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18 September 2025

Kurzmeinung: Long Live Evil (Zeit des Eisens Band 1)


 Autorin: Sarah Rees Brennan

Verlag: dtv

Erschienen: 15.08.2024

Seiten: 592

Genre: Fantasy


Klappentext


Rae hat sich schon immer in die Welt von Büchern geflüchtet, selbst während ihr reales Leben aus den Fugen geriet. Als sie im Sterben liegt, ergreift sie eine zweite Chance zu leben: Ein magischer Handel, der sie in die Welt ihrer Lieblings-Fantasy-Buchreihe eintreten lässt. Dort steht sie plötzlich dem lebenden und atmenden Objekt ihres Schwärmens gegenüber - dem "Einstigen und Ewigen Kaiser" - und dieser würde sie am liebsten tot sehen. In einem Reich am Rande des Krieges ist sie die Schurkin in seiner Geschichte und muss die Kontrolle über die Handlung übernehmen, bevor diese und der Kaiser die Kontrolle über sie übernehmen - auf tödliche Weise. Rae glaubt zu wissen, wie die Story verlaufen wird, aber schon bald muss sie erkennen, dass Geschichten ein Eigenleben haben können.


Cover: 6/6

Schreibstil: 2/6

Handlung: 2/6

Charaktere: 3/6

Spannung: 1/6

Fesselnd: 2/6


Fazit 


Der Klappentext des Buches klang für mich so absolut vielversprechend, außerdem liebe ich das Cover und den Farbschnitt, so dass ich das Buch unbedingt lesen wollte. Ich hatte davor viel Negatives darüber gehört, aber auch positive Meinungen. Also anscheinend eins der Bücher, die man entweder liebt oder hasst, dazwischen gibt es wenig. Mir war dann relativ schnell klar, in welche Richtung es bei mir gehen wird, aber ich hab's trotzdem durchgezogen, man weiß ja nie, was sich in einem so dicken Buch noch verbirgt, es kann ja besser werden.

Also den Schreibstil empfand ich als wahnsinnig anstrengend. Als hätte die Autorin versucht, sich einen zur Story passenden Schreibstil anzueignen, was aber unheimlich schwierig zu lesen war. Ich kam damit gar nicht klar, musste Sätze oft mehrfach lesen oder bin beim Lesen abgeschweift. Ich konnte dann auch meist nicht mehr als 30 Seiten am Stück lesen. Nur wenn ich quer gelesen habe, habe ich mehr geschafft, was aufgrund der vielen Längen irgendwann dann auch immer häufiger vorkam.

Die Geschichte schien mir irgendwie ziemlich unausgereift, es gibt viele unnötige Szenen und viel zu viele Dialoge, die man nicht gebraucht hätte.

Die Protagonistin habe ich eigentlich noch ganz gerne gemocht, ihre Art war oft ein kleiner Lichtblick, aber mir hat hier trotzdem so ein bisschen das Feuer gefehlt. Auch im Hinblick auf eine Liebesgeschichte. Die gibt es hier zwar, aber nur so nebenbei, darauf hätte man mehr eingehen können und nicht immer nur so beiläufig, das schien mir alles so oberflächlich. Und am Ende dachte ich dann: Das wars? Aber dann habe ich herausgefunden, dass es ja noch eine Fortsetzung gibt, die wohl erst 2026 erscheinen wird. Ich denke aber nicht, dass ich Band 2 lesen werde, vielleicht kann mir jemand das Ende erzählen, dem das Buch gefallen hat. Tut mir leid, aber für mich war das einfach nichts.


2/6



27 April 2025

Kurzmeinung: Onyx Storm - Flammengeküsst (3)

 

Autorin: Rebecca Yarros

Verlag: dtv

Erschienen: 21.01.2025

Seiten: 928

Genre: Fantasy


Klappentext


 Die Ausbildung zur Drachenreiterin hat Violet Freunde und Familie mehrfach fast ihr Leben gekostet. Doch jetzt steht ihr die bisher größte Herausforderung bevor, denn um das zu retten, was ihr am meisten bedeutet, wird sie ihre Heimat verlassen und auf der Suche nach Unterstützung ins Unbekannte aufbrechen müssen. Dabei hütet sie ein gefährliches Geheimnis, das den Mann, den sie liebt, umbringen könnte. Es ist der einzige Weg, auch wenn außerhalb der schützenden Grenzen ihres Königreichs der Feind wartet - und er macht Jagd auf Violet.


Cover: 6/6

Schreibstil: 5/6

Handlung: 6/6

Charaktere: 6/6

Spannung: 5/6

Fesselnd: 6/6


Fazit 


Da sind wir also. Band 3 der fabelhaften Fantasy-Reihe von Rebecca Yarros. Band 1 war eins meiner Highlights, Band 2 war ok, hatte aber viel zu viele Längen und von Band 3 hatte ich mir viel Action und Antworten auf offene Fragen erhofft. Und Action gibt es hier auf jeden Fall genug. Zu Beginn gibt es sehr viel Theorie, aber im Verlauf der Geschichte bietet das Buch dann immer wieder Spannung und Szenen mit viel Gefühl. Rebecca Yarros hat hier genau die richtige Mischung von allem gefunden. Es gibt zwar immer wieder ein paar kleinere Längen, über die kann man aber immer locker hinweglesen.

