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21 November 2025

Rezension: Knochenkälte (David Hunter Band 7)

 

 Autor: Simon Beckett

Verlag: Rowohlt Wunderlich

Erschienen: 05.11.2025

Seiten: 464

Genre: Thriller


Klappentext


Das Skelet hängt in den Wurzeln einer mächtigen Fichte, die das Unwetter zu Fall gebracht hat. Das Wurzelwerk scheint über die Jahre in den verwesenden Körper hineingewachsen zu sein und hält ihn fest umklammert wie in einer Umarmung.


Dr. David Hunter ist während eines Wintersturms in einer kleinen Ortschaft in den Cumbrian Mountains gestrandet. Er ist hier unerwünscht, daran lassen die Bewohner von Edendale keinen Zweifel. Beim Versuch, den grausigen Fund bei der Polizei zu melden, stellt der forensische Anthropologe fest, dass der Sturm das Dorf von der Außenwelt abgeschnitten hat...


Cover: 5/6

Schreibstil: 6/6

Handlung: 5/6

Charaktere: 6/6

Spannung: 4/6

Fesselnd: 5/6


Inhalt


Der forensische Anthropologe Dr. David Hunter ist auf dem Weg nach Carlisle um dort an einem Fall mit zu arbeiten. Wegen eines Unwetters fährt er von der Autobahn ab und landet so in dem kleinen Nest Edendale. Die Einwohner betrachten Hunter skeptisch. Sie scheinen es nicht gewohnt zu sein, dass in Edendale Fremde auftauchen und schon gar nicht mitten in der Nacht. Somit fällt der Empfang dort dementsprechend unangenehm aus. Als das Dorf dann noch von der Außenwelt abgeschnitten wird haben sie mit Hunter schnell einen Sündenbock gefunden, dem sie die Schuld dafür geben können. 

Hunter versucht trotz der Misere das Beste aus seiner Lage zu machen. Bald stellt sich heraus, dass er nicht ganz umsonst in Edendale gelandet ist. Plötzlich steckt er mitten in Mordermittlungen und ist dabei auf sich alleine gestellt.


Meine Meinung

Knochenkälte ist der 7. Band der David Hunter Reihe. Das Cover und der Titel sind einfach gehalten und typisch für die Reihe, man weiß direkt, wo das Buch hingehört. Da es sich um einen in sich abgeschlossenen Fall handelt kann man das Buch auch einzeln lesen, aber es wäre schade, wenn man die anderen Bücher nicht liest, denn als Fan von atmosphärischen Thrillern sollte man sich keins der Bücher der David Hunter Reihe entgehen lassen. Außerdem ist Hunter ein sehr gut ausgearbeiteter und sympathischer Protagonist, es lohnt sich, seine ganze Geschichte und die Hintergründe zu kennen.

Und so wie von Simon Beckett gewohnt gibt es auch in Knochenkälte wieder ein sehr raues und atmosphärisches Setting. Regenwetter, Sturm, Berge, Schneefall und jede Menge düstere Geheimnisse machen das Buch von Beginn an fesselnd. Es dauert etwas bis der eigentliche Fall losgeht, aber dank des bildhaften Erzählstils und der vielen Erklärungen die es braucht, um in die Geschichte einzutauchen wird es zwar nicht langweilig, trotzdem hätte ich mir an manchen Stellen etwas mehr Tempo gewünscht. Es gibt einige Seiten in denen Hunter im Schnee unterwegs ist, das hätte man zum Beispiel meiner Meinung nach etwas kürzer fassen können. Solche Passagen gibt es hin und wieder, das hat mir so ein bisschen die Spannung genommen.

Was ich sehr gut fand, waren die Protagonisten. Neben Hunter, der wie gewohnt einfach gut ausgearbeitet ist und abliefert gibt es noch jede Menge Nebendarsteller, von sympathisch bis hin zu nervigen Idioten und falschen Personen ist alles mit dabei. Es gibt jede Menge Geheimnisse unter den Charakteren und das macht das Buch trotz kleinerer Längen sehr fesselnd. 

Wie es sich für einen guten Thriller gehört ist jeder verdächtig und es dauert, bis sich alle Puzzleteile zusammenfügen. Irgendwann wird alles schlüssig und bis ins kleinste Detail erklärt, aber bis dahin heißt es mitraten und mitfiebern.

