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30 Juli 2026

Kurzmeinung: Ghost - Solange du mich brauchst

 

Autorin: Lin Dox

Verlag: Vajona

Erschienen: 02.09.2025

Seiten: 576

Genre: Dark Romance/Horror/Thriller


Klappentext


Er muss meine Haut nicht berühren, um meinen Körper zu kontrollieren. Er muss nur wissen, wie meine Seele funktioniert. Kat verabscheut Berührungen- Zu viele Hände haben sie gebrochen, zu viele Grenzen wurden überschritten, bis nichts mehr von ihr übrig war. Nähe bedeutet Gefahr. Feuer. Unerträgliche Schmerzen. Niemand berücksichtigt ihr eigenes Verlangen. Niemand - außer ihm. Ein Schatten in der Dunkelheit. Ein unheimlicher Fremder, der immer dann erscheint, wenn ihre Welt am Abgrund steht. Er weckt etwas in ihr, das tief vergraben war: Hunger nach Vergeltung und blutiger Rache. Doch was passiert, wenn man sich auf seinen Stalker als Verbündeten einlässt? Kommt man der Heilung nah? Oder wird dich der Wahnsinn verschlingen?


Cover/Farbschnitt: 5/6

Schreibstil: 4/6

Handlung: 4/6

Charaktere: 4/6

Spannung: 3/6

Fesselnd: 5/6


Fazit 


Das Buch ist schnell zusammengefasst: Junges Mädchen mit kaputter Kindheit steckt in einer toxischen Beziehung und wird von einem mysteriösen Fremden beobachtet, der ihr dabei hilft, tief verborgene Gefühle und Emotionen nach außen zu kehren. 

Ich fand die toxische Beziehung und auch die Kindheit von Kat zwar manchmal nicht so gut beschrieben, aber insgesamt doch sehr realistisch und auch gut ausgearbeitet. Während ich die mysteriöse Gestalt, also Ghost, am Anfang gar nicht gut fand und die Art wie er geredet hat, hat mich oft ziemlich genervt.

Aber dann entwickelt sich die Geschichte in eine Richtung, die ich so nicht erwartet hätte und das wiederum war richtig gut. Kats Entwicklung ist sehr interessant und auch nachvollziehbar, wenn auch leicht übertrieben. Und auch Ghost hat mich irgendwann nicht mehr so sehr genervt. 

Das Buch lässt mich insgesamt ziemlich zwiegespalten zurück. Am Anfang fand ich es gar nicht gut, obwohl Kats Geschichte interessant ist, aber Ghost war nicht das, was ich mir vorgestellt hatte. Und auch spannend fand ich es nur wenig. Trotzdem wird es irgendwann sehr fesselnd und ziemlich abgefahren. Langeweile kommt vor allem in der zweiten Buchhälfte kaum auf und es lässt sich gut lesen.

Alles in allem "Ghost" ist eine ziemlich spezielle Geschichte, die viele Seiten gebraucht hat um mich dann doch noch ganz gut zu unterhalten.


4/6



29 Juli 2026

Kurzmeinung: Her soul for revenge

Autorin: Harley Laroux

Verlag: Vajona

Erschienen: 14.05.2025

Seiten: 500

Genre: Dark Romance


Klappentext


Juniper: Nachdem eine Sekte versucht hatte, mich ihrem bösen Gott zu opfern, war ich auf der Flucht und tat alles, was nötig war, um zu überleben. Bis mir ein Dämon einen Deal anbot: Ich schenke ihm meine Seele und er würde mir helfen, die Rache zu nehmen, die ich suchte. Blut wird vergossen werden und die Monster, vor denen ich einst davonlief, werden bald vor mir davonlaufen. Aber meine Seele zu verdammen, war nur der Anfang - als Nächstes will der Dämon mein Herz.


Zane: Ich jage seit Jahrhunderten Seelen, aber sie ist die ultimative Beute - bösartig und wild, mit einer gebrochenen Seele so dunkel wie meine eigene. Ich dachte, sie zu erobern, wäre ein einfaches Spiel, aber Juniper ist alles andere als einfach. Ich habe mich entschieden, ihr auf einen Pfad zu folgen, der mit dem Blut ihrer Feinde getränkt ist, aber es ist unser Blut, das als Nächstes vergossen werden könnte. Wenn ein alter Gott aus seinem Schlaf erwacht, wird vielleicht keiner von uns überleben.


