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27 Januar 2025

Rezension: Die Kolonie

 

Autorin: C.J. Tudor

Verlag: Goldmann

Erschienen: 22.01.2025

Seiten: 480

Genre: Thriller, Mystery-Thriller


Klappentext


In einer Kleinstadt in Alaska wird ein Junge tot aufgefunden. Seine Kehle zerfetzt, seinem Körper alles Blut entwichen. Die Brutalität der Morde erinnert an eine Tat, die 25 Jahre zurück liegt. Detective Barbara Atkins wird zur Unterstützung von Sheriff Jensen Tucker hinzugezogen, der den ursprünglichen Fall untersucht hatte. Die Einwohner von Deadhart glauben jedoch zu wissen, wer der Schuldige ist: ein Mitglied der nahe gelegenen Vampirkolonie, die in einer alten Bergbausiedlung tief in den Bergen lebt. Barbara gerät unter Druck die gesamte Kolonie gezielt töten zu lassen. Doch die Beweise sind nicht stichhaltig, und die Menschen lügen. Dann verschwindet ein weiterer Teenager. Barbara und Tucker bleibt nicht mehr viel Zeit, um die Wahrheit herauszufinden: Jagen sie einen kaltblütigen Mörder - oder ein blutdürstiges Monster?


Cover: 6/6

Schreibstil: 5/6

Handlung: 3/6

Charaktere: 5/6

Spannung: 3/6

Fesselnd: 3/6


Inhalt


Detctive Barbara Atkins vom Institut für Forensische Vampirstudien wird von ihrem Chef von der Großstadt in das verschneite Nest Deadhart im tiefsten Alaska geschickt um den Mord an dem 15-jährigen Markus aufzuklären. Für die Bewohner von Deadhart ist von Vorneherein klar wer Markus getötet hat: Vampire. Diese leben in kleinen Kolonien verteilt, bevorzugt in Gebieten, in denen nur wenige Stunden die Sonne scheint. So auch in den Bergen rund um Deadhart. Nachdem es dort lange Zeit keine Kolonie mehr gab, haben sich nun wieder Vampire dort niedergelassen. Die Bewohner von Deadhart fühlen sich damit nicht wohl. 

Der örtliche Chief und ein Großteil der Einwohner möchte, dass die Kolonie gekeult wird, das heißt, sie sollen alle getötet werden, auch die Kinder.

Barbara möchte jedoch erst die Fakten ermitteln und herausfinden, wer Markus getötet hat bevor sie eine ganze Kolonie hinrichten lässt. In Deadhart macht sie sich damit keine Freunde, trotz allem ermittelt sie weiter, auch wenn sie dabei auf wenig Verständnis trifft.


Meine Meinung

Bis auf ein Buch habe ich bis jetzt alle Bücher der Autorin gelesen. Ich mag ihren Schreibstil sehr gerne und auch von "Der Kolonie" habe ich mir wieder sehr viel versprochen. Mich hat die Idee mit dem Setting in einem verschneiten Dorf in Alaska und dass Vampire unter den Menschen Leben richtig gut gefallen. Außerdem finde ich das Cover wunderschön, obwohl es für die heute Zeit relativ schlicht ist. Trotzdem liebe ich es und es hebt sich auch, ohne den inzwischen fast üblichen Farbschnitt, von der Masse ab.

Das Buch beginnt auch erst mal sehr gut und vielversprechend und es wirft direkt mal einige Rätsel auf die es im Laufe der Geschichte mit Hauptprotagonisten zu lösen gilt. Es bleibt auch lange sehr rätselhaft, aber für mich kam selten so ein richtiges Spannungsgefühl ein. Es hat mir einerseits alles gut gefallen, andererseits war es auch oft sehr langatmig. 

Eigentlich greift die C.J. Tudor hier sogar ein brandaktuelles Thema auf. Eine Minderheit soll für den Fehler bestraft werden, den angeblich einer von ihnen begangen hat. Ohne Aufklärung steht für viele fest, wer die Schuld am Tod des Jungen trägt, Gegenargumente sind nicht gewünscht. Eine Lage, die es zurzeit leider viel zu oft gibt. 

Schön fand ich auch, dass mit Barbara mal eine Hauptprotagonistin mit Köpfchen, aber ohne den üblichen Superkörper geschaffen wurde. Eine realistische Frau mittleren Alters, die mit menschlichen Problemen zu kämpfen hat und Herz und Hirn an der richtigen Stelle einsetzt. Auch die anderen Protagonisten fand ich sehr gut, egal ob Vampir und Mensch, die Autorin hat in der Hinsicht alles richtig gemacht.

