Animated Purple Gitter Skull -->

26 Februar 2026

Rezension: Up in Smoke

 


 Autor: Nick Brooks

Verlag: one

Erschienen: 02.03.2026

Seiten: 288

Genre: Jugendbuch


Klappentext


Eine Demo, die mit einem tödlichen Schuss endet.


Ein Mädchen, das entschlossen ist, den Namen ihres Bruders reinzuwaschen.


Ein Junge, der seinen eigenen unbedingt schützen will.


Und ein Geheimnis, das jemanden von ihnen zum Verhängnis werden könnte...


Cover/Farbschnitt: 6/6

Schreibstil: 6/6

Handlung: 5/6

Charaktere: 6/6

Spannung: 5/6

Fesselnd: 5/6


Inhalt


In D.C. haben es die Jugendlichen nicht leicht, schon gar nicht, wenn sie dunkelhäutig sind. So auch Cooper. Den in den Sommerferien erhofften Ferienjob gibt es nicht mehr, nun weiß er, so wie viele andere in seinem Alter, nichts mit seiner Zeit anzufangen. Jason, ein Freund aus Kindheitstagen, überredet ihn zu einem Raubüberfall. Keine große Sache, nur in einem Laden ein paar Sachen mitgehen lassen. Währenddessen ist auf den Straßen eine friedliche "Black lives matter" - Demonstration wegen eines jungen Farbigen, der wegen dem Raub einer Geldbörse von einem Polizisten erschossen wurde. Die Leute sind abgelenkt, nichts sollte schief gehen. Aber alles geht schief und jemand kommt ums Leben. Cooper, der ein friedlicher Junge ist, niemandem etwas antun könnte, sitzt plötzlich in der Falle. Denn sein Freund Jason wird verhaftet und wegen Mordes angeklagt. Cooper muss seine Unschuld beweisen und gleichzeitig verheimlichen, dass er an diesem Tag mit ihm zusammen unterwegs war. Und das ist gar nicht so einfach ein Geheimnis zu bewahren, wenn man selbst Teil des Geheimnisses ist.


Meine Meinung

"Up in Smoke" ist für mich das erste Buch von Nick Brooks. Mir hat die Idee zu diesem Jugendthriller direkt gut gefallen. Ich finde es wichtig, dass auch aktuelle Themen in solche Bücher mit einfließen. Die Geschichte beginnt dann auch gleich mal ohne viel Vorgeplänkel. Deswegen hat es für mich ein paar Seiten gedauert, bis ich im Geschehen drin war, was ich aber nicht weiter störend fand. Trotzdem muss man sich eben erst ein bisschen mit den Protagonisten und der Umgebung vertraut machen. Man kommt dann aber sehr schnell gut mit. Die Story ist einfach aufgebaut und sehr gut und einfach geschrieben. So sollten auch Jugendliche nicht den Spaß beim Lesen des Buches verlieren.

Das Buch hat recht wenige Seiten und so schreitet die Geschichte auch relativ flott voran. Es wird viel ermittelt und als Leser kann man immer miträtseln und seine eigenen Schlussfolgerungen ziehen, somit kommt beim Lesen keine Langeweile auf.

Die Geschichte wird aus Sicht von den beiden Hauptprotagonisten Cooper und Monique erzählt. Ich fand es sehr interessant, dass man dadurch beide Sichtweisen kennenlernt und auch die Beziehung zwischen beiden Jugendlichen ist spannend mitzuverfolgen. Die Kapitel sind dabei dabei angenehm kurz und lassen sich super flüssig lesen.

Fazit

Mir hat es direkt gut gefallen, dass das Buch ein so wichtiges Thema aufgreift, das leider immer wieder aktuell ist. Rund um dieses Thema hat Nick Brooks eine spannende und kurzweilige Geschichte geschrieben, in der es um das erwachsen werden geht und darum, wo man seinen Platz in der Gesellschaft findet. Und ein klein bisschen geht es auch um Gefühle und Emotionen, die grade in dem Alter, in dem die Hauptprotagonisten sind, schon mal durcheinander geraten können. Und die Geschichte beschreibt sehr einfach, wie schnell man auf die falsche Bahn geraten kann. Dabei ist das Buch durchgehend leicht gehalten, so dass auch junge Leser nicht den Spaß beim Lesen verlieren sollten. Insgesamt fand ich das Buch sehr gelungen und auch das Ende hat mich überzeugt. Nach langem Rätseln und einigen Wendungen bleiben zum Schluss keine Fragen offen. Für mich war es das erste Buch von Nick Brooks, aber ganz bestimmt nicht das Letzte.