Fazit

"Knochenkälte" ist der 7. Band der David Hunter Reihe und ich hoffe, es wird noch viele weitere geben, denn David Hunter und seine düsteren Fälle finde ich immer sehr gut. Außerdem mag ich den anthropologischen Teil mit all seinen Erklärungen sehr gerne. In jedem Teil lernt man was dazu. Man kann Band 7 ohne Vorwissen der anderen Bücher lesen, aber trotzdem wäre es schade, wenn man die anderen Teile verpasst.
Hier geht es von Beginn an wieder sehr rau zu und durch das ganze Buch hindurch zieht sich ein tolles winterliches und atmosphärisches Setting. Die sehr guten Protagonisten mit all ihren Geheimnissen machen die Geschichte sehr fesselnd, aber aufgrund einiger Längen, die manchmal durch zu ausführliche Beschreibungen entstehen, geht die Spannung ein bisschen verloren. Ab und zu hätte ich mir ein bisschen mehr Tempo gewünscht. Bis der eigentliche Fall losgeht dauert dann auch etwas länger, aber das fand ich überhaupt nicht schlimm, da man viele wichtige Informationen erhält und sich mit allen Protagonisten vertraut machen kann. Es gibt viele Geheimnisse zu klären, die auf den letzten Seiten nach und nach aufgelöst und erklärt werden. Ich finde, daran sieht man, wie gut Beckett das Buch durchdacht hat. 
Ich hätte es aber gut gefunden, wenn vorne im Buch eine Karte von Edendale gewesen wäre. Denn Hunter marschiert in manchen Szenen durch das winterliche Edendale, landet hier und da, aber so ganz genau vorstellen konnte ich mir das irgendwann nicht mehr. Also ich habe da beim Lesen gerne mal die Orientierung verloren ;-)
Mir hat "Knochenkälte" sehr gut gefallen, aber es ist einer der schwächeren Teile der Reihe. Aber als Fan der Reihe oder auch wenn man in die Bücher reinschnuppern möchte sollte man das Buch unbedingt lesen.

5/6

05 November 2024

Kurzmeinung: Halloween

 

Autor: Stewart O'Nan

Verlag: Rowohlt

Erschienen: 01.10.2005

Seiten: 256

Genre: Drama, Roman


Klappentext


Halloween, Tag der lebenden Leichen. Die Geister dreier toter Teenager kehren aus dem Zwischenreich zurück nach Conneticut. Vor einem Jahr sind die hier bei einem Unfall auf dem Highway gestorben. Nun sehen sie nach den Freunden, die überlebten: Kyle, entstellt und debil, und Tim, unverletzt, aber innerlich "längst tot". Sie merken, dass Tim etwas Schreckliches vorhat.


Cover: 5/6

Schreibstil: 6/6

Handlung: 6/6

Charaktere: 6/6

Spannung: 5/6

Fesselnd: 6/6


Fazit


Wenn man mit lesen anfängt merkt man direkt, wie speziell dieses Buch geschrieben ist. Fast schon lyrisch schreibt der Autor diese Geschichte. Erzählt wird sie aus Sicht eines der verunglückten Jugendlichen die durch die Zwischenwelt wandeln und immer dort auftauchen, wo jemand an sie denkt. Fünf Jugendliche saßen an Halloween in einem Auto, das gegen einen Baum krachte. Drei starben, einer überlebte, ist aber entstellt und behindert, ein anderer überlebt äußerlich unverletzt, aber seine Seele ist gebrochen. Das wird perfekt verpackt in eine sehr gefühlvolle Geschichte über Kummer, Schuld und die Frage: "Was wäre wenn?". Es geht um trauernde Freunde, um Eltern, Lehrer, und wie die Jugendlichen langsam in der Erinnerung der Menschen verblassen.

Vor allem mit dem Schreibstil hatte ich zu Beginn meine Probleme und tatsächlich konnte ich dann auch das gesamte Buch nie schnell lesen. Einerseits, weil es einfach anders geschrieben ist als die meisten Bücher die ich sonst lese, andererseits, weil man auch wirklich kein einziges Wort verpassen will. Das Buch kommt ohne viel Action aus, es ist einfach melancholisch und verbreitet eine düstere und sehr nachdenkliche Stimmung. Die Geschichte enthält wahnsinnig viele Wahrheiten darüber, wie Menschen ticken und ich finde, der Autor hat das hier perfekt ausgedrückt. Wenn man den Klappentext liest erwartet man wahrscheinlich ein ganz anderes Buch, eine Gruselgeschichte, aber das ist nicht so. Es ist ein absolut gefühlvoller Roman über Trauer und Tod und ich empfehle das Buch sehr gerne weiter.