Cover/Farbschnitt: 5/6

Schreibstil: 5/6

Handlung: 3/6

Charaktere: 4/6

Spannung: 3/6

Fesselnd: 4/6


Fazit 


"Her soul to revenge" ist die Fortsetzung von "Her soul to take". In Band 1 geht es um Leon und Rae, in Band 2 um Juniper und Zane, die man im Vorgänger schon am Rand kennenlernt hat, man kennt aber ihre Geschichte noch nicht. Ich hatte leider auch gar nicht so auf dem Schirm, dass beide Bücher in der selben Zeit spielen. So weiß man eigentlich schon viel zu viel über den spannenden Teil der Story. Was hier neu ist, ist einfach das Leben der beiden neuen Hauptprotagonisten. Wie leben sie, was sind ihre Beweggründe, wie haben sie zusammengefunden und wie ist ihr Verhältnis zu Leon und Rae? Und es geht um Rache. Denn sie haben alle dieselben Feinde. Wie letztendlich das Schicksal der Feinde endet, weiß man größtenteils schon aus Band 1.

Also, ohne viel drum herum zu reden. Zane und Juniper waren als Protagonisten ok, aber es war mir einfach nicht spannend genug, weil man eben schon zu viel weiß. Es ist wieder sehr verrucht, alles auch ganz toll geschrieben, aber mir hat hier einfach was gefehlt. In Band 3 geht es um noch ein ganz anderes Pärchen, das in den ersten beiden Büchern ebenfalls eine Rolle spielt, mal sehen, ob ich es noch lese, irgendwie interessiert es mich ja schon. Aber der Punkt ist, die selbe Story quasi 3 Mal zu lesen, nur mit einer anderen spicy Love-Story und einem anderen persönlichen Hintergrund der Protagonisten könnte schnell langweilig werden. 


4/6




28 Juli 2026

Kurzmeinung: Dead of Winter


Autor: Darcy Coates

Verlag: Festa

Erschienen: 26.05.2026

Seiten: 480

Genre: Thriller


Klappentext


14 Tage Luxusurlaub in den verschneiten Bergen der Rocky Mountains. Abgeschieden. Exklusiv.

Für Christa die Chance, sich von einem Trauma zu erholen, das ihr Leben in Stücke gerissen hat.

Doch bereits die Fahrt dorthin wird zur Katastrophe, als ein Schneesturm die Reisegruppe zwingt in einer verlassenen Jagdhütte Schutz zu suchen.

Christa ist eingeschlossen. Mit acht Fremden. In der Nacht verschwindet ihr Tourguide spurlos. Am nächsten Morgen finden sie seinen abgetrennten Kopf - aufgespießt auf einen Ast.

Isoliert von der Außenwelt beginnt ein Kampf ums Überleben. Denn das tödliche Spiel hat gerade erst begonnen...


Cover: 6/6

Schreibstil: 6/6

Handlung: 6/6

Charaktere: 5/6

Spannung: 6/6

Fesselnd: 6/6


Fazit 


Erst einmal ein großes Lob an den Festa-Verlag. Ich finde Cover und Buchschnitt einfach genial! Obwohl beides relativ schlicht ist liebe ich die Farben und den Bezug zur Geschichte.

Vom Buch selbst habe ich mir gar nicht so viel versprochen. Ich habe eine spannende Story erwartet, aber was der Klappentext hergibt ist eigentlich nichts, was man nicht schon in ähnlicher Form gelesen hat. Da ich aber solche Art von Storys mag war klar, dass ich das Buch lesen musste.

Und dann hat mich die Geschichte doch so gefesselt, dass ich das Buch innerhalb kürzester Zeit verschlungen habe. Das war irgendwie überraschend.

Eigentlich bin ich niemand der viele Protagonisten, die man sich alle merken muss, mag, aber hier werden alle so beschrieben, dass man einen guten Bezug zu ihnen findet und sich so alle gut merken kann. Gut ist dabei auch, dass alle sehr unterschiedlich sind.

Der Schreibstil von Darcy Coates ist sowieso super, das wusste ich schon aus anderen Büchern. Man kann super flüssig und schnell lesen. 

