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23 April 2024

Rezension: Absturz


Autorin: T.J. Newman

Verlag: Goldmann

Erschienen: 20.03.2024

Seiten: 405

Genre: Thriller


Klappentext


Sechs Minuten nach dem Start hat Flug 1421 ein Problem: Einer der Motoren ist explodiert, und es bleibt nur die Notwasserung auf dem Meer. Bei der Crashlandung wird ein Flügel abgerissen, aber es hätte viel schlimmer kommen können. Die Überlebenden glauben für einen kurzen Moment an ein Wunder. Doch dann sinkt die Maschine vor Hawaii auf den Grund des Ozeans. Für eine Handvoll Passagiere, die sich noch an Bord befinden, gibt es kein Entkommen. Die Rettungsaktion wird zum Wettlauf mit der Zeit. Und dann wird auch noch die Luft knapp...


Cover: 4/6

Schreibstil: 5/6

Handlung: 5/6

Charaktere: 6/6

Spannung: 5/6

Fesselnd: 5/6


Inhalt


Der Albtraum eines jeden Piloten und eines jeden Passagiers tritt ein. Eins der Triebwerke von Flug 1421 explodiert kurz nach dem Start. Um zu wenden ist es zu spät. Passagiere und Besatzung müssen mit ansehen, wie das Flugzeug immer mehr zerstört wird und sie an Höhe verlieren. Die Piloten versuchen alles um die Situation unter Kontrolle zu bekommen, aber vergeblich. Es kommt zu einer Landung auf dem Wasser und die Überlebenden fühlen sich in Sicherheit. Euphorisch versuchen sie das Flugzeug über die Notrutschen zu verlassen. Aber draußen ist es nicht sicher, dort wütet das Feuer des explodierten Triebwerks. Und auch diejenigen die sich im Flugzeugfrack befinden stehen vor einem großen Problem. Das Flugzeug beginnt zu sinken und somit sind sie tief unten im Meer gefangen. Die Luft unter Wasser wird immer knapper und die Rettungsteams stehen vor der Herausforderung, die Überlebenden zu bergen ohne dass das Flugzeug auseinanderbricht und das, bevor dort die Luft zum Atmen ausgeht.


Meine Meinung

"Absturz" ist für mich das zweite Buch der Autorin. Wie schon bei "Flug 416" ist die ehemalige Flugbegleiterin dem Thema Flugzeuge treu geblieben. Man merkt, dass sie versteht, von was sie hier schreibt. Sehr schön finde ich auch, dass der Verlag das Cover angepasst hat, beide Cover sind sehr ähnlich und passen gut zu den Büchern.

Direkt zu Beginn des Buches werden in Leseabschnitten sehr viele Protagonisten vorgestellt, schnell ist aber klar, dass die Hauptprotagonisten Will und seine Frau Chris sind. Aber es gibt auch noch sehr viele andere die man sich merken sollte. Ich habe mir direkt Notizen zu jeder Person gemacht, im Laufe des Buches habe ich aber gemerkt, dass ich diese nicht gebraucht werden. Die Protagonisten werden so beschrieben, dass nur die wichtigen Sachen erklärt werden und man sich so alles sehr gut merken kann.

Ich fand es direkt sehr faszinierend, wie die Autorin die Emotionen und die Umstände während des Absturzes einfängt. Beim Lesen kann man sich super in die Situation hineinversetzen, vor allem die Beschreibung der Katastrophe fand ich total aufregend und fesselnd.

Das Buch ist sehr spannend aufgebaut. Denn erst einmal geht es darum, wer der vielen Protagonisten den Absturz überlebt und dann muss auch noch die Rettungsaktion glücken. Zwischendurch gibt es auch immer noch ein bisschen Drama, ein paar Rückblenden und Familientragödien, aber das war hier vollkommen in Ordnung und hat einfach auch gut reingepasst.

Fazit

Als ehemalige Flugbegleiterin weiß T.J. Newman hier wovon sie schreibt und das merkt man, zumindest was die Beschreibung des Flugzeuges und der Menschen betrifft. Es gibt sehr viele Protagonisten, die man sich dank des guten Schreibstils sehr gut merken kann. Das Buch ist von Anfang bis zum Ende spannend, zwischendurch auch ein bisschen dramatisch. Ich hatte aber zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, dass es mich langweilt. Das Drama und die Emotionen haben hier einfach dazugehört und gut reingepasst. Mich hat das Ganze an einen guten Actionfilm erinnert und ich könnte mir dieses Buch tatsächlich auch richtig gut als Film vorstellen. Teilweise fand ich ein paar Handlungen etwas unlogisch, vor allem was diese Luftblase angeht, in der die Luft immer knapper wird. Aber darauf kann ich nicht weiter eingehen ohne zu spoilern. Solche Szenen gehören aber zu solchen Katastrophengeschichten auch einfach dazu und deswegen war das für mich in Ordnung. Mich würde allerdings interessieren ob T.J. Newman auch gute Bücher über andere Themen schreiben kann. Ich empfehle dieses Buch jedem, der gerne Thriller liest und auch gerne Katastrophenfilme sieht.

