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31 Dezember 2021

Rezension: Das Therapiezimmer

 

Autorin: Aimee Molloy
Verlag: Rowohlt
Erschienen am: 16.11.2021
Seiten: 336
Genre: Thriller


Klappentext


Keiner sieht dich. Doch du hörst alles...


Der Psychotherapeut Sam und seine Frau Annie ziehen aus New York in die verschlafene Kleinstadt, in der Sam aufgewachsen ist. Dort arbeitet Sam fast rund um die Uhr in seiner Praxis im Souterrain mit seinen (hauptsächlich weiblichen) Klientinnen, während Annie zu viel Zeit allein verbringt. Sam ahnt nicht, dass durch einen Lüftungsschacht all seine Therapiesitzungen im Obergeschoss zu hören sind: die Frau des Apothekers, die sich scheiden lassen möchte. Die Malerin mit dem enttäuschenden Liebesleben. All diese Geschichten mit anzuhören ist unwiderstehlich. Doch dann taucht die betörende junge Französin in dem grünen Mini Cooper auf. Und Sam geht eines Tages zur Arbeit, um nicht wieder zurückzukehren...


Inhalt

Sam und Annie scheinen das perfekte Paar zu sein. Und damit es perfekt bleibt, peppen sie ihr Liebesleben mit ausgefallenen Rollenspielchen auf.
Annie hat für Sam das Leben in New York aufgegeben und ist mit ihm in die Kleinstadt in sein Elternhaus gezogen. Er hat seine eigene Praxis als Psychotherapeut eröffnet, nichts ahnend, welche Gefahren dieser Schritt für ihn bringt. Denn was er nicht weiß, durch einen Lüftungsschlitz können seine Sitzungen mit angehört werden, genau das Richtige, wenn man ein langweiliges Leben zu Hause führt.

Meine Meinung

Der Schreibstil der Autorin hat mir direkt ganz gut gefallen, man findet gut ins Buch rein und kann schnell lesen. Es gab aber ein paar Wörter, die man hätte anders schreiben können, da geriet ich ab und zu ins Stocken, das kann aber auch an der Übersetzung liegen. Sie schafft es hier am Anfang wirklich oft ein paar Wendungen einzubauen, mit denen man nicht rechnet, aber genau das ist dann auch ein bisschen das Problem. Es ist teilweise zu übertrieben und mir ging es dann manchmal so, dass es so Kleinigkeiten waren, die unwichtig erschienen, letztendlich aber doch wichtig waren. Das gibt sich aber in der zweiten Hälfte des Buches.

Es ist alles ziemlich verzwickt aufgebaut, was einerseits dafür sorgt, dass das Buch richtig fesselnd wird, andererseits habe ich manchmal beim Lesen aber auch genervt den Kopf geschüttelt. Alles wird sehr detailliert dargestellt, das zieht vieles oft unnötig in die Länge, Spannung kommt dabei kaum auf. Vor allem zum Ende hin wird es sehr langatmig, da fehlen dann auch die Überraschungen die das Buch am Anfang so gut machen.

Und auch was die Protagonisten angeht war ich nicht ganz zufrieden. Sam erschien mir emotional total überfordert und egoistisch. Er sieht gar nicht, was er anderen damit antut und ist nur auf seinen eigenen Vorteil bedacht. Annie ist eindeutig der bessere und sympathischere Charakter.

Fazit

In diesem Buch gibt es für mich einiges zu kritisieren. Der wirre Aufbau, Details, bei denen man erst spät merkt, dass sie wichtig waren, einen unsympathischen Hauptprotagonisten usw. Der Schreibstil war einerseits sehr angenehm, andererseits gab es auch grammatikalisch Sätze, die man hätte anders schreiben können und alles plätschert oft vor sich hin. Aber es gab auch Positives. Die Idee an sich fand ich sehr interessant und das Buch bleibt vor allem in der ersten Hälfte durchgehend fesselnd. Es ist ein Thriller, der mit wenig Blut und kaum brutalen Szenen auskommt, es geht eher um den psychologischen Effekt. Man kann das Buch zwischendurch gut lesen, aber man darf keinen nervenaufreibenden Thriller erwarten. Es ist eine ruhige Geschichte mit vielen interessanten Aspekten, aber zwischendurch auch immer wieder etwas zäh. Und vor allem das letzte Drittel fand ich dann leider gar nicht mehr gut. Von daher gibt es von mir nicht unbedingt eine Leseempfehlung dafür.

