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27 Januar 2022

Rezension: Feuerblut - Der Schwur der Jagdlinge - Feuerblut Band 1

 


Autorin: Aisling Fowler
Verlag: Dragonfly
Erschienen am: 23.11.2021
Seiten: 304
Genre: Jugendbuch / Fantasy


Klappentext


Ich weihe mein Leben der Jägerloge.

Ich schwöre, allen Clans zu dienen wie meinem Eigenen, sie vor den Gefahren zu beschützen, die um uns zu drohen.

Ich entsage jeglichen Blutsbanden und Blutsfehden, gebe meinen Namen auf und meine Vergangenheit.

Allein die Jäger sind nun auf ewig meine Familie.

Hiermit gelobe ich feierlich:

Niemals werde ich die Waffen strecken im Angesicht der Finsternis,

niemals zulassen, dass ein Tyrann sich erhebt.


Sie hat den Eid geschworen.

Und wie wird ihn brechen.


Inhalt

Sie sind noch Kinder und haben alles aufgegeben um in Embra als Jäger ausgebildet zu werden. Sie mussten dafür ihre komplette Identität ablegen, anstatt mit Namen werden sie mit Nummern gerufen und niemand weiß, wo sie früher gelebt haben. Sie lernen zu Kämpfen um später einmal die Dörfer der Menschen vor den Angriffen der dunklen Wesen zu beschützen. Zwölf ist eine von ihnen. Sie gehört zu eine der besten ihrer Ausbildungsgruppe, aber die Pläne die sie verfolgt sind nicht die, weswegen sie eigentlich hier sein sollte.

Meine Meinung

"Feuerblut - Der Schwur der Jagdlinge -" ist der erste Band einer Fantasy - Jugendbuchreihe für Kinder ab 12 Jahren. Man trifft hier auf tapfere Kinder/Jugendliche, eine sehr fantasievoll ausgearbeitete Welt und viele fantastische Wesen, die oft ganz genau beschrieben werden. Am Anfang hat es mich etwas irritiert, dass die Kinder keine Namen haben, sondern mit Nummern angesprochen werden, da musste ich mich erst mal dran gewöhnen. Aber sonst ist das Buch wirklich ganz toll geschrieben, ich würde sagen perfekt für die angegebene Zielgruppe. Ich find es auch gut, dass die Kapitel oft sehr kurz sind, alles unkompliziert erklärt wird und das Buch mit 304 Seiten nicht zu lange ist.

Während man Zwölf auf ihrem Abenteuer begleitet entstanden für mich aber auch ein paar Längen, manchmal plätscherte die Geschichte so ein bisschen vor sich hin. Aber Zwölf als Charakter hat mir sehr gut gefallen, sie ist ein tapferes junges Mädchen die noch dabei ist, sich selbst zu finden. Viele junge Mädchen können sich bestimmt mit ihr identifizieren und setzen sich gerne mit ihr auseinander. Auch die etwas ruhigeren Protagonisten im Hintergrund und die Fantasiewesen haben mir sehr gut gefallen und auch wie die Autorin das ein sehr wichtiges Thema nebenbei anreißt und interessant verpackt.

Fazit

Dies ist als erster Band einer Fantasy-Jugendreihe ein gelungener Auftakt voller Fantasy in einer fantastisch dargestellten Welt. Mir als Erwachsener hat manchmal ein bisschen die Spannung gefehlt, aber ich könnte mir vorstellen, dass das jüngere Leser gar nicht mal so stört. Es gibt tapfere und authentische Hauptcharaktere, viele fantastische Wesen, die aber alle gut erklärt werden, so dass es nie zu kompliziert wird und es gibt ein schön abgerundetes Ende, das Lust auf mehr macht. Wer gerne harmlose fantastische Jugendbücher liest, der ist hier genau richtig, wer auf viel Gewalt und Romantik aus ist, dem wird hier schnell langweilig werden. Auf jeden Fall empfehle ich das Buch jungen Lesern ab 12 Jahren sehr gerne weiter.

4/6

21 Januar 2022

Rezension: Thirteen

 

Autor: Steve Cavanagh
Verlag: Goldmann
Erschienen am: 10.01.2022
Seiten: 544
Genre: Thriller


Klappentext


Es ist Amerikas spektkulärster Mordfall. Doch der Killer steht nicht vor Gericht. Er sitzt in der Jury.

Der New Yorker Strafverteidiger Eddie Flynn soll Amerikas prominentesten Mordverdächtigen vor Gericht vertreten: Robert "Bobby" Solomon - jung, attraktiv und der Liebling von ganz Hollywood. 

