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20 Januar 2026

Kurzmeinung: A good girl's guide to murder

 


Autorin: Holly Jackson

Verlag: One

Erschienen (Schmuckausgabe): 15.10.2024

Seiten: 480

Genre: Jugendbuch, Krimi


Klappentext


 Eigentlich ist der Fall abgeschlossen: Vor fünf Jahren wurde Andie Bell von ihrem Freund Sal Singh ermordet. Zumindest ist sich die Polizei sicher, dass es so war. Die ganze Stadt ist sich sicher. Alle - bis auf Pippa. Für ein Schulprojekt will die Schülerin den Fall nun noch einmal aufrollen. Mit Laptop, einer Diktiergerät - App und jeder Menge Mut macht Pippa sich auf und stellt Fragen. Doch schon bald wird ihr deutlich gemacht, dass längst nicht alle Bewohner von Little Kilton Licht ins Dunkel der Vergangenheit bringen möchten...


Cover/Farbschnitt: 6/6

Erzählstil: 6/6

Handlung: 6/6

Charaktere: 5/6

Spannung: 5/6

Fesselnd: 5/6


Fazit 


Vor ein paar Jahren habe ich die erste Ausgabe von "A good girl's guide to murder" günstig gebraucht gekauft (die Ausgabe mit dem langweiligen schwarzen Cover), dann lag sie erst mal sehr lange auf meinem SuB. Damals war mir nicht klar, dass das Buch so durch die Decke geht. Dann kam die nächste Ausgabe, etwas hübscher, und die beiden Folgebände, und von da ab ist mir die Reihe ständig begegnet. In diesem Jahr habe ich mir dann endlich die Schmuckausgaben besorgt, weil ich sie richtig hübsch finde. Und in diesem Jahr möchte ich die Reihe nun endlich lesen. Die Ausgabe mit dem langweiligen Cover habe ich aber immer noch zu Hause.

Da das Buch nun schon einige Jahre alt ist habe ich schon sehr viele Meinungen darüber gelesen und ich war gespannt, ob es hält, was es verspricht. Pippa ist eine sehr lebendige Hauptprotagonistin, die man sich mit ihrem Perfektionismus und ihren Schwächen richtig gut vorstellen kann. Sie ist mutig, ein bisschen verrückt und vor allem nicht so wie die anderen. Man kann mit ihr mitfiebern, miträtseln und manchmal auch mitlachen.

Die Story ist dann auch sehr gut aufgebaut und obwohl es sehr viele Charaktere gibt, hatte ich hier gar keine Probleme, sie mir zu merken. Wahrscheinlich weil man selbst so darauf konzentriert ist, den Fall  Andie Bell aufzuklären.

Viele Kapitel sind in der 1. Person aus Pippas Sicht geschrieben, dann gibt es zwischendurch Interviews, die Pippa führt, es gibt Kapitel in Erzählform, Chat-Verläufe und auch Karten, die sie zeichnet um alle Zusammenhänge zu verstehen. Das macht es dem Leser dann sehr einfach Pippas Gedankengänge und den Fall mitzuverfolgen und es kommt vor allem keine Langeweile auf, weil alles sehr abwechslungsreich ist.

Aber als dann die Auflösung kam fand ich es fast schon ein bisschen plump. Jetzt nicht falsch verstehen, es hat mir alles sehr gut gefallen, aber dieser Gedankengang zum Ende hin, den Pippa hat, was sie da tut, dass konnte ich nicht ganz nachvollziehen. Ich kanns nicht richtig erklären ohne dabei zu spoilern, deswegen lasse ich es lieber ;-) Insgesamt hat mich das Buch sehr gut unterhalten und wer gerne spannende Jugendbücher liest, dem empfehle ich "A good girl's guide to murder" auf jeden Fall weiter.