5/6


25 Februar 2026

Rezension: Kill for me

 Autor: Steve Cavanagh

Verlag: Goldmann

Erschienen: 18.02.2026

Seiten: 512

Genre: Thriller


Klappentext


An einem kalten Abend lernen sich zwei Frauen in einer Selbsthilfegruppe für Trauernde kennen: Amanda und Wendy können nicht mit der Vergangenheit abschließen, nachdem sie ihre Liebsten durch brutale Verbrechen verloren haben. Beide warten vergeblich darauf, dass der Täter zur Rechenschaft gezogen wird. So schließen sie einen Pakt: Amanda wird den Mann töten, der Wendys Tochter vergewaltigt und ermordet hat. Und Wendy wird Wallace Crone umbringen, den Mörder von Amandas kleiner Jess. Doch der Plan geht schrecklich schief. Womöglich spielt eine der beiden ein falsches Spiel...


Cover: 5/6

Schreibstil: 6/6

Handlung: 6/6

Charaktere: 6/6

Spannung: 5/6

Fesselnd: 6/6


Inhalt


Amanda hat alles verloren. Ihr Leben war perfekt und routiniert. Sie hatte einen Mann und eine kleine Tochter, aber nur ein kleiner Augenblick und plötzlich war nichts mehr wie zuvor. Nun möchte sie den Mann, der ihr Leben auf so grausame Art verändert hat, umbringen. Amanda hat ihre Tat gut vorbereitet und alles geplant und doch gelingt es ihr nicht. Daraufhin muss Amanda eine Selbsthilfegruppe für Trauernde aufsuchen. Hier trifft sie auf Wendy, auch sie hat jemanden auf grauenhafte Weise verloren. Beide Frauen verstehen sich auf Anhieb und schließen einen Pakt. Wendy wird den Mord für Amanda durchziehen, dafür muss Amanda jemanden für sie töten. Somit haben beide Frauen das perfekte Alibi und niemand wird sie mit den Morden in Verbindung bringen. Und obwohl Amanda unsicher ist, zieht sie mit. Aber wieder muss sie feststellen: Einen Mord ist in der Theorie einfacher wie in der Praxis.


Meine Meinung

Bis jetzt habe ich jedes der Bücher, die ich von Steve Cavanagh gelesen habe, geliebt und verschlungen. Aber ein Stand-Alone-Thriller von Cavanagh ohne seinen Staranwalt Eddie Flynn, geht das überhaupt? Ich war wahnsinnig gespannt darauf, was mich hier erwartet, denn der Klappentext war richtig vielversprechend.

Und wie gewohnt war ich direkt von der ersten Seite an gebannt. Eigentlich besteht das Buch dann aus zwei Geschichten. Es gibt den einen Handlungsstrang über Amanda und Wendy und den einer Frau, die zu Hause brutal überfallen wurde. Das Einzige, was beide verbindet sind die ermittelnden Polizisten. Aber man hat beim Lesen absolut keinen Schimmer, wie alles zusammenhängen könnte. Beide Handlungsstränge könnten auch zwei verschiedene Bücher sein.

Die Protagonisten fand ich perfekt ausgearbeitet. Amanda mit all ihrer Wut und Trauer über den Verlust ihrer Familie und Ruth (die überfallene Frau), mit ihrer Angst, einen schlimmen Überfall überlebt zu haben. Cavanagh beschreibt die Gefühle, die Emotionen und alles, was damit zusammenhängt so, dass man mit allen Protagonisten richtig mitfühlen kann. 

Der Aufbau des Buches ist teils etwas verwirrend, weil man eben gar keine Ahnung hat, warum es zwei Handlungsstränge gibt, aber das hielt das Buch abwechslungsreich. Die Kapitel sind meist nicht zu lange, enden oft mit Cliffhangern und springen dann wieder zu der anderen Handlung. Das wiederum macht das Buch durchgehend fesselnd und spannend. Es ist ein richtiger Pageturner, so wie es sein muss bei einem fesselnden Thriller.