Die Geschichte ist ein spannender Pageturner, der noch dazu durch die Winterlandschaft absolut atmosphärisch wirkt. Es ist ein dramatisches und blutiges Katz- und Mausspiel mit vielen Wendungen und vor allem Spannung bis zum Ende. Das Ende selbst ist vielleicht das Einzige, was ich hier zu bemängeln hätte, es kam viel zu plötzlich. Ich finde, einen kurzen Epilog hätten wir Leser hier verdient gehabt. Aber weil der Rest einfach absolut genial war drücke ich hier eben ein Auge zu. Für mich zählt "Dead of Winter" auf jeden Fall zu den Jahreshighlights 2026. Ein Buch, das man auch im Sommer bei 35 Grad genießen kann ;-)


6/6




03 Juli 2026

Kurzmeinung: Das Septemberhaus

 


Autorin: Carissa Orlando

Verlag: Festa

Erschienen: 20.03.2025

Seiten: 432

Genre: Gruselroman


Klappentext


Als Margaret und ihr Mann Hal das große viktorianische Haus in der Hawthorn Street kaufen, können sie nicht glauben, dass sie endlich ein eigenes Heim besitzen.

Doch dann offenbart sich der Spuk. Jedes Jahr im September tropft Blut von den Wänden und die Geister früherer Bewohner tauchen auf. Sie fürchten sich vor etwas, das im Keller lauert.

Die meisten Menschen würden fliehen. Doch Margaret ist nicht wie die meisten Menschen. Sie bleibt. Es ist ihr Haus.

Nach vier Jahren, als der September wieder bevorsteht, hält Hal es nicht länger aus und flüchtet... Oder verschwindet?

Je länger Margaret versucht, Hal zu finden, desto schlimmer wird der Spuk, denn es gibt einige Geheimnisse, die das Haus bewahren will...


Cover: 6/6

Schreibstil: 5/6

Handlung: 3/6

Charaktere: 4/6

Spannung: 2/6

Fesselnd: 2/6


Fazit 


Um es gleich vorweg zu nehmen: Ich habe mir von diesem Buch eindeutig mehr versprochen. Am Anfang kam ich beim Lesen gar nicht voran, weil es mich einfach kaum fesseln konnte.

Die Geschichte wird aus Sicht von Hauptprotagonistin Margaret erzählt. Der Hauptpart in diesem Buch besteht dann darin ihre Vergangenheit mit ihrem Ehemann Hal aufzuarbeiten und herauszufinden, ob Margaret den Verstand verliert oder nicht. Und es geht natürlich noch um die Toten, die in diesem Haus leben. Was ist mit ihnen geschehen und was wollen sie? Das war eindeutig das Beste an dem Buch. Aber vor allem die ersten beiden Drittel ziehen sich. Da passieren dann einfach mal Seiten lang irgendwelche belanglosen Dinge oder Sachen, die man schon kennt, weil es eben ständig in diesem Haus passieren und sich wiederholen.

Die Idee allerdings fand ich super. Es ist nicht unbedingt was Neues, was hier erzählt wird, Geschichten über Spukhäuser gibt es jede Menge, aber ich lese solche Bücher immer wieder gerne. Aber es zieht sich eben sehr oft. Das letzte Drittel des Buches hat mir am besten gefallen, endlich passiert etwas und es gibt viel mehr interessante Handlungen. Ich denke, dem Buch hätten ein paar Seiten weniger gut getan. Der Schreibstil von Carissa Orlando ist aber sehr gut, flüssig und lässt sich angenehm lesen. Ich fand nur eben die Story insgesamt etwas zäh.


3/6



16 Juni 2026

Kurzmeinung: Evil

Autor: Jack Ketchum

Verlag: Heyne

Erschienen: 05.12.2005

Seiten: 336

Genre: Psychothriller, Horror


Klappentext


Die USA in den 50er-Jahren. Nach außen hin eine heile Welt, doch inmitten der amerikanischen Vorstadtidylle wird ein Junge mit unvorstellbaren Grausamkeiten konfrontiert. Jack Ketchum zeigt in seinem beunruhigenden, grenzüberschreitenden Horrorthriller die Abgründe der menschlichen Seele auf.


Cover: 5/6

Schreibstil: 6/6

Handlung: 5/6

Charaktere: 6/6

Spannung: 5/6

Fesselnd: 5/6


Fazit 


Tja, das ist mir auch noch nicht passiert. So während dem Lesen denke immer wieder, irgendwie kommt mir das alles bekannt vor. Und nach einigen Seiten war mir klar, dass ich das Buch schon gelesen habe, das ist aber bestimmt schon 20 Jahre her. Die Verfilmung habe ich auch schon gesehen. Der Klappentext hat jetzt nicht so viel hergegeben, so dass ich mich einfach nicht mehr daran erinnern konnte. Also war das ein unfreiwilliger reread, ich habe es aber auch nicht bereut.