5/6





16 Januar 2026

Kurzmeinung: Blutige Eingriffe

 

Autor: Edward Lee

Verlag: Festa

Erschienen: 08.12.2025

Seiten: 224

Genre: Horror, Thriller


Klappentext


 Verstümmelte Sexsklaven, Schrecken während der Autopsie eines Kinderschänders, ein Serienmörder, der Hände seiner Opfer aufbewahrt, fatale Regierungsexperimente und vom Pech verfolgte Pornofilmer - in der Welt von Edward Lee ist die Realität verstörend und erbarmungslos...


Cover: 5/6

Erzählstil: 5/6

Handlung: 4/6

Charaktere: 4/6

Spannung: 4/6

Fesselnd: 4/6


Fazit 


Eigentlich lese ich Kurzgeschichten nicht so gerne, aber bei Edward Lee macht man doch gerne eine Ausnahme. Die erste Geschichte hat mich dann aber auch nicht wirklich umgehauen (da war der Ekelfaktor selbst für mich zu hoch), die zweite fand ich dagegen schon ziemlich genial. Und so ging es dann weiter, die meisten der Geschichten waren wirklich super. Eine Mischung aus Tragödie, Spannung, kritischen Themen, brutalen Szenen und oft eben auch etwas eklig. Bei vielen Geschichten zeigt sich erst in den letzten Sätzen, was tatsächlich hinter allem steckt und das gibt dann noch mal so einen richtigen tollen Effekt, der die Story abschließt.

Also eine bunte Mischung an Kurzgeschichten, die man zwischendurch gut lesen kann.


4/6



13 Januar 2026

Kurzmeinung: Das Haus des Exorzisten


Autor: Nick Roberts

Verlag: Festa

Erschienen: 29.01.2025

Seiten: 368

Genre: Horror, Thriller


Klappentext


 1994 kaufen Nora und Daniel Hill ein altes Farmhaus in den Hügeln von West Virginia. Zusammen mit ihrer 15-jährigen Tochter Alice verlassen sie Ohio und ziehen aufs Land.

Zunächst sind sie von der Schönheit der Landschaft begeistert und freuen sich über das ruhige Leben. Das ändert sich jedoch, als sie erfahren, dass der frühere Besitzer ein Exorzist gewesen sein soll...

Sie erkunden das Haus und entdecken im Keller einen geheimen Raum mit Kisten voller alter Videos und Tagebücher. Und da ist noch der Brunnen, der mit Brettern versiegelt und mit Kruzifixen umrandet ist.

Als sie den Brunnen öffnen, bricht um sie herum die Hölle los. Selbst das Verlassen der Farm kann sie jetzt nicht mehr retten...


Cover: 5/6

Erzählstil: 6/6

Handlung: 6/6

Charaktere: 6/6

Spannung: 5/6

Fesselnd: 6/6


Fazit 


"Das Haus des Exorzisten" hat mich von der ersten Seite an begeistert. Normalerweise mag ich Geschichten mit Exorzismus gar nicht so gerne, deswegen hat es mich vom Titel her nicht mal so direkt angesprochen, aber das hier ist auch was ganz anderes. Schon der Prolog ist perfekt und sorgt für die richtige Gruselstimmung. Als die Hauptprotagonisten Nora, Daniel und ihre Tochter Alice dann in das Anwesen einziehen ahnt man schon, was sie erwartet. Ständig steht man unter Strom, weil etwas unheimliches auf jeder Seite lauert und dank des tollen Schreibstils fühlt man auch richtig mit den Protagonisten mit. Hier gibt es durchgehend eine Gänsehautgarantie und der Gruselfaktor ist richtig hoch, da schaut man nach dem Lesen gleich mal genauer nach, ob man die eigene Kellertür auch ordentlich abgeschlossen hat.

Ich fand die Geschichte fast durchgehend spannend, ziemlich nervenaufreibend, ab und zu sehr brutal und an den richtigen Stellen auch ein bisschen emotional. Und das Ende hat es dann auch noch mal so richtig in sich. Ein tolles Buch und für mich jetzt schon ein Jahreshighlight, dabei hat das Jahr grade erst angefangen. Es kann also gerne so weitergehen :-)


6/6



08 Januar 2026

Kurzmeinung: Trapped Gefangen

 


Autor: Michael Hodges

Verlag: Luzifer

Erschienen: 21.07.2021

Seiten: 348

Genre: Fantasy, Horror


Klappentext


 Matt Kearns hat zwei Möglichkeiten: Kämpfen oder verstecken.