Fazit

"Kill for me" ist so viel ich weiß der erste Stand Alone - Thriller von Steve Cavanagh. In seinen anderen Büchern geht es immer um den Anwalt Eddie Flynn, hier ging es jedoch um die andere Seite. Die Seite der Opfer bzw. der Hinterbliebenen. Und wie gewohnt hat Cavanagh wieder abgeliefert. Er schreibt wie immer genial. Die Protagonisten sind super ausgearbeitet, die Geschichte ist absolut unvorhersehbar, fast durchgehend spannend und total fesselnd. Dadurch, dass es zwei total unterschiedliche Handlungsstränge gibt ist das Buch abwechslungsreich. Teilweise hatte ich das Gefühl, zwei verschiedene Bücher zu lesen. Das fand ich einerseits etwas gewöhnungsbedürftig, aber auch wahnsinnig interessant. Es dauert wirklich sehr lange, bis man mal dahinter kommt, warum das so ist. Mit der Auflösung kamen dann auch einige Überraschungen mit denen ich nicht gerechnet hatte.
Insgesamt ist das Buch super aufgebaut, abwechslungsreich und fesselnd. Mich hat Steve Cavanagh wieder bestens unterhalten und bei mir für ein Jahreshighlight gesorgt. Klare Leseempfehlung für alle Thriller-Fans.

6/6


18 Februar 2026

Kurzmeinung: Die Braut von Ashbyrn House

 


Autorin: Amy Cross

Verlag: Festa

Erschienen: 25.11.2025

Seiten: 352

Genre: Gruselroman, Thriller


Klappentext


 In England, meilenweit entfernt von der nächsten Stadt, steht ein verlassenes Haus. Seit vielen Jahren wagt niemand, es zu betreten. Es heißt, dass an seinem Fenster manchmal ein bleiches, totes Gesicht zu sehen ist, das geduldig hinter einem seidenen Brautschleier wartet...

Bis Owen Stone, um seinem hektischen Alltag in London zu entfliehen, Ashbyrn House kauft. Er glaubt nicht an Geister oder andere übernatürliche Mächte. 

Er ahnt nicht, dass Katinka Ashbyrn dort vor über 100 Jahren an ihrem Hochzeitstag starb und seither durch das Haus irrt, weil sie einen Ehemann sucht. Und eine Präsenz beobachtet jeder seiner Bewegungen.


Cover: 5/6

Schreibstil: 5/6

Handlung: 5/6

Charaktere: 4/6 (6/6 für Katynka Ashbyrn, 3/6 für Owen Stone)

Spannung: 5/6

Fesselnd: 5/6


Fazit 


Ich bin direkt sehr gut ins Buch reingekommen. Der einfache Schreibstil lässt es dann auch zu, dass man schnell und flüssig lesen kann. Am Anfang hatte das Buch auch schon eine gewisse Gruselstimmung, so richtig warm wurde ich da mit der Geschichte aber noch nicht.

Sie spielt in zwei Zeitebenen. Zum einen gibt es die Zeit vor über 100 Jahren, als Katinka Ashbyrn gelebt hat. Sie erzählt Teile aus ihrem Leben aus ihrer Sicht. Und zum anderen gibt es die Gegenwart mit der Geschichte von Owen Stone. Die Kapitel in denen es um Katynka ging haben mir durchgehend richtig gut gefallen während ich mit Owen vor allem am Anfang so meine Probleme hatte. Denn er ist schrecklich naiv. Wenn man ein bisschen Selbsterhaltungstrieb hat, dann kann man unmöglich so reagieren wie Owen es ständig macht. Na ja, aber seine Naivität hatte auf jeden Fall einen großen Unterhaltungswert und darauf kommt es ja an.

Um so länger die Geschichte dann wird, umso spannender und fesselnder wird sie. Also auch wenn ich das Buch am Anfang noch nicht so gut fand, hat es sich absolut gesteigert und mich letztendlich bestens unterhalten. Deswegen gibt es von mir dafür auch eine Leseempfehlung für alle, die Geistergeschichten mögen.