6/6



31 Dezember 2021

Rezension: Das Therapiezimmer

 

Autorin: Aimee Molloy
Verlag: Rowohlt
Erschienen am: 16.11.2021
Seiten: 336
Genre: Thriller


Klappentext


Keiner sieht dich. Doch du hörst alles...


Der Psychotherapeut Sam und seine Frau Annie ziehen aus New York in die verschlafene Kleinstadt, in der Sam aufgewachsen ist. Dort arbeitet Sam fast rund um die Uhr in seiner Praxis im Souterrain mit seinen (hauptsächlich weiblichen) Klientinnen, während Annie zu viel Zeit allein verbringt. Sam ahnt nicht, dass durch einen Lüftungsschacht all seine Therapiesitzungen im Obergeschoss zu hören sind: die Frau des Apothekers, die sich scheiden lassen möchte. Die Malerin mit dem enttäuschenden Liebesleben. All diese Geschichten mit anzuhören ist unwiderstehlich. Doch dann taucht die betörende junge Französin in dem grünen Mini Cooper auf. Und Sam geht eines Tages zur Arbeit, um nicht wieder zurückzukehren...


Inhalt

Sam und Annie scheinen das perfekte Paar zu sein. Und damit es perfekt bleibt, peppen sie ihr Liebesleben mit ausgefallenen Rollenspielchen auf.
Annie hat für Sam das Leben in New York aufgegeben und ist mit ihm in die Kleinstadt in sein Elternhaus gezogen. Er hat seine eigene Praxis als Psychotherapeut eröffnet, nichts ahnend, welche Gefahren dieser Schritt für ihn bringt. Denn was er nicht weiß, durch einen Lüftungsschlitz können seine Sitzungen mit angehört werden, genau das Richtige, wenn man ein langweiliges Leben zu Hause führt.

Meine Meinung

Der Schreibstil der Autorin hat mir direkt ganz gut gefallen, man findet gut ins Buch rein und kann schnell lesen. Es gab aber ein paar Wörter, die man hätte anders schreiben können, da geriet ich ab und zu ins Stocken, das kann aber auch an der Übersetzung liegen. Sie schafft es hier am Anfang wirklich oft ein paar Wendungen einzubauen, mit denen man nicht rechnet, aber genau das ist dann auch ein bisschen das Problem. Es ist teilweise zu übertrieben und mir ging es dann manchmal so, dass es so Kleinigkeiten waren, die unwichtig erschienen, letztendlich aber doch wichtig waren. Das gibt sich aber in der zweiten Hälfte des Buches.

Es ist alles ziemlich verzwickt aufgebaut, was einerseits dafür sorgt, dass das Buch richtig fesselnd wird, andererseits habe ich manchmal beim Lesen aber auch genervt den Kopf geschüttelt. Alles wird sehr detailliert dargestellt, das zieht vieles oft unnötig in die Länge, Spannung kommt dabei kaum auf. Vor allem zum Ende hin wird es sehr langatmig, da fehlen dann auch die Überraschungen die das Buch am Anfang so gut machen.

Und auch was die Protagonisten angeht war ich nicht ganz zufrieden. Sam erschien mir emotional total überfordert und egoistisch. Er sieht gar nicht, was er anderen damit antut und ist nur auf seinen eigenen Vorteil bedacht. Annie ist eindeutig der bessere und sympathischere Charakter.

Fazit

In diesem Buch gibt es für mich einiges zu kritisieren. Der wirre Aufbau, Details, bei denen man erst spät merkt, dass sie wichtig waren, einen unsympathischen Hauptprotagonisten usw. Der Schreibstil war einerseits sehr angenehm, andererseits gab es auch grammatikalisch Sätze, die man hätte anders schreiben können und alles plätschert oft vor sich hin. Aber es gab auch Positives. Die Idee an sich fand ich sehr interessant und das Buch bleibt vor allem in der ersten Hälfte durchgehend fesselnd. Es ist ein Thriller, der mit wenig Blut und kaum brutalen Szenen auskommt, es geht eher um den psychologischen Effekt. Man kann das Buch zwischendurch gut lesen, aber man darf keinen nervenaufreibenden Thriller erwarten. Es ist eine ruhige Geschichte mit vielen interessanten Aspekten, aber zwischendurch auch immer wieder etwas zäh. Und vor allem das letzte Drittel fand ich dann leider gar nicht mehr gut. Von daher gibt es von mir nicht unbedingt eine Leseempfehlung dafür.