Ein unsichtbares Wesen hält ihn gefangen. Jedes Mal, wenn Matt zu fliehen versucht, wird er von einer unsichtbaren Kraft zurückgezogen. Allein, ohne Hoffnung auf Rettung, muss Matt den Fängen dieses Jägers entkommen.


Aber wie soll man sich von etwas befreien, das man nicht sehen kann?


Cover: 5/6

Erzählstil: 5/6

Handlung: 3/6

Charaktere: 4/6

Spannung: 2/6

Fesselnd: 2/6


Fazit 


Trapped lässt sich direkt von Beginn an gut und flüssig lesen. Das Buch beginnt mit einer kleiner Vorgeschichte aus Matts Schulzeit die wohl zeigen soll, dass Matt Tierfreund und Naturliebhaber ist. Das merkt man dann auch im kompletten Buch. Außerdem gibt der Autor dann auch immer wieder viele wahre Seitenhiebe auf die Menschen, der die Natur zerstören. Er spricht den Klimawandel an und auch das Verhalten mancher Idioten gegenüber Tieren. So weit, so gut, aber wo bleibt da die Spannung? Das hat wirklich gedauert, bis es mal richtig zur Sache ging.

Und dann während des Lesens immer wieder die Fragen: Warum ist Matt eingeschlossen? Warum schafft er es nicht, nach Hause zurück zu kehren? Was hält ihn auf? Das ist dann auch wirklich interessant und actionreich, da passiert dann schon einiges. Aber trotzdem war es zu wenig, um mich zu fesseln, denn es passiert eben nicht durchgehend etwas. Die letzten Seiten haben mir dann noch sehr gut gefallen, aber das war zu wenig, um mich noch richtig zu überzeugen.

Von Schreibstil und Aufbau her erinnert das Ganze ein bisschen an Stephen King. Ich habe auch mal gelesen, dass das Buch vielleicht verfilmt werden soll (weiß aber nicht, ob da wirklich was dran ist), als Film könnte ich mir es auch tatsächlich gut vorstellen. Aber als Buch konnte mich die Story leider nicht so ganz mitreißen, auch wenn ich die Idee toll fand. 


3/6



06 Januar 2026

Kurzmeinung: Penance

 


 Autorin: Eliza Clark

Verlag: Festa

Erschienen: 11.11.2025

Seiten: 496

Genre: True Crime Thriller


Klappentext


Hast du den Podcast gehört?

Wie sie über sie gelacht haben?

Hast du die Fotos ihrer Leiche gesehen?

Hast du im Netz danach gesucht?


Der grausame Mord ist fast zehn Jahre her: In einer heruntergekommenen Stadt an der Küste von Yorkshire wurde die 16-jährige Joan Wilson am Strand von drei Schulmädchen lebendig verbrannt.

Und nun werden die Ereignisse jener schrecklichen Nacht zum ersten Mal veröffentlicht.

Lies den Bericht des Journalisten Alec Z. Carelli über das Verbrechen und was dazu führte. Lies alle Interviews mit Zeugen und Familienmitgliedern und dazu die erschütternde Korrespondenz mit den Mörderinnen.

Aber wie viel von dieser Geschichte ist wahr?


Cover: 5/6

Schreibstil: 5/6

Handlung: 5/6

Charaktere: 6/6

Spannung: 4/6

Fesselnd: 5/6


Fazit 


Penance ist ein fiktiver True-Crime Roman, deswegen ist das Buch anders wie normale Romane. Es gibt Ausschnitte aus geschmacklosen Podcasts, in denen man sich lächerlich über die verstorbenen und die Mörderinnen macht, dazu langwierige Berichte, detaillierte Beschreibungen über den Mord, Korrespondenz und Interviews mit den Mörderinnen und deren Familien. Es wird beschrieben, welche Auswirkungen Social Media auf die Jugendlichen haben kann und wie ihre Familien versuchen den Mord zu rechtfertigen, aber für Mord gibt es keine Rechtfertigung. Auch die Mutter der ermordeten Joni kommt zu Wort und aus ihrer Sicht ist wiederum alles ganz anders.

