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03 Juli 2026

Kurzmeinung: Das Septemberhaus

 


Autorin: Carissa Orlando

Verlag: Festa

Erschienen: 20.03.2025

Seiten: 432

Genre: Gruselroman


Klappentext


Als Margaret und ihr Mann Hal das große viktorianische Haus in der Hawthorn Street kaufen, können sie nicht glauben, dass sie endlich ein eigenes Heim besitzen.

Doch dann offenbart sich der Spuk. Jedes Jahr im September tropft Blut von den Wänden und die Geister früherer Bewohner tauchen auf. Sie fürchten sich vor etwas, das im Keller lauert.

Die meisten Menschen würden fliehen. Doch Margaret ist nicht wie die meisten Menschen. Sie bleibt. Es ist ihr Haus.

Nach vier Jahren, als der September wieder bevorsteht, hält Hal es nicht länger aus und flüchtet... Oder verschwindet?

Je länger Margaret versucht, Hal zu finden, desto schlimmer wird der Spuk, denn es gibt einige Geheimnisse, die das Haus bewahren will...


Cover: 6/6

Schreibstil: 5/6

Handlung: 3/6

Charaktere: 4/6

Spannung: 2/6

Fesselnd: 2/6


Fazit 


Um es gleich vorweg zu nehmen: Ich habe mir von diesem Buch eindeutig mehr versprochen. Am Anfang kam ich beim Lesen gar nicht voran, weil es mich einfach kaum fesseln konnte.

Die Geschichte wird aus Sicht von Hauptprotagonistin Margaret erzählt. Der Hauptpart in diesem Buch besteht dann darin ihre Vergangenheit mit ihrem Ehemann Hal aufzuarbeiten und herauszufinden, ob Margaret den Verstand verliert oder nicht. Und es geht natürlich noch um die Toten, die in diesem Haus leben. Was ist mit ihnen geschehen und was wollen sie? Das war eindeutig das Beste an dem Buch. Aber vor allem die ersten beiden Drittel ziehen sich. Da passieren dann einfach mal Seiten lang irgendwelche belanglosen Dinge oder Sachen, die man schon kennt, weil es eben ständig in diesem Haus passieren und sich wiederholen.

Die Idee allerdings fand ich super. Es ist nicht unbedingt was Neues, was hier erzählt wird, Geschichten über Spukhäuser gibt es jede Menge, aber ich lese solche Bücher immer wieder gerne. Aber es zieht sich eben sehr oft. Das letzte Drittel des Buches hat mir am besten gefallen, endlich passiert etwas und es gibt viel mehr interessante Handlungen. Ich denke, dem Buch hätten ein paar Seiten weniger gut getan. Der Schreibstil von Carissa Orlando ist aber sehr gut, flüssig und lässt sich angenehm lesen. Ich fand nur eben die Story insgesamt etwas zäh.


3/6



08 Januar 2026

Kurzmeinung: Trapped Gefangen

 


Autor: Michael Hodges

Verlag: Luzifer

Erschienen: 21.07.2021

Seiten: 348

Genre: Fantasy, Horror


Klappentext


 Matt Kearns hat zwei Möglichkeiten: Kämpfen oder verstecken.


Ein unsichtbares Wesen hält ihn gefangen. Jedes Mal, wenn Matt zu fliehen versucht, wird er von einer unsichtbaren Kraft zurückgezogen. Allein, ohne Hoffnung auf Rettung, muss Matt den Fängen dieses Jägers entkommen.


Aber wie soll man sich von etwas befreien, das man nicht sehen kann?


Cover: 5/6

Erzählstil: 5/6

Handlung: 3/6

Charaktere: 4/6

Spannung: 2/6

Fesselnd: 2/6


Fazit 


Trapped lässt sich direkt von Beginn an gut und flüssig lesen. Das Buch beginnt mit einer kleiner Vorgeschichte aus Matts Schulzeit die wohl zeigen soll, dass Matt Tierfreund und Naturliebhaber ist. Das merkt man dann auch im kompletten Buch. Außerdem gibt der Autor dann auch immer wieder viele wahre Seitenhiebe auf die Menschen, der die Natur zerstören. Er spricht den Klimawandel an und auch das Verhalten mancher Idioten gegenüber Tieren. So weit, so gut, aber wo bleibt da die Spannung? Das hat wirklich gedauert, bis es mal richtig zur Sache ging.

Und dann während des Lesens immer wieder die Fragen: Warum ist Matt eingeschlossen? Warum schafft er es nicht, nach Hause zurück zu kehren? Was hält ihn auf? Das ist dann auch wirklich interessant und actionreich, da passiert dann schon einiges. Aber trotzdem war es zu wenig, um mich zu fesseln, denn es passiert eben nicht durchgehend etwas. Die letzten Seiten haben mir dann noch sehr gut gefallen, aber das war zu wenig, um mich noch richtig zu überzeugen.

Von Schreibstil und Aufbau her erinnert das Ganze ein bisschen an Stephen King. Ich habe auch mal gelesen, dass das Buch vielleicht verfilmt werden soll (weiß aber nicht, ob da wirklich was dran ist), als Film könnte ich mir es auch tatsächlich gut vorstellen. Aber als Buch konnte mich die Story leider nicht so ganz mitreißen, auch wenn ich die Idee toll fand. 