3/6

06 August 2021

Rezension: Die Verlorenen

  

Autor: Simon Beckett
Verlag: Wunderlich/Rowohlt
Erschienen am: 08.07.2021
Seiten: 416
Genre: Thriller


Klappentext


Jonah Colley ist Mitglied einer bewaffneten Spezialeinheit der Londonder Polizei. Seit sein Sohn Theo vor zehn Jahren spurlos verschwand, liegt sein Leben in Scherben. Damals brach auch der Kontakt zu seinem besten Freund Gavin ab. Nun meldet sich Gavin überraschend und bittet um ein Treffen. Doch in dem verlassenen Lagerhaus findet Jonah nur seine Leiche, daneben drei weitere Tote. Fest in Plastikplane eingewickelt, sehen sie aus wie Kokons. Eines der Opfer ist noch am Leben, und für Jonah beginnt ein Albtraum...


Inhalt

Eigentlich hat Jonah sich auf einen entspannten Abend mit seinen Kollegen von der Polizei eingestellt, aber dazu kommt es nicht. Sein ehemaliger bester Freund Gavin ruft ihn an, er steckt in Schwierigkeiten und braucht dringend seine Hilfe. Er nennt ihm die Adresse von einen verlassenen Ort und trotz aller Zweifel macht Jonah sich auf dem Weg dorthin um Gavin, den er seit fast 10 Jahren nicht mehr gesehen hat, zu helfen. Aber als er dort eintrifft ist es zu spät. Er findet Gavin leblos am Boden und wird von einem Unbekannten angegriffen und schwer verletzt. Da er sich von da an im Krankenschein befindet beginnt er auf eigene Faust zu ermitteln und begibt sich dabei selbst in Lebensgefahr.

Meine Meinung

Jonah Colley, so heißt also der Hauptprotagonist der neuen Thriller-Reihe von Simon Beckett. Für eingeschworene Beckett-Fans muss Colley in große Fußstapfen treten, denn viele werden ihn mit seinem letzten Hauptprotagonisten David Hunter vergleichen. Mir ging es auf jeden Fall beim Lesen ab und zu so, dass ich unbewusst Parallelen gesucht und verglichen habe. Aber ich finde, mit Jonah ist Simon Beckett wieder ein sehr guter Charakter gelungen. Der manchmal etwas naiv agierende Polizist war mir von Anfang an sympathisch. Durch seine Schicksalsschläge und seinen starken Willen ist er ein sehr starker Charakter, der dieses Buch sehr prägt. Insgesamt beschreibt der Autor all seine Protagonisten sehr lebendig und mit all ihren Ecken und Kanten ohne dass dabei Längen entstehen.

Zu Beginn gibt es meist sehr kurze Kapitel, was mir persönlich immer sehr gut gefällt. Später werden die Kapitel dann teilweise sehr lange, sind aber in Leseabschnitte unterteilt. Von Anfang an ist das Buch sehr spannend, es gibt keine lange Vorgeschichte und es geht direkt los. Dabei gibt es einige sehr verschlüsselte Handlungen, bei denen man als Leser sehr viele Theorien aufstellen und spekulieren kann und es dauert bis zum Ende, bis sich alles auflöst. Insgesamt ist das Buch dadurch auch wahnsinnig fesselnd und spannend.

Fazit

Mit Jonah Colley hat Simon Beckett wieder einen sehr sympathischen und authentischen Charakter geschaffen, dessen Rolle noch sehr viel Spielraum für weitere Bücher lässt, denn "Die Verlorenen" ist der Beginn einer neuen Thriller-Reihe. Das Buch beginnt direkt rasant und hält das dann auch fast durchgehend bei. Es ist spannend, hat das nötige Maß an Übertreibungen ohne dabei zu überladen zu sein und ich fand es noch dazu wahnsinnig fesselnd. Für mich hat Beckett hier fast alles richtig gemacht und ich freue mich auf weitere Bücher mit Jonah Colley als Hauptprotagonist. 