Aber welche Wahrheit stimmt oder ist alles nur eine Frage der Wahrnehmung?

Penance ist ein Buch mit einem schwierigen Thema, sehr gut ausgearbeitet und gut aufgebaut. Aber oft ging es mir schon zu sehr ins Detail was die familiären Hintergründe angeht. Natürlich schafft es die Autorin so, dass man mit jedem, auch mit den Mörderinnen, eine emotionale Bindung aufbaut, aber es zog sich deswegen auch etwas und mir fiel es da manchmal schwer am Ball zu bleiben.

Aber insgesamt ist Penance ein Buch, das einen nicht so schnell loslässt, weil es aus harmlosen Dingen heraus eine Situation beschreibt, die irgendwann eskaliert. Dabei spielen äußere Einflüsse eine große Rolle. Und es wird sehr gut darauf aufmerksam gemacht, wie geschmacklos manche Personen mit so einem Mord umgehen. Also ein gekonnter Seitenhieb auf die Gesellschaft, denn so lange es einen nicht selbst betrifft, ist selbst ein Mord ein Thema, das man ins lächerliche ziehen kann.

Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung für alle, die mal was anderes lesen wollen und mit einer ordentlichen Portion Gesellschaftskritik und unbequemen Themen umgehen können.


5/6



03 Januar 2026

Kurzmeinung: Alchemised (Hörbuch)

 


Autorin: SenLinYu

Sprecherinnen: Vanida Karun

Verlag: Hörbuch Hamburg

Erschienen: 23.09.2025

Spieldauer: 40 Stunden 18 Minuten

Genre: Fantasy


Klappentext


 Helena Marino ist die letzte Überlebende des Widerstands, vergessen in Gefangenschaft. Bis sie durch einen Zufall in die Hände von Kaine Ferron gerät, dem erbarmungslosen High Reeve. Eingesperrt auf seinem eisernen Anwesen, will Helena die letzten Geheimnisse des Widerstandes wahren, während Kaine versucht, mit alchemistischer Gewalt in ihren Kopf einzudringen. Denn Helena erinnert sich nicht an die letzten Jahre des Krieges. War sie wirklich nur eine einfache Heilerin in den reihen der Ewigen Flamme? Helena ringt um ihr Überleben - und beginnt zu ahnen, dass Kaine und sie weit mehr verbindet, als ihre Feinde je erfahren dürfen...


Cover: 5/6

Erzählstil: 5/6

Handlung: 4/6

Charaktere: 5/6

Spannung: 4/6

Fesselnd: 4/6


Fazit 


Ja, ich gebe zu, irgendwann wollte ich halt doch mal wissen, warum dieses Buch so durch die Decke geht, denn vom Klappentext her hat es mich nicht direkt angesprochen. Aber warum erwähnt denn im Klappentext auch niemand die lebenden Toten und die anderen interessanten Wesen, denn die komplexe Fantasiewelt macht meiner Meinung nach die Geschichte ebenso viel aus wie die Story zwischen Kaine und Helena. Na ja, als Buch war es mir auf jeden Fall einfach zu dick, deswegen habe ich mir das Hörbuch runtergeladen und habe es bestimmt knapp zwei Monate lang immer mal wieder zwischendurch gehört. Am Anfang hat mir dann auch tatsächlich nur diese ganze Welt rund um Helena herum gefallen, mit ihr und Kaine konnte ich noch wenig anfangen. Aber das hat sich dann so etwa ab dem zweiten Teil geändert (das Buch ist in drei Teile aufgeteilt, aber das wisst ihr ja sicher schon alle). Ich finde die Entwicklung der Geschichte und auch die Beziehung zwischen Kaine und Helena interessant. Natürlich gibt es viele Kritikpunkte, was die Behandlung von Helena betrifft, auch in sexueller Hinsicht, aber man sollte das Buch nicht lesen, wenn man so etwas nicht mag (deswegen Triggerwarnung beachten). Letztendlich ist alles Fiktion, wäre es nicht so, hätte ich hier zu Hause schon längst einen toten Körper rumrennen, der alles für mich erledigt, damit ich mehr Zeit zum Lesen habe. 