An der Handlung hat mir hier richtig gut gefallen, dass es viele neue Welten zu entdecken gibt und das es sehr viele Szenen mit und um Andarna gibt. Alles wird sehr genau und sehr bildlich erklärt, so dass man es sich perfekt vorstellen kann. Und man muss aufmerksam lesen, damit man kein wichtiges Detail überliest. Was ich nicht so toll finde ist, dass die Bücher ursprünglich als Trilogie geplant waren. Nun, wo klar ist, dass die Reihe verfilmt wird hängt man anscheinend noch mal zwei Bücher dran. Einerseits freut es mich. Das Ende von Onyx Storm war wirklich gut und gleichzeitig fies. Aber andererseits können zu viele Bücher eine Reihe auch kaputt mach. Denn manchmal ist es meiner Meinung nach wichtig eine Handlung nicht zu sehr in die Länge zu ziehen. Die Geschichte umfasst jetzt schon knapp 3000 Seiten, was soll da noch alles kommen? Ich bin trotzdem gespannt auf die Fortsetzung und hoffe, dass die nicht allzu lange auf sich warten lässt. Onyx Storm ist zwar nicht ganz so gut wie Band 1, aber eine ganz klare Steigerung zum zweiten Band und für mich auch wieder ein Highlight.


6/6






04 Februar 2025

Rezension: The Twenty

 


Autor: Sam Holland

Verlag: dtv

Erschienen: 27.12.2024

Seiten: 464

Genre: Thriller


Klappentext


30 Jahre sind vergangen, doch er ist noch längst nicht am Ziel... So etwas hat DCI Adam Bishop noch nie gesehen: einen Tatort mit fünf ausgebluteten Leichen. Und was er als Nächstes bemerkt, erschüttert ihn zutiefst. Die Toten wurden durchnummeriert und offenbaren eine grausame Tatsache: Der Killer zählt von Zwanzig herunter. Aber mit welchem Ziel? Adam ist ratlos - bis Dr. Romilly Cole mit belastenden Beweisen an seine Tür klopft, die auf eine dreißig Jahre zurückliegende Mordserie hindeuten. Die Ermittler müssen schnell handeln, denn jeden Tag gibt es neue Opfer. Und während sich der Countdown des Täters der Null nähert, kommt der Killer auch ihnen immer näher...


Cover: 5/6

Schreibstil: 5/6

Handlung: 6/6

Charaktere: 6/6

Spannung: 5/6

Fesselnd: 5/6


Inhalt


Detektiv Adam Bishop wird zu einem Tatort gerufen. Eine männliche Leiche liegt ausgeblutet auf einer Mülldeponie. An der Leiche findet man eine römische Zahl. Als dort weitere Zahlen entdeckt werden, beginnen die Polizisten zu graben. Insgesamt finden sie fünf Leichen in verschiedenen Stadien der Verwesung. Bishop stellt zusammen mit seinem Stellvertreter ein Team für die Ermittlungen bereit. Und irgendwann wird klar, die Morde haben etwas mit Mordfällen zu tun, die schon Jahre zurückliegen, denn auch damals wurden die Opfer markiert und zwar von 20 an abwärts, nun wird die Serie fortgesetzt. Aber wie kann das sein? Denn der gefährliche und hochintelligente Mörder sitzt seit Jahrzehnten im Gefängnis.


Meine Meinung

"The Twenty" ist der erste Band von einer Thriller-Reihe, die so viel ich weiß erst Ende 2025 fortgesetzt wird. Beim Lesen habe ich  den Schreibstil von Sam Holland direkt als sehr angenehm empfunden, so dass ich schnell in die Geschichte eintauchen und durch die Seiten fliegen konnte. Und das ist auch gut so. Denn direkt zu Beginn wird Spannung aufgebaut, die trotz sehr vieler Ermittlungsarbeiten nie weniger wird.

Die Protagonisten wurden alle auf ihre Art sehr gut ausgearbeitet. Detektiv Adam Bishop zeigt dabei einige Facetten, die des harten Polizisten, aber auch seine verletzliche Seite. Und so ist es auch mit seinem Partner und besten Freund Jamie und mit Adams Ex-Frau Dr. Romilly Cole. Die restlichen Protagonisten, die weniger große Rollen spielen, haben mir ebenfalls sehr gut gefallen.

In den Kapiteln, die alle eine angenehme Länge haben, wird im Wechsel über verschiedene Charaktere geschrieben. Und manchmal auch aus Sicht des Mörders oder Rückblenden aus Sicht des damaligen Täters. Auch das bringt noch mal Abwechslung und Spannung mit rein.

Und so wie es bei einem guten Thriller sein muss ist niemand sicher, es gibt grauenhafte Ereignisse, manipulative Charaktere und richtig viel Tempo und Spannung. So gut wie immer passiert etwas, die Spannung, die am Anfang aufgebaut wird steigert sich bis zum Höhepunkt und als es dem Ende zuging konnte ich gar nicht mehr aufhören zu lesen. So muss ein Thriller sein.