5/6



06 Februar 2026

Kurzmeinung: Das Reich der Vampire Band 1

 


Autor: Jay Kristoff

Verlag: Fischer Tor

Erschienen: 29.06.2022

Seiten: 1024

Genre: Dark-Fantasy


Klappentext


 Vor 27 Jahren ging die Sonne unter - und seitdem sind die Armeen der Vampire auf dem Vormarsch.

Stück für Stück haben sie ihr ewiges Reich ausgedehnt und den Menschen den Boden streitig gemacht, bis nur noch an wenigen Orten ein unbeschwertes Leben möglich ist. Kleine Inseln des Lichts in einem Meer aus ewiger Finsternis. 


Als der junge Gabriel de Léon seine Heimat verlassen muss, führt ihn sein Weg nach San Michon, zum Orden der Silberwächter, der das Reich und die Kirche gegen den Ansturm der Bestien verteidigt. Noch ahnt er nicht, dass er zur größten Legende des Ordens werden wird - und zur letzten Hoffnung einer sterbenden Welt.


Cover/Farbschnitt (Bücherbüchse): 6/6

Erzählstil: 6/6

Handlung: 5/6

Charaktere: 5/6

Spannung: 4/6

Fesselnd: 5/6


Fazit 


Mit seinen 1024 Seiten ist "Das Reich der Vampire" ein richtiger Klopper und ich weiß, das Band 2 und 3 der Trilogie ähnlich vielen Seiten haben. Das hat mich auch lange abgeschreckt, das Buch zu lesen. Aber ich liebe Vampirgeschichten und ich hatte jetzt auch mal richtig Lust darauf, mich mit einem Buch länger als ein paar Tage zu beschäftigen.

Es hat erst mal gut 300 Seiten gedauert, bis ich richtig in der Geschichte drin war. Denn der Aufbau ist verwirrend und der Schreibstil sehr speziell, was aber einfach der Geschichte geschuldet ist. Ich weiß, dass Jay Kristoff auch anders schreiben kann. Er passt den Schreibstil gerne der Umgebung an, in der seine Hauptfiguren spielen. Und so gibt es hier seitenweise derbe Sprüche, die manchmal lustig waren, manchmal nervig. Vor allem fand ich, dass die derben Ausdrücke oft völlig fehl am Platz waren, an manchen Stellen hätte man sie gar nicht gebraucht. Aber das hat nun mal zum Buch dazu gehört. Ich hatte auch den Eindruck, umso länger das Buch, umso weniger wurde geflucht, aber vielleicht hatte ich mich auch einfach nur daran gewöhnt.

Wenn man dann erst mal in die Geschichte reingekommen ist, sich an den Schreibstil gewöhnt hat und die Charaktere kennt, liest sich das Buch wie im Flug. Während ich die ersten 300 Seiten quasi im Schneckentempo gelesen habe um nichts wichtige zu verpassen, ging es bei den restlichen Seiten um einiges schneller. 

Die Story spielt in drei Zeitebenen: Einmal Gabriel de Léon in der Gegenwart, der in Gefangenschafft sein Leben erzählt. Und das erzählt er wiederum in einer Vergangenheit, als er noch ein Junge war und in einer Zeit, die kurz vor seiner Gefangenschaft passierte. Alles ist aber so gut aufgeteilt, dass man nicht durcheinander kommen kann. Und die Story hat sehr viel zu bieten: Sehr viel blutige Szenen, einiges an Action und immer wieder Spannung, Drama, Freundschaften und Liebe.

Insgesamt ist es ein gutes Buch mit Höhen und Tiefen. Ich kann jetzt nicht sagen, dass ich durchgehend gebannt war, aber ich habe mich trotzdem nie gelangweilt beim Lesen und es hat mich sehr gut unterhalten.