Eddies Klienten zählen normalerweise nicht zu den Reichen und Schönen. Aber wenn er von der Unschuld eines Angeklagten überzeugt ist, tut Eddie alles, um ihn freizubekommen. Und er glaubt Bobby, der beteuert, nichts mit dem Mord an seiner Frau und deren Liebhaber zu tun zu haben. Dabei sprechen alle Beweise gegen ihn. Der Fall scheint aussichtslos, bis Eddie ein Verdacht beschleicht: Bobbys Schuldspruch ist Teil eines perfiden Plans. Um ihn zu erreichen, hat sich ein eiskalter Serienkiller unter die Geschworenen gemischt...


Inhalt

Eddie Flynn ist Strafverteidiger mit einer nicht ganz sauberen Vergangenheit, der eher kleinere Fälle vertritt. Mit seinem Talent und seiner genialen Art, wie er seine Klienten verteidigt zieht er die Aufmerksamkeit von Staranwalt Rudy Carp auf sich. Während Flynn zurückhaltend ist und gerne ohne großes Aufsehen seine Arbeit erledigt ist Carp ein gefeierter Star in seinem Buisness und lässt sich gerne in der Öffentlichkeit darüber aus. Nun möchte Carp, dass Eddie bei einem großen Fall unterstützt. 

Der berühmte Schauspieler Bobby Solomon wird beschuldigt, seine Frau und deren Liebhaber zu Hause ermordet zu haben. Alle Beweise sprechen gegen ihn, eine Verurteilung scheint umumgänglich. Als Carp von dem Fall abspringt steht Flynn plötzlich alleine da und versucht, dass unmögliche möglich zu machen und die Geschworenen davon zu überzeugen, dass Bobby Solomon unschuldig ist. 

Meine Meinung

"Thirteen" ist das erste Buch von Steve Cavanagh rund um den Strafverteidiger Eddie Flynn. Auf englische Sprache sind bereits weitere Bücher erschienen und um es vorweg zu nehmen, ich hoffe, dass diese auch in Deutschland erscheinen werden. Denn Steve Cavanagh hat hier einen perfekt konstruierten Justizthriller geschrieben, der interessant beginnt und sich von Seite zu Seite zu einem spannenden Pageturner steigert.

Cavanagh schreibt dabei einfach und so, dass man leicht und schnell lesen kann. Die Kapitel sind durchgehend kurz gehalten und werden aus den Perspektiven von Eddie Flynn und dem Killer erzählt. Man bleibt bis zum Ende im Ungewissen, es gibt interessante Wendungen und nichts ist vorhersehbar. Ab und an gibt es ein paar kleine Längen, über die man hier aber absolut hinwegsehen kann, da die ganze Geschichte so unglaublich fesselnd ist.

Die Protagonisten sind alle sehr authentisch, es gab keinen von dem ich sagen könnte, dass er nervig oder langweilig war. Alle sind gut ausgearbeitet und dargestellt.

Fazit

Wer denkt Justizthriller sind trocken und langweilig wird mit diesem Buch eines Besseren belehrt. Es ist der erste Band einiger Bücher über den Strafverteidiger Eddie Flynn. Das Buch wird in vielen kurzen Kapiteln aus Flynns Perspektive und über den Killer erzählt, es steigert sich von Seite zu Seite und ist unglaublich fesselnd. Es gab hier und da auch mal ein paar wenige Stellen die sich etwas gezogen haben, worüber man aber ganz einfach hinwegsehen kann, denn insgesamt ist die Geschichte einfach richtig gut konstruiert und fesselnd bist zum Ende. Den Hype um das Buch kann ich absolut nachvollziehen, mich hat es von der ersten bis zu letzten Seite bestens unterhalten und ich hoffe irgendwann noch mehr über Eddie Flynn lesen zu können. Von mir gibt es dafür eine klare Leseempfehlung.

6/6


13 Januar 2022

Rezension: Zeit der Finsternis - Der zweite Weltkrieg

 


Autor: Dominic Sandbrook
Verlag: cbj
Erschienen am: 09.11.2021
Seiten: 368
Genre: Sachbuch, Geschichtsbuch


Klappentext


In einer dunklen Vergangenheit voller Konflikt und Armut steigt der junge Adolf Hitler von einem glücklichen Maler auf zum Herrscher des Dritten Reiches: der Beginn der blutigsten und dramatischsten Zeit der Weltgeschichte.