Am Ende wurde dann noch mal alles genau aufgeklärt, alle offenen Fragen beantwortet und ich dachte jedes Mal, jetzt ist es vorbei, aber mir kam es teilweise so vor, als wollte sich die Autorin nicht von ihren Figuren trennen und setzte immer noch was drauf. Der Epilog war auf jeden Fall ziemlich lang.

Also mir hat das Buch insgesamt gut gefallen, aber ein Highlight war es für mich nicht.


4/6



01 Januar 2026

Lesecharts 2026

 

























Kurzmeinung: Fake Dates and Firework

 

 Autorin: Kyra Groh

Verlag: Forever

Erschienen: 16.12.2024

Seiten: 397

Genre: Lovestory


Klappentext


Becca und Nils sind beste Freunde - die jedes Jahr an Silvester miteinander im Bett landen. Zum 10. Jubiläum ihres jährlichen One-Night-Stands kratzt Erzieherin Becca ihr gesamtes Erspartes zusammen, um Nils in einem romantischen Chalet endlich ihre Liebe zu gestehen. Doch alles kommt anders: Erst trifft Becca dort ausgerechnet Raphael, den unausstehlichen Onkel eines ihrer Kita-Kinder. Und dann reist Nils auch noch mit seiner Verlobten an, die er nie zuvor erwähnt hat. Um die Situation irgendwie aufzulösen, bittet Becca verzweifelt Raphael, ihren Fake-Boyfriend zu spielen. Dumm nur, dass die beiden bisher immer aneinandergeraten sind. Und dass das Knistern zwischen ihnen plötzlich alles andere als gespielt wirkt...


Cover/Farbschnitt: 6/6

Schreibstil: 6/6

Handlung: 5/6

Charaktere: 5/6

Spannung: 5/6

Fesselnd: 5/6


Fazit 


Also ich hab mir das Buch   ein bisschen anders vorgestellt. Das die Beziehung zwischen Becca und Nils so komplex ist hätte ich tatsächlich nicht vermutet. Es steckt ein bisschen mehr dahinter als das, was im Klappentext angedeutet wird. Tatsächlich wird hier aus Beccas Sicht auch sehr viel angesprochen, was Frauen alles auf sich nehmen, um irgendjemandem zu gefallen, obwohl sie das gar nicht tun müssten. Und genau deswegen hat mir Becca auch richtig gut gefallen. Um das Ganze nicht wie einen dramatischen Liebesroman wirken zu lassen hat Kyra Groh Becca vielleicht mit diesem selbstzerstörerischem Humor und der Tollpatschigkeit ausgestattet, bei der man beim Lesen sehr oft schmunzeln muss. 

Die Geschichte war dann auch richtig schön fesselnd, lustig, dramatisch, romantisch, irgendwie süß und ein bisschen spicy. Noch dazu war durch das Setting im Luxus-Chalet alles sehr atmosphärisch.

Für mich ist "Fake Dates and Fireworks" ein richtig guter Wohlfühlroman, der perfekt ins Jahresende passt.


5/6



Kurzmeinung: Mein Name ist Maeve Fly


 Autorin: CJ Leede

Verlag: Festa

Erschienen: 15.07.2025

Seiten: 340

Genre: Thriller, Horror


Klappentext


Tagsüber arbeitet sie am glücklichsten Ort der Welt, in einem Vergnügungspark in Los Angeles. Die Kinder stehen Schlange, um sie in der Rolle der Eiskönigin zu sehen. 

Nachts rast Maeve in einem rosa Mustang den Sunset Strip entlang, treibt sich in Spelunken herum und imitiert ihre menschenfeindlichen literarischen Helden.