Fazit

Das Cover ist für mich ein richtiger Hingucker, ich finde es passt super zum Buch und in die winterliche Zeit.
Die Idee hinter dem Buch hat mich direkt angesprochen und da ich die Bücher der Autorin fast alle sehr gut fand musste ich es natürlich unbedingt lesen. Die Umsetzung war dann aber leider etwas langatmig.
Das Buch ist gut aufgebaut, es gibt viele Kapitel, die meistens nicht allzu lange sind, und es wird über verschiedene Protagonisten erzählt, wobei Hauptprotagonistin Barbara im Mittelpunkt steht. Sehr interessant sind auch die in Kursivschrift geschriebenen Passagen in der ersten Person aus Sicht eines Vampirs. Wer dahinter steckt, wird erst sehr spät aufgelöst.
So ein richtiges Spannungsgefühl kam bei mir während des Lesens aber fast gar nicht auf, erst als es auf das Ende zuging. Zwischendurch passiert dann einfach zu wenig. Ab und zu gibt es ein paar aufregende Momente, aber die gehen dann so schnell wie sie gekommen sind, ich hätte mir da einfach ein bisschen mehr Action gewünscht. Was die Protagonisten angeht fand ich alle sehr gut ausgearbeitet, vor allem Barbara hat mir richtig gut gefallen.
Was mir ebenfalls gut gefallen hat, war die Message des Buches (zumindest habe ich es als eine Art Message empfunden): Eine Minderheit soll ohne zu zögern und ohne fairen Prozess hingerichtet werden. Die Menschen bilden sich ein Urteil, ohne überhaupt die Fakten zu kennen. Etwas, das sehr gut in die heutige Zeit passt. 
Also insgesamt lässt mich das Buch ein bisschen Zwiegestalten zurück. Ich finde, die Story hätte viel mehr Potential gehabt, um es mal so auszudrücken: Es hätte noch viel mehr Blut fließen müssen ;-)
Von daher empfehle ich das Buch nur Lesern, die ruhige Geschichten mögen.

3/6



18 September 2024

Kurzmeinung: Das Vermächtnis des Jeremiah Cross



Autor: Andreas Laufhütte

Verlag: Redrum

Erschienen: 02.04.2020

Seiten: 434

Genre: Mystery-Horror


Klappentext


Ein verschwundener Mann taucht nach neunzehn Jahren wieder auf. Mehrfache Amputationen zeichnen seinen Körper, und während Schottlands Polizei noch rätselt, wer Jeremiah Cross derart verstümmelt hat, stirbt er an seinen Verletzungen. Es gibt nicht den geringsten Hinweis auf den Täter. Gemeinsam mit ihrem Mann versucht seine Tochter, das Geheimnis um den verstorbenen Maler zu lüften. Was sie schließlich entdecken, sprengt die Grenzen der Vorstellungskraft.


Cover: 5/6

Schreibstil: 6/6

Handlung: 4/6

Charaktere: 5/6

Spannung: 4/6

Fesselnd: 4/6


Fazit


Dieses Buch hat schon einige Jahre auf meinem SuB verbracht und jetzt habe ich es endlich mal gelesen und ich muss sagen, DAS habe ich nicht erwartet. Auf den ersten Seiten denkt man noch, man liest einen Horrorroman und dann entwickelt sich alles in eine ziemlich bizarre und abgefahrene Richtung. Das war einerseits überraschend, andererseits aber richtig gut und interessant. Es ist eine Mischung aus Horror und Fantasy, mit fremden Wesen und fremden Welten. Es geht um Liebe, Freundschaft und um die Abgründe der Menschen, sobald sie selbst das Gesetz sind und sich wie Wilde verhalten können. Dabei kommen die brutalen Szenen natürlich auch nicht zu kurz. Manchmal dachte ich, ich würde eine Actionversion von Peter Pan lesen. Auch wenn die Geschichten sich inhaltlich total unterscheiden hat es mich immer wieder daran erinnert. Vom Inhalt her hat mir die Idee auch sehr gut gefallen und es wird auch durchgehend super erzählt und oft spannend gehalten, aber manchmal war es mir ein bisschen zu abgefahren. Andreas Laufhütte beweist hier mal wieder ein großes Maß an Fantasie, auf so eine Story muss man erst mal kommen. Für mich war es ein interessantes Leseerlebnis und ich bin froh, das Buch von meinem SuB befreit zu haben. Wer mal einen abgefahrenen Horror-Fantasy-Roman erleben möchte, der sollte das Buch unbedingt lesen.


4/6



25 Dezember 2023

Kurzmeinung: Das Nachthaus

 


Autor: Jo Nesbo

Verlag: Ullstein

Erschienen: 19.10.2023

Seiten: 288

Genre: Horror, Thriller



Klappentext


Wer einmal im Nachthaus gewesen ist, kommt als ein anderer heraus


Als in einer Kleinstadt ein Jugendlicher verschwindet, steht der Schuldige schnell fest: Hat Richard seinen Freund Tom im Wald von einer Brücke in den reißenden Fluss gestoßen?

Richard wehrt sich gegen die Anschuldigungen, doch er verstrickt sich dabei in Lügen. Niemand glaubt ihm. Dabei ist Toms Abwesenheit so ungeheuerlich, dass Richard selbst kaum noch zu atmen wagt. Seine Suche nach dem Grund führt ihn auf die dunkle Seite von Ballantyne. Dort steht das Nachthaus. Was geschah in jeder Nacht?


Cover: 4/6

Schreibstil: 5/6

Handlung: 2/6

Charaktere: 4/6

Spannung: 4/6

Fesselnd: 5/6


Fazit


Das Buch ist in drei Teile aufgeteilt, wobei der erste am längsten dauert. Der hat mich Anfang noch nicht so mitgerissen, aber mit der Zeit wurde es besser, es hat sich dann in eine Richtung entwickelt, die mir sehr gut gefallen hat. Ein bisschen abgefahren und irgendwie ein bisschen wild, es hat mich an Bücher von Stephen King erinnert und ich hätte mir gut vorstellen können, dass man Das Nachthaus auch gut verfilmen könnte. Aber dann kam Teil 2 und ich war total verwirrt. Die Handlung war total Irre und surreal und Hauptprotagonist Richard, der mir in Teil 1 noch richtig gut gefallen hat, verlor für mich so ein bisschen an Charakter. Und bei Teil 3 war es dann ganz aus bei mir. Das war zwar alles gut durchdacht und bis dahin fand ich es auch sehr fesselnd und meistens auch spannend, aber die Auflösung hat mir dann gar nicht gefallen, weswegen die Handlung insgesamt dann auch bei mir durchgefallen ist. Es ist eigentlich ein guter Thriller mit vielen Horror und Mystery-Elementen, aber das Resultat insgesamt hat mich dann doch nicht ganz überzeugt. Ich denke, das ist so eine Geschichte, die man liebt oder hasst. Mich hat das Ende ein bisschen enttäuscht, während andere es wiederum feiern. Es ist ein kurzes Buch, das man durchaus mal gut lesen kann und wegen dem guten ersten Teil, der mehr als die Hälfte des Buches ausmacht, ist die Geschichte dann auch nicht ganz bei mir durchgefallen.