Das Buch basiert auf einer wahren Geschichte, die sich 1965 ereignet haben soll. Und so spielt die Geschichte zu einer Zeit, in der Frauen reine Hausfrauen waren und viele Männer noch mit den psychischen Folgen des 2. Weltkrieges zu kämpfen hatten. Kinder waren zu dieser Zeit unter sich und wenn Kinder oder Jugendliche auf eine Soziopatin treffen, die ihnen einredet, das richtige zu tun, obwohl ihre Handlung komplett falsch ist, dann kommt so etwas dabei raus wie man es hier liest.

Die Geschichte ist spannend und grausam gleichzeitig. Auf der einen Seite gibt es die unbeschwerte Kindheit von Hauptprotagonist David, der in einen grauenhaften Strudel von Gewalt mit reingezogen wird, auf der anderen Seite die herzzerreißende und schmerzhafte Geschichte von Meg und ihrer Schwester Susan.

Wenn man dieses Buch liest muss man einiges aushalten können. Denn letztendlich ist ein Großteil der Geschichte nicht fiktiv, es ist tatsächlich so oder so ähnlich passiert. Jack Ketchum schreibt wie immer großartig, die Story ist auf grausame Art fesselnd und hat auch eine gewisse Spannung, ist aber eben wirklich schwere Kost. Deswegen gibt es von mir nur eine Leseempfehlung für diejenigen, die so etwas beim Lesen verkraften. Heut zu Tage hätte so eine Geschichte Triggerwarnungen, aber als Evil erschienen ist gab es die nicht.


5/6




Kurzmeinung: Her soul to take

 


Autorin: Harley Laroux

Verlag: Vajona

Erschienen: 15.01.2025

Seiten: 500

Genre: Dark Romance


Klappentext


Leon: Ich habe mir meinen Ruf unter Magiern nicht umsonst verdient: Ein falscher Schritt, und du bist tot. Mörder nannten sie mich, und das Töten ist das, was ich am besten kann. Außer bei ihr. Bei derjenigen, die ich nehmen sollte, bei derjenigen, die ich hätte töten sollen - habe ich es nicht getan. Der Kult, der mich einst kontrollierte, will sie haben, und ich werde mein neues Spielzeug nicht an sie verlieren.


Rae: Ich habe immer an das Übernatürliche geglaubt. Die Jagd nach Geistern ist meine Leidenschaft, aber das Herbeirufen eines Dämons war nie Teil des Plans. Monster durchstreifen die Wälder, und etwas Prähistorisches - etwas Böses - erwacht und ruft meinen Namen. Ich weiß nicht, wem ich vertrauen kann, oder wie tief diese Dunkelheit reicht. Alles, was ich weiß, ist, dass meine einzige Überlebenschance der Dämon ist, der mich verfolgt, und er will nicht nur meinen Körper. Er will meine Seele.


Cover/Farbschnitt: 6/6

Schreibstil: 5/6

Handlung: 5/6

Charaktere: 4/6

Spannung: 4/6

Fesselnd: 5/6


Fazit 


Damit ein Dark Romance Buch mir gefällt muss schon einiges stimmen. Der Klappentext hat sich ja schon mal sehr mysteriös angehört, aber nicht ganz so viel über die Story verraten. Tja, und hier hat dann vor allem an Anfang alles für mich gepasst. Ich glaube, ich habe noch nie die erste Hälfte einer Dark Romance Story so schnell durchgesuchtet. Ich fand es richtig fesselnd wie sich die Geschichte und die Protagonisten entwickeln. Als die Katze dann mal aus dem Sack war und einige Geheimnisse aufgedeckt wurden war fand ich es nicht mehr ganz so spannend. Trotzdem passiert noch Einiges. Und das ist das Gute an dem Buch, es geht nicht nur um die verruchten Szenen, die es zweifelsohne auch hier in mehr oder weniger übertriebener Form gibt, es gibt eben auch eine richtig aufregende Story drum herum mit richtig viel Action. Und Rae ist als Protagonistin zwar manchmal sehr naiv und agiert nicht immer ganz logisch (sie ist aber auch noch jung, wer denkt da schon immer logisch), ist aber Leon nicht komplett ergeben, wie das bei Dark Romance ja sonst oft ist, sondern gibt auch mal contra. 

