Verlag: Fischer Tor
Erschienen: 29.06.2022
Seiten: 1024
Genre: Dark-Fantasy
Klappentext
Vor 27 Jahren ging die Sonne unter - und seitdem sind die Armeen der Vampire auf dem Vormarsch.
Stück für Stück haben sie ihr ewiges Reich ausgedehnt und den Menschen den Boden streitig gemacht, bis nur noch an wenigen Orten ein unbeschwertes Leben möglich ist. Kleine Inseln des Lichts in einem Meer aus ewiger Finsternis.
Als der junge Gabriel de Léon seine Heimat verlassen muss, führt ihn sein Weg nach San Michon, zum Orden der Silberwächter, der das Reich und die Kirche gegen den Ansturm der Bestien verteidigt. Noch ahnt er nicht, dass er zur größten Legende des Ordens werden wird - und zur letzten Hoffnung einer sterbenden Welt.
Cover/Farbschnitt (Bücherbüchse): 6/6
Erzählstil: 6/6
Handlung: 5/6
Charaktere: 5/6
Spannung: 4/6
Fesselnd: 5/6
Fazit
Mit seinen 1024 Seiten ist "Das Reich der Vampire" ein richtiger Klopper und ich weiß, das Band 2 und 3 der Trilogie ähnlich vielen Seiten haben. Das hat mich auch lange abgeschreckt, das Buch zu lesen. Aber ich liebe Vampirgeschichten und ich hatte jetzt auch mal richtig Lust darauf, mich mit einem Buch länger als ein paar Tage zu beschäftigen.
Es hat erst mal gut 300 Seiten gedauert, bis ich richtig in der Geschichte drin war. Denn der Aufbau ist verwirrend und der Schreibstil sehr speziell, was aber einfach der Geschichte geschuldet ist. Ich weiß, dass Jay Kristoff auch anders schreiben kann. Er passt den Schreibstil gerne der Umgebung an, in der seine Hauptfiguren spielen. Und so gibt es hier seitenweise derbe Sprüche, die manchmal lustig waren, manchmal nervig. Vor allem fand ich, dass die derben Ausdrücke oft völlig fehl am Platz waren, an manchen Stellen hätte man sie gar nicht gebraucht. Aber das hat nun mal zum Buch dazu gehört. Ich hatte auch den Eindruck, umso länger das Buch, umso weniger wurde geflucht, aber vielleicht hatte ich mich auch einfach nur daran gewöhnt.
Wenn man dann erst mal in die Geschichte reingekommen ist, sich an den Schreibstil gewöhnt hat und die Charaktere kennt, liest sich das Buch wie im Flug. Während ich die ersten 300 Seiten quasi im Schneckentempo gelesen habe um nichts wichtige zu verpassen, ging es bei den restlichen Seiten um einiges schneller.
Die Story spielt in drei Zeitebenen: Einmal Gabriel de Léon in der Gegenwart, der in Gefangenschafft sein Leben erzählt. Und das erzählt er wiederum in einer Vergangenheit, als er noch ein Junge war und in einer Zeit, die kurz vor seiner Gefangenschaft passierte. Alles ist aber so gut aufgeteilt, dass man nicht durcheinander kommen kann. Und die Story hat sehr viel zu bieten: Sehr viel blutige Szenen, einiges an Action und immer wieder Spannung, Drama, Freundschaften und Liebe.
Insgesamt ist es ein gutes Buch mit Höhen und Tiefen. Ich kann jetzt nicht sagen, dass ich durchgehend gebannt war, aber ich habe mich trotzdem nie gelangweilt beim Lesen und es hat mich sehr gut unterhalten.
5/6

