4/6



17 Dezember 2023

Kurzmeinung: Ein Fluss so rot und schwarz



Autor: Anthony Ryan

Verlag: Tropenverlag

Erschienen: 14.10.2023

Seiten: 272

Genre: Horror, Dystopie, Mystery, Thriller



Klappentext


Wer sich erinnert, muss sterben.


Sechs Menschen erwachen auf einem Schiff. Ohne jede Erinnerung. Der siebte ist tot. Was ist passiert? Warum nimmt das Schiff Kurs auf ein postapokalyptisches London? Und von welchem Grauen künden die Schreie im dichten Nebel? Eine Mission auf Leben und Tod beginnt, der sich niemand entziehen kann. 


Cover: 4/6

Schreibstil: 5/6

Handlung: 5/6

Charaktere: 4/6

Spannung: 4/6

Fesselnd: 5/6


Fazit

Sechs Menschen auf einem Boot, sie haben keine Erinnerung daran, wer sie sind oder wo sie herkommen und vor allem, warum sie hier sind. Somit begleitet der Leser die Protagonisten von Anfang an bei der Suche nach ihrer Identität, denn man weiß selbst nicht, was das alles soll und wo es hinführt. Es könnte alles sein, jedes Thema, jedes Genre. Das sorgt direkt mal für eine gewisse Spannung und hält das Buch auch fesselnd. Man kann das Buch auch überhaupt nicht in ein bestimmtes Genre einordnen. Es ist eine Dystopie, mit viel Action, viel Horror und Mystery, aber auch ein bisschen Thriller. Insgesamt also eine Art Endzeitroman. Bei so vielen Protagonisten wird natürlich auch viel gequatscht, das mag ich ja eigentlich gar nicht, aber hier hat es dann doch gut reingepasst. Also am Anfang war mir die Geschichte auch etwas zu verwirrend und den Schreibstil fand ich auch ziemlich "fein" für ein solch blutiges Buch, aber was der Autor dann im Verlauf des Buches daraus gemacht hat fand ich richtig gut. Es hat ein bisschen gedauert, aber zum Ende hin hat mich das Buch dann doch noch überzeugt und deswegen gibt es von mir auch eine Leseempfehlung dafür.

5/6



16 November 2023

Rezension: Deja Vu - Sie sind überall -



Autor: Martin S. Burkhardt

Verlag: Luzifer

Erschienen: 06.10.2023

Seiten: 248

Genre: Mystery, Thriller




Klappentext


Der Student Paul zweifelt zunehmend an seinem Verstand: nachdem er im Bus von einem gehässigen Kerl angepöbelt wurde, scheint seine Welt aus den Fugen zu geraten. Denn wenig später begegnet er erneut demselben unangenehmen Mann in einem Geschäft, doch der scheint sich an die Begegnung nicht zu erinnern. Als einen Tag später der Heizungsableser klingelt, ist es wieder dieser Mann, und auch am Abend in einer Kneipe trifft Paul wieder auf diesen Kerl. Für seine Freundin Laura sind diese Menschen aber grundverschiedene Personen.


Cover: 5/6

Schreibstil: 5/6

Handlung: 4/6

Charaktere: 4/6

Spannung: 4/6

Fesselnd: 4/6



Inhalt


Eigentlich hat Student Paul beste Laune, als er am Morgen von zu Hause aufbricht, aber das hält nicht lange an. Denn plötzlich geht alles schief. Im Bus wird er von einem Typen dumm angemacht, später beim Einkaufen begegnet er demselben Kerl noch mal, ebenso als Heizungsableser in seiner Wohnung und abends in einer Bar. Doch für seine Freundin Laura sind es völlig unterschiedliche Personen.

Paul glaubt langsam, den Verstand zu verlieren und versteht nicht, was um ihn herum passiert. Bis er auf eine Frau im Park trifft, mit der er mehr gemeinsam hat, als er zunächst ahnt.


Meine Meinung

Das Cover gefällt mir sehr gut, es ist schön düster und mystisch, genau das, was dieses Buch ausdrückt. Einziger kleiner Kritikpunkt von mir ist, dass man die Personen auf dem Cover ein bisschen mehr hätte so gestalten können, wie sie im Buch beschrieben werden.

Der Einstieg ins Buch ist mir leicht gelungen, man wird schnell in den Bann von Pauls mystischen Erlebnissen gezogen und leidet teilweise richtig mit ihm. Paul selbst hat als Charakter aber sehr oft ziemlich naiv agiert, die anderen Protagonisten haben mich mehr überzeugt wie er. Der Schreibstil ist sehr einfach, so dass man einfach gut lesen kann. Am Anfang hält sich die Geschichte aber auch mit sehr vielen Details auf, das hätte von mir aus gerne weniger sein dürfen. Die Liebesgeschichte von Paul und Laura hätte ich weniger ausführlich besser gefunden. Aber das ist Geschmackssache, ich tue mich mit zu langen Liebesgeschichten in solchen Büchern generell einfach immer etwas schwer.