Doch als Gideon Green, der Bruder ihrer besten Freundin, sich mit ihr anfreundet, weckt er etwas Gefährliches in ihr. Alte Wunden brechen wieder auf und für Maeve Fly wird frisches Blut zum roten Teppich...


Cover: 5/6

Schreibstil: 5/6

Handlung: 4/6

Charaktere: 5/6

Spannung: 4/6

Fesselnd: 5/6


Fazit 


Das Cover deutet ja schon darauf hin, dass Maeve Fly ziemlich durchgeknallt ist, die Story bestätigt das dann auch. Aber durchgeknallt auf die gute Art, zumindest für den Leser, für die Beteiligten eher weniger. Denn Maeve macht ihr Ding und geht dabei über Leichen.

Auf den ersten Seiten war ich total begeistert von dem Buch. Es lässt sich gut lesen, man ist super schnell in der Geschichte drin und Maeve als Charakter hat mir direkt sehr gut gefallen. Aber dann bekommt alles erst mal einen Hänger und es passiert gefühlt gar nichts mehr. Ich mochte es zwar, wie Maeve von ihrem geliebten LA schwärmt und von ihrer Großmutter erzählt, ein ehemaliges Hollywood-Sternchen. Man lernt viel über die Stadt, geschichtliche Hintergründe, auch über Musik und über Halloween, aber wo blieb der Rest? Ich hatte die Hoffnung schon aufgegeben und dachte, die Geschichte wird weiter vor sich hinplätschern, aber nach etwas mehr wie 100 Seiten dreht Maeve dann richtig auf und es wird total abgefahren, anders kann man es wohl nicht ausdrücken. 

Das Buch hat seine melancholischen Momente, ist dramatisch, teilweise spannend und zwischendurch immer mal wieder ziemlich brutal, sarkastisch, verrucht und verrückt, so wie Maeve eben ist.

Wer starke Protagonisten mit lyrischer Ader mag, die irgendwo zwischen Genie und Wahnsinn stehen, der wird Maeve sicher genau so mögen wie ich. Die Handlung des Buches ist nicht immer so berauschend, weil es eben ein paar Längen gibt, aber die Story dann wiederum so wild und verrückt, dass ich es letztendlich doch geliebt habe. Und das Ende, das war dann der perfekte Abschluss für eine durchgeknallte Story. 


5/6




27 Dezember 2025

Kurzmeinung: Skin of a Sinner

 


 Autorin: Avina St. Graves

Verlag: Vajona

Erschienen: 16.04.2025

Seiten: 470

Genre: Dark Romance


Klappentext


Niemand verrät einem, was man zu tun hat, wenn der Junge, der einem das Herz gebrochen hat, plötzlich zurückkommt, nur, um es endgültig zu stehlen.


Roman Riviera war einst mein Ein und Alles. Ich hatte meinen Ritter in der glänzenden Rüstung in Form eines anderen Pflegekindes gefunden. Er hat mich beschützt und versprochen, für immer an meiner Seite zu stehen.


Aber Roman Riviera ist ein Lügner. Er ließ mich einfach bei den Monstern zurück.


Drei Jahre später fand ich ihn mitten in der Nacht wieder, besudelt mit dem Blut meiner Familie und gerade dabei, seine Initialen in die Haut meines Pflegebruders zu ritzen. Er fesselte mich und zerrte mich aus dem Leben heraus, das ich mir ohne seine Hilfe ganz allein aufgebaut hatte.

Ich versuchte, wegzulaufen, doch er jagte mich. Ich wollte schreien, aber kein Ton kam über meine Lippen.

Er sagt, dass ich ihm niemals entkommen werde. Er sagt, dass er zurückgekommen sei, um Wiedergutmachung zu leisten. Doch ich glaube ihm kein Wort.