Fazit

Da ich von diesem Buch schon so viel Gutes gehört hatte, kam ich natürlich nicht daran vorbei, es auch zu lesen. Und ich habe es nicht bereut. Es ist ein Thriller, der viele Klischees des Genres bedient und woraus dann eine richtig gute und rasante Story gezaubert wurde. Es wird nicht lange drum herum erzählt, sondern es beginnt direkt mit den Morden. Die Protogonisten lernt man nach und nach alle kennen, dabei fand ich alle sehr sympathisch und super ausgearbeitet. Und umso mehr man sich an alle gewöhnt, umso schlimmer und dramatischer sind dann die Ereignisse. Niemand ist sicher vor dem Mörder, aber auch jeder könnte der Mörder sein. Was das angeht, hatte ich hier absolut keine Vorstellung, wer es nun sein könnte. Es gibt immer mal wieder Wendungen, die man nicht kommen sieht und trotz vieler Ermittlungsarbeiten wird es nie langweilig. Für mich ein perfekter Thriller bei dem alles richtig gemacht wurde. Von mir gibt es auf jeden Fall eine Leseempfehlung dafür und ich freue mich schon auf den nächsten Band.

6/6


07 Januar 2025

Kurzmeinung: Love Letters to a Serial Killer

Autorin: Tasha Coryell

Verlag: dtv

Erschienen: 12.09.2024

Seiten: 352

Genre: Thriller, Lovestory


Klappentext


 Genervt davon, ihre Freundinnen mit deren Ehemännern und Kindern in die Vororte verschwinden zu sehen, findet Hannah in einem Internetforum für True Crime eine aufregende neue Beschäftigung. Die Community hat sich vorgenommen einen Serienmörder zu entlarven und damit die Morde an vier Frauen aufzuklären. Als ein gutaussehender Anwalt namens William wegen der Morde verhaftet wird und sich die Beweise für seine Schuld ebenso schnell häufen wie die Leichen, beginnt, Hannah ihm Briefe zu schreiben: vor Wut, aber auch, weil eine seltsame Faszination von ihm ausgeht. Und plötzlich schreibt William zurück...

 

Cover: 6/6

Schreibstil: 5/6

Handlung: 6/6

Charaktere: 5/6

Spannung: 5/6

Fesselnd: 6/6


Fazit 


Hannah ist oft einsam, steht sich selbst im Weg und auf der Suche nach der großen Liebe macht sie immer wieder die selben Fehler und wird enttäuscht. Erst als sie sich in einem Forum in die Morde an vier Frauen reinsteigert bekommt ihr Leben wieder so etwas wie einen Sinn, sie ahnt nicht, in welche Gefahr sie sich dabei begibt.

Ich finde, das hat die Autorin hier sehr gut ausgearbeitet und aufgebaut. Manchmal konnte ich absolut nachempfinden, was Hannah durchmacht, wie verzweifelt sie versucht, geliebt zu werden und jeden Rückschlag auf ihren Körper bezieht, der niemandem gut genug zu sein scheint. So wie ihr geht es vielen Frauen und sie suchen sich ein Ventil, für Hannah waren das eben die Morde und im weiteren Verlauf die Briefe an William, dem mutmaßlichen Mörder. An der ein oder anderen Stelle fand ich aber manchmal, dass es mit Hannahs Gedanken etwas zu viel wird und es langweilig ist, das Gefühl hatte ich aber wirklich nur ganz selten. Das lag vielleicht auch daran, dass das Buch für mich ein richtiger Pageturner war und wenn dann mal ein paar langweiligere Passagen kamen war ich genervt, weil das nicht zur Aufklärung von alldem beitrug, sondern alles nur in die Länge zog. Und trotzdem war es durchgehend wahnsinnig fesselnd. Ich lag sogar richtig mit meiner Vermutung, aber das wusste ich bis zum Ende nicht. 

Ich fand das Buch sehr gut und unterhaltsam geschrieben, trotz der paar Längen war es für mich ein Highlight, es war eben mal was anderes. Und ich liebe das Cover. Das Buch wäre bestimmt auch was für eine Verfilmung. Wer auf außergewöhnliche Liebesgeschichten mit Spannung steht und über ein paar Längen hinwegsehen kann, dem empfehle ich das Buch auf jeden Fall weiter.


6/6




25 Dezember 2024

Rezension: One perfect Couple

 


Autorin: Ruth Ware

Verlag: dtv

Erschienen: 27.12.2024

Seiten: 416

Genre: Thriller


Klappentext


Lyla Santiago steckt in einer Krise: Ihre berufliche Zukunft ist ungewiss und die Beziehung zu ihrem Freund Nico - einem aufstrebenden Schauspieler - läuft alles andere als gut. Als Nico zu einer brandneuen Reality - Show in einem tropischen Paradies eingeladen wird, willigt Lyla ein, das Abenteuer mit ihm einzugehen.


Die Insel Ever After mitten im Indischen Ozean könnte schöner nicht sein. Dort sollen Lyla und Nico gegen vier andere Paare antreten. Doch als ein Sturm die Gruppe von jeglicher Zivilisation und allen Kommunikationsmöglichkeiten abschneidet, gerät alles aus den Fugen. Und ein erbitterter Kampf um Überleben beginnt...  