Insgesamt gibt es zwei Handlungsstränge, denn neben Paul gibt es auch noch den ehemaligen Streifenpolizist Ralf, der jetzt Mordkommission arbeitet. Wie das alles zusammenpasst ist lange Zeit unklar und baut noch mal zusätzliche Spannung auf. Im Verlauf des Buches steigert sich die Geschichte dann auch enorm. Es wird richtig fesselnd und unvorhersehbar, weil man eben so gar nicht weiß, was auf einen zukommt. Die letzten Kapitel haben mir richtig gut gefallen.

Fazit

Eine mal etwas andere Geschichte, die den Leser lange darüber im Dunkeln lässt, was hier überhaupt passiert. Absolut nicht vorhersehbar und vor allem zum Ende hin sehr fesselnd und spannend. Was mich ein wenig gestört ist, dass sich auch oft mit unwichtigen Dingen beschäftigt wurde. Vor allem was Paul und seine Freundin Laura und deren Beziehung angeht, da wäre weniger vielleicht mehr gewesen. Der Schreibstil hat mir gut gefallen, man kann wirklich schnell durch die Seiten fliegen. Insgesamt ein gutes Buch mit einer abgefahrenen Geschichte, die mich gut unterhalten hat. Schön fand ich, dass man gar nicht weiß, was auf einen zukommt und vor allem das letzte Drittel des Buche hat mich total überzeugt. Für Fans des Genres gibt es von mir auf jeden Fall eine Leseempfehlung.

4/6


10 August 2023

Kurzmeinung: Curnie Falls - Das Gemälde



Autor: Andreas Laufhütte

Verlag: Redrum

Erschienen: 23.06.2023

Seiten: 475

Genre: Horror / Mystery



Klappentext


Sarah Graddith macht die Entdeckung des Jahrhunderts: Sie ersteigert ein altes Gemälde, welches sich auf grausame Weise kontinuierlich verändert. Fasziniert macht sie sich auf den Weg nach Curnie Falls, um dem Geheimnis auf die Spurt zu kommen. Doch was sie dort erwartet, übertrifft ihre schlimmsten Albträume.


Curnie Falls sei auf den Toren der Hölle erbaut worden, sagen die Alten. Das Böse ist allgegenwärtig.


Cover: 5/6

Schreibstil: 6/6

Handlung: 5/6

Charaktere: 5/6

Spannung: 5/6

Fesselnd: 5/6


Fazit

Da sind wir wieder, zurück in Curnie Falls, der Ort, der auf den Toren der Hölle erbaut wurde. Wer die Bücher von Andreas Laufhütte kennt, der weiß, dass wir dort öfter unterwegs sind (Aber immer in unterschiedlichen Geschichten, die Bücher, in denen Curnie Falls eine Rolle spielt müssen nicht in einer bestimmten Reihenfolge gelesen werden). Und schon beim Prolog schafft er es wieder für Gänsehaut und Spannung zu sorgen, dafür braucht es nur die letzten drei Sätze. Dieses Buch ist mit knapp 470 Seiten in diesem Format ein ziemlicher Klopper, aber ich hatte zu keiner Zeit das Gefühl, dass es mich langweilt. Im Gegenteil, die beschriebenen Details waren wichtig und interessant, um den Verlauf der Geschichte zu verstehen. Es ist keines der Bücher, bei denen man zwischendurch abschalten kann, man sollte alles in sich aufsaugen um nichts zu verpassen. Dabei entsteht beim Lesen eine sehr schöne Atmosphäre. Vom Genre her ist es eine Mischung aus Horror, Thriller und auch Mystery / Fantasy. Es ist oft brutal, aber auch voller Gefühlen und Sehnsüchte der verschiedenen Protagonisten. Ich fand's auch toll, dass die Hunde aus dem Buch "Dogs" hier immer mal wieder auftauchen und für ein bisschen Unruhe sorgen. Der Aufbau ist insgesamt auch richtig gut gelungen und das ist bei so einem dicken Buch ja auch sehr wichtig um nicht den Faden zu verlieren. Mir hat es mal wieder sehr gut gefallen und wer Bücher mag, die ein bisschen an Stephen King erinnern, der sollte das Buch auf jeden Fall lesen. Und alle anderen die auf Horror, Thriller und Mystery stehen natürlich auch.

5/6



26 November 2021

Rezension: Echo

 

Autorin: Thomas Olde Heuvelt
Verlag: Heyne
Erschienen am: 11.10.21
Seiten: 720
Genre: Mystery, Horror


Klappentext


Reisejournalist Nick Grevers ist ein passionierter Bergsteiger und Kletterer. Als er mit seinem Bergfreund Augustin in den Schweizer Alpen unterwegs ist, entdecken sie den Maudit, einen Berg, über den kaum jemand etwas zu wissen scheint. Magisch von dem mysteriösen Gipfel angezogen, wagen Nick und Augustin den Aufstieg. Aber bald finden sie heraus, dass der Maudit nicht wie andere Berge ist. Er ist alt. Er ist feindselig. Und Nick und Augustin sind ihm nicht willkommen...


