke, seine zufälligen Berührungen wecken Gefühle in Erin, die sie nicht empfinden darf. Denn ein einziger Kuss würde sein Schicksal besiegeln...


Cover: 6/6

Schreibstil: 5/6

Handlung: 5/6

Charaktere: 5/6

Spannung: 4/6

Fesselnd: 4/6


Fazit

Die Idee der Geschichte hat sich für mich wahnsinnig interessant angehört, deswegen wollte ich das Buch auch unbedingt lesen. Ich muss zugeben, solche Liebesgeschichten, die (meist) abwechselnd aus Sicht der Hauptprotagonisten erzählt werden so wie hier finde ich nicht immer gut, aber in dieser Geschichte gab es zu der Teenieromanze auch noch ein interessantes und fantasievolles Thema und das hat für mich dieses Buch ausgemacht. Es ist schön geschrieben und bis auf ein paar Längen kurzweilig erzählt. Es ist durchaus ein Buch, das man lesen sollte wenn man Fantasy mag, auch wenn ich es nicht immer spannend fand. Aber die Story und vor allem das Ende und die Auflösung des Ganzen hat mir wahnsinnig gut gefallen und da ich die Geschichte gerne weiterverfolgen möchte wird auch Band 2 bald bei mir einziehen.


5/6

17 Dezember 2020

Einzelkind - Es kommt uns holen - Daniel Jaro


Autor: Daniel Jaro
Erschienen am: 01.01.2020
Seiten: 331
Genre: Thriller


Klappentext


Mein Name ist Mad. Ein schrecklicher Unfall, an meinem Geburtstag, zerstörte alles. Drei Jahre vergingen, bis ich endlich aus dem Koma aufwachte. Mein geliebter Dad ist verstorben und Mum hat einen anderen Mann kennengelernt. Er und seine verzogene Tochter wohnen jetzt bei uns. Plötzlich beginnen sie, diese schrecklichen Träume. Doch ich lerne sie zu deuten. Etwas Grausames wird geschehen, wenn ich es nicht verhindere...


Cover

Optisch finde ich das Cover sehr gelungen, es lässt wahrscheinlich das Herz von jedem Thriller-Fan höher schlagen.

Inhalt

Mad ist 13 Jahre alt und geht täglich zu Fuß zur Schule und zurück. Er ist der klassische Außenseiter und wird wegen seines Aussehens von seinen Mitschülern gemoppt. An einem verschneiten Wintertag wird Mad dann auf dem Heimweg von der Schule von einem Auto angefahren, er fällt daraufhin ins Koma aus dem drei Jahre später erwacht. Er muss feststellen, dass es das Leben das er kannte nicht mehr gibt.

Nach langen Rehamaßnahmen kommt Mad schließlich nach Hause, aber nichts ist mehr wie früher. Denn plötzlich ist er ein Fremder in seinem eigenen zu Hause. Sein Vater ist während seines Komas verstorben und seine Mutter ist mit einem Narzissten zusammen der mit seiner Tochter zu Mads Mutter gezogen ist. Es ist so, als hätten sie Mad schon längst abgeschrieben und ein Leben ohne ihn geplant.

Meine Meinung

Den Schreibstil empfand ich meist als recht angenehm, so dass ich gut ins Buch fand. Allerdings störte mich, dass an manchen Stellen keine Absätze waren, wo meiner Meinung nach welche hingehört hätten und das Themen wie der Unfall und das Koma etwas zu schnell abgehakt wurden. Auch fand ich einige Sätze oft etwas abgehackt geschrieben, das störte gelegentlich den Lesefluss etwas.

Das eigentliche Thema des Buches fand ich sehr interessant, aber oft auch etwas oberflächlich erklärt, manches passte einfach nicht so recht zusammen. Und auch wenn Hauptcharakter Mad ein sehr intelligentes Kind zu sein scheint, schien er mir für das was passiert zu jung, meiner Meinung nach hätte man ihn als Hauptprotagonisten etwas älter darstellen müssen. Auch war mir das Verhalten von seiner Mutter oft sehr schleierhaft und sie traf auf wenig Verständnis meinerseits, aber man muss fairerweise sagen, das klärt sich zum Ende des Buches alles auf.

Das positive an der Geschichte ist, dass sie wirklich sehr fesselnd ist. Erst mal angefangen zu lesen konnte ich kaum noch damit aufhören. Und es gibt auch viele spannende Momente im Verlauf des Buches.

Fazit

Eigentlich werden hier interessante Themen wie Mobbing und Gewalt in der Familie angesprochen. Aber oft empfand ich vieles während dem Lesen als etwas oberflächlich, was sich durch das Ende aber etwas aufklärt. Vor allem die letzten Seiten waren unheimlich spannend und fesselnd, aber als die Geschichte dann aufgeklärt wurde war es für mich etwas enttäuschend. Auch konnten mich die Charaktere nicht immer überzeugen. Was bleibt ist eine gute Idee, die aber einfach nicht ganz zu meinem Lesegeschmack passt. Aber wer gerne mal einen etwas anderen Thriller für zwischendurch lesen möchte, dem wird das Buch bestimmt gefallen.

3/6

Vielen Dank an Daniel Jaro für das Rezensionsexemplar und den netten Austausch bei Lovelybooks. Es wurden keinerlei Vorgaben gemacht und die Rezension spiegelt meine eigene Meinung wider.
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