Die Geschichte hat mich zwischendurch immer so ein bisschen an Twilight oder Teen Wolf erinnert, nur eben die versauterer und brutalerer Version davon. Wer solche Bücher bzw. Serien mag macht mit dem Buch nichts falsch. Mich wundert es eigentlich, dass das Buch so wenig Aufmerksamkeit bekommen hat seitdem es erschienen ist. Es ist übrigens der 1. Band einer Trilogie und Band 2 habe ich mir auch direkt besorgt, bin sehr gespannt, wie es weitergeht.


5/6





26 Mai 2026

Kurzmeinung: Die Leiche der Jane Brown

 


Autor: Cornell Woolrich

Verlag: Festa

Erschienen (Festa Ausgabe): 19.11.2021, Erstausgabe: 1938

Seiten: 176

Genre: Thriller


Klappentext


Da hat Pilot Penny O'Shaughnessy noch einmal Glück gehabt. Glaubt er - immerhin hat er den Absturz in der Wildnis im Norden der USA nicht nur überlebt, sondern findet sogar ein bewohntes Anwesen in der Nähe der Unglücksstelle. Hilfe ist nah!

Dort trifft er auf Dr. Denholt und seine Pflegetochter Nova. Mit ihr stimmt etwas nicht... Und was ist mit dem seltsamen Labor, das der Hausherr immer hinter sich abschließt? 

O'Shaughnessy lässt sich nicht einschüchtern. Im Gegenteil: Jetzt ist die Neugier des Abenteurers erst geweckt. Doch die Neugier führt ihn in einen Albtraum...


Cover: 4/6

Schreibstil: 5/6

Handlung: 5/6

Charaktere: 5/6

Spannung: 5/6

Fesselnd: 5/6


Fazit 


Das Buch hat schon ziemlich lange auf meinem SuB gelegen und erst als ich mich dazu entschieden habe es endlich zu lesen habe ich gesehen, dass die Geschichte zum ersten Mal 1938 veröffentlicht wurde. Deswegen war ich gleich mal doppelt gespannt, wie das Buch sich lesen lässt. 

Ich denke, der Schreibstil wurde über die Jahre hinweg etwas angepasst, aber was den Aufbau angeht ist das sicher die Art, wie man damals Geschichten geschrieben hat. Da gibt es wenig drum herum, alles wird schnell (manchmal ein bisschen zu schnell) auf den Punkt gebracht und oft ist die Story etwas sprunghaft. Der Inhalt ist dann auch so eine Mischung, die an alte Krimi- und Horrorgeschichten erinnert. Nicht zu übertrieben blutig, aber so ein bisschen wie ein alter Gangsterfilm. Was die Spannung ausmacht ist Novas Geschichte. Ihr Charakter ist sehr geheimnisvoll und gut ausgearbeitet, sie spielt das Frauchen an Penny O'Shaughnessys Seite, der eher der überlegte Draufgänger ist und die Fäden zieht.

"Die Leiche der Jane Brown" ist ein sehr unterhaltsamer und auch spannender Genremix aus Krimi, Horror und Thriller aus einer Zeit ohne Handys und anderen Schnick Schnack. Und genau so ist auch der Schreibstil und der Aufbau.

Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung für alle, die auf kurzweilige und gute Unterhaltung im alten Stil stehen.


5/6



11 Mai 2026

Kurzmeinung: Boy Parts

 

Autorin: Eliza Clark

Verlag: Festa

Erschienen: 31.03.2025

Seiten: 368

Genre: Roman / Psychothriller


Klappentext


Irina ist wie besessen: Auf den Straßen Newcastles spürt sie unscheinbare Männer auf, um sie zu fotografieren - schonungslos, in expliziten Posen. Und statt sich um den öden Bürojob und ihre Kunstkarriere zu kümmern, gibt sie sich Drogen, Alkohol und extremen Filmen hin. Als sich in einer Londoner Galerie die Chance einer großen Ausstellung bietet, gerät Irina in einen selbstzerstörerischen Strudel aus Wahn und Gewalt - und reißt ihre beste Freundin sowie den schüchternen Supermarktangestellten, in den sie sich verguckt hat, mit hinab...


Cover: 4/6

Schreibstil: 5/6

Handlung: 2/6

Charaktere: 5/6

Spannung: 1/6

Fesselnd: 2/6


Fazit 


Nachdem mir "Penance" von Eliza Clark gut gefallen hatte musste "Boy Parts" natürlich auch noch gelesen werden. Hier fiel mir der Einstieg allerdings erst mal ein bisschen schwerer. Mir fiel es wirklich schwer zu verstehen, wer die Hauptprotagonistin ist und was sie eigentlich macht. Die Geschichte beginnt irgendwie ziemlich wirr. Und Bücher, in denen man erst mal rumrätselt mit wem man es eigentlich zu tun hat finde ich meistens erst mal nicht so toll.