5/6




20 Januar 2026

Kurzmeinung: A good girl's guide to murder

 


Autorin: Holly Jackson

Verlag: One

Erschienen (Schmuckausgabe): 15.10.2024

Seiten: 480

Genre: Jugendbuch, Krimi


Klappentext


 Eigentlich ist der Fall abgeschlossen: Vor fünf Jahren wurde Andie Bell von ihrem Freund Sal Singh ermordet. Zumindest ist sich die Polizei sicher, dass es so war. Die ganze Stadt ist sich sicher. Alle - bis auf Pippa. Für ein Schulprojekt will die Schülerin den Fall nun noch einmal aufrollen. Mit Laptop, einer Diktiergerät - App und jeder Menge Mut macht Pippa sich auf und stellt Fragen. Doch schon bald wird ihr deutlich gemacht, dass längst nicht alle Bewohner von Little Kilton Licht ins Dunkel der Vergangenheit bringen möchten...


Cover/Farbschnitt: 6/6

Erzählstil: 6/6

Handlung: 6/6

Charaktere: 5/6

Spannung: 5/6

Fesselnd: 5/6


Fazit 


Vor ein paar Jahren habe ich die erste Ausgabe von "A good girl's guide to murder" günstig gebraucht gekauft (die Ausgabe mit dem langweiligen schwarzen Cover), dann lag sie erst mal sehr lange auf meinem SuB. Damals war mir nicht klar, dass das Buch so durch die Decke geht. Dann kam die nächste Ausgabe, etwas hübscher, und die beiden Folgebände, und von da ab ist mir die Reihe ständig begegnet. In diesem Jahr habe ich mir dann endlich die Schmuckausgaben besorgt, weil ich sie richtig hübsch finde. Und in diesem Jahr möchte ich die Reihe nun endlich lesen. Die Ausgabe mit dem langweiligen Cover habe ich aber immer noch zu Hause.

Da das Buch nun schon einige Jahre alt ist habe ich schon sehr viele Meinungen darüber gelesen und ich war gespannt, ob es hält, was es verspricht. Pippa ist eine sehr lebendige Hauptprotagonistin, die man sich mit ihrem Perfektionismus und ihren Schwächen richtig gut vorstellen kann. Sie ist mutig, ein bisschen verrückt und vor allem nicht so wie die anderen. Man kann mit ihr mitfiebern, miträtseln und manchmal auch mitlachen.

Die Story ist dann auch sehr gut aufgebaut und obwohl es sehr viele Charaktere gibt, hatte ich hier gar keine Probleme, sie mir zu merken. Wahrscheinlich weil man selbst so darauf konzentriert ist, den Fall  Andie Bell aufzuklären.

Viele Kapitel sind in der 1. Person aus Pippas Sicht geschrieben, dann gibt es zwischendurch Interviews, die Pippa führt, es gibt Kapitel in Erzählform, Chat-Verläufe und auch Karten, die sie zeichnet um alle Zusammenhänge zu verstehen. Das macht es dem Leser dann sehr einfach Pippas Gedankengänge und den Fall mitzuverfolgen und es kommt vor allem keine Langeweile auf, weil alles sehr abwechslungsreich ist.

Aber als dann die Auflösung kam fand ich es fast schon ein bisschen plump. Jetzt nicht falsch verstehen, es hat mir alles sehr gut gefallen, aber dieser Gedankengang zum Ende hin, den Pippa hat, was sie da tut, dass konnte ich nicht ganz nachvollziehen. Ich kanns nicht richtig erklären ohne dabei zu spoilern, deswegen lasse ich es lieber ;-) Insgesamt hat mich das Buch sehr gut unterhalten und wer gerne spannende Jugendbücher liest, dem empfehle ich "A good girl's guide to murder" auf jeden Fall weiter.


5/6





16 Januar 2026

Kurzmeinung: Blutige Eingriffe

 

Autor: Edward Lee

Verlag: Festa

Erschienen: 08.12.2025

Seiten: 224

Genre: Horror, Thriller


Klappentext


 Verstümmelte Sexsklaven, Schrecken während der Autopsie eines Kinderschänders, ein Serienmörder, der Hände seiner Opfer aufbewahrt, fatale Regierungsexperimente und vom Pech verfolgte Pornofilmer - in der Welt von Edward Lee ist die Realität verstörend und erbarmungslos...