Cover: 5/6

Schreibstil: 5/6

Handlung: 4/6

Charaktere: 6/6

Spannung: 4/6

Fesselnd: 4/6


Inhalt


Lyla und Nico sind ein absolut ungleiches Paar. Während Lyla als Wissenschaftlerin in einem Forschungslabor arbeitet träumt der vier Jahre jüngere Nico von der großen Karriere auf der Leinwand. Als er die Chance bekommt, mit Lyla zusammen bei einer Reality-Show teilzunehmen überredet er seine Freundin dazu, die eigentlich gar keine Lust darauf hat. Ihm zuliebe stimmt sie jedoch zu. Bei der Show werden einige Paare gemeinsam auf eine verlassene Insel geschickt und nach und nach scheiden sie einzeln aus, das alles wird gefilmt. Aber Lyla merkt schnell, dass irgendetwas nicht stimmt, während Nico geblendet ist vom Ruhm, den er sich durch diese Sendung erhofft. Letztendlich kommt es noch viel schlimmer wie Lyla dachte und anstatt zu feiern und das Leben auf der Insel zu genießen kämpft plötzlich jeder von ihnen ums Überleben.


Meine Meinung

Ich mag das Cover sehr gerne, es passt perfekt zum Buch. Und auch das Insel-Setting hat mich direkt angesprochen. In die Geschichte kam ich dann auch schnell rein, da ich dank des guten und flüssigen Schreibstils sehr gut lesen konnte, und das war auch gut so. Denn auf den ersten Seiten passiert wirklich sehr wenig. Es wird lange erzählt, wie das Leben von Lyla und Nico so ist und man merkt, wie unterschiedlich die beiden sind, bis dann es dann endlich mal zur Insel geht und was passiert.

Und auch auf der Insel geht es eher ruhig zu was die Action angeht. Es dauert auch hier wieder, bis es endlich losgeht. Damit etwas mehr Schwung und Geschwindigkeit ins Buch kommen hätte man sich hier und da einfach kürzer fassen können. Die oft sehr langen Kapitel haben ebenfalls dazu beigetragen, dass sich alles etwas zieht.

Das Buch ist dann in drei unterschiedliche Teile aufgeteilt. Zwischen den Kapiteln gibt es zu Beginn oft Ausschnitte aus Funksprüchen, die von den verzweifelten Inselbewohnern abgesetzt wurden und später dann gelegentlich Ausschnitte aus Tagebucheinträgen. So hat man ein Gefühl dafür, wie aussichtslos die Lage ist und wie die Protagonisten sich fühlen.

Die Protagonisten fand ich alle sehr gut ausgearbeitet. Für mich hat die Autorin hier alles richtig gemacht, jeder der schon mal Reality TV gesehen hat weiß, dass es viele unterschiedliche Charaktere gibt deren Handlungen man nicht immer ganz nachvollziehen kann. Und was ich auch super fand war die Entwicklung der Charaktere während der Extrem-Situation auf der Insel, hier zeigt irgendwann jeder sein wahres Gesicht.

Fazit

Dieses Buch spielt auf einer sonnigen Insel mitten im Meer. Abgeschnitten von jeder Zivilisation stehen die Protagonisten plötzlich und unerwartet einer Extrem-Situation gegenüber, denn anstatt Party zu machen kämpfen sie um ihr Überleben. Das bietet schon ein geniales Setting und viel Potential für eine tolle Story. Aber leider hat das Buch jede Menge Längen, oft viel zu lange Kapitel und es werden sehr viele Dialoge zwischen den Protagonisten geführt, die man hätte abkürzen können. Es hat auch sehr lange gedauert, bis dann eben endlich mal was passiert. Trotzdem fand ich die Story und die Charaktere sehr gut ausgearbeitet. Die Idee, die dahintersteckt ist wirklich gut und die Autorin beschreibt vor allem perfekt, wie die Menschen sich in Extremsituationen verhalten und wie sich die nettesten Personen in Monster verwandeln können. Aber mir hat hier einfach oft die Geschwindigkeit gefehlt, es gibt wie schon gesagt viel zu viele Längen. Spannend war es dann auch hauptsächlich nur, als es in Richtung Ende ging. Eigentlich ist es ein wirklich gutes Buch, aber man hätte sich hier und da sicher etwas kürzer fassen und die Kapitel kürzer gestalten können, dann wären nicht ganz so viele Längen entstanden. Deswegen gibt es von mir nur eine Leseempfehlungen für diejenigen, die auf ruhigere (Psycho)-Thriller stehen.

4/6


27 November 2024

Kurzmeinung: Alles, was ich geben kann - The last Letter

 

Autorin: Rebecca Yarros

Verlag: dtv

Erschienen: 15.08.2024

Seiten: 576

Genre: Drama, Lovestory


Klappentext


Kann ein gebrochenes Herz lernen, wieder zu lieben?