Inhalt

Nick Grevers ist ein leidenschaftlicher Bergsteiger, aber ein mysteriöses Ereignis verändert sein Leben für immer. Zusammen mit einem guten Freund, dem übermotivierten Augustin, besteigt er spontan den Maudit, den sie zufällig bei einer Tour entdecken. Aber sie merken schnell, dass dieser Berg nicht wie die anderen ist, dieser Berg macht Dinge mit ihnen für die es keine Erklärung gibt. Nick ist der einzige, der den Maudit wieder verlässt. Grauenhaft entstellt, traumatisiert und verändert.

Sam Avery ist genau das Gegenteil von seinem Freund Nick. Als Sohn reicher Eltern liebt er das Luxusleben und kann Nicks Liebe zu den Bergen nicht verstehen, aber er akzeptiert sie. Doch als es zu den grauenhaften Vorfällen auf Nicks letzter Tour mit Augustin kommt hat Sam zunächst Zweifel, ob er es wirklich schafft, weiterhin mit Nick zusammenzubleiben. Er spürt schnell, dass Nick nicht nur äußerlich zu einem Monster geworden ist.

Meine Meinung

Am Anfang hatte ich ein bisschen Mühe in die Geschichte reinzukommen. Mit dem Beginn des Buches konnte ich lange Zeit nichts anfangen, das löst sich aber irgendwann auf. Wenn man dann erst mal in der Geschichte drin ist, liest es sich meistens sehr gut und flüssig. Da kam es bei mir dann tatsächlich auf den Protagonisten an, der gerade erzählt. Das Buch ist nämlich in mehrere Teile aufgebaut, die entweder von Nick oder von Sam geschrieben bzw. erzählt werden und wenn Sam an der Reihe war geriet ich beim Lesen oft ins Stocken. Sam ist Amerikaner und benutzt daher sehr oft englische Wörter, die dann in Kursivschrift eingeworfen werden, das hat mich immer ins Stocken gebracht. Aber man muss dem Autor lassen, dass er da für beide Protagonisten ganz eigene Schreibstile entwickelt hat und so die Charaktere sehr gut beschrieben hat.

Von der Spannung her war das Buch ein ständiges Auf und Ab. Es gab viele spannende Passagen, aber auch genauso viele die so vor sich hinplätscherten. Thomas Olde Heuvelt beschreibt sehr schön die Landschaften und geht ganz genau auf die Gefühle der Protagonisten ein, aber genau das zieht sich dann manchmal ein bisschen. Mir ist es immer lieber, wenn es etwas schneller vorangeht. Oft hängt das Buch an irgendwelchen Belanglosigkeiten fest.

Nick fand ich als Protagonisten sehr gelungen, Sam dagegen war mir oft zu anstrengend. Aber trotzdem muss man sagen, sie waren beide sehr gelungen und authentisch. Auch die Nebencharaktere wurden sehr gut dargestellt. Man muss sie ja nicht alle mögen, wichtig ist, dass sie authentisch rüberkommen, und das war definitiv der Fall.

Fazit

"Echo" ist ein sehr dickes Buch, das mir oft zu ausschweifend war. Von der Idee her wirklich toll und meistens fand ich die Geschichte auch sehr fesselnd, aber es gab immer wieder Längen, die die Spannung rausnahmen. Der Aufbau des Buches war am Anfang etwas verwirrend, wenn man sich aber erst mal eingelesen hat kann man bis auf ein paar Ausnahmen aber schnell und flüssig lesen. Die Protagonisten fand ich sehr authentisch, aber gemocht habe ich sie nicht alle. Vor allem Sam war mir teilweise etwas zu anstrengend. Wer zu diesem Buch greift muss bedenken, dass es mit seinen 720 Seiten kein Buch ist, dass man mal eben schnell zwischendurch liest. Man sollte auf Mysterie und ruhigen Horror stehen, damit man Gefallen daran findet. Mir hat es meistens gut gefallen, aber durchgehend überzeugen konnte es mich nicht, dafür war es einfach zu langatmig.

4/6



12 November 2021

Rezension: Die Rostjungfern

 


Autorin: Gwendolyn Kiste
Verlag: Festa
Erschienen am: 21.10.2021
Seiten: 400
Genre: Mystery, Drama


Klappentext


Cleaveland, Ohio, Sommer 1980: Phoebe bereitet sich auf eine trostlose Zukunft vor. Die High School ist zu Ende und mit ihr auch die Illusion eines schönen Lebens.

Doch plötzlich verändert sich etwas. Ehemalige Mitschülerinnen durchleben eine erschreckende Metamorphose: Ihre Fußabdrücke hinterlassen Pfützen aus schwarzem Wasser. Ihr Fleisch wird spröde, die Körper wandeln sich zu Glas und offenbaren metallische Knochen, die schnell verrosten.

Das unheimliche Phänomen breitet sich aus und die deformierten Mädchen werden zur traurigen Sensation. Auch Phoebe ist dabei ihren Körper zu verlieren - in Vergangenheit wie auch Gegenwart.


Inhalt

Vor 28 Jahren hat Phoebe ihrer Heimatstadt Cleaveland den Rücken gekehrt, jetzt ist sie zurück um die Scherben ihrer Vergangenheit aufzuräumen. Die Häuser in ihrer alten Straße werden abgerissen und sie hilft ihrer Mutter dabei das Elternhaus auszuräumen. In Cleaveland trifft sie auf alte Bekannte und auf Erinnerungen, die sie längst vergessen haben wollte, aber nie vergessen werden kann. Alles hier erinnert sie an die Rostjungfern, die 5 Mädchen, die sich verwandelten und damit die Straße in zwei Lager spalteten...