Cover/Farbschnitt: 4/6

Schreibstil: 5/6

Handlung: 4/6

Charaktere: 5/6

Spannung: 4/6

Fesselnd: 5/6


Fazit 


Roman und Isabella lernen sich als Kinder kennen. Beide aus Pflegefamilien, beide Außenseiter. Isabella ist klein und zerbrechlich und Roman immer auf der Suche nach Ärger. Er lernt schon früh, Isabella zu beschützen und ein Badboy zu sein und Isabella kann sich immer auf ihn verlassen, bis er eines Tages nicht mehr auftaucht.

Das Buch beginnt direkt recht geheimnisvoll, da Roman und Isabella sich längere Zeit nicht gesehen haben. Ich Rückblenden wird dann erzählt, was passiert ist, bevor die Geschichte dann irgendwann nur noch in der Gegenwart spielt. Die Kapitel waren mir teilweise ein bisschen zu lang, sie werden aus Sicht von Isabella und aus Sicht von Roman erzählt. Der Aufbau hat mir an sich aber sehr gut gefallen, er sorgt für Spannung und für jede Menge Energie zwischen den beiden. Das Verhältnis zwischen ihnen fand ich dann für einen Dark Romance-Buch auch wirklich gut. Romans Badboy Image passt zwar total ins Klischee des Genres, es ist aber nicht so schrecklich übertrieben wie in vielen anderen Büchern. Und weil beide Protagonisten Schwächen haben und es nicht nur das harter Junge naives Mädchen rumgemache ist fand ich beide auch sehr interessant. Auch wenn sie sich oft unterwürfig verhält, aber das gehört eben einfach dazu.

Die Geschichte ist insgesamt einfach und lässt sich sehr gut lesen. Sie hat viel Action, ist teilweise sehr blutig und brutal und natürlich auch spicy. Ich fand das Buch sehr unterhaltsam und habe es gerne gelesen.


5/6



25 Dezember 2025

Kurzmeinung: Don't let the forest in

 

 Autor: CG Drews

Verlag: Fischer & Sauerländer

Erschienen: 29.10.2024

Seiten: 336

Genre: Fantasy, Jugendbuch


Klappentext


Andrew ist Märchenerzähler.

Thomas ist Künstler.

Gemeinsam kämpfen sie gegen die Monster, die sie schufen.


Eine buchstäblich herzzerreißende Geschichte über die Abgründe der Seele, die Dunkelheit des Waldes und die Liebe bis zum Tod.


Cover: 6/6

Schreibstil: 5/6

Handlung: 3/6

Charaktere: 4/6

Spannung: 2/6

Fesselnd: 3/6


Fazit 


Ob sich hinter diesem coolen Cover eine genau so geniale Geschichte verbirgt? Als ich das Buch entdeckt habe, habe ich mich gefragt, warum es mir davor nie begegnet ist.

Hier geht es um zwei Jugendliche, Andrew und Thomas. Beide sind auf einem Internat tief im Wald, vom Feeling her und von der Beschreibung hat das so ein bisschen an Wednesday erinnert. Andrew schreibt gerne gruselige und kurze Geschichten, Thomas zeichnet die Figuren dazu. Doch plötzlich scheinen die Monster einen Weg in die Wirklichkeit zu finden oder verliert Andrew einfach nur den Verstand? Ein gruseliger Ansatz für ein gutes Buch, aber es geht auch noch um mehr. Es geht auch um die Suche nach der eigenen Identität, um das Erwachsen werden und um die sexuelle Orientierung. Andrew und Thomas sind die Hauptprotagonisten und man muss sich nicht sehr viele Figuren merken, da andere nur eine kleinere Rolle spielen, das fand ich schon mal gut. Oft war mir aber nicht klar, warum sie so handeln, wie sie es eben tun. Als müssten sie alleine die Welt retten anstatt sich Hilfe zu holen. Das versucht man hier zwar schlüssig zu erklären, gelingt meiner Meinung nach aber nicht immer so ganz. Vielleicht habe ich das Ganze aber auch einfach nur falsch interpretiert.