Gut, irgendwann kommt man dann dahinter, was mit Irina so abgeht und man wird Teil ihrer abgefuckten Welt und von ihrem Leben. Sie ist eine drogensüchtige Soziopathin, absolut selbstsüchtig und herrisch. Das war an sich ganz interessant, aber das Ganze hatte für mich nicht wirklich eine Handlung. Es gab keine Spannung, keine fesselnde Geschichte, die auf irgendwas hinausläuft, worauf man hin fiebern kann. Die endlos langen Kapitel sind eine Aneinanderreihung von Ereignissen aus Irinas Leben. Manchmal geht es seitenweise nur um einen bestimmten Abend, einen Tag, ein Fotoshooting oder etwas aus der Vergangenheit. Dazu kommen oft endlose und ausführliche Dialoge, mal mit mehr, mal mit weniger sinnvollem Inhalt. Vielleicht bin ich beim Lesen ab und zu abgeschweift, aber manchmal wechseln die Kapitel zwischen Vergangenheit und Gegenwart ohne dass ich es bemerkt habe und plötzlich ging es um was anderes. Das passiert, wenn mich ein Buch nicht abholt.

Ich verstehe schon, was die Autorin mit all dem ausdrücken wollte, aber das war eben nicht unterhaltsam, so etwas hat man schon so oft gelesen oder gesehen. Hier hat einfach noch eine zusätzliche Handlung gefehlt, irgendwas, das Spannung reinbringt.

Die Idee war interessant, die Protagonisten sogar sehr authentisch, aber es ist einfach gar nichts überraschendes passiert, zu wenig Handlung, zu viel Gerede und das Ganze schrecklich oberflächlich. Meins war es daher leider nicht.


2/6




30 April 2026

Kurzmeinung: Good Girl, Bad Blood

 


Autorin: Holly Jackson

Verlag: One

Erschienen (Schmuckausgabe): 15.10.2024

Seiten: 448

Genre: Jugendbuch


Klappentext


 Pip hat sich etwas geschworen.

Sie wird nie wieder selbst ermitteln.

Doch was, wenn ein guter Freund plötzlich spurlos verschwindet?


Cover/Farbschnitt: 5/6

Schreibstil: 6/6

Handlung: 4/6

Charaktere: 5/6

Spannung: 4/6

Fesselnd: 4/6


Fazit 


Ich war gespannt, ob "Good Girl, Bad Blood" mit "Good Girls Guide to Murder" mithalten kann und im Großen und Ganzen muss ich sagen, dass die Fortsetzung das fast geschafft hat, aber eben nur fast... 

Besonders gut hat mir hier Pips Entwicklung gefallen. Sie ist immer noch eine sehr spezielle Person, aber deswegen ist sie ja so genial. Sie wird reifer, stärker und zeigt im Verlauf des Buches immer mehr Tiefe. In Band 1 war es noch schwer hinter ihre Fassade zu blicken, hier wird es einfacher, weil man sie kennt und weil sie ein wenig offener wird. Trotzdem hätte ich gerne noch ein bisschen mehr über Pip erfahren und zu ihrer Beziehung zu Ravi, aber das kommt dann vielleicht im 3. Band.

Pip ermittelt hier wieder einen Vermisstenfall, der Bruder ihres besten Freundes ist verschwunden. Für die Ermittlungen nutzt sie auch ihren Podcast und somit gibt es Kapitel in Form eines Podcasts, es gibt wieder Interviews mit Bekannten und Familie des Vermissten, Gedankenausschnitte von Pip und auch ein bisschen Bildmaterial. Holly Jackson nimmt den Leser also komplett bei den Ermittlungen mit. Oft ist es richtig fesselnd und spannend, zwischendurch war es dann aber auch mal ein bisschen lau. Es gab Stellen bei den denen ich dachte, es dürfte ruhig mal ein klein bisschen schneller voran gehen, dann gab es wiederum Abschnitte die man unbedingt durchsuchten musste.

Insgesamt fand ich es aber sehr gut aufgebaut. Mir hat Band 2 gut gefallen, er kommt aber eben nicht ganz an den Vorgänger ran, aber natürlich werde ich den Abschluss der Trilogie auch bald lesen.