3/6



25 Dezember 2025

Kurzmeinung: Don't let the forest in

 

 Autor: CG Drews

Verlag: Fischer & Sauerländer

Erschienen: 29.10.2024

Seiten: 336

Genre: Fantasy, Jugendbuch


Klappentext


Andrew ist Märchenerzähler.

Thomas ist Künstler.

Gemeinsam kämpfen sie gegen die Monster, die sie schufen.


Eine buchstäblich herzzerreißende Geschichte über die Abgründe der Seele, die Dunkelheit des Waldes und die Liebe bis zum Tod.


Cover: 6/6

Schreibstil: 5/6

Handlung: 3/6

Charaktere: 4/6

Spannung: 2/6

Fesselnd: 3/6


Fazit 


Ob sich hinter diesem coolen Cover eine genau so geniale Geschichte verbirgt? Als ich das Buch entdeckt habe, habe ich mich gefragt, warum es mir davor nie begegnet ist.

Hier geht es um zwei Jugendliche, Andrew und Thomas. Beide sind auf einem Internat tief im Wald, vom Feeling her und von der Beschreibung hat das so ein bisschen an Wednesday erinnert. Andrew schreibt gerne gruselige und kurze Geschichten, Thomas zeichnet die Figuren dazu. Doch plötzlich scheinen die Monster einen Weg in die Wirklichkeit zu finden oder verliert Andrew einfach nur den Verstand? Ein gruseliger Ansatz für ein gutes Buch, aber es geht auch noch um mehr. Es geht auch um die Suche nach der eigenen Identität, um das Erwachsen werden und um die sexuelle Orientierung. Andrew und Thomas sind die Hauptprotagonisten und man muss sich nicht sehr viele Figuren merken, da andere nur eine kleinere Rolle spielen, das fand ich schon mal gut. Oft war mir aber nicht klar, warum sie so handeln, wie sie es eben tun. Als müssten sie alleine die Welt retten anstatt sich Hilfe zu holen. Das versucht man hier zwar schlüssig zu erklären, gelingt meiner Meinung nach aber nicht immer so ganz. Vielleicht habe ich das Ganze aber auch einfach nur falsch interpretiert.

Zwar wird es durch die wachsende Gefahr durch die Monster immer aufregender, aber es gibt auch sehr viele Erklärungen und Gedankenspiele, die dem Ganzen das Tempo nehmen. Die Geschichte verläuft viele Seiten lang immer nach demselben Schema, vieles wiederholt sich: Missverstandene Gefühle, Mobbing, Kämpfe,... immer und immer wieder. Das liest sich zunächst mal gut, wird dann aber eben irgendwann ein bisschen langweilig.

Das Ende ist ein ziemliches Spektakel und sehr gut geschrieben, aber auch verwirrend. Irgendwie gut, aber auch wiederum irgendwie nicht. Und vor allem hat es mich mit einigen offenen Fragen zurück gelassen. Was bleibt ist eine dramatische Geschichte, gut geschrieben, aber doch etwas zu verwirrend, teilweise langweilig und eine Ende, von dem ich mir mehr gewünscht hätte.


3/6



10 Dezember 2025

Kurzmeinung: Bloody Dark Christmas: Du bist die Nächste

  Autorin: Dana Jai

Erschienen: 18.12.2024

Seiten: 391

Genre: Dark Romance / Thriller


Klappentext


Du kannst dich nicht vor mir verstecken. Am Ende wirst du zu mir kommen. So wie alle anderen auch...


Frisch aus einer toxischen Beziehung entkommen, will Freya nur das schöne Norwegen genießen. Der skrupellose Sektenanführer Stian hat jedoch andere Pläne mit ihr. Er möchte Freya benutzen, um seine Sekte am Leben zu erhalten und sein Imperium zu vergrößern. Verzweifelt versucht Freya ihm die Stirn zu bieten und gegen ihr Herz anzukämpfen. Doch wie viel Blutvergießen ist ihr die eigene Freiheit wert, wenn Stian lieber die Welt in Asche legt, als sie gehen zu lassen?


Cover/Farbschnitt: 6/6

Schreibstil: 5/6

Handlung: 3/6

Charaktere: 3/6

Spannung: 2/6

Fesselnd: 3/6


Fazit 


Die Bloody Dark Christmas Bücher gehören zu einer Reihe, die aus mehreren Büchern besteht und von verschiedenen Autorinnen verfasst wurden. Alle Bücher sind in sich abgeschlossene Geschichten und können unabhängig voneinander gelesen werden. Zu Beginn des Jahres habe ich schon ein Buch der Reihe gelesen, das auch sehr speziell war, mir aber trotzdem sehr gut gefallen hat. Hier war das dann leider nicht ganz so.