Zwar wird es durch die wachsende Gefahr durch die Monster immer aufregender, aber es gibt auch sehr viele Erklärungen und Gedankenspiele, die dem Ganzen das Tempo nehmen. Die Geschichte verläuft viele Seiten lang immer nach demselben Schema, vieles wiederholt sich: Missverstandene Gefühle, Mobbing, Kämpfe,... immer und immer wieder. Das liest sich zunächst mal gut, wird dann aber eben irgendwann ein bisschen langweilig.

Das Ende ist ein ziemliches Spektakel und sehr gut geschrieben, aber auch verwirrend. Irgendwie gut, aber auch wiederum irgendwie nicht. Und vor allem hat es mich mit einigen offenen Fragen zurück gelassen. Was bleibt ist eine dramatische Geschichte, gut geschrieben, aber doch etwas zu verwirrend, teilweise langweilig und eine Ende, von dem ich mir mehr gewünscht hätte.


3/6



21 Dezember 2025

Kurzmeinung: Bloody Cruel Wonderland

 

 Autorin: Liz Rosen

Verlag: Lycrow Verlag

Erschienen: 20.05.2025

Seiten: 475

Genre: Fantasy

Empfohlen ab 18 Jahren


Klappentext


Ich verdrehe dir den Kopf, raube deinen Verstand - und wenn du nicht aufpasst, hole ich mir auch noch dein Herz.


Als ihre Schwester verschwindet, setzt Alice alles daran, sie zu finden - auch wenn das bedeutet, einem weißen Kaninchen hinterher zu jagen und ins Wunderland zu stolpern.

Vom grinsenden Märzhasen bis zur rätselhaften Raupe, die von ihr fordert, den richtigen Weg zu finden, obwohl Alice immer wieder im Kreis läuft, sind dort jedoch alle dem Wahnsinn verfallen.

Der einzige Lichtblick ist der Hutmacher, der Alice nicht nur bei der Suche nach ihrer Schwester hilft, sondern auch Gefühle in ihr weckt, die sie nie zuvor gekannt hat. Aber kann sie ihrem Herzen trauen, wenn zweifellos alle den Hutmacher für den Verrücktesten halten - und ausgerechnet er der Letzte war, mit dem ihre Schwester gesehen wurde?



Cover: 6/6

Schreibstil: 6/6

Handlung: 4/6

Charaktere: 4/6

Spannung: 3/6

Fesselnd: 4/6


Fazit 


Ich liebe das Cover des Buches. Es gibt es auch noch mit richtig coolem Farbschnitt, aber leider habe ich ein Buch aus der 2. Auflage erwischt und bin leer ausgegangen.

Also mit Adaptionen von Alice im Wunderland bekommt man mich ja direkt, noch dazu eine Version die ab 18 Jahren empfohlen wird, das muss ja eigentlich was für mich sein dachte ich mir so... Ich habe hier eine spannende Fantasygeschichte erwartet, ein bisschen brutal, ein bisschen spicy, aber das es dann so wird, damit habe ich nicht gerechnet.

Das Buch ist sehr gut geschrieben, man kann super flüssig lesen, Liz Rosen schreibt einfach schön. Aber irgendwie purzelt man in die Geschichte genauso wie Alice, die sich im Wunderland so gar nicht zurechtfindet. Mir fiel es beim Lesen irgendwie wahnsinnig schwer mir alles vorzustellen, obwohl ich das Original von Alice im Wunderland kenne. Man trifft auf viele bekannte Figuren aus dem Original, wobei ich die Katze etwas anders in Erinnerung habe, nicht ganz so quirlig wie hier. Spannend fand ich es leider ganz wenig, dafür aber unerwartet düster, aber nicht nur auf die gute Art. Ich weiß gar nicht genau, wie ich es beschreiben soll. Wer es gelesen hat, wird wissen wie ich das meine. Denn es hat einige unerwartete Seiten (deswegen Triggerwarnung lesen wenn ihr Bedenken habt), es wird teilweise sehr hart und auch emotional. Und insgesamt war die Geschichte auch ein bisschen chaotisch, aber auch unterhaltsam. Also insgesamt ist eine bunte Mischung aus allem. Das Buch ist durchaus gut  und ein Leseabenteuer wert. 


4/6




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