Meine Meinung

Phoebe erzählt dem Leser die Geschichte ihres Lebens so wie es jetzt ist und so wie es damals war, als es zu dem Vorfall mit den Rostjungfern kam. Sie erzählt von den Teenagern, die sie waren, von dem Glück und den Problemen die sie hatten. Wie das eben so ist, wenn man 18 Jahre alt ist, die Schule beendet hat und vor einer ungewissen und hoffentlich aufregenden Zukunft steht. Aber alles kommt anders und es geht darum, wie Phoebe und ihre Freundinnen mit dieser unerwarteten Veränderung klar kommen. Das ist total außergewöhnlich erzählt und hat mich sofort in seinen Bann gezogen.

Aber es geht nicht nur um die Rostjungfern, die werden hier geschickt von der Autorin benutzt um klar zu machen, wie schnell Menschen die anders sind von unserer Gesellschaft ausgegrenzt werden und wie schwer es diejenigen haben, die sich für sie einsetzen. Teilweise sozialkritisch zeigt sie, wie schnell sich zwei Lager bilden, wie dicht Gut und Böse beieinander liegen. Dabei wird die Geschichte sehr melancholisch und ruhig erzählt, sie ist nicht voller Action, aber trotzdem wahnsinnig gut.

Die Charaktere fand ich alle sehr gut und absolut authentisch ausgearbeitet. Man kann richtig mit ihnen mitfühlen, sie lieben und hassen und sich gut in Phoebe hineinversetzen. Das einzige was ich ein bisschen zu bemängeln habe ist der Schreibstil. Ich fand ihn sehr sprunghaft, so richtig in Lesefluss kam ich selten, so dass ich nie wirklich schnell lesen konnte.

Fazit

"Die Rostjungfern" ist insgesamt ein sehr ruhiges Buch, das den Leser mit einer Flut von Gefühlen überwältigt. Phoebes Geschichte und die der Rostjungfern ist geheimnisvoll, was es wahnsinnig fesselnd und spannend macht. Es gibt sehr viele Protagonisten, die aber alle auf ihre Art perfekt ausgearbeitet wurden. Den Schreibstil fand ich teilweise etwas stockend, was aber auch an der Übersetzung liegen kann. Die Autorin hat trotzdem perfekt aufgezeigt, wie schnell Veränderungen die Gesellschaft spalten können und wie leicht es sich manche damit machen, Personen auszugrenzen, die anders sind. Eine Geschichte, die immer aktuell ist, die ruhig und voller Melancholie ist und genau deswegen so wahnsinnig gut. Von mir gibt's darum unbedingt eine Leseempfehlung für dieses tolle Buch!

6/6

24 Dezember 2019

Die Universität

Auch wenn heute Weihnachten ist möchte ich ein absolut untypisches Weihnachtsbuch vorstellen, das ich vom Buchheim Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt bekommen habe...



Verlag: Buchheim
Autor: Bentley Little
Erschienen am: 29.11.2019
Seiten:486
Genre: Horror, Mystery

Klappentext


An der berühmten Universität von Kalifornien hat ein neues Semester begonnen und plötzlich bricht auf dem Campus der pure Wahnsinn aus.
Brutale Vergewaltigungen, Folter, Suizid und Morde häufen sich.
Die beiden Studenten Jim und Faith suchen nach einer Erklärung. Bald entdecken sie etwas wirklich Furchterregendes. Offenbar gibt es eine unheimliche Macht, die den Campus zu eigenständigem Leben erweckt. Und das Übel breitet sich aus...


Cover

Ich liebe das Cover und die ganze Aufmachung des Buches. Die Hardcover-Ausgabe hat ein Lesebändchen und ist in amerikanischen Buchformat, ein richtiger Wälzer also.

Inhalt

Der Sommer neigt sich dem Ende und es wird Zeit, dass die Studenten für das neue Semester an die Universität UC Brea in Kalifornien zurückkehren. Jim Parker hat ein ungutes Gefühl bei dem Gedanken zurück an diese Uni zu gehen und möchte sein Studium abbrechen, entschließt sich letztendlich aber doch sein Studium dort fortzuführen. Er ist der Chefredakteur der dortigen Schülerzeitung.

Faith kommt aus ärmlichen Verhältnissen. Ihr Vater kam bei einem Dienstunfall ums Leben und ihre Mutter lebt fast dauerhaft im Drogen- und Alkoholrausch und bringt ständig neue Liebhaber mit nach Hause. Um sich das Studium leisten zu können beginnt sie, in der Bücherei der UC Brea zu arbeiten. Und auch Faith hat ein seltsames Gefühl in dem Gebäude, vor allem die Bibliothek im sechsten Stock verschafft ihr regelmäßig eine Gänsehaut.

Dr. Ian Emerson, der Horrorliteratur unterrichtet, hat eine dubiose Begegnung in einer Vorlesung. Ein völlig fremder Mann ist während der kompletten Stunde anwesend und überreicht ihm danach eine Dissertation in der es um wiederkehrende supernaturale Phänomene geht und er sagt ihm, dass die Universität getötet werden muss, bevor die Universität sie tötet. Ian ist genervt und glaubt es nicht, aber das Grauen nimmt nach und nach seinen Lauf. Folter, Rassismus, Menschen, die aufeinander losgehen, Vergewaltigungen und Randale werden immer alltäglicher am Campus der UC Brea und es scheint fast, als könne niemand entkommen.