Das Gute an dem Buch ist, dass es sich sehr gut und flüssig lesen lässt. Noch dazu ist die Geschichte sehr einfach. Naives junges Mädchen trifft auf verrückten Serienmörder und Sektenanführer der absolut total einen Rennen hat. Aber sonst passiert nicht wirklich viel dafür, dass es knapp 400 Seiten sind. Eigentlich ist alles noch ganz interessant aufgebaut, aber die Entwicklung zwischen den beiden Hauptprotagonisten ist total drüber und vor allem sehr ungesund für viele Beteiligte. Der spicy Anteil ist auch sehr gering, was aber total in Ordnung ist. Was dann aber während genau diesem Teil passiert, ja, das ist schon sehr speziell. 

Sonst habe ich zu dem Buch auch nicht viel zu sagen. Es ist in Ordnung, aber mir haben einfach die Spannung und etwas mehr sinnvoller Inhalt gefehlt (ein paar gute Ansätze sind vorhanden). Kann man zwischendurch mal lesen, man sollte aber nicht erwarten, dass beim Lesen Weihnachtsstimmung aufkommt ;-)


3/6



03 Dezember 2025

Rezension: Ohne ein letztes Wort

 


 Autoren: Reese Witherspoon und Harlan Coben

Verlag: Goldmann

Erschienen: 15.10.2025

Seiten: 432

Genre: Thriller


Klappentext


Maggie McCabe, begnadete und aufopferungsvolle Chirurgin bei der Army, kennt das Leben am Abgrund. Doch als sie nach einer Reihe von Schicksalsschlägen ihre ärztliche Zulassung verliert, ist sie an ihrem Tiefpunkt angekommen. Deshalb zögert sie nicht lange, das mysteriöse Angebot eines ehemaligen Kollegen anzunehmen. Er ist ein Star unter den plastischen Chirurgen; seine einflussreichen Klienten verlangen die beste Behandlung und absolute Diskretion. Nur eine Handvoll Ärzte auf der Welt ist qualifiziert für seinen Auftrag - und Maggie ist eine davon. Auf einem entlegenen Luxusanwesen fordert ein geheimnisvoller und mächtiger Mann eine unkonventionelle Behandlung. Maggie begibt sich in eine Welt voll unermesslichem Reichtum und erfüllt ihren Teil der Vereinbarung. Doch dann verschwindet ihr Patient spurlos. Maggie bemerkt zu spät, dass sie Teil einer perfiden Verschwörung ist, die nicht nur die Kreise der internationalen Elite erschüttert, sondern auch tief in Maggies eigene Vergangenheit zurückreicht.


Cover: 5/6

Schreibstil: 5/6

Handlung: 3/6

Charaktere: 4/6

Spannung: 3/6

Fesselnd: 3/6


Inhalt


Maggie war eine angesehene Chirurgin. In der Army hat sie sich selbst in Lebensgefahr gebracht um Leben zu retten. Aber dann passierte etwas, was alles verändert hat und nun läuft ihr Leben alles andere als gut. Sie hat ihre Zulassung als Ärztin verloren und noch dazu ist sie hoch verschuldet. Daher zögert sie nicht lange, als ein ehemaliger Dozent ihr ein mysteriöses Jobangebot macht. Sie bekommt sehr viel Geld für eine Operation, aber von ihr wird absolute Diskretion verlangt, niemand darf davon erfahren. Sie nimmt das Angebot an und wird zu einem sehr reichen und mächtigen Mann gebracht, den sie operieren soll. Hierfür ist bereits alles perfekt vorbereitet. Doch plötzlich sieht sie sich einer Situation gegenüber, die ihr Leben komplett auf den Kopf stellt und in der sie sich in Mitten eines gefährlichen Katz- und Mausspiels wiederfindet.


Meine Meinung

Reese Witherspoon kenne ich bis jetzt nur als Schauspielerin (und ich mag ihre Filme), von Harlan Coben habe ich schon viel gehört, aber bis jetzt noch nie etwas gelesen, es wurde also langsam Zeit ein Buch von ihm zu lesen :-) Ich bin dann auch direkt gut in die Geschichte rein gekommen und der Prolog legte den Grundstein für eine fesselnde Story. Aber dann kommt eine ziemlich lange Durstrecke die sich etwa bis zur Hälfte des Buches zieht. Dabei gibt es einige interessante Informationen und man lernt die Protagonisten kennen, aber es gibt auch viele langatmige Lückenfüller. Und dann irgendwann wandelt sich die Story komplett. Es gibt jede Menge Action und es wird spannend. Aber ich empfand diesen Moment als zu kurz, leider ging es nicht durchgehend so spannend weiter.

Während der Anfang sich zu gemütlich aufbaut wird man dann ab dem Mittelteil plötzlich mit Informationen überschüttet. Mich hat der Tempowechsel zwar gefreut, denn es passieren sehr viele aufregende Dinge, die am Anfang des Buches gefehlt haben, aber es waren teilweise zu viele Informationen. Es gibt viele "Nebendarsteller" die immer mal wieder auftauchen und grade mit denen wurde ich nicht so richtig warm. Maggie dagegen hat mir gut gefallen. Ihr Leben und ihr Schicksal sind sehr dramatisch, alles über sie wird schlüssig erklärt und ihre Figur ist gut aufgebaut.