3/6

29 Dezember 2021

Kurzmeinung: Sharing



Autor: Arno Strobel

Verlag: Fischer

Erschienen: 29.09.21

Seiten: 368

Genre: Psychothriller




Klappentext


Teilen ist das neue Haben. Das ist deine Philosophie. So hast du dir eine Existenz aufgebaut und lebst sehr gut damit.

Aber was, wenn jemand kommt, der eine ganz andere Idee vom Teilen hat?

Der keine Grenze kennt.

Dir keine Wahl lässt.

Der dich zwingt.

Den Menschen zu "teilen", der dir am nächsten steht.

Auf eine Weise, die alle deine Vorstellung übersteigt.

Bist Du wirklich bereit, alles zu teilen?


Cover: 4/6

Schreibstil: 6/6

Handlung: 6/6

Charaktere: 5/6

Spannung: 5/6

Fesselnd: 6/6


Fazit

Im Vorfeld hatte ich so viel Gutes über das Buch gehört, dass es endlich Zeit wurde, es selbst zu lesen. Gut fand ich, dass die Geschichte direkt ohne viel drum herum beginnt und sich von Seite zu Seite weiter steigert. Das Buch entwickelt sich so zu einem rasanten Pageturner, den man dank des guten Schreibstils rasend schnell lesen kann. Es ist spannend, fesselnd und total unvorhersehbar. Allerdings fand ich die Handlungen von Hauptprotagonist Markus Kern manchmal etwas fragwürdig, aber da muss man wohl auch beachten, dass er sich in einer Ausnahmesituation befand. Das ist aber Jammern auf hohem Niveau, denn insgesamt gibt es bei diesem Buch eigentlich nichts, worüber man wirklich meckern kann. Dies ist tatsächlich das erste Buch von Arno Strobel, das mich komplett überzeugen konnte. Und deswegen lege ich allen ans Herz, dieses Buch zu lesen.


6/6




26 Dezember 2021

Kurzmeinung: Lifelike (Das Babel Projekt Band 1)

 


Autor: Jay Kristoff

Verlag: dtv

Erschienen: 20.10.21

Seiten: 464

Genre: Science Ficton



Klappentext


Die 17-jährige Eve kann sich gerade so mit illegalen Roboterkämpfen über Wasser halten - bis sie vernichtend geschlagen wird und auch das letzte Geld verliert. Auf der Suche nach einem Ausweg findet sie Ezekiel, einen Lifelike, die wegen ihrer Ähnlichkeit zu Menschen und überlgenden Kampfkunst verboten sind. Sie vertraut ihm, obwohl seine Existenz ihr gesamtes Leben infrage stellt. In der Wüste aus schwarzem Glas hofft sie, die Wahrheit über ihre Vergangenheit und sich selbst herauszufinden. Aber manche Geheimnisse sollten besser ungelüftet bleiben...


Cover: 6/6

Schreibstil: 6/6

Handlung: 4/6

Charaktere: 5/6

Spannung: 3/6

Fesselnd: 5/6


Fazit

Science-Fiction lese ich hin und wieder gerne, aber es muss schon sehr gut sein, damit es mich mitreißt. Und wenn Jay Kristoff ein Science-Fiction Buch schreibt, dann muss es gelesen werden! Ich liebe seinen Schreibstil und bewundere immer, wie lebhaft er seine fantasievollen Welten beschreibt und seine Figuren zum Leben erweckt. Die Geschichte ist leicht verständlich, man kann sie also auch super gut lesen, wenn man in dem Genre nicht so gerne unterwegs ist. Sie ist toll aufgebaut und voller Action und Gefühl. Spannend fand ich das Buch eher weniger, aber trotzdem sehr interessant und fesselnd. Das Ende war überraschend und macht Lust auf mehr. Band 2 müsste sofort her, aber ich weiß gar nicht genau, wann der erscheint. Mir hat es Spaß gemacht, das Buch zu lesen und ich werde die Reihe auf jeden Fall weiterverfolgen.


4/6


13 Dezember 2021

Kurzmeinung: Das Haus der Monster



Autor: Danny King

Verlag: Luzifer

Erschienen: 30.06.2017

Seiten: 328

Genre: Horror



Klappentext


Es gibt ihn in jeder Kleinstadt: Den verrückten Sonderling, der allein in einem unheimlichen Haus lebt, das fast so heruntergekommen ist wie er selbst.