Meine Meinung

Am Anfang werden in den Kapiteln, die immer wieder in Leseabschnitte unterteilt sind, erst mal die Protagonisten vorgestellt und zwischendurch gibt es auch schon die ersten Zwischenfälle. Man muss wirklich tief in das Buch eintauchen bis es erst mal so richtig los geht, aber das Warten lohnt sich. Abgesehen davon fand ich die ersten Seiten auch nicht langweilig, sondern sehr informativ.

Das Böse, das diese Universität in sich hat, breitet sich langsam aus. Dabei wird auch sehr schön beschrieben, wie aus normalen Kerlen sensationsgierige Journalisten und Fotografen werden. Die Aggressionen und das Leid lässt das Tagesgeschäft der Zeitung blühen, denn mit Frieden verkauft man keine Zeitung, mit Mord und Totschlag schon.


Das Buch wurde bereits in den Neunzigern in den USA veröffentlicht und dementsprechend muss die Geschichte gang ohne Handys und andere moderne Technik auskommen, auch wenn Computer hier und da eine kleine Rolle spielen, finde ich es sehr schön zu sehen, dass man auch ohne den Gebrauch von digitalen Medien schon gute Bücher schreiben konnte.


Der Schreibstil erinnert sehr an Stephen King, bis auf die Tatsache, dass es oft etwas derber, sehr obszön und makaberer zugeht, was aber nicht weiter stört, es gehört einfach zu dieser Geschichte dazu. Brutale Szenen sind zwar vorhanden, aber nicht so ausgeprägt, wie man vielleicht vermuten würde. Aber es gibt einige skurrile Szenen in der Geschichte, die sehr lebhaft beschrieben werden.

Fazit

Als ich das Buch entdeckt habe war klar, ich muss es unbedingt lesen und im Großen und Ganzen wurde ich nicht enttäuscht. Es war in etwa so, wie ich erwartet habe. Aber es gibt doch einige Passagen, die sich etwas ziehen, einiges hätte gerne auch etwas weniger ausgeprägt sein können und auch war es nicht immer spannend. Aber der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen und auch die ganze Geschichte ist fast durchgehend schaurig, manchmal etwas brutal und derb. Wer Horrorgeschichten mag, dem empfehle ich dieses sehr spezielle Lebensabenteuer gerne weiter. Ich habe mich auf jeden Fall gut unterhalten gefühlt.

4/6

19 Dezember 2019

Die letzte Stadt

Heute gibt es von mir die Rezension zum 3. Band der "Wayward-Pines-Thriller", die der Goldmann-Verlag mir netterweise als Rezensionsexemplare zur Verfügung gestellt hat. Leider fand ich das Ende nicht ganz so gut, aber ansonsten war ich wieder absolut begeistert.


Erschienen am: 18.11.2019
Seiten: 400

Klappentext


Drei Wochen ist es her, dass Secret-Service Agent Ethan Burke nach Wayward Pines kam - und damit alles hinter sich ließ, was sein Leben bisher ausmachte. Denn die scheinbar idyllische Kleinstadt ist umgeben von einem Elektrozaun, ein Bollwerk gegen eine fürchterliche Gefahr. Lange Zeit hielt die Stadt dieser Bedrohung stand. Doch durch Ethans Ankunft ist das zerbrechliche Gefüge ins Wanken geraten. Nun steht der Zaun offen - und die Einwohner von Wayward Pines führen einen blutigen Kampf ums Überleben...

Inhalt

Der letzte Band beginnt mit einer Rückblende über David Pilcher, der aus seiner Suspension erwacht. Auch Pam und Pope sind erst kurze Zeit wach und gemeinsam machen sie die ersten Schritte nach draußen. Sie stellen fest, dass von dem Wayward Pines des 21. Jahrhundert nichts mehr übrig ist und sie haben ihre erste Begegnung mit den Abbys.

Danach geht die Geschichte dort weiter, wo Band 2 geendet hat. Der Strom ist abgeschaltet und die Abbys dringen in die Stadt ein. Die meisten Einwohner von Wayward Pines sind noch immer auf dem Versammlungsplatz. Ethan und Kate beschließen die Menschen in Gruppen zum Berg zu bringen, wo sich das Versteck der Wanderer befindet. Diejenigen, die schon nach Hause gegangen sind, können sie nicht mehr zurückrufen und sind auf sich alleine gestellt. Daraufhin beginnt eine spannende und blutige Hetzjagd der Abbys gegen die Bewohner von Wayward Pines.


Meine Meinung

In diesem Band tragen die wie immer meist kurzen Kapitel als Überschrift die Namen des Protagonisten, um den es im jeweiligen Kapitel geht. So wird der Kampf gegen die Abbys sehr dramatisch dargestellt, da der Leser auch einen Einblick über die Einzelschicksale verschiedener Familien und Einzelpersonen bekommt, die sonst eher nur nebensächlich erwähnt wurden. Der Kampf der Personen oder Gruppen ist unheimlich fesselnd und spannend, aber auch sehr blutig und brutal.

Dabei wird die Spannung durch die andauernde Flucht, den Kampf und auch die Situation zwischen Ethan und Pilcher dauerhaft aufrechterhalten. Und auch die Rückkehr von Adam Hessler sorgt für weitere aufregende Abwechslung. Somit liegt der Fokus nicht nur auf dem Kampf um die Stadt, sondern auch auf Ethans Kampf um seine Familie.