Ella hätte nie gedacht, dass sie als Briefreundin eines anonymen Soldaten in diesem einen wahren Freund finden würde. Dennoch entwickelt sich eine tiefe Zuneigung zwischen ihr und "Chaos" - vielleicht sogar mehr. Dann treffen Elle mehrere schwere Schicksalsschläge und als auch die Briefe von "Chaos" ausbleiben, muss sie glauben, dass sie allein auf der Welt ist.


Obwohl er sie nicht persönlich kennt, hat Beckett alias "Chaos" sich in die Frau hinter den Briefen verliebt. Ella, die Schwester seines besten Freundes. Als dieser stirbt, bittet er Beckett in einem letzten Brief, Ella beizustehen. Beckett wird alles tun, um Ella zu unterstützen, aber er wird ihr niemals sagen können, wer er wirklich ist, und Ella hasst nichts mehr als Lügen.


Cover: 6/6

Schreibstil: 5/6

Handlung: 4/6

Charaktere: 4/6

Spannung: 3/6

Fesselnd: 4/6


Fazit


Wieviel Schmerz verkraftet ein Mensch? Und warum zur Hölle reagiert Ella manchmal so zweifelhaft? Also damit will ich sagen, das Schicksal der Hauptprotagonistin ist absolut tragisch, da sind wir uns wohl alle einig, aber manchmal konnte ich ihre Handlungen nicht so ganz nachvollziehen. Und auch Beckett, warum ist er für alles der Sündenbock und nimmt es hin? Die Argumente, die dafür aufgeführt werden, waren mir eigentlich zu lasch. Das legt dann zwar alles einerseits den Grundstein für die Geschichte, aber andererseits macht es aus Beckett für mich zu einem ziemlich unrealistischen Charakter. Die restlichen Protagonisten fand ich dagegen sehr gut. Beckett war mir einfach ein bissen zu unrealistisch, weil er einerseits der harte Soldat war, aber andererseits so schrecklich weich und liebevoll, während er dann plötzlich aus dem Nichts heraus irgendein versautes Zeug von sich gibt.


Teilweise fand ich die Story dann auch sehr vorhersehbar. Und dann kam diese eine Stelle zum Ende hin, die letzte tragische Szene in einem Buch voller Tragödien (kann da jetzt nicht näher drauf eingehen, sonst würde ich spoilern, aber wer das Buch gelesen hat, weiß bestimmt was ich meine). Und dieses Drama gegen Ende hat mich echt wütend gemacht. Hätte das wirklich sein müssen? Wäre das Buch auch nicht ohne diese Szene ausgekommen? Selten lässt mich eine Geschichte mit so vielen Fragezeichen zurück. Als dann der Epilog kam hat mich das wieder so ein bisschen versöhnt, aber wütend war ich trotzdem. 


Rebecca Yarros hat es ohne Zweifel drauf, Gefühle auszudrücken und es so zu umschreiben, dass einem das Herz blutet. Und sie kann Männer so beschreiben, dass man dahin schmilzt, aber sie drückt das hier alles einfach zu oft aus. Dadurch entstehen zwischen den ganzen Dramen eben auch sehr viele Längen, ein paar Seiten weniger hätten dem Buch sicher gut getan.


Aber gut, die Idee hat mir wirklich gut gefallen, trotzdem finde ich, für ein Buch mit so vielen Seiten gibt es hier ziemlich wenig Inhalt. Wenn ihr auf ruhige Herzschmerz-Bücher mit heißem Hauptprotagonisten steht, dann ist das Buch auf jeden Fall was für euch. Mich hat es nicht komplett überzeugt, aber irgendwie hat es mir doch gefallen. Also man merkt, ich bin verwirrt und hin- und hergerissen ;-)


4/6



14 Oktober 2024

Kurzmeinung: Finster




Autor: Ivar Leon Menger

Verlag: dtv

Erschienen: 22.08.2024

Seiten: 384

Genre: Thriller


Klappentext


Mai 1986. Ein 13-jähriger Junge verschwindet spurlos vom Jahrmarkt in Katzenbrunn. Das passiert nicht zum ersten Mal. Seit Jahren werden in dem kleinen Dorf im Odenwald immer wieder Kinder als vermisst gemeldet. Hans J. Stahl, Kriminalkommissar a.D., beschließt daraufhin, die Ermittlungen an den seither ungelösten Fällen wieder aufzunehmen und auf eigene Faust weiterzuführen. Er kehrt zurück nach Katzenbrunn, das vor allem für seine psychiatrische Klinik bekannt ist. Dabei stößt er auf verstörende Geheimnisse. Während er den wenigen Spuren nachgeht, verschwindet ein weiterer Junge. Stahl läuft die Zeit davon.


Cover: 6/6

Schreibstil: 6/6

Handlung: 6/6

Charaktere: 6/6

Spannung: 6/6

Fesselnd: 6/6


Fazit


Mich hat das Buch ja schon alleine deswegen angesprochen, weil es in den 80ern spielt. Das war meine Zeit und ich kann mich noch gut daran erinnern, wie anders es damals war. 