Aber wie schon gesagt, leider hält sich die Spannung nicht durch das komplette Buch. Ich fand es gibt sehr viele Informationen und viele Themen die angesprochen werden, aber dabei passiert insgesamt einfach viel zu wenig, trotz der interessanten Ansätze.

Fazit

"Ohne ein letztes Wort" war für mich das erste Buch von Harlan Coben. Seinen Schreibstil habe ich gemocht und er hat es mir leicht gemacht ins Buch rein zu finden. Der Prolog der Geschichte ist sehr interessant, aber dann wird es erst mal sehr ruhig. Die Story wird sehr langsam aufgebaut, man erfährt viel über Maggie und über viele andere Nebenprotagonisten. Weitere Details zu Maggies Leben werden dann später im Buch immer wieder eingestreut, was sich durch die Geschichte zieht bis zu einem schlüssigen Ende.
Während etwa die erste Hälfte des Buches sehr langsam voran geht und teilweise auch etwas langweilig war dreht sich das Buch in der zweiten Hälfte erst mal. Plötzlich wird es spannend, fesselnd und es gibt viel Action. Es gibt dann zwar ab und zu noch ein paar Längen, aber nicht mehr zu vergleichen mit dem Anfang.
Die Story beinhaltet viele Themen wie z.B. eine sehr interessante KI, das Leben der Superreichen, Korruption und Maggies dramatisches Leben und vielleicht ist deswegen teilweise ein bisschen überladen, kompliziert und sprunghaft. Die Idee fand ich insgesamt super und ich war froh, dass ab der zweiten Buchhälfte mehr passiert und es etwas spannend wurde, aber oft war es eben auch ein bisschen zu viel hin und her, so dass man auch schnell mal den Faden verlieren kann. Insgesamt hat mir das Buch nur mittelmäßig gefallen. Es hat eben auch einige Schwächen und man hätte aus der tollen Idee bestimmt noch viel mehr machen können. Wer also etwas Geduld hat beim Lesen, dem empfehle ich das Buch gerne weiter, denn umso länger man liest, umso besser wird es. Ich werde bestimmt noch mal ein Buch von Harlan Coben lesen, aber dann eins, das er komplett alleine geschrieben hat und dessen Idee von ihm alleine ist.

3/6


02 Juli 2025

Kurzmeinung: MarterQual

 


Autorin: Jacqueline Pawlowski

Verlag: Redrum

Erschienen: 2023

Seiten: 261

Genre: Thriller, Horror


Klappentext


 Es gibt nichts Reineres, als die Seele eines Kindes. Doch was geschieht, wenn diese geschändet wird? Als Jakob und Lukas sich im Heim begegnen, ist es das gemeinsame Schicksal, das sie verbindet. Auch Jahre später kann nichts sie trennen. Weder Jakobs Gier nach perfiden Machtspielen noch der Gestank von totem Fleisch, der sie immer häufiger umgibt. Doch als sie auf die Schwestern Lisa und Clara treffen, geraten die Dinge außer Kontrolle. Vom Rausch der Macht benebelt, zieht Jakob eine Schneise aus Blut und Leid hinter sich her und begeht einen folgenschweren Fehler, den er nicht wiedergutzumachen vermag.


Cover: 3/6

Schreibstil: 4/6

Handlung: 3/6

Charaktere: 3/6

Spannung: 4/6

Fesselnd: 3/6


Fazit 


Das Cover habe ich hier etwas negativ bewertet, denn ich finde, es passt nicht wirklich zum Buch. Aber die Farbkombination gefällt mir trotzdem gut.

Am Anfang fand ich die Geschichte sehr gut. Man lernt die Vorgeschichten aller Protagonisten kennen, wobei jeder von ihnen eine grausame Kindheit hinter sich hat. Genau das legt dann den Grundstein für das teilweise fanatische Leben und soziopathische Verhalten der Charaktere. Ich fand aber, vor allem bei den beiden männlichen Protagonisten hat das nicht gepasst. Mir hat hier die Tiefe und die Entwicklung der Charaktere gefehlt. Durch die dramatischen Vorgeschichten wurde das wahrscheinlich versucht, aber mir war das zu oberflächlich. Vielleicht hätte man auch noch etwas auf die Zeit im Kinderheim eingehen können, der Wechsel von Kind zum Erwachsenen kam sehr plötzlich. Ich hätte mir da einfach ein bisschen mehr gewünscht, vor allem über die Freundschaft von Lukas und Jakob.

Und dann gibt es für mich einen viel zu großen Zufall. Wer das Buch gelesen hat weiß vielleicht, was ich meine. Mir persönlich hat das dann überhaupt nicht gefallen.

Die Geschichte an sich hat aber alles, was der Extrem-Horrorfan sich wünscht. Blut, Folter und sehr viele harte Szenen, die den ein oder anderen sicher an seine Grenzen bringen. Spannend wird es zwischendurch auch immer mal wieder, aber auch das hält sich nicht durchgehend.

Für mich hatte das Buch einfach zu viele Schwächen, aber von der Idee her fand ich es in Ordnung.


3/6



08 April 2025

Rezension: Was hast du nur getan?