Cover: 5/6

Erzählstil: 5/6

Handlung: 4/6

Charaktere: 4/6

Spannung: 4/6

Fesselnd: 4/6


Fazit 


Eigentlich lese ich Kurzgeschichten nicht so gerne, aber bei Edward Lee macht man doch gerne eine Ausnahme. Die erste Geschichte hat mich dann aber auch nicht wirklich umgehauen (da war der Ekelfaktor selbst für mich zu hoch), die zweite fand ich dagegen schon ziemlich genial. Und so ging es dann weiter, die meisten der Geschichten waren wirklich super. Eine Mischung aus Tragödie, Spannung, kritischen Themen, brutalen Szenen und oft eben auch etwas eklig. Bei vielen Geschichten zeigt sich erst in den letzten Sätzen, was tatsächlich hinter allem steckt und das gibt dann noch mal so einen richtigen tollen Effekt, der die Story abschließt.

Also eine bunte Mischung an Kurzgeschichten, die man zwischendurch gut lesen kann.


4/6



13 Januar 2026

Kurzmeinung: Das Haus des Exorzisten


Autor: Nick Roberts

Verlag: Festa

Erschienen: 29.01.2025

Seiten: 368

Genre: Horror, Thriller


Klappentext


 1994 kaufen Nora und Daniel Hill ein altes Farmhaus in den Hügeln von West Virginia. Zusammen mit ihrer 15-jährigen Tochter Alice verlassen sie Ohio und ziehen aufs Land.

Zunächst sind sie von der Schönheit der Landschaft begeistert und freuen sich über das ruhige Leben. Das ändert sich jedoch, als sie erfahren, dass der frühere Besitzer ein Exorzist gewesen sein soll...

Sie erkunden das Haus und entdecken im Keller einen geheimen Raum mit Kisten voller alter Videos und Tagebücher. Und da ist noch der Brunnen, der mit Brettern versiegelt und mit Kruzifixen umrandet ist.

Als sie den Brunnen öffnen, bricht um sie herum die Hölle los. Selbst das Verlassen der Farm kann sie jetzt nicht mehr retten...


Cover: 5/6

Erzählstil: 6/6

Handlung: 6/6

Charaktere: 6/6

Spannung: 5/6

Fesselnd: 6/6


Fazit 


"Das Haus des Exorzisten" hat mich von der ersten Seite an begeistert. Normalerweise mag ich Geschichten mit Exorzismus gar nicht so gerne, deswegen hat es mich vom Titel her nicht mal so direkt angesprochen, aber das hier ist auch was ganz anderes. Schon der Prolog ist perfekt und sorgt für die richtige Gruselstimmung. Als die Hauptprotagonisten Nora, Daniel und ihre Tochter Alice dann in das Anwesen einziehen ahnt man schon, was sie erwartet. Ständig steht man unter Strom, weil etwas unheimliches auf jeder Seite lauert und dank des tollen Schreibstils fühlt man auch richtig mit den Protagonisten mit. Hier gibt es durchgehend eine Gänsehautgarantie und der Gruselfaktor ist richtig hoch, da schaut man nach dem Lesen gleich mal genauer nach, ob man die eigene Kellertür auch ordentlich abgeschlossen hat.

Ich fand die Geschichte fast durchgehend spannend, ziemlich nervenaufreibend, ab und zu sehr brutal und an den richtigen Stellen auch ein bisschen emotional. Und das Ende hat es dann auch noch mal so richtig in sich. Ein tolles Buch und für mich jetzt schon ein Jahreshighlight, dabei hat das Jahr grade erst angefangen. Es kann also gerne so weitergehen :-)


6/6



08 Januar 2026

Kurzmeinung: Trapped Gefangen

 


Autor: Michael Hodges

Verlag: Luzifer

Erschienen: 21.07.2021

Seiten: 348

Genre: Fantasy, Horror


Klappentext


 Matt Kearns hat zwei Möglichkeiten: Kämpfen oder verstecken.


Ein unsichtbares Wesen hält ihn gefangen. Jedes Mal, wenn Matt zu fliehen versucht, wird er von einer unsichtbaren Kraft zurückgezogen. Allein, ohne Hoffnung auf Rettung, muss Matt den Fängen dieses Jägers entkommen.


Aber wie soll man sich von etwas befreien, das man nicht sehen kann?