Schon das erste Kapitel hat mich in seinen Bann gezogen. Man weiß ja durch den Klappentext ungefähr was passiert und trotzdem hofft man, dass der Junge nicht entführt wird. Diese ganze Szene, die nur wenige Seiten dauert, hat schon für Gänsehautfeeling gesorgt. Und genauso ist es dann fast das ganze Buch über. Es ist ein bedrückendes und spannendes Thema, das hier in sehr vielen kurzen Kapiteln über und von vielen Hauptprotagonisten erzählt wird. Die Kapitel sind immer mit dem entsprechenden Protagonisten überschrieben, um den es gerade geht und das hilft super, den Überblick zu behalten, da es oft sehr schnell zwischen den Charakteren hin- und hergeht. Das macht die Geschichte schnelllebig und super fesselnd. Es werden immer wieder Fährten gelegt und Andeutungen gemacht, so dass jeder verdächtig ist, jeder kann der Greifer sein. Die Auflösung ist dann wie ein Paukenschlag, weil sie so plötzlich und unerwartet kommt, und ich musste die Stelle tatsächlich zweimal lesen, um es zu realisieren obwohl es vielleicht nicht mal eine Überraschung war. Dieses Buch hat alles, was ein guter Thriller braucht. Ein tolles Setting, realistische Charaktere, kurze Kapitel mit Tempo und Cliffhangern, die den Spannungsbogen durchgehend oben halten, und eine wahnsinnig fesselnde Story. Vielen Dank lieber Ivar Leon Menger für das tolle Leseerlebnis.


6/6



02 Mai 2024

Kurzmeinung: Hope's End


Autor: Riley Sager

Verlag: dtv

Erschienen: 12.10.2023

Seiten: 480

Genre: Thriller


Klappentext


1929 erschüttert eine schreckliche Bluttat ganz Maine. Die 17-jährige Lenora Hope wird verdächtigt, ihre Eltern und ihre Schwester grausam ermordet zu haben. Sie streitet die Tat jedoch vehement ab und spricht nie wieder darüber.

Erst als fast fünfzig Jahre später die junge Pflegerin Kit nach Hope's End, den Familiensitz und Schauplatz des Massakers, kommt, scheint sich das Geheimnis um die grausamen Morde lüften zu lassen. Denn Lenora Hope, die nach einem Schlaganfall nur noch mithilfe einer Schreibmaschine kommunizieren kann, will Kit die ganze Geschichte erzählen. Doch Kit begreift schnell, dass sie niemandem trauen kann. Und schon bald weiß sie, dass sie in tödlicher Gefahr ist...


Cover: 4/6

Schreibstil: 5/6

Handlung: 6/6

Charaktere: 5/6

Spannung: 5/6

Fesselnd: 6/6


Fazit


Über dieses Buch habe ich vor ein paar Wochen so viel Positives gehört, dass ich es natürlich unbedingt lesen musste. Denn der Klappentext klingt auch genau nach meinem Geschmack. Und so war ich nach wenigen Seiten auch direkt von der Geschichte gefesselt. Es entsteht eine total atmosphärische und dramatische Stimmung während des Lesens und hätte ich mehr Zeit zum Lesen gehabt, wäre ich mit dem Buch wahrscheinlich in 2 Tagen durch gewesen. Denn direkt ist klar, nichts ist wie es scheint und jeder ist verdächtig. Und ständig hatte ich Angst, dass mich das Buch am Ende enttäuscht, weil ich befürchtete, dass die Auflösung total blöd wird, war sie dann aber überhaupt nicht. Zum Ende hin gibt es aber so viele Wendungen, dass man gar nicht mehr mitkommt mit Nachdenken, so ging es mir zumindest. Vielleicht habe ich deswegen zum Schluss auch eine Kleinigkeit überlesen oder es gibt tatsächlich einen ganz kleinen Logikfehler, bin mir da nicht so ganz sicher. Ich kann jetzt nicht näher darauf eingehen, ohne zu spoilern. Aber ich habe mich gefragt, wie kommt der Brief aus Paris auf die Ablage im Flur? Wer das Buch gelesen hat, wird vielleicht verstehen, was ich meine. Hat die Story für mich jetzt aber nicht schlechter gemacht. Also insgesamt erwartet euch hier ein sehr atmosphärischer, teilweise skurriler, und absolut unvorhersehbarer Thriller, dem ich jeden Thrillerfan absolut ans Herz lege.


5/6



16 Februar 2024

Rezension: Gestehe


Autor: Henri Faber

Verlag: dtv

Erschienen: 15.02.2024

Seiten: 448

Genre: Thriller


Klappentext


Der Wiener Starermittler Johann "Jacket" Winkler kommt an einen Tatort, der die Polizei vor ein Rätsel stellt. Das Opfer wurde grausam ermordet und mit einem mysteriösen Wort markiert: GESTEHE. Doch es ist nicht die Brutalität, die Jackets Welt ins Wanken bringt, sondern die Tatsache, dass er den Tatort kennt - aus seinem eigenen unveröffentlichten Roman, den noch niemand gelesen hat. Er trägt den Titel GESTEHE.

Und Jacket ahnt:

Das Morden hat gerade erst begonnen.


