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14 Februar 2024

Rezension: Ruhig gestellt



Autor: Martin S. Burkardt

Verlag: akms

Erschienen: 09.01.2024

Seiten: 338

Genre: Horror-Thriller


Klappentext


Ein gewöhnliches Wochenendfrühstück mit seiner Familie wird zum Beginn eines Albtraums. Lenny Eggert kommt ein unheilvoller Verdacht, als das Wasser einfach nicht kochen will. Ist eine Substanz absichtlich ins Leitungswasser gegeben worden, um den bevorstehenden G8-Gipfel zu sabotieren? Hinter Lennys Wohnsiedlung liegt das Schlosshotel, in dem das Treffen stattfindet.


Es kommt weitaus schlimmer. Nachdem Versuchstiere zunächst nur apathisch in ihren Käfigen lagen, haben sie sich tags darauf gegenseitig zerfleischt. Wie viele Menschen haben bereits das Wasser getrunken? Eine Katastrophe steht bevor. Lenny hat nur noch einen Gedanken: Er muss seine Familie schützen und die Menschen warnen - doch er gerät in ein Netz aus Vertuschung und Desinteresse - und plötzlich befindet er sich auf der Flucht vor Auftragskillern...


Cover: 4/6

Schreibstil: 4/6

Handlung: 4/6

Charaktere: 5/6

Spannung: 3/6

Fesselnd: 4/6


Inhalt


Lenny Eggert lebt mit seiner Familie in einem Neubaugebiet. Zufällig bemerken sie, dass am Wochenende das Wasser für die Frühstückseier einfach nicht kochen möchte, während Mineralwasser aus der Flasche genauso wie früher kocht. Sie fragen einen befreundeten Chemiker um Rat, der sich bereiterklärt das Wasser zu untersuchen. Und der macht dabei eine erschreckende Entdeckung. Etwas stimmt mit dem Wasser nicht, es muss absichtlich verändert worden sein. Schnell wird ihnen klar, dass das nur an dem nahenden G8-Gipfel in einem Hotel in der Nähe des Neubaugebietes liegen kann. Verzweifelt versuchen sie ihre Vermutung an die Öffentlichkeit zu bringen, werden dabei aber nicht ernst genommen und abgewimmelt. Aber als diejenigen, die das Wasser verseucht haben davon Wind bekommen, müssen Lenny und seine Familie um ihr Leben fürchten.


Meine Meinung

Das Buch beginnt mit einem richtig genialen Prolog, der das Herz von jedem Horrorfan höher schlagen lässt. Danach flacht aber alles erst mal etwas ab. Man lernt Lenny und seine Familie kennen und man lernt viel über Lennys Privatleben und seine Freizeitgestaltung. Aber die Geschichte kommt auch direkt auf den Punkt, denn während man alles genau kennenlernt, wird auch das Problem mit dem Wasser ins Spiel gebracht. Den Schreibstil des Autors kannte ich schon von einem anderen Buch und auch hier war er wieder sehr einfach und gut, so dass man durch die Seiten fliegen konnte.

Lennys Geschichte und wie er in das Ganze hineingerät hat mir sehr gut gefallen und teilweise war es auch fesselnd, aber von mir aus hätte das ganze Buch mehr Horrorelemente haben dürfen, was das angeht hatte ich mir ein bisschen mehr versprochen. Hin und wieder gibt es aber ein paar Szenen über die sich jeder Horrorfan freut. Die Grundidee des Buches, wie sich alles entwickelt und die Auflösung fand ich super durchdacht.

Fazit

"Ruhig gestellt" ist ein Buch, das mit dem G8-Gipfel ein aktuelles Thema aufgreift und hier sehr gut unterbringt. Dabei ist es interessant zu lesen, wie Hauptprotagonist Lenny mit seiner Familie in eine Katastrophe hineinschlittert ohne was dafür zu können. Die Idee des Buches hat mir insgesamt gut gefallen und auch Lenny konnte mich überzeugen. Was mich ziemlich gestört hat waren die viel zu langen Kapitel, auch wenn sie durch Leseabschnitte unterteilt waren. Außerdem hätte ich mich über etwas mehr Horror gefreut, für einen Horror-Thriller gab es davon etwas zu wenig, dafür ist es aber eigentlich ein guter Polit-Thriller, da hier auch politische Themen eine Rolle spielen. Während des Lesens hatte ich auch selten das Gefühl, dass es spannend war, trotzdem fand ich es fesselnd, da man doch wissen wollte, wie sich das Ganze entwickelt. Wer also Thriller mit einigen Actionszenen und ein paar Horrorelementen mag, dem empfehle ich das Buch gerne weiter.