5/6


01 Juni 2022

Rezension: Flug 416

Autor: T.J. Newman
Verlag: Goldmann
Erschienen am: 16.05.2022
Seiten: 416
Genre: Thriller


Klappentext


Coastal-Airways-Flug 416 hat den Flughafen von Los Angeles gerade verlassen, als Kapitän Bill Hoffmann einen Anruf erhält. Ein Entführer hat Bills Frau und Kinder in seine Gewalt gebracht und stellt ihn vor eine schreckliche Wahl: Entweder bringt er das Flugzeug mit 149 Menschen an Bord zum Absturz, oder seine Familie wird getötet. Zwar gelingt es Bill, die Crew über die Lage zu informieren, doch irgendwo in der Maschine befindet sich noch eine Komplize des Entführers. Und Bill weiß nicht, wem er vertrauen kann. In 10.000 Meter Höhe entbrennt ein Kampf um Leben und Tod, während sich die Maschine unaufhaltsam New York nähert...


Inhalt


Für Familienvater Bill Hoffmann beginnt ein neuer Arbeitstag als Pilot und zunächst ist alles wie immer. Nachdem er sich von seiner Familie verabschiedet hat macht er sich routiniert bereit für seine Arbeit als Pilot. Bis etwas Unfassbares passiert. Kaum in der Luft bekommt er einen Videoanruf. Darauf zu sehen ist ein Mann bei ihm zu Hause, der seine Frau und seine beiden Kinder als Geisel hält. Er stellt eine grauenhafte Bedingung an Bill. Er soll das voll besetzte Passagierflugzeug abstürzen lassen, nur so kann er seine Familie retten. Tut er das nicht wird er sie alle in die Luft sprengen, denn Bills Frau und sein Sohn tragen einen Sprengstoffgürtel.


Meine Meinung

Da der Schreibstil von T.J. Newman gut lesbar ist kommt man gut in das Buch rein und man kann auch sehr angenehm weiterlesen ohne das der Lesefluss gestört wird. Die Geschichte ist interessant, aber schade fand ich, dass sich alles an zu vielen Kleinigkeiten aufhält. Noch dazu gibt es sehr viele in die Länge gezogene Dialoge, die meiner Meinung nach teilweise unnötig waren. Dadurch hat das Buch sehr viel an Potential und vor allem an Spannung eingebüßt. Erzählt wird es über mehrere Personen, meistens jedoch über Bill. In Rückblenden lernt man auch noch die Beweggründe der Attentäter kennen.

Mit den Protagonisten wurde ich auch nur teilweise warm. Vielleicht lag es an den langen Unterhaltungen, die zu oft geführt wurden. Ich empfand einige zwar als authentisch und abwechslungsreich, über viele gab es aber auch ein paar Informationen, die man sich eigentlich hätte sparen können, da es nur "Nebendarsteller" waren.

Insgesamt plätschert alles ein bisschen vor sich hin. Mir hat hier oft die Spannung gefehlt. Vieles, was einen guten Thriller ausmacht war hier einfach kaum gegeben. Es gab wenig Spannung, keine überraschenden Wendungen und es war auch ziemlich vorhersehbar.

Im Laufe des Lesens kamen mir dann noch erhebliche Zweifel an der der Logik der Geschichte. Am Anfang habe ich da gar nicht so drüber nachgedacht, später dann aber schon. Was würde es für einen Sinn machen sich selbst und 149 weitere Menschen mit in den Tod zu reißen während zu Hause ein Fremder Frau und Kinder in seiner Gewalt hat, noch dazu ein Fremder, dessen Gesicht sie gesehen haben. Wer sich ein bisschen mit Mördern und Attentätern auskennt der weiß, sieht man das Gesicht des Verbrechers, ist man schon so gut wie Tod. Bill hat absolut keine Gewissheit, ob er seine Familie mit dem Absturz der Maschine überhaupt retten könnte, aber vielleicht sehe ich das einfach auch ein bisschen zu eng.

Fazit

Der Aufbau des Buches hat mir sehr gut gefallen und auch die Geschichte ist sehr interessant. Gut fand ich, dass man in Rückblenden einiges über die Attentäter erfahren hat. Aber ich fand, durch sehr viele Dialoge und einige für mich unlogische Szenen das Ganze sehr schleppend und unglaubwürdig. Trotzdem ließ es sich dank des guten Schreibstils gut lesen, überzeugen konnte es mich aber nicht komplett. Mit der Bewertung habe ich mich deswegen auch ziemlich schwer getan. Ich fand, so eine Geschichte hätte viel mehr Potential gehabt und deswegen hat es mich einfach nicht so ganz mitgerissen. Von daher finde ich das es ein gutes Buch für zwischendurch ist, mehr aber auch nicht.

3/6

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