Die 10-jährige Niusa erlebt im Zweiten Weltkrieg die Invasion Polens mit, der dänische Student Vilhelm Lind hilft zahlreichen Juden bei der Flucht und Anne Frank träumt von einem Leben jenseits des Versteckes. In anderen Teilen der Erde kämpft Marinekoch Doris Miller in Pearl Harbor, Owen Campbell, ein australischer Soldat, befreit sich aus der Gefangenschaft im Dschungel und die japanische Schülerin Setsuko überlebte die Atombombe auf Hiroshima.


Inhalt

Es ist der 6. Juni 1944, D-Day. Leonard Schroeder gehört zu den Männern die in der Normandie landen um gegen die Deutschen in den Krieg zu ziehen und deren Herrschaft zu beenden. Viele seiner Männer sterben, er überlebt schwer verletzt und trägt seinen Teil der Wendung zu einer sehr düsteren Zeit bei. Dies ist nur eine von vielen Lebensgeschichten, die dieses Buch bereit hält.

Meine Meinung

Da das Buch in recht großer Schrift gedruckt ist gehe ich davon aus, dass es auch jüngere Leser anziehen soll, was auch durchaus zu empfehlen ist. Denn es werden die wichtigsten Fakten und Ereignisse des 2. Weltkrieges zusammengefasst. Dazu gibt es noch viele Einzelschicksale die kurz erzählt werden. Interessant ist dabei auch, dass nicht nur, wie so oft, der Krieg in Europa angesprochen wird sondern das der Autor z.B. auch über den China/Japan - Konflikt berichtet.

Nach und nach arbeitet der Autor alle wichtigen Ereignisse des 2. Weltkrieges ab, wobei er je nach Schicksal oft in den Jahren hin- und herspringt, was dann manchmal etwas verwirrend ist. 5 1/2 Jahre Weltgeschichte in knapp 370 Seiten zu verpacken ist nicht ganz einfach, aber das hat er hier dann doch sehr gut hinbekommen. Vor allem für jüngere Leser finde ich dieses Buch sehr gut geschrieben.

Fazit

Wer schon viel über den 2. Weltkrieg weiß, für den wird dieses Buch nicht viel Neues bereit halten. Das einzig Interessante sind dann wirklich nur die verschiedenen Einzelschicksale, die hier aber nur kurz angerissen werden und auf die sich nicht durchgehend konzentriert wird. Tatsächlich empfehlen würde ich dieses Buch Jugendlichen ab 13, 14 Jahren, da es sehr lehrreich und informativ ist. Für mich war es teilweise etwas langweilig zu lesen, da ich wirklich schon viel darüber gelesen habe und so wenig Neues erfahren konnte. Trotzdem ist und bleibt ein solches Buch wahnsinnig wichtig um nicht zu vergessen was damals geschehen ist. Für mich gibt es aber nur eine Leseempfehlung für jüngere Leser und für Leser, die sich noch wenig mit dem Thema befasst haben.

4/6




12 Januar 2022

Rezension: Der Gräber

 

Autor: Fredrik P. Winter
Verlag: Harper Collins
Erschienen am: 27.12.2021
Seiten: 448
Genre: Thriller


Klappentext


Er kommt aus dem Keller und holt dich.


Jedes Jahr am 6. November schlägt er wieder zu. Er gräbt sich durch die Erde in die Keller seiner Opfer, zieht sie mit sich hinab in die Tiefe und verschwindet ohne jede Spur.


Zufällig bekommt die Lektorin Annika Granlund ein Manuskript in die Hände, dessen Inhalt ihr das Blut in den Adern gefrieren lässt. Es ist die morbide Autobiografie eines Serienkillers, der unter der Erde lebt. Annika entscheidet, den Text zu veröffentlichen. Doch sie ahnt nicht, welche düsteren Geheimnisse dadurch noch an die Oberfläche geraten und in welche Gefahr sie sich bringt. Denn jedes Wort in dem Text ist wahr. Und nun hat der Killer sie im Visier.


Inhalt

Kriminalkommissarin Cecilia Wreede ist mal wieder an einem Tatort und das was sieht, ist für sie nichts Neues. Jedes Jahr am 6. November gibt es ein neues Opfer. Der Gräber, wie sie ihn nennen, gräbt sich durch den Keller zu seinen Opfern die dann spurlos verschwinden. Es gibt keine Leiche, keinen Tunnel, nur ein großes Loch im Keller. Der Täter ist so gerissen, dass es unmöglich scheint an ihn ran zu kommen.