4/6


16 November 2023

Rezension: Deja Vu - Sie sind überall -



Autor: Martin S. Burkhardt

Verlag: Luzifer

Erschienen: 06.10.2023

Seiten: 248

Genre: Mystery, Thriller




Klappentext


Der Student Paul zweifelt zunehmend an seinem Verstand: nachdem er im Bus von einem gehässigen Kerl angepöbelt wurde, scheint seine Welt aus den Fugen zu geraten. Denn wenig später begegnet er erneut demselben unangenehmen Mann in einem Geschäft, doch der scheint sich an die Begegnung nicht zu erinnern. Als einen Tag später der Heizungsableser klingelt, ist es wieder dieser Mann, und auch am Abend in einer Kneipe trifft Paul wieder auf diesen Kerl. Für seine Freundin Laura sind diese Menschen aber grundverschiedene Personen.


Cover: 5/6

Schreibstil: 5/6

Handlung: 4/6

Charaktere: 4/6

Spannung: 4/6

Fesselnd: 4/6



Inhalt


Eigentlich hat Student Paul beste Laune, als er am Morgen von zu Hause aufbricht, aber das hält nicht lange an. Denn plötzlich geht alles schief. Im Bus wird er von einem Typen dumm angemacht, später beim Einkaufen begegnet er demselben Kerl noch mal, ebenso als Heizungsableser in seiner Wohnung und abends in einer Bar. Doch für seine Freundin Laura sind es völlig unterschiedliche Personen.

Paul glaubt langsam, den Verstand zu verlieren und versteht nicht, was um ihn herum passiert. Bis er auf eine Frau im Park trifft, mit der er mehr gemeinsam hat, als er zunächst ahnt.


Meine Meinung

Das Cover gefällt mir sehr gut, es ist schön düster und mystisch, genau das, was dieses Buch ausdrückt. Einziger kleiner Kritikpunkt von mir ist, dass man die Personen auf dem Cover ein bisschen mehr hätte so gestalten können, wie sie im Buch beschrieben werden.

Der Einstieg ins Buch ist mir leicht gelungen, man wird schnell in den Bann von Pauls mystischen Erlebnissen gezogen und leidet teilweise richtig mit ihm. Paul selbst hat als Charakter aber sehr oft ziemlich naiv agiert, die anderen Protagonisten haben mich mehr überzeugt wie er. Der Schreibstil ist sehr einfach, so dass man einfach gut lesen kann. Am Anfang hält sich die Geschichte aber auch mit sehr vielen Details auf, das hätte von mir aus gerne weniger sein dürfen. Die Liebesgeschichte von Paul und Laura hätte ich weniger ausführlich besser gefunden. Aber das ist Geschmackssache, ich tue mich mit zu langen Liebesgeschichten in solchen Büchern generell einfach immer etwas schwer.

Insgesamt gibt es zwei Handlungsstränge, denn neben Paul gibt es auch noch den ehemaligen Streifenpolizist Ralf, der jetzt Mordkommission arbeitet. Wie das alles zusammenpasst ist lange Zeit unklar und baut noch mal zusätzliche Spannung auf. Im Verlauf des Buches steigert sich die Geschichte dann auch enorm. Es wird richtig fesselnd und unvorhersehbar, weil man eben so gar nicht weiß, was auf einen zukommt. Die letzten Kapitel haben mir richtig gut gefallen.

Fazit

Eine mal etwas andere Geschichte, die den Leser lange darüber im Dunkeln lässt, was hier überhaupt passiert. Absolut nicht vorhersehbar und vor allem zum Ende hin sehr fesselnd und spannend. Was mich ein wenig gestört ist, dass sich auch oft mit unwichtigen Dingen beschäftigt wurde. Vor allem was Paul und seine Freundin Laura und deren Beziehung angeht, da wäre weniger vielleicht mehr gewesen. Der Schreibstil hat mir gut gefallen, man kann wirklich schnell durch die Seiten fliegen. Insgesamt ein gutes Buch mit einer abgefahrenen Geschichte, die mich gut unterhalten hat. Schön fand ich, dass man gar nicht weiß, was auf einen zukommt und vor allem das letzte Drittel des Buche hat mich total überzeugt. Für Fans des Genres gibt es von mir auf jeden Fall eine Leseempfehlung.

4/6


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