 

Autorin: Alexandra Kui

Verlag: cbt

Erschienen: 12.03.2025

Seiten: 288

Genre: Jugendbuch / Jugendthriller


Klappentext


Auf dem Schulhof liegt Arthur Otto Falkenberg - und ist tot. Der Hausmeister hat eine Decke über ihn geworfen, damit wir das Blut nicht sehen. Aber wir wissen, dass er da ist.


Während die Polizei davon ausgeht, dass Arthur Selbstmord begangen hat, sollen Cassidy und ihre Clique sich im Auftrag der Schulleiterin um die anderen Schüler kümmern und die Ohren offen zu halten, um einen Skandal an der Schule zu vermeiden.

Bald häufen sich die Hinweise, dass mehr hinter Arthurs Tod steckt. Wie passen Drogenkäufe in das Image des Musterschülers? Wie viele Schüler weinen in Wahrheit Freudentränen? Während Cassidy selbst die Ermittlungen aufnimmt, geraten sie und ihre Freundinnen ins Visier der Polizei. Denn eine von ihnen kannte den Toten besser, als sie zugibt.


Cover: 5/6

Schreibstil: 4/6

Handlung: 4/6

Charaktere: 5/6

Spannung: 2/6

Fesselnd: 3/6


Inhalt


Arthur Otto Falkenberg ist tot. Er ist vom Schulgebäude gestürzt oder wurde er vom Dach gestoßen? Manche reden auch davon, dass es Selbstmord war. Aber warum hätte Arthur sich selbst umbringen wollen? Er war ein reicher, verwöhnter Teenager, war beliebt und hatte viele Freunde. Jedoch hatte er anscheinend auch eine andere Seite. Sein Tod ist ein großes Mysterium und hier kommen Cassidy, genannt Queen, und ihre Clique ins Spiel. Die Schulleiterin beauftragt sie damit, die Augen offen zu halten und herauszufinden, was mit Arthur wirklich passierte. Was sich gar nicht als so einfach erweist Denn da ist noch Nowak, ein Polizist, der an der Schule rumschnüffelt und Cassidy im Auge hat. Er ist fest davon überzeugt, dass Cassidy mehr weiß, als sie zugibt. Nach und nach merkt sie, dass sie sich in immer größere Gefahr begibt.


Meine Meinung

Mir gefällt das Cover des Buches wirklich gut. In der heutigen Zeit, in der alles bunter und poppiger wird sticht es durch seine Schlichtheit richtig aus der Menge heraus. Für mich ist es ein minimalistisches Cover, das perfekt zum Buch passt.

Es ist mir hier recht schwer gefallen in die Geschichte rein zu finden. Viele lange Sätze, getrennt durch viele Kommas, haben mir das Lesen sehr erschwert. Andere Sätze wiederum sind kurz und abgehackt. Vielleicht hat die Autorin versucht wie eine Jugendliche zu schreiben und somit Cassidys Gedanken besser einzufangen, denn das Buch wird aus Cassidys Sicht in der ersten Person erzählt, aber mir hat es das Lesen sehr erschwert. 

Cassidy fand ich sehr interessant und auch authentisch. Ein Mädchen, dem viele Steine in den Weg gelegt werden, vor allem privat. In der Schule gibt sie sich als taffes Anführerin, aber sie hat auch einen weichen Kern. Sie steht für ihre Freunde ein, durchlebt Selbstzweifel und Glücksgefühle, eben alles, was ein Teenager so mitmacht.

Was mir hier wirklich gefehlt hat war die Spannung. Es konnte mich einfach nicht packen. Zu Arthur konnte ich keinerlei Verbindung aufbauen, so dass es mir gar nicht mehr wichtig war, wie er gestorben ist, aber darum geht es hier ja letztendlich. Wenn einen diese Handlung nicht packt, kann die Story drum herum noch so gut sein, es "matcht" dann einfach nicht. Hätte man etwas mehr Vorgeschichte zu Arthur gehabt, dann hätte mich die Story mehr mitgenommen, weil ich eine Verbindung zu ihm hergestellt hätte.

Fazit

Da ich ja hin und wieder gerne Jugendbücher lese bin ich auf "Was hast du nur getan?" gestoßen. Manche werden das Cover ziemlich langweilig finden, ich finde ja, grade weil es so einfach ist sticht es aus der inzwischen sehr poppigen Welt der Buchcover richtig schön raus. 
Cassidy, die alle Queen nennen, erzählt hier ihre Geschichte in der ersten Person, so erlebt man die Höhen und Tiefen in ihrem Leben und kann bei der Suche nach der Wahrheit mitfiebern. Was Cassidy angeht so fand ich, hat die Autorin fast alles richtig gemacht. Sie beschreibt viele Facetten der Hauptprotagonistin, ihr Leben mit all den Höhen und Tiefen eines Teenagers.
Aber ich kam beim Lesen oft ins Stocken. Manche Sätze gingen über mehrere Reihen und waren durch unzählige Kommas getrennt, andere wiederum waren kurz und abgehackt. Vielleicht wollte die Autorin damit Cassidys Charakter etwas unterstreichen, mich hat es aber einfach oft nur gestört.
Insgesamt hat mich die Story dann auch kaum gefesselt, ich konnte einfach keine richtige Beziehung zu den Protagonisten herstellen. Auch Arthurs Tot hat mich kaum berührt. Hätte ich vorab mehr Informationen über ihn gehabt, wäre das anders gewesen. Nach wenigen Seiten habe ich das Buch immer wieder weggelegt, weil es mich nicht wirklich gepackt hat. Für ein so dünnes Buch habe ich lange dran gelesen. Wenn ihr Jugendbücher mögt ist das Buch vielleicht etwas für euch, mich konnte es allerdings nicht ganz überzeugen.