In dem englischen Städtchen Thetford ist sein Name John Coal. Aber als die Jungen aus der Nachbarschaft anfangen, dem eigenbrötlerischen Alten immer dreistere Streiche zu spielen, müssen sie feststellen, dass sie sich mit dem Falschen angelegt haben. Denn John Coal hat mehr als eine Leiche im Keller. Zu den dunklen Geheimnissen, die er bewahrt, zählen seine Abenteuer mit Serienmördern, Werwölfen, Dämonen, Geistern und manisch-depressiven Vampiren. Und es wäre ein Fehler, einen Mann zu unterschätzen, der all dies überlebt hat...


Cover: 5/6

Schreibstil: 5/6

Handlung: 4/6

Charaktere: 5/6

Spannung: 3/6

Fesselnd: 4/6


Fazit

Wer dem Titel nach zu urteilen ein Haus voller böser Monster erwartet, der wird enttäuscht sein. Deswegen war ich am Anfang erst mal überrascht. Schön beschrieben wird es dann aber trotzdem. Hauptprotagonist John erzählt seine Lebensgeschichte, die interessant, außergewöhnlich, blutig und düster ist. Das Ganze ist dann ein bisschen in drei Kurzgeschichten zu einem ganzen Buch verpackt, und da hat mir so ein bisschen die Spannung gefehlt, denn man weiß ja, dass John das alles überlebt hat. Ich finde, es ist auch nicht wirklich so schrecklich viel passiert. Vom Thema her hat mir das Buch aber trotzdem gut gefallen, ich hätte es mir einfach etwas spannender gewünscht. Der Schreibstil fand ich sehr gut, Danny King versteht es mit den richtigen Worten seinem Buch einen gewissen Gruselfaktor zu verleihen. Und auch die Protagonisten fand ich alle sehr authentisch. "Das Haus der Monster" ist ein guter Grusel-/Horroroman für zwischendurch. Ich werde demnächst ganz sicher Band 2 lesen.


4/6


08 Dezember 2021

Rezension: 21 Tage

 

Autorin: Ann-Kristin Gelder
Verlag: Goldmann
Erschienen am: 15.11.2021
Seiten: 352
Genre: Thriller


Klappentext


Noch 21 Tage, dann wirst du sterben.


Jahrelang wähnte Louisa sich in Sicherheit. Doch dann erhält sie Mails mit verstörenden Horrorgeschichten: Sie beschreiben Louisas eigenen Tod. Ihr wird schlagartig klar, dass jemand ihr dunkles Geheimnis kennt - und mit ihr abrechnen will. Der Countdown läuft. Und für Louisa gibt es kein Entrinnen...


Inhalt

Louisa hat eine Nachricht bekommen, in dieser steht, dass sie nur noch 21 Tage leben wird. Außerdem wurde sie markiert, denn auf dem Rücksitz ihres Autos findet sie eine Glasscherbe, Louisa weiß, was das bedeutet. Denn das alles weckt böse Jugenderinnerungen in ihr, sie selbst und ihre damaligen Freunde haben mit solchen erfundenen Geschichten ein Mädchen in den Selbstmord getrieben. Jetzt muss Louisa sich gegen die Dämonen ihrer Vergangenheit durchsetzen. Der Countdown läuft erbarmungslos runter und sie merkt schnell, dass das Ganze alles andere als ein harmloser Streich ist...

Meine Meinung

Ohne das viel drum herum geredet wird beginnt das Buch direkt sehr spannend und düster, so dass man sehr schnell gefesselt wird. Der Schreibstil ist dabei sehr einfach, so kann man sehr schön und flüssig lesen. Auch im Verlauf des Buches wird auf zu viel drum herum verzichtet, so dass man nicht mit unnötigen Details aufgehalten wird.

Es ist alles sehr gut durchdacht und einfach aufgebaut. Allerdings ist die Entwicklung der Geschichte auch nur auf diese Art möglich, weil Hauptprotagonisten Louise doch sehr oft sehr naiv agiert. Manche Handlungen von ihr konnte ich überhaupt nicht nachvollziehen, aber genau das hielt das Buch ja dann auch spannend. Die anderen Protagonisten fand ich alle in Ordnung, wobei die wirklich nur eine kleine Rolle spielten. Louisa erzählt ihre Geschichte aus ihrer Sicht, was dem Leser einen guten Einblick in ihr Leben und ihr ganzes Gefühlschaos verschafft.