Annika Granlund arbeitet in einem kleinen Verlag als Lektorin. Der Verlag steht kurz vor der Pleite, bis Annika ein Manuskript quasi vor die Füße fällt. Es ist die Geschichte des Gräbers. Nichts ahnend, wie viel Wahrheit hinter der zunächst geglaubten fiktiven Geschichte steckt, setzt sie alles daran das Buch zu veröffentlichen um den Verlag zu retten und somit ihren Job zu sichern. Daraufhin tritt sie eine Reihe von Ereignissen los, die nicht mehr aufzuhalten sind und sie schwer belasten.

Meine Meinung

Das Buch hat mehrere Handlungsstränge. Dabei geht es hauptsächlich um Kommissarin Cecilia Granlund und das Leben von Lektorin Annika Wreede. Über den oft sehr kurzen Kapiteln steht immer ein Zitat aus dem Buch des Gräbers und ein Datum, was es spannend hält, denn die Uhr zum 6. November tickt runter und man wartet gebannt darauf, was dann passiert.

"Du bildest dir ein, in deinem Haus sicher zu sein.
Dass niemand an deiner abgeschlossenen Tür,
deiner Alarmanlage vorbeikommt.
Aber ich komme von unten, durch den Fußboden."
(Zitat "Der Gräber" S. 15)

Insgesamt fand ich das Buch sehr gut geschrieben. Der Aufbau hält es spannend und fesselnd, die Zitate des Gräbers über den Kapiteln sorgen zwischendurch für Gänsehautmomente, die ein solches Buch ausmachen. Es gibt auch immer wieder sehr viel Familiendrama, was ich eigentlich nicht so mag, aber hier passt es einfach zur Geschichte und deswegen hat es mich hier überhaupt nicht gestört.

Die beiden Hauptprotagonistinnen sind sehr unterschiedlich. Während Cecilia mir als starke Kommissarin sehr gut gefiel war Annika doch oft recht naiv und teilweise auch etwas anstrengend, trotzdem wurden beide vom Autor sehr gut dargestellt.

Fazit

"Der Gräber" ist ein wahnsinnig fesselndes Buch, das sich durch seine vielen kurzen Kapitel und den guten Schreibstil schnell und sehr gut lesen lässt. Mich hat die Geschichte direkt in seinen Bann gezogen. Trotz den ganzen Familiendramen, was ich eigentlich nicht so mag, hat mir alles richtig gut gefallen. Die Uhr zum nächsten Mord tickt während des ganzen Buches runter und man muss unbedingt weiterlesen um zu wissen, wie es endet. Rückblicke in die Vergangenheit lassen viel Raum für Spekulationen und die Zitate aus der Geschichte des Gräbers sorgen zwischendurch für Schauermomente. Es ist kein allzu brutales Buch, aber als Thriller-Fan kommt man hier voll und ganz auf seine Kosten weswegen ich es sehr gerne weiterempfehle.

5/6


05 Januar 2022

Rezension: Red Hands - Tödliche Berührung -

 


Autor: Christopher Golden
Verlag: Cross Cult
Erschienen am: 04.01.2022
Seiten:400
Genre: Horror


Klappentext


Manchmal ist eine Geschichte eine Warnung.

Manchmal kommt die Warnung zu spät.

Ein Auto mäht sich bei der Parade zum 4. Juli durch die Menge. Der Fahrer klettert stolpernd aus dem Auto, streckt die Hände aus... und jeder, den er anfasst, fällt innerhalb von Sekunden tot um. Maeve Sinclair schaut entsetzt zu, wie von ihr geliebte Personen sterben, aber sie will helfen. Doch eine Folge der schrecklichen Vorkommnisse ist, dass Maeve Sinclair nun selbst die Berührung des Todes entwickelt. Sie flieht und erkennt allmählich, dass sie nie wieder einen anderen Menschen berühren können wird.


Wer auch immer der Erste ist, der Maeve Sinclair findet, wird das Geheimnis um ihre tödliche Berührung lüften, und es gibt viele, die für dieses Geheimnis über Leichen gehen würden. Ben Walker, Experte für übernatürliche Wissenschaft, wird damit beauftragt, der Sache auf den Grund zu gehen. Doch Maeve fängt an, eine teuflische Stimme in ihrem Kopf zu hören, und der Drang, das Verlangen... der Hunger danach, einen anderen Menschen zu berühren, wird immer stärker.