Die Spannung bleibt von Anfang bis zum Ende erhalten, da die Bewohner sich nicht nur mit den Abbys, sondern auch mit einer bislang unbekannten Gefahr, auseinandersetzen müssen. Es werde neue Handlungen eingebaut und bereits bekannte Handlungsstränge verarbeitet.
Fazit

Der Abschluss der Trilogie ist sehr viel brutaler als seine Vorgänger. Es geht schon fast ein bisschen in Richtung Splatter, was mich aber nicht gestört hat. Die Geschichte ist wieder mitreißend und fesselnd aufgebaut, so dass ich gar nicht mehr mit lesen aufhören wollte und das Buch innerhalb von zwei Tagen verschlungen habe. Das Ende war dann aber leider nicht so, wie ich es erhofft habe oder so gar nicht das, was ich mir vorgestellt hatte. Es war unvorhersehbar und überraschend, was ich gut finde, aber es war fies und ohne jetzt zu viel zu verraten, die Zahl, die im Epilog genannt wird, finde ich schrecklich übertrieben. Alles im Allen ist die "Wyward-Pines" Trilogie aber trotzdem eine der besten Reihen, die ich bislang gelesen habe. Wer Dystopien und Thriller mag, sollte die Bücher auf jeden Fall lesen.

5/6

08 Dezember 2019

Wayward

Gestern habe ich noch ein großartiges Buch beendet. Den zweiten Band der Wayward Pines Trilogie von Blake Crouch. Ich liebe diese Reihe und freue mich sehr auf Band 2 (und auf die Serie, die ich mir im Anschluss an die Bücher anschauen werde :-)



Erschienen am: 21.10.2019
Seiten: 464
Genre: Mystery, Thriller

Klappentext


Umgeben von einem Elektrozaun und 24 Stunden im Blick eines Scharfschützen: Die Kleinstadt Wayward Pines liegt zwar idyllisch in den Bergen Idahos, doch für ihre 461 Bewohner ist sie ein Gefängnis. Sheriff Ethan Burke ist einer der wenigen, der weiß, was Wayward Pines wirklich ist - und welch unfassbare Wahrheit sich auf der anderen Seite des Zauns verbirgt. Als Ethan nicht mehr schweigen will, kommt es zur Katastrophe...

Inhalt

Burke versucht sein Leben in Wayward Pines zu akzeptieren, aber das Wissen um die Stadt zermürbt ihn innerlich, denn er ist einer der Wenigen die wissen, was Wayward Pines wirklich ist. Seine Frau Theresa geht wie alle Bewohner einem überflüssigen Job nach um den gewohnten Trott aufrecht zu erhalten. Wenigstens hat Burke eine richtige Aufgabe, und das ist, das Geheimnis der Stadt zu bewahren und für Ordnung zu sorgen.

Pilcher, Milliardär und Gründer der Stadt, lässt jeden Schritt seiner Einwohner von einem Team überwachen. Auffälligkeiten werden sofort gemeldet. Niemand scheint zu bemerken, dass man in Wayward keinen einzigen Schritt machen kann ohne beobachtet oder abgehört zu werden, bis auf eine kleine Gruppe Aufsässiger, der auch Burkes ehemalige Geliebte Kate angehört.


Burke fällt es immer schwerer, die vorgegaukelte Fassade von Wayward aufrecht zu erhalten. Und als es zu einem Selbstmord im Wald kommt, den man hätte verhindern können, zweifelt er noch mehr am System der Stadt. Die Menschen sollen wissen was wirklich los ist und warum sie wirklich hier sind. Und dann findet Burke die grauenhaft zugerichtete Leiche von Pilchers Tochter. Burke muss die Ermittlungen aufnehmen und deckt dabei weitere Abgründe des vermeintlichen Paradieses auf.


Meine Meinung

Die Fortsetzung dieses Mystery Thrillers geht genauso spannend und faszinierend weiter, wie Band eins aufgehört hat. Das Buch knüpft fast nahtlos an den Vorgänger an, es gibt nur einen Zeitsprung von drei Wochen. Am Anfang fiel mir erst eine gewisse Unlogik auf, über die ich mir vorher gar keine Gedanken gemacht hatte. Nämlich warum niemand der Menschen in Wayward Pines mit der Außenwelt Kontakt aufnehmen möchte. Aber das wird im Verlauf des Buches geklärt.

Die Geschichte ist weiterhin super konstruiert. Ein Kontrollstaat ist nichts Neues und doch hat er in diesem Buch eine besondere Funktion. In diesem Band erfährt man in Rückblenden sehr viel über die Entstehung der Stadt, über Pilchers Familie und wie er sein Team zusammengestellt hat. Neben dem eigentlichen Geschehen wird der Leser so nach und nach mit wichtigen Informationen versorgt.


Der Schreibstil ist weiterhin einfach und das Buch ist vom Anfang bis zum Ende auf seine ganz besondere Art spannend. Dabei wird wieder aus verschiedenen Sichtweisen geschrieben, meistens jedoch aus der Sicht von Ethan Burke.


Fazit


Band zwei darf man auf keinen Fall lesen, wenn man Band eins noch nicht kennt, da es keine abgeschlossenes Buch ist, sondern eine fortlaufende Geschichte. Dieses Buch hat mich wieder von Anfang bis zum Ende gefesselt und nach dem das Buch mit einem fiesen Cliffhanger endet ist klar, dass schnellst möglich Band 3 her muss, worauf ich mich jetzt schon riesig freue. Von mir gibt es ganz klar weiterhin eine Leseempfehlung für diese Bücher! 

6/6

Vielen Dank an den Goldmann Verlag zur Bereitstellung der Rezensionsexemplare. Es wurden keinerlei Vorgaben gemacht und die Rezension spiegelt meine eigene Meinung wider.


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