Cover: 5/6

Schreibstil: 5/6

Handlung: 6/6

Charaktere: 6/6

Spannung: 5/6

Fesselnd: 5/6


Inhalt


Johan Winkler, den die Öffentlichkeit als Jacket kennt, ist ein erfolgreicher Ermittler aus Wien. Ganz Österreich feiert ihn als Held seitdem er einen Organhändlerring zerschlagen hat und dabei einem kleinen Kind das Leben gerettet hat. Er hat ein Buch über seine Heldentat geschrieben, das nun verfilmt wird. Nun gibt es anstatt Ermittlungsarbeit für ihn Fernsehauftritte und unzählige Termine bei der Presse. Er ist überheblich, arrogant und sonnt sich mit einer Selbstverständlichkeit in einer Präsenz, die ihm eigentlich gar nicht zusteht.


Mohammed Moghaddam, "Mo", ist das krasse Gegenteil von Jacket. Auch er arbeitet als Ermittler bei der Polizei, hatte bislang aber noch keinen einzigen Fall und muss sich mit dem Papierkram rumschlagen. Dies liegt nicht zuletzt an seiner Hautfarbe. Als farbiger Polizist hat er es in einem Land, in dem eine Partei im Aufschwung ist, die Ausländer nicht toleriert, doppelt so schwer auf der Arbeit voran zu kommen wie seine österreichischen Kollegen.


Meine Meinung

Optisch gefällt mir das Cover wirklich sehr gut. Wenn man es sieht, weiß man, dass es ein Buch von Henri Faber ist, selbst wenn man den Namen noch nicht gesehen hat. Und auch den Zusammenhang zum Buch finde ich sehr gut.

Es hat ein paar Kapitel lang gedauert bis ich richtig im Buch drin war, denn erst mal war ich ein bisschen verwirrt. Es wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt, dabei sind die Kapitel fast alle in einer angenehmen Länge. Es gibt Kapitel aus der Sicht von Jacket und Mo in der ersten Person, außerdem auch aus Sicht des Mörders. Es gibt auch kurze Einblicke, die aus Sicht des Opfers erzählt werden, die fand ich richtig genial und auch sehr bedrückend. Durch die Erzählperspektiven lernt man schnell, wie unterschiedlich und gleichzeitig genial Mo und Jacket als Hauptprotagonisten sind. Mo fand ich von Anfang an sympathisch, Jacket empfand ich als riesige Nervensäge, aber gleichzeitig auch wieder wahnsinnig gut. Bei den Protagonisten hat der Autor einfach alles richtig gemacht.

Direkt von Beginn an ist das Buch richtig spannend und diese Spannung hält sich bis zum Ende. Dabei geht es um die Morde, aber auch um viele andere Schicksale. Es gibt zum Ende hin einige Überraschungen und insgesamt passiert ständig irgendwas. Bei dieser Geschichte kommt absolut keine Langeweile auf und sie ist von vorne bis hinten perfekt durchdacht.

Fazit

"Gestehe" war für mich das erste Buch von Henri Faber, aber ganz sicher nicht das Letzte. Nach einem etwas verwirrenden Anfang ist man schnell in der Geschichte drin. Der Autor hat hier eine perfekt durchdachte Geschichte geschrieben mit zwei absolut unterschiedlichen Hauptprotagonisten, die beide auf ihre Art genial sind. Dadurch, dass die Kapitel aus verschiedenen Perspektiven erzählt werden, lernt man beide perfekt kennen und lieben, jeden eben auf seine Art. Hier passiert einfach immer irgendwas, Längen gibt es so gut wie keine und alles ist super durchkonstruiert. Das Buch hat einfach alles, was ein guter Thriller haben muss. Es dauert lange, bis alles aufgelöst wird, so dass das Buch lange spannend und durchgehend fesselnd bleibt. Zum Highlight hat es für mich nicht ganz gereicht, aber es ist auf jeden Fall ein Thriller, den man gelesen haben sollte und den ich gerne weiterempfehle.

5/6


18 Januar 2024

Kurzmeinung: Iron Flame

 



Autorin: Rebecca Yarros

Verlag: dtv

Erschienen: 01.12.2023

Seiten: 960

Genre: Fantasy



Klappentext


Violet steht vor der Entscheidung, ob sie ihre Ausbildung zur Drachenreiterin fortsetzen will... und ob sie Xadens Geheimnis bewahren kann. Immerhin hat der neue Vize-Kommandeur es zu seiner persönlichen Mission erklärt, Violet ganz genau zu demonstrieren, wie schwach sie wirklich ist, wenn sie ihr wissen nicht preisgibt.


Doch ein eiserner Überlebenswille allein wird nicht reichen, um dieses Jahr zu überstehen. Denn Violet kennt das Mysterium, das seit Jahrhunderten am tödlichen Basgiath War College gehütet wird - und nicht einmal Drachenfeuer wird genug sein, um sie zu retten.