Inhalt

Maeve hat immer mehr vom Leben erwartet als das, was sie im Moment hat. Sie hat gewöhnliche Probleme und wie nebensächlich diese Dinge eigentlich sind wird ihr erst klar, als ein Unglück passiert, das ihr Leben für immer verändert. Ein Auto rast während der Parade zum 4. Juli in eine Menschenmenge. Der Fahrer tötet dadurch mehre Menschen, aber das wahre Grauen beginnt erst als der Fahrer das Auto verlässt. Er hat etwas unmenschliches an sich, etwas das ihn dazu antreibt die Menschen um ihn herum zu berühren. Seine Berührungen hinterlassen rote Spuren auf der Haut und jeder der von ihm angefasst wird stirbt unmittelbar danach. Maeve ist die Einzige, die eingreift. Etwas, das sie schnell bereut, denn sie infiziert sich daraufhin selbst mit dem Virus der die Menschen durch Berührung sterben lässt. Sie flüchtet sofort von dem Chaos das von der Parade noch übrig ist. Aber es ist zu spät für Maeve, sie wird verfolgt und muss sich im Wald verstecken um nicht getötet zu werden.

Meine Meinung

Am Anfang fand ich den Schreibstil etwas gewöhnungsbedürftig. Lange Sätze mit vielen Kommas haben mir das Lesen nicht grade leicht gemacht, aber man gewöhnt sich daran. Die ersten Kapitel fand ich trotzdem sehr gut. Wie das Auto in die Menge fährt und sich daraufhin alles für Maeve verändert ist ein richtiger Gänsehautmoment, den man nicht besser hätte beschreiben können. Leider kann der Autor das dann aber nicht aufrechterhalten. Lange Unterhaltungen und zu detaillierte Beschreibungen ziehen alles unnötig in die Länge. Somit kam beim Lesen bei mir nur sehr wenig Spannung auf.

Das Interessante an dem Buch war für mich jedoch Maeves Lebenswandel. In einem Moment hat sie mit ganz normalen Problemen einer jungen Frau zu kämpfen und im nächsten Moment verändert sich alles und ihre Leben besteht nur noch aus Gewalt und Chaos. Dies alles beschreibt der Autor mit sehr viel Actionszenen.

Fazit

Die ersten Seiten des Buches waren für mich eindeutig die besten, danach plätschert vieles einfach nur noch vor sich hin. Positiv fand ich auf jeden Fall, wie gut der Autor die Gefühle der Protagonisten in den außergewöhnlichen Situationen beschreibt. Aber es war mir insgesamt alles zu detailliert, was sich dann oft unheimlich zog. Es gibt sehr viele Actionszenen und reichlich Blut und Gewalt, als Horrorfan kommt man deshalb auch durchaus auf seine Kosten, aber wie gesagt, es zieht sich zwischendurch immer wieder sehr. Und das Ende das Buches war dann eine wahnsinnige Enttäuschung. Für mich war die Geschichte noch nicht zu Ende erzählt. Entweder wusste der Autor selbst nicht mehr wie er das Ganze zu einem guten Ende bringen soll oder es gibt noch eine Fortsetzung, aber so wird man als Leser mit vielen ungeklärten Fragen zurückgelassen. Wer zu dem Buch greift sollte sich also bewusst sein, dass die Geschichte an sich zwar interessant ist. Die vielen Längen und das Ende haben es für mich dann aber nur mittelmäßig gemacht.

3/6

31 Dezember 2021

Rezension: Das Therapiezimmer

 

Autorin: Aimee Molloy
Verlag: Rowohlt
Erschienen am: 16.11.2021
Seiten: 336
Genre: Thriller


Klappentext


Keiner sieht dich. Doch du hörst alles...


Der Psychotherapeut Sam und seine Frau Annie ziehen aus New York in die verschlafene Kleinstadt, in der Sam aufgewachsen ist. Dort arbeitet Sam fast rund um die Uhr in seiner Praxis im Souterrain mit seinen (hauptsächlich weiblichen) Klientinnen, während Annie zu viel Zeit allein verbringt. Sam ahnt nicht, dass durch einen Lüftungsschacht all seine Therapiesitzungen im Obergeschoss zu hören sind: die Frau des Apothekers, die sich scheiden lassen möchte. Die Malerin mit dem enttäuschenden Liebesleben. All diese Geschichten mit anzuhören ist unwiderstehlich. Doch dann taucht die betörende junge Französin in dem grünen Mini Cooper auf. Und Sam geht eines Tages zur Arbeit, um nicht wieder zurückzukehren...