Fazit

"21 Tage" ist ein sehr unkompliziertes Buch, das sehr leicht verständlich geschrieben ist. Es geht direkt spannend los und entwickelt sich teilweise zu einem richtigen Pageturner. Es hat Spaß gemacht, die Geschichte von Hauptprotagonistin Louisa mit zu verfolgen, auch wenn ich nicht immer einer Meinung mit ihr war. Es gibt viele Nebendarsteller und jeder ist verdächtig, das lässt während dem Lesen sehr viel Raum für Spekulationen und genau das ist es ja, was so ein Buch braucht. Die richtigen Überraschungen haben so ein bisschen gefehlt, trotzdem habe ich mich durchgehend gut unterhalten gefühlt, weswegen ich das Buch auch sehr gerne weiterempfehle.

4/6

03 Dezember 2021

Kurzmeinung: Billy Summers

 



Autorin: Stephen King

Verlag: Heyne

Erschienen: 09.08.2021

Seiten: 720

Genre: Roman, ...



Klappentext


Der Killer und das Mädchen


Ein Roman von Stephen King über die Schatten der Vergangenheit, die Verheißungen der Zukunft, die eigene Identität und das falsche Ich, das nackte Leben und den bitteren Tod, über Krieg und Frieden, über Liebe, Glück und Schicksal.


Cover: 6/6

Schreibstil: 6/6

Handlung: 4/6

Charaktere: 5/6

Spannung: 4/6

Fesselnd: 4/6


Fazit

Es ist wie immer bei Stephen King, er schreibt so genial, dass man direkt gut in die Geschichte reinkommt und durch die Seiten fliegen kann. Das war auch echt notwendig, denn die erste Hälfe des Buches fand ich teilweise schrecklich langatmig. Da gab es zwar auch ein paar gute Szenen, es zog sich jedoch immer wieder. Aber durchhalten lohnt sich. Die zweite Hälfte hat mir dann sehr viel besser gefallen. Es gibt mehr Action, und allgemein einfach mehr Handlung. Es wird gefühlvoll und spannend. Insgesamt ist die Geschichte perfekt konstruiert und super durchdacht. Letztendlich konnte mich Billy Summers dann doch noch überzeugen und vor allem zum Ende hin richtig fesseln. Das hat zwar nicht gereicht um ein richtiges Highlight zu werden, aber es war dann doch noch ein lesenswertes Buch.


4/6


26 November 2021

Rezension: Echo

 

Autorin: Thomas Olde Heuvelt
Verlag: Heyne
Erschienen am: 11.10.21
Seiten: 720
Genre: Mystery, Horror


Klappentext


Reisejournalist Nick Grevers ist ein passionierter Bergsteiger und Kletterer. Als er mit seinem Bergfreund Augustin in den Schweizer Alpen unterwegs ist, entdecken sie den Maudit, einen Berg, über den kaum jemand etwas zu wissen scheint. Magisch von dem mysteriösen Gipfel angezogen, wagen Nick und Augustin den Aufstieg. Aber bald finden sie heraus, dass der Maudit nicht wie andere Berge ist. Er ist alt. Er ist feindselig. Und Nick und Augustin sind ihm nicht willkommen...


Inhalt

Nick Grevers ist ein leidenschaftlicher Bergsteiger, aber ein mysteriöses Ereignis verändert sein Leben für immer. Zusammen mit einem guten Freund, dem übermotivierten Augustin, besteigt er spontan den Maudit, den sie zufällig bei einer Tour entdecken. Aber sie merken schnell, dass dieser Berg nicht wie die anderen ist, dieser Berg macht Dinge mit ihnen für die es keine Erklärung gibt. Nick ist der einzige, der den Maudit wieder verlässt. Grauenhaft entstellt, traumatisiert und verändert.

Sam Avery ist genau das Gegenteil von seinem Freund Nick. Als Sohn reicher Eltern liebt er das Luxusleben und kann Nicks Liebe zu den Bergen nicht verstehen, aber er akzeptiert sie. Doch als es zu den grauenhaften Vorfällen auf Nicks letzter Tour mit Augustin kommt hat Sam zunächst Zweifel, ob er es wirklich schafft, weiterhin mit Nick zusammenzubleiben. Er spürt schnell, dass Nick nicht nur äußerlich zu einem Monster geworden ist.