4/6



14 April 2026

Rezension: Schattenlicht

 


 Autorin: Yasmin Shakarami

Verlag: cbj

Erschienen: 11.03.2026

Seiten: 464

Genre: Jugendroman, Lovestory


Klappentext


Billie ist sich sicher, in Jamie - dem faszinierenden, gut aussehenden Kanadier, den sie letztes Jahr kennengelernt hat - ihre große Liebe gefunden zu haben. Um in seiner Nähe zu sein, beschließt sie, ihr letztes Schuljahr bei ihrer Tante in Maple Ridge zu verbringen - einer Kleinstadt, umgeben von nebelverhangenen Bergen und düsteren Wäldern. Kaum in Kanada angekommen, trifft Billie auf den geheimnisvollen Tristan. Zunächst fürchtet sie sich vor dem Jungen, den alle bloß "Zombie Boy" nennen, doch bald schon erfährt sie, dass er seit einem schweren Schicksalsschlag nicht mehr derselbe ist. Während Billie sich langsam mit Tristan anfreundet, kommt es zu ersten Spannungen zwischen ihr und Jamie - und das Bild des perfekten Traumprinzen beginnt zu bröckeln. Und dann ist da noch das mysteriöse Verschwinden eines Mädchens, das ganz Maple Ridge in Schrecken versetzt...


Cover: 5/6

Schreibstil: 6/6

Handlung: 5/6

Charaktere: 5/6

Spannung: 5/6

Fesselnd: 6/6


Inhalt


Billie ist erst 17, aber sie ist sich sicher in Jamie die Liebe ihres Lebens gefunden zu haben. Das Problem ist nur, Billie lebt in Deutschland, Jamie in Kanada. Beide haben sich in Deutschland kennengelernt als Jamie dort mit seinem Bruder war. Es war Liebe auf den ersten Blick und nun planen sie eine gemeinsame Zukunft. Deswegen beschließt Billie ihr letztes Schuljahr in Kanada zu verbringen, wo sie bei ihrer Tante und dessen Partnerin wohnen wird. 

In der idyllischen Landschaft fühlt Billie sich direkt wohl und sie und Jamie können kaum die Finger voneinander lassen.

Aber etwas trübt die Idylle. Vor einiger Zeit ist hier ein Mädchen verschwunden und da sie farbig ist, scheint die Suche nach ihr nur halbherzig voranzuschreiten. Und noch etwas beschäftigt Billie. Tristan, der mysteriöse Junge aus der Nachbarschaft. Tristan ist geheimnisvoll und nicht so wie die anderen Jungs hier. Jamie und seine Kumpel haben Tristan längst aufgegeben, nennen ihn Zombie-Boy und ziehen über ihn her, aber hinter dem vermeintlich ruhigen Jungen steckt viel mehr als ein kaputter Jugendlicher. Für Billie beginnt in Marple Ridge eine Zeit voller Gefühlschaos und neuen Erkenntnissen und plötzlich wird aus der Reise ins Glück ein gefährliches Abenteuer.


Meine Meinung

Ich liebe das Cover und den Farbschnitt zu dem Buch. Ich finde, beides passt perfekt, genauso wie der Titel.

Die Geschichte beginnt mit Billie, die auf dem Weg zu Jamie ist. Sie ist verliebt, voller Hoffnung, aber auch ängstlich, nervös und voller Selbstzweifel. Dank ihrer leicht sarkastischen Ader sich selbst gegenüber gibt es daher auch direkt einige Momente zum Schmunzeln und man kommt richtig gut in das Buch rein. Alles wird aus Sicht von Billie in der ersten Person erzählt, so dass man sie gut kennenlernt und ihr Gefühlschaos durchgehend mitbekommt.

Aber Billie ist eben auch sehr naiv. Man darf während des Lesens nicht vergessen, dass sie erst 17 ist. Sie macht viele Fehler und ist sehr leichtgläubig und grade das macht sie sehr authentisch. Die Charaktere erfüllen hier ziemlich viele Klischees, so wie man es aus Büchern oder Filmen mit Jugendcliquen kennt. Es gibt den Außenseiter, den reichen arroganten Sohn, den Kiffer, Sportler, arrogante Mädchen und solche, die arrogant scheinen, das Herz aber vielleicht doch am richtigen Fleck haben. Also eine bunte Mischung aus Charakteren die zur Unterhaltung beitragen.