3/6


13 März 2025

Rezension: Sieben Stunden - Wen würdest du retten

 


Autorin: Megan Miranda

Verlag: Penguin

Erschienen: 19.02.2025

Seiten: 416

Genre: Thriller


Klappentext


Was, wenn deine Taten von gestern dich bis heute verfolgen?


10 Jahre ist es her, dass in Tennessee zwei Schulbusse in eine Schlucht stürzten. Nur neun Jugendliche konnten sich retten. Als sich eine von ihnen wenig später das Leben nimmt, schließen die übrigen einen Pakt: Jedes Jahr wollen sie sich treffen, um jener schrecklichen Nacht zu gedenken.

Um einander zu schützen.

Um sich gegenseitig in Schach zu halten.

Nun, am zehnten Jahrestag, der Schock: Ein weiterer Überlebender ist tot - seine Leiche wurde in eben dem Strandhaus in den Outer Banks gefunden, das ihnen bei ihren Treffen zum Zufluchtsort geworden ist. Der Rückhalt in der Gruppe bröckelt. Dann droht ein aufkommender Sturm, das Haus von der Außenwelt abzuschneiden. Können sie noch darauf vertrauen, dass sie einander schützen werden?


Cover: 4/6

Schreibstil: 5/6

Handlung: 3/6

Charaktere: 3/6

Spannung: 2/6

Fesselnd: 3/6


Inhalt


Der Abschlussjahrgang des Jahres 2013 verunglückt auf der Abschlussfahrt. Zwei Kleinbusse mit Schülern und Lehrern stürzen in die Tiefe an einen reißenden Fluss. Viele sterben direkt, einige sind zu verletzt um sich selbstständig in Sicherheit zu bringen und die Gefahr rückt immer näher, denn der Fluss steigt durch Starkregen rasend schnell an. Nicht jeder wird lebend aus der Schlucht rauskommen.

Neun Schüler überleben das Unglück, aber eine von ihnen begeht ein Jahr danach Selbstmord, denn sie konnte all das nicht verarbeiten. Von nun an treffen sich alle anderen zum Jahrestag des Unfalls um das Geschehene gemeinsam zu verarbeiten und um sich gegenseitig im Griff zu haben. Denn es gibt Geheimnisse und Dinge, die nicht so sind, wie sie dargestellt wurden.


Meine Meinung

Vom Klappentext her habe ich hier eine richtig spannende Mischung aus Thriller und Jugendbuch erwartet, habe dann aber schnell gemerkt, dass die Geschichte nicht meinen Erwartungen entspricht. 

Es gibt zwei Handlungsstränge. Einer spielt in der Vergangenheit und wird aus Sicht der Überlebenden erzählt. Die Stunden bis zum Unfall werden von Kapitel zu Kapitel rückwärts gezählt, so dass man nach und nach erfährt, was mit den Bussen passiert ist, was die Protagonisten erlebt haben und wie es zu dem Unglück kam. Diese Kapitel haben mir immer gut gefallen, für mich waren sie viel besser wie die der andere Handlungsstrang, der in der Gegenwart spielt, zehn Jahre nach dem Unglück. Dieser Teil nimmt einen Großteil des Buches ein und hier wird alles so sehr in die Länge gezogen, dass ich es teilweise wirklich als sehr langweilig empfand. Einiges erschien mir hier dann auch noch recht unlogisch und schlecht gelöst.

Mit den Protagonisten wurde ich auch einfach nicht warm. Die Handlungen und Gedankengänge von Cassidy, aus deren Sicht der Handlungsstrang in der Gegenwart erzählt wird, konnte ich oft nicht nachvollziehen und bei Vielem stand sie auch einfach wirklich richtig auf dem Schlauch, da hab ich mehr als einmal beim Lesen den Kopf geschüttelt. 

Der gute Schreibstil lässt es wenigstens zu, dass man durch das Buch durchfliegen kann, trotzdem bin ich beim Lesen immer wieder abgeschweift, es konnte mich einfach nicht packen. Was man der Geschichte dann aber zu Gute halten muss ist der Schluss. So etwa ab dem letzten Drittel passiert dann doch noch einiges, das Buch wird temporeicher und auch fesselnder. Das Ende war dann noch relativ versöhnlich.