Inhalt

Sam und Annie scheinen das perfekte Paar zu sein. Und damit es perfekt bleibt, peppen sie ihr Liebesleben mit ausgefallenen Rollenspielchen auf.
Annie hat für Sam das Leben in New York aufgegeben und ist mit ihm in die Kleinstadt in sein Elternhaus gezogen. Er hat seine eigene Praxis als Psychotherapeut eröffnet, nichts ahnend, welche Gefahren dieser Schritt für ihn bringt. Denn was er nicht weiß, durch einen Lüftungsschlitz können seine Sitzungen mit angehört werden, genau das Richtige, wenn man ein langweiliges Leben zu Hause führt.

Meine Meinung

Der Schreibstil der Autorin hat mir direkt ganz gut gefallen, man findet gut ins Buch rein und kann schnell lesen. Es gab aber ein paar Wörter, die man hätte anders schreiben können, da geriet ich ab und zu ins Stocken, das kann aber auch an der Übersetzung liegen. Sie schafft es hier am Anfang wirklich oft ein paar Wendungen einzubauen, mit denen man nicht rechnet, aber genau das ist dann auch ein bisschen das Problem. Es ist teilweise zu übertrieben und mir ging es dann manchmal so, dass es so Kleinigkeiten waren, die unwichtig erschienen, letztendlich aber doch wichtig waren. Das gibt sich aber in der zweiten Hälfte des Buches.

Es ist alles ziemlich verzwickt aufgebaut, was einerseits dafür sorgt, dass das Buch richtig fesselnd wird, andererseits habe ich manchmal beim Lesen aber auch genervt den Kopf geschüttelt. Alles wird sehr detailliert dargestellt, das zieht vieles oft unnötig in die Länge, Spannung kommt dabei kaum auf. Vor allem zum Ende hin wird es sehr langatmig, da fehlen dann auch die Überraschungen die das Buch am Anfang so gut machen.

Und auch was die Protagonisten angeht war ich nicht ganz zufrieden. Sam erschien mir emotional total überfordert und egoistisch. Er sieht gar nicht, was er anderen damit antut und ist nur auf seinen eigenen Vorteil bedacht. Annie ist eindeutig der bessere und sympathischere Charakter.

Fazit

In diesem Buch gibt es für mich einiges zu kritisieren. Der wirre Aufbau, Details, bei denen man erst spät merkt, dass sie wichtig waren, einen unsympathischen Hauptprotagonisten usw. Der Schreibstil war einerseits sehr angenehm, andererseits gab es auch grammatikalisch Sätze, die man hätte anders schreiben können und alles plätschert oft vor sich hin. Aber es gab auch Positives. Die Idee an sich fand ich sehr interessant und das Buch bleibt vor allem in der ersten Hälfte durchgehend fesselnd. Es ist ein Thriller, der mit wenig Blut und kaum brutalen Szenen auskommt, es geht eher um den psychologischen Effekt. Man kann das Buch zwischendurch gut lesen, aber man darf keinen nervenaufreibenden Thriller erwarten. Es ist eine ruhige Geschichte mit vielen interessanten Aspekten, aber zwischendurch auch immer wieder etwas zäh. Und vor allem das letzte Drittel fand ich dann leider gar nicht mehr gut. Von daher gibt es von mir nicht unbedingt eine Leseempfehlung dafür.

3/6

29 Dezember 2021

Lesecharts 2022

 


1.

2.


3.



4.

5.








6.








7.








Kurzmeinung: Sharing



Autor: Arno Strobel

Verlag: Fischer

Erschienen: 29.09.21

Seiten: 368

Genre: Psychothriller




Klappentext


Teilen ist das neue Haben. Das ist deine Philosophie. So hast du dir eine Existenz aufgebaut und lebst sehr gut damit.

Aber was, wenn jemand kommt, der eine ganz andere Idee vom Teilen hat?

Der keine Grenze kennt.

Dir keine Wahl lässt.

Der dich zwingt.

Den Menschen zu "teilen", der dir am nächsten steht.

Auf eine Weise, die alle deine Vorstellung übersteigt.

Bist Du wirklich bereit, alles zu teilen?