Cover: 5/6

Erzählstil: 5/6

Handlung: 3/6

Charaktere: 4/6

Spannung: 2/6

Fesselnd: 2/6


Fazit 


Trapped lässt sich direkt von Beginn an gut und flüssig lesen. Das Buch beginnt mit einer kleiner Vorgeschichte aus Matts Schulzeit die wohl zeigen soll, dass Matt Tierfreund und Naturliebhaber ist. Das merkt man dann auch im kompletten Buch. Außerdem gibt der Autor dann auch immer wieder viele wahre Seitenhiebe auf die Menschen, der die Natur zerstören. Er spricht den Klimawandel an und auch das Verhalten mancher Idioten gegenüber Tieren. So weit, so gut, aber wo bleibt da die Spannung? Das hat wirklich gedauert, bis es mal richtig zur Sache ging.

Und dann während des Lesens immer wieder die Fragen: Warum ist Matt eingeschlossen? Warum schafft er es nicht, nach Hause zurück zu kehren? Was hält ihn auf? Das ist dann auch wirklich interessant und actionreich, da passiert dann schon einiges. Aber trotzdem war es zu wenig, um mich zu fesseln, denn es passiert eben nicht durchgehend etwas. Die letzten Seiten haben mir dann noch sehr gut gefallen, aber das war zu wenig, um mich noch richtig zu überzeugen.

Von Schreibstil und Aufbau her erinnert das Ganze ein bisschen an Stephen King. Ich habe auch mal gelesen, dass das Buch vielleicht verfilmt werden soll (weiß aber nicht, ob da wirklich was dran ist), als Film könnte ich mir es auch tatsächlich gut vorstellen. Aber als Buch konnte mich die Story leider nicht so ganz mitreißen, auch wenn ich die Idee toll fand. 


3/6



06 Januar 2026

Kurzmeinung: Penance

 


 Autorin: Eliza Clark

Verlag: Festa

Erschienen: 11.11.2025

Seiten: 496

Genre: True Crime Thriller


Klappentext


Hast du den Podcast gehört?

Wie sie über sie gelacht haben?

Hast du die Fotos ihrer Leiche gesehen?

Hast du im Netz danach gesucht?


Der grausame Mord ist fast zehn Jahre her: In einer heruntergekommenen Stadt an der Küste von Yorkshire wurde die 16-jährige Joan Wilson am Strand von drei Schulmädchen lebendig verbrannt.

Und nun werden die Ereignisse jener schrecklichen Nacht zum ersten Mal veröffentlicht.

Lies den Bericht des Journalisten Alec Z. Carelli über das Verbrechen und was dazu führte. Lies alle Interviews mit Zeugen und Familienmitgliedern und dazu die erschütternde Korrespondenz mit den Mörderinnen.

Aber wie viel von dieser Geschichte ist wahr?


Cover: 5/6

Schreibstil: 5/6

Handlung: 5/6

Charaktere: 6/6

Spannung: 4/6

Fesselnd: 5/6


Fazit 


Penance ist ein fiktiver True-Crime Roman, deswegen ist das Buch anders wie normale Romane. Es gibt Ausschnitte aus geschmacklosen Podcasts, in denen man sich lächerlich über die verstorbenen und die Mörderinnen macht, dazu langwierige Berichte, detaillierte Beschreibungen über den Mord, Korrespondenz und Interviews mit den Mörderinnen und deren Familien. Es wird beschrieben, welche Auswirkungen Social Media auf die Jugendlichen haben kann und wie ihre Familien versuchen den Mord zu rechtfertigen, aber für Mord gibt es keine Rechtfertigung. Auch die Mutter der ermordeten Joni kommt zu Wort und aus ihrer Sicht ist wiederum alles ganz anders.

Aber welche Wahrheit stimmt oder ist alles nur eine Frage der Wahrnehmung?

Penance ist ein Buch mit einem schwierigen Thema, sehr gut ausgearbeitet und gut aufgebaut. Aber oft ging es mir schon zu sehr ins Detail was die familiären Hintergründe angeht. Natürlich schafft es die Autorin so, dass man mit jedem, auch mit den Mörderinnen, eine emotionale Bindung aufbaut, aber es zog sich deswegen auch etwas und mir fiel es da manchmal schwer am Ball zu bleiben.