Auch wenn man von den Charakteren her hier wenig Überraschungen erlebt ist die Geschichte wirklich schön. Die Landschaften werden toll beschrieben, so dass man sich direkt in die Gegend hineinträumen kann. Der Schreibstil der Autorin ist sehr bildlich ohne das es dabei langweilig wird. Ich hatte lediglich auf den ersten Seiten das Gefühl, dass es etwas langsam voran geht. Aber irgendwann fand ich das Buch so fesselnd, dass ich gar nicht mehr aufhören konnte zu lesen.

Fazit

"Schattenlicht" war für mich das erste Buch von Yasmin Shakarami (Tokio Regen liegt leider schon viel zu lange auf meinem SuB, aber das wird sich jetzt bald ändern). Sie schreibt sehr bildlich und einfach, so dass man sich alles sehr genau vorstellen kann und nie aus dem Lesefluss kommt.
Billie ist noch sehr jung für ihr großes Vorhaben, sie ist sehr naiv und voller Selbstzweifel, aber auch sarkastisch und stärker, als sie denkt. Als Hauptprotagonistin fand ich sie sehr gut und auch ihre Entwicklung war super.
Es ist ein Abenteuer und ein typischen Jugendbuch in dem es darum geht, erwachsen zu werden und sich selbst zu finden. Es geht um die erste große Liebe und ist noch dazu spannend, denn es geht auch darum aufzuklären, was dem verschwundenen Mädchen zugestoßen ist. Es gibt verschiedene einfache Handlungen die sehr gut geschrieben sind, so dass beim Lesen so gut wie keine Langeweile aufkommt. 
Wer gerne Jugendbücher liest, die so ein bisschen an Holly Jackson erinnern, der ist hier genau richtig. Dieses Buch könnte ich mir auch richtig gut als Film vorstellen. Von mir gibt es dafür eine Leseempfehlung für alle, die Jugendbücher mögen.

5/6


30 März 2026

Kurzmeinung: REM


Autoren: Annika Strauss mit Sebastian Fitzek

Verlag: Droemer

Erschienen: 19.03.2026

Seiten: 320

Genre: Horror-Thriller


Klappentext


 Schlafen.

Träumen.

Sterben.


Stell dir vor, deine Träume wären nach dem Aufwachen nicht verschwunden, sondern aufgezeichnet worden. Du könntest sie dir jederzeit ansehen. Doch dann wäre dein nächster Schlaf dein letzter...


Cover: 4/6

Schreibstil: 5/6

Handlung: 2/6

Charaktere: 3/6

Spannung: 2/6

Fesselnd: 2/6


Fazit 


Also ich wollte das Buch ja unbedingt lesen, weil der Klappentext sehr mysteriös klingt. Er sagt nicht wirklich was darüber aus, welche Charaktere oder welche Story den Leser hier erwarten, aber dieses ganze Zeug rund um die Träume herum klang ja schon aufregend. Und wenn Fitzek mit an Bord ist kann ja meistens nix schiefgehen, aber denkst de...

Ich war schon nach dem ersten Kapitel unglaublich verwirrt und diese Verwirrung hielt lange an. Aber es war keine positive Verwirrung, wie, "da muss ich jetzt unbedingt weiterlesen um zu sehen was passiert", sondern erst mal Buch zwei Tage zur Seite gelegt und danach jeden Tag ein bisschen gelesen.

Da wird dann auch erst mal von einem Handlungsstrang zum nächsten gesprungen und man weiß einfach nicht, was das nun mit den Träumen zu tun hat. Ich sag's gerne noch mal: Es war einfach verwirrend und anstrengend zu lesen. 

Der Schreibstil ist ok, aber der Aufbau und manche Charaktere die da so rumschwirren waren einfach schlecht und auch zu viel. Hätte man die wirklich alle gebraucht? Na ja, wahrscheinlich schon.

Und wo waren die unerwarteten Wendungen? Die Story war teilweise so skurril, dass einen schon nichts mehr überraschen konnte. Vorhersehbar war es dann auch noch, natürlich nicht die vielen seltsamen Dinge die passieren, so was kann man nicht vorhersehen, aber es war ziemlich früh klar, wie es enden wird.

Die ganzen wirren Umstände klären sich zum Ende hin und es gab auch mal gute Abschnitte, aber insgesamt war das nichts für mich. Fast keine Spannung, wenig fesselnd und eine viel zu wirre Handlung. Für mich war das auch kein Horror-Thriller, sondern ein ziemlich abgefahrener Science-Ficton-Trip. Schade, aber das war nix!


2/6





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