Fazit

Für mich war es das zweite Buch der Autorin und auch schon beim letzten Mal (Der Pfad) hatte ich das Gefühl, dass sich alles sehr zieht, dass es viel Text, aber wenig Inhalt gibt. Hier hat mir der Klappentext aber so gut gefallen, dass ich ihr unbedingt noch mal eine Chance geben wollte. Aber dann war auch schnell klar, es ist einfach nicht meins. 
Im Buch gibt es zwei Handlungsstränge, einer in der Vergangenheit, unmittelbar nach dem Unfall, und einer in der Gegenwart, erzählt aus der Sicht von Hauptprotagonistin Cassidy. Die Handlungen in der Vergangenheit waren meist interessant und sehr viel besser, wie die aus der Gegenwart. Da gibt es mal wieder viel Text, aber wenig Inhalt und das bremst die Geschichte sehr aus. Im letzten Drittel nimmt dann alles erst Fahrt auf, was dann zu einem versöhnlichen Ende führt.
Insgesamt gab es für mich hier aber zu viele Fehler auf Seiten der Protagonistin, ein paar Dinge, die nicht ganz schlüssig waren und einfach zu viele Längen. Bei den Handlungssträngen in der Gegenwart bin ich beim Lesen sehr oft abgedriftet.
Dafür hat mir hier aber der Schreibstil gut gefallen, den empfand ich bei Der Pfad noch sehr stockend, den Eindruck hatte ich hier gar nicht.
Wer auf ruhige und (fast) unblutige Thriller steht, dem wird das Buch bestimmt gefallen, aber meins war es leider nicht.

3/6


27 Januar 2025

Rezension: Die Kolonie

 

Autorin: C.J. Tudor

Verlag: Goldmann

Erschienen: 22.01.2025

Seiten: 480

Genre: Thriller, Mystery-Thriller


Klappentext


In einer Kleinstadt in Alaska wird ein Junge tot aufgefunden. Seine Kehle zerfetzt, seinem Körper alles Blut entwichen. Die Brutalität der Morde erinnert an eine Tat, die 25 Jahre zurück liegt. Detective Barbara Atkins wird zur Unterstützung von Sheriff Jensen Tucker hinzugezogen, der den ursprünglichen Fall untersucht hatte. Die Einwohner von Deadhart glauben jedoch zu wissen, wer der Schuldige ist: ein Mitglied der nahe gelegenen Vampirkolonie, die in einer alten Bergbausiedlung tief in den Bergen lebt. Barbara gerät unter Druck die gesamte Kolonie gezielt töten zu lassen. Doch die Beweise sind nicht stichhaltig, und die Menschen lügen. Dann verschwindet ein weiterer Teenager. Barbara und Tucker bleibt nicht mehr viel Zeit, um die Wahrheit herauszufinden: Jagen sie einen kaltblütigen Mörder - oder ein blutdürstiges Monster?


Cover: 6/6

Schreibstil: 5/6

Handlung: 3/6

Charaktere: 5/6

Spannung: 3/6

Fesselnd: 3/6


Inhalt


Detctive Barbara Atkins vom Institut für Forensische Vampirstudien wird von ihrem Chef von der Großstadt in das verschneite Nest Deadhart im tiefsten Alaska geschickt um den Mord an dem 15-jährigen Markus aufzuklären. Für die Bewohner von Deadhart ist von Vorneherein klar wer Markus getötet hat: Vampire. Diese leben in kleinen Kolonien verteilt, bevorzugt in Gebieten, in denen nur wenige Stunden die Sonne scheint. So auch in den Bergen rund um Deadhart. Nachdem es dort lange Zeit keine Kolonie mehr gab, haben sich nun wieder Vampire dort niedergelassen. Die Bewohner von Deadhart fühlen sich damit nicht wohl. 

Der örtliche Chief und ein Großteil der Einwohner möchte, dass die Kolonie gekeult wird, das heißt, sie sollen alle getötet werden, auch die Kinder.

Barbara möchte jedoch erst die Fakten ermitteln und herausfinden, wer Markus getötet hat bevor sie eine ganze Kolonie hinrichten lässt. In Deadhart macht sie sich damit keine Freunde, trotz allem ermittelt sie weiter, auch wenn sie dabei auf wenig Verständnis trifft.


Meine Meinung

Bis auf ein Buch habe ich bis jetzt alle Bücher der Autorin gelesen. Ich mag ihren Schreibstil sehr gerne und auch von "Der Kolonie" habe ich mir wieder sehr viel versprochen. Mich hat die Idee mit dem Setting in einem verschneiten Dorf in Alaska und dass Vampire unter den Menschen Leben richtig gut gefallen. Außerdem finde ich das Cover wunderschön, obwohl es für die heute Zeit relativ schlicht ist. Trotzdem liebe ich es und es hebt sich auch, ohne den inzwischen fast üblichen Farbschnitt, von der Masse ab.

Das Buch beginnt auch erst mal sehr gut und vielversprechend und es wirft direkt mal einige Rätsel auf die es im Laufe der Geschichte mit Hauptprotagonisten zu lösen gilt. Es bleibt auch lange sehr rätselhaft, aber für mich kam selten so ein richtiges Spannungsgefühl ein. Es hat mir einerseits alles gut gefallen, andererseits war es auch oft sehr langatmig. 