Cover: 4/6

Schreibstil: 6/6

Handlung: 6/6

Charaktere: 5/6

Spannung: 5/6

Fesselnd: 6/6


Fazit

Im Vorfeld hatte ich so viel Gutes über das Buch gehört, dass es endlich Zeit wurde, es selbst zu lesen. Gut fand ich, dass die Geschichte direkt ohne viel drum herum beginnt und sich von Seite zu Seite weiter steigert. Das Buch entwickelt sich so zu einem rasanten Pageturner, den man dank des guten Schreibstils rasend schnell lesen kann. Es ist spannend, fesselnd und total unvorhersehbar. Allerdings fand ich die Handlungen von Hauptprotagonist Markus Kern manchmal etwas fragwürdig, aber da muss man wohl auch beachten, dass er sich in einer Ausnahmesituation befand. Das ist aber Jammern auf hohem Niveau, denn insgesamt gibt es bei diesem Buch eigentlich nichts, worüber man wirklich meckern kann. Dies ist tatsächlich das erste Buch von Arno Strobel, das mich komplett überzeugen konnte. Und deswegen lege ich allen ans Herz, dieses Buch zu lesen.


6/6




26 Dezember 2021

Kurzmeinung: Lifelike (Das Babel Projekt Band 1)

 


Autor: Jay Kristoff

Verlag: dtv

Erschienen: 20.10.21

Seiten: 464

Genre: Science Ficton



Klappentext


Die 17-jährige Eve kann sich gerade so mit illegalen Roboterkämpfen über Wasser halten - bis sie vernichtend geschlagen wird und auch das letzte Geld verliert. Auf der Suche nach einem Ausweg findet sie Ezekiel, einen Lifelike, die wegen ihrer Ähnlichkeit zu Menschen und überlgenden Kampfkunst verboten sind. Sie vertraut ihm, obwohl seine Existenz ihr gesamtes Leben infrage stellt. In der Wüste aus schwarzem Glas hofft sie, die Wahrheit über ihre Vergangenheit und sich selbst herauszufinden. Aber manche Geheimnisse sollten besser ungelüftet bleiben...


Cover: 6/6

Schreibstil: 6/6

Handlung: 4/6

Charaktere: 5/6

Spannung: 3/6

Fesselnd: 5/6


Fazit

Science-Fiction lese ich hin und wieder gerne, aber es muss schon sehr gut sein, damit es mich mitreißt. Und wenn Jay Kristoff ein Science-Fiction Buch schreibt, dann muss es gelesen werden! Ich liebe seinen Schreibstil und bewundere immer, wie lebhaft er seine fantasievollen Welten beschreibt und seine Figuren zum Leben erweckt. Die Geschichte ist leicht verständlich, man kann sie also auch super gut lesen, wenn man in dem Genre nicht so gerne unterwegs ist. Sie ist toll aufgebaut und voller Action und Gefühl. Spannend fand ich das Buch eher weniger, aber trotzdem sehr interessant und fesselnd. Das Ende war überraschend und macht Lust auf mehr. Band 2 müsste sofort her, aber ich weiß gar nicht genau, wann der erscheint. Mir hat es Spaß gemacht, das Buch zu lesen und ich werde die Reihe auf jeden Fall weiterverfolgen.


4/6


21 Dezember 2021

Rezension: Fleisch & Blut


Autor: Graham Masterton
Verlag: Festa
Erschienen am: 16.11.2021
Seiten: 656
Genre: Horror, Thriller


Klappentext


Dem genmanipulierten Riesen-Schwein Captain Black wird die DNA eines toten Kindes eingesetzt - mit verheerenden Folgen. Was niemand weiß: Die Gene stammen von einem Jungen, der von seinem eigenen Vater ermordet wurde. Das Kind soll auf mysteriöse Weise mit dem wahnsinnigen Rachegeist des "Grünen Reisenden" verbunden gewesen sein. Und so beginnt der irre Amoklauf von Captain Black, blutig und unaufhaltsam...


Inhalt

Terence ist Vater von drei Kindern, mit seiner Frau führt er eine scheinbar gewöhnliche Ehe. Doch Terence hat ein sehr düsteres Geheimnis. Im Nachhinein sagt jeder, er wäre anders gewesen, aber jetzt ist es zu spät. Jetzt sitzt er wegen dem Mord an seinen Kindern im Gefängnis. Niemand versteht, was ihn zu dieser kaltblütigen Tat bewegt hat. Sheriff Luke befasst sich mit der Familientragödie und trifft dabei auf ein Mysterium, das jegliche Vorstellungskraft übersteigt und das die Morde in einem völlig neuem Licht erscheinen lässt.

Währenddessen wird in einem Labor die DNA des 3 Jahre alten Georges in das Riesen-Schwein Captain Black eingesetzt. George war eins der Opfer von Terence. Als die Wissenschaftler im Labor merken, welchen grauenhafter Fehler sie damit begangen haben ist es längst zu spät.