Aber insgesamt ist Penance ein Buch, das einen nicht so schnell loslässt, weil es aus harmlosen Dingen heraus eine Situation beschreibt, die irgendwann eskaliert. Dabei spielen äußere Einflüsse eine große Rolle. Und es wird sehr gut darauf aufmerksam gemacht, wie geschmacklos manche Personen mit so einem Mord umgehen. Also ein gekonnter Seitenhieb auf die Gesellschaft, denn so lange es einen nicht selbst betrifft, ist selbst ein Mord ein Thema, das man ins lächerliche ziehen kann.

Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung für alle, die mal was anderes lesen wollen und mit einer ordentlichen Portion Gesellschaftskritik und unbequemen Themen umgehen können.


5/6



03 Januar 2026

Kurzmeinung: Alchemised (Hörbuch)

 


Autorin: SenLinYu

Sprecherinnen: Vanida Karun

Verlag: Hörbuch Hamburg

Erschienen: 23.09.2025

Spieldauer: 40 Stunden 18 Minuten

Genre: Fantasy


Klappentext


 Helena Marino ist die letzte Überlebende des Widerstands, vergessen in Gefangenschaft. Bis sie durch einen Zufall in die Hände von Kaine Ferron gerät, dem erbarmungslosen High Reeve. Eingesperrt auf seinem eisernen Anwesen, will Helena die letzten Geheimnisse des Widerstandes wahren, während Kaine versucht, mit alchemistischer Gewalt in ihren Kopf einzudringen. Denn Helena erinnert sich nicht an die letzten Jahre des Krieges. War sie wirklich nur eine einfache Heilerin in den reihen der Ewigen Flamme? Helena ringt um ihr Überleben - und beginnt zu ahnen, dass Kaine und sie weit mehr verbindet, als ihre Feinde je erfahren dürfen...


Cover: 5/6

Erzählstil: 5/6

Handlung: 4/6

Charaktere: 5/6

Spannung: 4/6

Fesselnd: 4/6


Fazit 


Ja, ich gebe zu, irgendwann wollte ich halt doch mal wissen, warum dieses Buch so durch die Decke geht, denn vom Klappentext her hat es mich nicht direkt angesprochen. Aber warum erwähnt denn im Klappentext auch niemand die lebenden Toten und die anderen interessanten Wesen, denn die komplexe Fantasiewelt macht meiner Meinung nach die Geschichte ebenso viel aus wie die Story zwischen Kaine und Helena. Na ja, als Buch war es mir auf jeden Fall einfach zu dick, deswegen habe ich mir das Hörbuch runtergeladen und habe es bestimmt knapp zwei Monate lang immer mal wieder zwischendurch gehört. Am Anfang hat mir dann auch tatsächlich nur diese ganze Welt rund um Helena herum gefallen, mit ihr und Kaine konnte ich noch wenig anfangen. Aber das hat sich dann so etwa ab dem zweiten Teil geändert (das Buch ist in drei Teile aufgeteilt, aber das wisst ihr ja sicher schon alle). Ich finde die Entwicklung der Geschichte und auch die Beziehung zwischen Kaine und Helena interessant. Natürlich gibt es viele Kritikpunkte, was die Behandlung von Helena betrifft, auch in sexueller Hinsicht, aber man sollte das Buch nicht lesen, wenn man so etwas nicht mag (deswegen Triggerwarnung beachten). Letztendlich ist alles Fiktion, wäre es nicht so, hätte ich hier zu Hause schon längst einen toten Körper rumrennen, der alles für mich erledigt, damit ich mehr Zeit zum Lesen habe. 

Am Ende wurde dann noch mal alles genau aufgeklärt, alle offenen Fragen beantwortet und ich dachte jedes Mal, jetzt ist es vorbei, aber mir kam es teilweise so vor, als wollte sich die Autorin nicht von ihren Figuren trennen und setzte immer noch was drauf. Der Epilog war auf jeden Fall ziemlich lang.

Also mir hat das Buch insgesamt gut gefallen, aber ein Highlight war es für mich nicht.


4/6



Animated Purple Gitter Skull Animated Purple Gitter Skull Animated Blinking Gingerbread Man Bloody KnifeBloody KnifeBloody KnifeBloody KnifeJack Skellington - Diagonal ResizeJack Skellington - Diagonal Resize