Eigentlich greift die C.J. Tudor hier sogar ein brandaktuelles Thema auf. Eine Minderheit soll für den Fehler bestraft werden, den angeblich einer von ihnen begangen hat. Ohne Aufklärung steht für viele fest, wer die Schuld am Tod des Jungen trägt, Gegenargumente sind nicht gewünscht. Eine Lage, die es zurzeit leider viel zu oft gibt. 

Schön fand ich auch, dass mit Barbara mal eine Hauptprotagonistin mit Köpfchen, aber ohne den üblichen Superkörper geschaffen wurde. Eine realistische Frau mittleren Alters, die mit menschlichen Problemen zu kämpfen hat und Herz und Hirn an der richtigen Stelle einsetzt. Auch die anderen Protagonisten fand ich sehr gut, egal ob Vampir und Mensch, die Autorin hat in der Hinsicht alles richtig gemacht.

Fazit

Das Cover ist für mich ein richtiger Hingucker, ich finde es passt super zum Buch und in die winterliche Zeit.
Die Idee hinter dem Buch hat mich direkt angesprochen und da ich die Bücher der Autorin fast alle sehr gut fand musste ich es natürlich unbedingt lesen. Die Umsetzung war dann aber leider etwas langatmig.
Das Buch ist gut aufgebaut, es gibt viele Kapitel, die meistens nicht allzu lange sind, und es wird über verschiedene Protagonisten erzählt, wobei Hauptprotagonistin Barbara im Mittelpunkt steht. Sehr interessant sind auch die in Kursivschrift geschriebenen Passagen in der ersten Person aus Sicht eines Vampirs. Wer dahinter steckt, wird erst sehr spät aufgelöst.
So ein richtiges Spannungsgefühl kam bei mir während des Lesens aber fast gar nicht auf, erst als es auf das Ende zuging. Zwischendurch passiert dann einfach zu wenig. Ab und zu gibt es ein paar aufregende Momente, aber die gehen dann so schnell wie sie gekommen sind, ich hätte mir da einfach ein bisschen mehr Action gewünscht. Was die Protagonisten angeht fand ich alle sehr gut ausgearbeitet, vor allem Barbara hat mir richtig gut gefallen.
Was mir ebenfalls gut gefallen hat, war die Message des Buches (zumindest habe ich es als eine Art Message empfunden): Eine Minderheit soll ohne zu zögern und ohne fairen Prozess hingerichtet werden. Die Menschen bilden sich ein Urteil, ohne überhaupt die Fakten zu kennen. Etwas, das sehr gut in die heutige Zeit passt. 
Also insgesamt lässt mich das Buch ein bisschen Zwiegestalten zurück. Ich finde, die Story hätte viel mehr Potential gehabt, um es mal so auszudrücken: Es hätte noch viel mehr Blut fließen müssen ;-)
Von daher empfehle ich das Buch nur Lesern, die ruhige Geschichten mögen.

3/6



25 Dezember 2024

Kurzmeinung: Moonshine Games

 

Autorin: Jutta Wölk

Verlag: Redrum

Erschienen: 30.10.2019

Seiten: 233

Genre: Horror, Thriller


Klappentext


Emma Field wird während ihrer Joggingrunde von zwei Hinterwäldlern verschleppt, eingesperrt und wochenlang misshandelt und missbraucht.

Die einzig willkommene Abwechslung bietet ihr ein Trainingsparcours, dessen erfolgreiches Absolvieren laut ihren Entführern ihr Ticket zurück in die Freiheit bedeutet.

Wird es Emma gelingen den teuflischen Hindernislauf zu überleben und werden ihre Entführer Wort halten? Zu ihrem Entsetzen sollte jedoch alles ganz anders kommen...


Cover: 3/6

Schreibstil: 4/6

Handlung: 3/6

Charaktere: 4/6

Spannung: 3/6

Fesselnd: 4/6


Fazit 


Was mir direkt am Anfang aufgefallen ist, ist der Schreibstil. Der war zwar flüssig und relativ gut, es gab jedoch ein paar Schreibfehler, die sich beim Lektorat durchgeschummelt haben und auch einige Wortwiederholungen. Zu Beginn passiert dann zwar einiges, da man aber weiß, was Emma erwartet, ist das nicht so spannend und manchmal plätschert die Geschichte dann auch ein bisschen vor sich hin. Und auch von den Handlungen her gibt es viele Wiederholungen. Teilweise sind die Kapitel auch endlos lang. Für mich sind 40 Seiten für ein Kapitel einfach zu viel. Ich finde Bücher haben viel mehr Tempo, wenn sie in kurze Kapitel unterteilt sind, aber das ist wohl Ansichtssache.

Mit der Zeit wird es dann interessanter und auch sehr gut und vor allem als die Spiele dann endlich beginnen wird es spannend und ist voller Action. Leider fällt dieser Teil des Buches aber relativ knapp aus, so dass es auch schnell wieder vorbei ist. 

Insgesamt ist Moonschine Games ein recht interessantes und kurzweiliges Buch für Horrorfans, das man zwischendurch mal lesen kann. Aus der Idee hätte man aber bestimmt viel mehr machen können.


3/6



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