Meine Meinung

Am Anfang hatte ich ein bisschen Mühe in die Geschichte reinzukommen. Mit dem Beginn des Buches konnte ich lange Zeit nichts anfangen, das löst sich aber irgendwann auf. Wenn man dann erst mal in der Geschichte drin ist, liest es sich meistens sehr gut und flüssig. Da kam es bei mir dann tatsächlich auf den Protagonisten an, der gerade erzählt. Das Buch ist nämlich in mehrere Teile aufgebaut, die entweder von Nick oder von Sam geschrieben bzw. erzählt werden und wenn Sam an der Reihe war geriet ich beim Lesen oft ins Stocken. Sam ist Amerikaner und benutzt daher sehr oft englische Wörter, die dann in Kursivschrift eingeworfen werden, das hat mich immer ins Stocken gebracht. Aber man muss dem Autor lassen, dass er da für beide Protagonisten ganz eigene Schreibstile entwickelt hat und so die Charaktere sehr gut beschrieben hat.

Von der Spannung her war das Buch ein ständiges Auf und Ab. Es gab viele spannende Passagen, aber auch genauso viele die so vor sich hinplätscherten. Thomas Olde Heuvelt beschreibt sehr schön die Landschaften und geht ganz genau auf die Gefühle der Protagonisten ein, aber genau das zieht sich dann manchmal ein bisschen. Mir ist es immer lieber, wenn es etwas schneller vorangeht. Oft hängt das Buch an irgendwelchen Belanglosigkeiten fest.

Nick fand ich als Protagonisten sehr gelungen, Sam dagegen war mir oft zu anstrengend. Aber trotzdem muss man sagen, sie waren beide sehr gelungen und authentisch. Auch die Nebencharaktere wurden sehr gut dargestellt. Man muss sie ja nicht alle mögen, wichtig ist, dass sie authentisch rüberkommen, und das war definitiv der Fall.

Fazit

"Echo" ist ein sehr dickes Buch, das mir oft zu ausschweifend war. Von der Idee her wirklich toll und meistens fand ich die Geschichte auch sehr fesselnd, aber es gab immer wieder Längen, die die Spannung rausnahmen. Der Aufbau des Buches war am Anfang etwas verwirrend, wenn man sich aber erst mal eingelesen hat kann man bis auf ein paar Ausnahmen aber schnell und flüssig lesen. Die Protagonisten fand ich sehr authentisch, aber gemocht habe ich sie nicht alle. Vor allem Sam war mir teilweise etwas zu anstrengend. Wer zu diesem Buch greift muss bedenken, dass es mit seinen 720 Seiten kein Buch ist, dass man mal eben schnell zwischendurch liest. Man sollte auf Mysterie und ruhigen Horror stehen, damit man Gefallen daran findet. Mir hat es meistens gut gefallen, aber durchgehend überzeugen konnte es mich nicht, dafür war es einfach zu langatmig.

4/6



19 November 2021

Kurzmeinung: Der bittere Trost der Lüge

 



Autorin: Tiffany D. Jackson

Verlag: Festa

Erschienen: 14.05.2020

Seiten: 448

Genre: Roman, Drama





Klappentext


Mary soll ein Baby getötet haben. Diese Tat hat ihr Leben zerstört. Jahre voller Angst vergehen, weil Kindermörder im Gefängnis einen schweren Stand haben.

Sechs Jahre später. DAs Leben mit einer Fußfessel ist fast so hart wie im Knast. Marys einziger Halt ist ihr Freund Ted - und ihr ungeborenes Kind.

Damit beginnt ein neuer Albtraum. Denn niemand glaubt, dass ein Baby bei einer verurteilten Kindermörderin in guten Händen ist.

Nun hängt Marys Schicksal von der Person ab, der sie am meisten misstraut: ihrer Mutter. Deren wahres Gesicht kennt niemand. Aber wer kennt die wahre Mary?


Cover: 4/6

Schreibstil: 6/6

Handlung: 5/6

Charaktere: 5/6

Spannung: 4/6

Fesselnd: 5/6


Fazit

Für mich was "Der bittere Trost der Lüge" das zweite Buch der Autorin und wie von ihr gewohnt war der Schreibstil auch hier wieder genial. Ich finde es toll, wie gefühlvoll und emotional sie ihre Protagonistinnen immer beschreibt, wie sie das ganze Buch mit Leben füllt und dazu eine Geschichte erzählt, die so wahnsinnig real ist. Vor allem in den USA gibt es sicher viele Mädchen wie Mary, vielleicht nicht mit derselben Geschichte, aber mit ähnlichen Problemen aufgrund ihrer Hautfarbe. Dieses Buch vermittelt ein so wichtiges Thema, das einen nachdenklich zurücklässt. Was mir so ein bisschen gefehlt hat war der Überraschungsmoment, im Mittelteil plätschert es so ein bisschen vor sich hin, zum Ende hin ändert sich das dann aber wieder. So gut das Buch auch war, für mich bleiben so viele ungeklärte Fragen. Die Geschichte endet ziemlich abrupt, für mich war der Abschluss nicht wirklich gelungen. Trotzdem hat es Spaß gemacht das Buch mit diesem wichtigen Thema zu lesen.