Meine Meinung

Wie es sich für einen Pulp-Legends Roman gehört wurde das Buch bereits in den frühen 90ern in den USA veröffentlicht. Ich mag diese Bücher deswegen so gerne, weil sie ohne moderne Technik wie Handys und Internet auskommen. Außerdem ist es guter klassischer Horror, meist sehr blutig und düster. Graham Masterton hat das hier perfekt umgesetzt und meine Erwartungen weit übertroffen.

Es beginnt direkt sehr dramatisch und düster, man wird von der ersten Seite an an das Buch gebannt. Es ist schockierend und gleichzeitig wahnsinnig fesselnd. Zwischendurch gibt es auch ein paar ruhigere Passagen, aber die braucht es auch um nicht zu abgefahren zu werden. Spätestens nach den ersten 200 Seiten konnte ich nicht mehr aufhören zu lesen.

Wenn man den Klappentext liest denkt man vielleicht, es würde hauptsächlich um Captain Black gehen, aber so ist es eigentlich nicht, der spielt eher eine Nebenrolle. Hauptprotagonisten sind viel mehr Terence und Sheriff Luke. Der Handlungsstrang mit Captain Black fliest dann aber mit dem von Terence und dem Sheriff zusammen und man versteht schnell alle Zusammenhänge.

Fazit

Passend zu einem Pulp Legends Buch vom Festa-Verlag spielt das Buch in einer Zeit ohne moderne Technik, mal eben schnell zum Handy greifen ist für die Protagonisten somit nicht drin. Das Buch hat mich von der ersten bis zur letzten Seite nicht mehr losgelassen, weil es nicht einfach nur blutig und brutal ist, sondern weil auch eine richtig gut durchdachte Geschichte dahinter steckt. Die ist spannend aufgebaut, super geschrieben und teilweise auch sehr beklemmend und ein bisschen makaber. Für mich war dieses Buch ein richtiges Lesehighlight, das ich Fans des Genres sehr ans Herz lese. Es ist eine Mischung aus Horror, Thriller und auch ein bisschen verrucht. Man sollte sich nicht davon abschrecken lassen, dass es 656 Seiten hat, denn es ist so fesselnd, dass man durch die Seiten durchfliegt. 

6/6



13 Dezember 2021

Kurzmeinung: Das Haus der Monster



Autor: Danny King

Verlag: Luzifer

Erschienen: 30.06.2017

Seiten: 328

Genre: Horror



Klappentext


Es gibt ihn in jeder Kleinstadt: Den verrückten Sonderling, der allein in einem unheimlichen Haus lebt, das fast so heruntergekommen ist wie er selbst.


In dem englischen Städtchen Thetford ist sein Name John Coal. Aber als die Jungen aus der Nachbarschaft anfangen, dem eigenbrötlerischen Alten immer dreistere Streiche zu spielen, müssen sie feststellen, dass sie sich mit dem Falschen angelegt haben. Denn John Coal hat mehr als eine Leiche im Keller. Zu den dunklen Geheimnissen, die er bewahrt, zählen seine Abenteuer mit Serienmördern, Werwölfen, Dämonen, Geistern und manisch-depressiven Vampiren. Und es wäre ein Fehler, einen Mann zu unterschätzen, der all dies überlebt hat...


Cover: 5/6

Schreibstil: 5/6

Handlung: 4/6

Charaktere: 5/6

Spannung: 3/6

Fesselnd: 4/6


Fazit

Wer dem Titel nach zu urteilen ein Haus voller böser Monster erwartet, der wird enttäuscht sein. Deswegen war ich am Anfang erst mal überrascht. Schön beschrieben wird es dann aber trotzdem. Hauptprotagonist John erzählt seine Lebensgeschichte, die interessant, außergewöhnlich, blutig und düster ist. Das Ganze ist dann ein bisschen in drei Kurzgeschichten zu einem ganzen Buch verpackt, und da hat mir so ein bisschen die Spannung gefehlt, denn man weiß ja, dass John das alles überlebt hat. Ich finde, es ist auch nicht wirklich so schrecklich viel passiert. Vom Thema her hat mir das Buch aber trotzdem gut gefallen, ich hätte es mir einfach etwas spannender gewünscht. Der Schreibstil fand ich sehr gut, Danny King versteht es mit den richtigen Worten seinem Buch einen gewissen Gruselfaktor zu verleihen. Und auch die Protagonisten fand ich alle sehr authentisch. "Das Haus der Monster" ist ein guter Grusel-/Horroroman für zwischendurch. Ich werde demnächst ganz sicher Band 2 lesen.


4/6


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