Cover: 6/6

Schreibstil: 5/6

Handlung: 5/6

Charaktere: 5/6

Spannung: 4/6

Fesselnd: 5/6


Fazit


Iron Flame ist genauso wie Fourth Wing ja schon was besonderes. Nach dem Cliffhanger am Ende beginnt Iron Flame genau dort, wo Band 1 endet. Und nach dem grandiosen Finale des Vorgängers dauert es dann auch ein bisschen, bis Band 2 in die Gänge kommt. Das Buch ist mit seinen 960 Seiten auch ein richtiger Brocken, an dem ich lange zu lesen hatte, aber ich hatte trotzdem nicht das Gefühl, dass es zu viele unnötige Details gibt. Auch wenn ich nicht jedes Kapitel mitreißend fand, so hat es doch irgendwie dazugehört und auch gut gepasst. Aber was mich dann auf Dauer ein bisschen genervt hat waren Xadens und Violets viele Diskussionen und Xadens ständiges "Du hast mich nicht danach gefragt." Ich persönlich hätte keinen Bock auf einen Typen, dem man jede Information aus der Nase ziehen muss. Aber die Story der beiden ist insgesamt ja doch sehr gut, wenn man manche Gespräche mal ausblendet. Im letzten Drittel hatte ich einen kleinen Hänger, ich war wirklich froh, als ich damit durch war. Kann man jetzt auch denken selbst Schuld, ich hätte das Buch ja auch mal unterbrechen und was anderes lesen können, aber ich hätte nicht gewusst wo. Mir wäre es lieber gewesen, die Geschichte wäre irgendwo zwischen 500 und 700 Seiten noch mal unterbrochen worden mit einem Cliffhanger und dann wäre es zu Band 3 übergangen. Also, mit hat das Buch wirklich gut gefallen, die Story ist düster, teilweise spannend und fesselnd und auch immer mal wieder ziemlich verrucht, nur eben ein klein bisschen zu lang. Trotzdem werde ich an den Büchern dran bleiben. 


5/6



02 Januar 2024

Kurzmeinung: Fourth Wing - Flammengeküsst

 



Autorin: Rebecca Yarros

Verlag: dtv

Erschienen: 01.12.2023

Seiten: 768

Genre: Fantasy



Klappentext


Violets Traum, Schriftgelehrte am renommierten Basgiath War Collegh zu werden, zerplatzt jäh, da sie als Tochter der Generalin am Auswahlverfahren der Drachenreiter teilnehmen muss. Das erste Jahr wird nicht einmal die Hälfte der Bewerber überleben, denn Drachen binden sich nicht an schwache Menschen, sie fackeln sie nieder. Die meisten Kadetten wollen Violet allein aufgrund ihrer Herkunft niederstrecken - besonders Xaden, der mächtigste und skrupelloseste unter den Geschwaderführern. Und ohne Frage auch der attraktivste. Ausgerechnet ihm wird Violet unterstellt. Sie wird jeden Vorteil nutzen müssen, wenn sie überleben will. Denn am Basgiath War College haben alle eine Agenda und es gibt nur zwei Wege hinaus: den Abschluss machen oder sterben. 


Cover: 6/6

Schreibstil: 5/6

Handlung: 6/6

Charaktere: 5/6

Spannung: 6/6

Fesselnd: 6/6


Fazit


Ich gebe zu, dieses Buch habe ich nur gelesen, weil es mir bei Instagram gefühlt tausend Mal begegnet ist und ich fast nie was Negatives darüber gehört habe. Dabei hatte ich im Moment gar keine große Lust darauf ein so dickes Buch zu lesen. Aber die vielen positiven Meinungen und der Klappentext haben mich dann doch überzeugt und das Äußere natürlich auch. Denn selbst wenn es schlecht wäre, wäre es doch noch hübsch im Bücherregal anzusehen.

Der Beginn der Geschichte hat mir direkt mal sehr gut gefallen, ich bin gut reingekommen und man ist schnell in der Welt der Drachen und Krieger gefangen. Es wird alles einfach erklärt, so das einem der Einstieg einfach gut gelingt. Das finde ich bei Fantasy immer sehr wichtig, dass es simpel ist, sonst verliere ich schnell die Lust daran.

Nach dem guten Anfang zog es sich dann etwas wie ich finde, aber bei einem so dicken Buch kann das schon mal vorkommen. Aber das waren auch nur wenige Seiten, es wurde wieder schnell rasanter und spannender. Hauptprotagonistin Violet trieft ja ziemlich oft vor Sarkasmus, das war ganz lustig, aber diese "schwaches kleines Mädchen Superhelden-Sache" war am Anfang nicht so meins, als Charakter hat sie mir aber wegen ihrer Art schon ganz gut gefallen. Ich fand sie und Xaden schon so ein bisschen totale Klischees, aber gut umgesetzte Klischees und deswegen hatte ich letztendlich auch nichts mehr an den beiden auszusetzen.

Es wird ja immer mal wieder Spannung aufgebaut durch die vielen verschiedenen Themen wie die Sache mit den Drachen, den Wettbewerben und Kämpfen und nicht zuletzt wegen dem knisternden Liebeschaos. Noch dazu machen viele geniale Wendungen dieses Buch lebendig und richtig gut. Ich hätte es zu Beginn nicht gedacht, aber es ist tatsächlich ein Highlight und ich freue mich, es gelesen zu haben. Und ich freue mich wahnsinnig auf die Fortsetzung.


6/6



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