5/6

16 November 2021

Kurzmeinung: All das Ungesagte zwischen uns





Verlag: dtv/bold

Autorin: Colleen Hoover

Erschienen: 23.10.2020

Seiten: 448

Genre: Roman, Drama





Klappentext


Ein tragischer Unfall verändert von einer Sekunde auf die andere Morgans Leben - ein Leben, das offenbar auf nichts als Lügen basierte. Gleichzeitig wachsen die Konflikte zwischen ihr und ihrer Tochter Clara: Heimlich trifft sich diese mit einem Jungen, den Morgan nicht an ihrer Seite sehen möchte. Halt findet Morgan in dieser schweren Zeit ausgerechnet bei dem einen Menschen, bei dem sie keinen Trost suchen sollte...


Cover: 4/6

Schreibstil: 6/6

Handlung: 5/6

Charaktere: 5/6

Spannung: 5/6

Fesselnd: 6/6


Fazit

Obwohl am Anfang nicht so schrecklich viel passiert fand ich das Buch direkt richtig fesselnd. Ich war selbst überrascht darüber, wie vertieft ich in die Geschichte war und wie schnell ich durch das Buch durchflogen bin, weil mich Morgans und Claras Geschichte einfach total mitgenommen hat. Wie gewohnt ist der Schreibstil von Colleen Hoover flüssig und unkompliziert, wodurch ich sehr schnell lesen konnte. Insgesamt ist gar nicht so schrecklich viel passiert, aber die Message darin ist ganz klar: Redet miteinander anstatt alles in euch rein zu fressen und zu spekulieren. Manchmal war es mir ein bisschen zu viel Drama, deswegen gibt es von mir ein klein bisschen Abzug, aber ansonsten wurde ich wirklich auf gefühlvolle Art sehr gut unterhalten. Manchmal braucht man so was auch mal und deswegen empfehle ich das Buch auch sehr gerne an diejenigen weiter, die auch gerne mal ruhigerer Bücher lesen.


5/6


12 November 2021

Rezension: Die Rostjungfern

 


Autorin: Gwendolyn Kiste
Verlag: Festa
Erschienen am: 21.10.2021
Seiten: 400
Genre: Mystery, Drama


Klappentext


Cleaveland, Ohio, Sommer 1980: Phoebe bereitet sich auf eine trostlose Zukunft vor. Die High School ist zu Ende und mit ihr auch die Illusion eines schönen Lebens.

Doch plötzlich verändert sich etwas. Ehemalige Mitschülerinnen durchleben eine erschreckende Metamorphose: Ihre Fußabdrücke hinterlassen Pfützen aus schwarzem Wasser. Ihr Fleisch wird spröde, die Körper wandeln sich zu Glas und offenbaren metallische Knochen, die schnell verrosten.

Das unheimliche Phänomen breitet sich aus und die deformierten Mädchen werden zur traurigen Sensation. Auch Phoebe ist dabei ihren Körper zu verlieren - in Vergangenheit wie auch Gegenwart.


Inhalt

Vor 28 Jahren hat Phoebe ihrer Heimatstadt Cleaveland den Rücken gekehrt, jetzt ist sie zurück um die Scherben ihrer Vergangenheit aufzuräumen. Die Häuser in ihrer alten Straße werden abgerissen und sie hilft ihrer Mutter dabei das Elternhaus auszuräumen. In Cleaveland trifft sie auf alte Bekannte und auf Erinnerungen, die sie längst vergessen haben wollte, aber nie vergessen werden kann. Alles hier erinnert sie an die Rostjungfern, die 5 Mädchen, die sich verwandelten und damit die Straße in zwei Lager spalteten...

Meine Meinung

Phoebe erzählt dem Leser die Geschichte ihres Lebens so wie es jetzt ist und so wie es damals war, als es zu dem Vorfall mit den Rostjungfern kam. Sie erzählt von den Teenagern, die sie waren, von dem Glück und den Problemen die sie hatten. Wie das eben so ist, wenn man 18 Jahre alt ist, die Schule beendet hat und vor einer ungewissen und hoffentlich aufregenden Zukunft steht. Aber alles kommt anders und es geht darum, wie Phoebe und ihre Freundinnen mit dieser unerwarteten Veränderung klar kommen. Das ist total außergewöhnlich erzählt und hat mich sofort in seinen Bann gezogen.

Aber es geht nicht nur um die Rostjungfern, die werden hier geschickt von der Autorin benutzt um klar zu machen, wie schnell Menschen die anders sind von unserer Gesellschaft ausgegrenzt werden und wie schwer es diejenigen haben, die sich für sie einsetzen. Teilweise sozialkritisch zeigt sie, wie schnell sich zwei Lager bilden, wie dicht Gut und Böse beieinander liegen. Dabei wird die Geschichte sehr melancholisch und ruhig erzählt, sie ist nicht voller Action, aber trotzdem wahnsinnig gut.

Die Charaktere fand ich alle sehr gut und absolut authentisch ausgearbeitet. Man kann richtig mit ihnen mitfühlen, sie lieben und hassen und sich gut in Phoebe hineinversetzen. Das einzige was ich ein bisschen zu bemängeln habe ist der Schreibstil. Ich fand ihn sehr sprunghaft, so richtig in Lesefluss kam ich selten, so dass ich nie wirklich schnell lesen konnte.

Fazit

"Die Rostjungfern" ist insgesamt ein sehr ruhiges Buch, das den Leser mit einer Flut von Gefühlen überwältigt. Phoebes Geschichte und die der Rostjungfern ist geheimnisvoll, was es wahnsinnig fesselnd und spannend macht. Es gibt sehr viele Protagonisten, die aber alle auf ihre Art perfekt ausgearbeitet wurden. Den Schreibstil fand ich teilweise etwas stockend, was aber auch an der Übersetzung liegen kann. Die Autorin hat trotzdem perfekt aufgezeigt, wie schnell Veränderungen die Gesellschaft spalten können und wie leicht es sich manche damit machen, Personen auszugrenzen, die anders sind. Eine Geschichte, die immer aktuell ist, die ruhig und voller Melancholie ist und genau deswegen so wahnsinnig gut. Von mir gibt's darum unbedingt eine Leseempfehlung für dieses tolle Buch!

6/6

11 November 2021

Lovelybooks Leserpreis 2021

 



Endlich ist es wieder so weit 😃 Bei Lovelybooks kann man für seine Lieblingsbücher aus dem aktuellen Lesejahr abstimmen. Für mich ist das immer ein riesiges Jahreshighlight, vor allem weil man dabei so viele Bücher entdeckt, die man gelesen hat und an die man sich gerne zurückerinnert, und weil man auch immer wieder neue Bücher kennenlernt, die man unbedingt noch haben muss 😍 Und natürlich kann man seine eigenen Lieblingsbücher unterstützen indem man für sie stimmt.

Zu gewinnen gibt es auch was, also schaut unbedingt mal vorbei. Durch Klick auf das Bild kommt ihr direkt zum Leserpreis.



05 November 2021

Kurzmeinung: Tears of Tess Buch 5

 


Verlag: Festa

Autorin: Peppa Winters

Erschienen: 28.05.2020

Seiten: 272

Genre: Dark Romance





Achtung! Enthält Spoiler wenn ihr die ersten vier Bücher noch nicht gelesen habt!


Klappentext


Ich war frei. Mit ihm. Meinem Meister. Bis er die Regeln änderte und ich verlor.


Für die Öffentlichkeit sind Tess und Q das strahlende Ehepaar, das Frauen aus der Sexklaverei befreit und ihnen den Weg zurück in die Normalität ebnet. Privat leben sie ungehemmt ihre sexuellen Sehnsüchte und Gewaltfantasien miteinander aus. Doch dann ziet Q sich immer mehr von Tess zurück. Sie spürt, dass etwas in ihm erwacht ist. Etwas, das jeden Tag stärker wird... und ihm selbst Angst macht.


Cover: 3/6

Schreibstil: 4/6

Handlung: 4/6

Charaktere: 4/6

Spannung: 3/6

Fesselnd: 4/6


Fazit

Mit Tears of Tess endet die 5-teilige Reihe rund um Tess und Q. Für mich war Buch 5 eines der besten der Reihe. Insgesamt haben mich die Bücher zwar nicht so überzeugt, aber die Grundidee fand ich sehr interessant, deswegen habe ich sie auch bis zum Ende gelesen. Buch 5 ist sehr viel weniger blutig und brutal als Buch 4, den ich in der Hinsicht sehr übertieben fand. Es gab auch einen Zeitsprung, Q und Tess sind nun schon seit einigen Jahren verheiratet und auch für ein Traumpaar für sie gilt es, den Alltag nach so langer Zeit zu meistern, mit allen Höhen und Tiefen. Q fand ich dabei aber schon teilweise ziemlich zickig für einen Bad Boy, Tess dagegen hat mir hier wirklich gut gefallen. Für mich war diese Reihe zwar kein Highlight, aber definitiv lesenswert. Richtige Dark Romance Fans werden sie lieben und genau denen lege ich die Bücher auch unbedingt ans Herz!


4/6



01 November 2021

Rezension: Playlist

 

Autor: Sebastian Fitzek
Verlag: Droemer/Knaur
Erschienen am: 27.10.2021
Seiten: 400
Genre: Psychothriller


Klappentext


Musik ist ihr Leben.

15 Songs entscheiden,

wie lange es noch dauert.


Inhalt

Feline hat Angst, sie wurde entführt. Sie ist nicht alleine in ihrem Gefängnis, aber ihre Leidensgenossin ist ihr keine große Hilfe. Alles was sie hat ist einen MP3 Player und eine Playlist. Diese Playlist ist Felines einzige Chance um mit der Außenwelt in Kontakt zu treten...

Meine Meinung

Erst einmal muss ich sagen, egal wie gut das Buch mal wieder war, ich bin tatsächlich etwas verärgert darüber, dass in "Playlist" quasi alles über "Der Augensammler" verraten wird. Lies sich aufgrund der Geschichte nicht vermeiden, aber hätte man da nicht irgendwo einen kleinen Warnhinweis geben können. Irgendwo vorne im Buch oder auf dem Klappentext? "Der Augensammler" ist eins der wenigen Fitzeks, die ich noch nicht gelesen habe, ich habe es zu Hause liegen und ich bin mir sicher, es ist genial, aber jetzt brauche ich es nicht mehr zu lesen. Beide Bücher sind zwar unabhängig voneinander lesbar, man kann "Playlist" auf jeden Fall genießen ohne "Der Augensammler" gelesen zu haben, aber man braucht den "Augensammler" nicht mehr, wenn man "Playlist" gelesen hat.

Die Inhaltsangabe habe ich hier bewusst ganz kurz gefasst, denn auch der Klappentext wurde ja sehr kurz gehalten. Trotzdem klingt der Klappentext mit seinen zwei Sätzen mysteriös und spannend. Und dieses Versprechen hält das Buch dann auch. Fitzek schreibt wie immer perfekt, es bleibt durchgehend fesselnd und vor allem zum Ende hin wahnsinnig spannend. Zwischendurch war es mir ein bisschen zu viel Spekuliererei zwischen den Ermittlern. Außerdem beschreibt er wirklich alle Schauplätze haargenau, das ist einerseits toll, man denkt, man ist selbst am Ort des Geschehens, andererseits zieht es das Ganze auch, hier hat mich das ein bisschen gestört. Auch gab es hier nicht ganz so viele überraschende Wendungen wie man gewohnt ist, das fand ich jetzt aber nicht weiter schlimm.

Die Charaktere wiederum fand ich sehr gut. Jeder ist verdächtig, keiner ist nervig, alle sind sehr authentisch und als Familienvater versteht Fitzek es natürlich die Gefühle vor allem der männlichen Hauptprotagonisten gegenüber ihren Kindern perfekt auszudrücken. Von daher finde ich, hier hat er wie so oft alles richtig gemacht.

Fazit

Von der Geschichte her hat mich "Playlist" nicht ganz so mitgenommen und ich fand es sehr schade, dass der Fall des Augensammlers (wer es nicht weiß, ein älteres Buch von Fitzek) hier komplett erklärt wurde, denn das ist eins der wenigen Bücher von ihm, die ich noch nicht gelesen habe, jetzt brauche ich es nicht mehr zu lesen. Hier hätte ich mir wirklich einen Hinweis darauf vorne im Buch gewünscht. Trotzdem war "Playlist" insgesamt wirklich lesenswert. Es ist spannend, wie immer gibt es vor allem zum Ende hin einige unvorhersehbare Ereignisse und die Charaktere konnten mich alle überzeugen. Zwischendurch zog es sich für mich ein bisschen, trotzdem fand ich es sehr fesselnd, so dass ich es innerhalb von zwei Tagen gelesen habe. 

5/6
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