6/6

07 Januar 2021

Rezension: Der Bewohner

Autor: David Jackson
Verlag: Rowohlt
Erschienen am: 15.12.2020
Seiten: 368
Genre: Thriller


Klappentext


Thomas Brogan ist Serienkiller. Auf der Flucht vor der Polizei findet er Unterschlupf in einem unbewohnten Reihenhaus. Und ungeahnte Möglichkeiten eröffnen sich ihm: Denn die Dachböden der Häuserzeile sind miteinander verbunden. "Brogan" besucht die anderen Häuser, stiehlt Essen und beobachtet die Nachbarn. Besonders fasziniert ihn die schöne Colette, bis hin zur Obsession: Er will alles über sie herausfinden, er will sie seinem Willen unterwerfen - und sie töten. Und wenn Brogan eines liebt, dann das: Mit seinen Opfern Katz und Maus spielen...


Cover

Das Cover ist zwar sehr schlicht, aber ich finde es trotzdem sehr gut. Durch die rote Farbe sticht es richtig gut hervor und auch zum Buch passt es perfekt.

Inhalt

Fast wäre Serienkiller Thomas Brogan von der Polizei gefasst worden, aber im letzten Moment kann er fliehen. Er kommt in einem leerstehenden Endreihenhaus unter. Als er aus Langeweile den Dachboden untersucht entdeckt er, dass die Speicher von einigen der Häuser miteinander verbunden sind und er durch die Speicherluken in die Häuser eindringen kann.

Somit beginnt Brogan zusammen mit seinem zweiten Ich, mit dem er sich in Gedanken unterhält, ein Spiel mit den ahnungslosen Bewohnern. Er beobachtet sie, spielt sie teilweise gegeneinander aus und benutzt sie zu seinem Vorteil. Besonders von der jungen und hübschen Carlotte ist er fasziniert, er träumt davon sie zu besitzen und sie zu töten.

Meine Meinung

Das Buch wird komplett über Thomas Brogan erzählt. Während er auf dem Dachboden lebt erfährt man in Rückblenden alles über seine dramatische Kindheit und die Morde, die er begangen hat. Die Kapitel sind dabei angenehm kurz und der Schreibstil ist sehr flüssig und gut lesbar. Ich habe direkt sehr gut ins Buch reingefunden und konnte durch die Seiten durchfliegen, da die Geschichte auch sehr einfach ist.

Die Charaktere fand ich dabei alle durchgehend gut und authentisch. Sowohl Brogan mit seiner grausamen Vergangenheit und dem Spaß daran, andere Leiden zu sehen, als auch die ahnungslosen Bewohner der Reihenhäuser konnten mich überzeugen und gut unterhalten.

Die Geschichte ist nicht unbedingt spannend, aber trotzdem fand ich sie sehr fesselnd. Es ist interessant mit zu verfolgen, was der Hauptprotagonist mit seinen potentiellen Opfern alles anstellt. Wirklich schade fand ich, dass sich das letzte Drittel etwas zieht. Als hätte der Autor versucht das große Finale so lange es geht heraus zu zögern, das dann für meinen Geschmack schon fast wiederum zu kurz ausfiel.

Fazit

Die Geschichte über einen Killer mit Kindheitstrauma ist nicht unbedingt etwas Neues, aber so wie es hier erzählt wird war es einfach mal was anderes. Es ist fesselnd Brogans Verhalten und sein Vorgehen zu beobachten. Spannend war das Buch nicht immer, aber das hat mir auch gar nichts ausgemacht, denn durch die interessante und kurzweilige Geschichte ließ es sich einfach sehr gut lesen. Und bis auf ein paar Seiten im letzten Drittel enthielt die Geschichte auch keine Längen. Mir hat das Buch sehr gut gefallen, ein schöner Thriller den man zwischendurch mal verschlingen kann. Eine Leseempfehlung gibt es für mich an all diejenigen die auch gerne mal ein Buch lesen, das ein paar blutige Details enthält, hinter dem eine interessante Geschichte steckt, aber die auch gerne mal auf ein bisschen Spannung verzichten können.

4/6



Vielen Dank an den Rowohlt-Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

09 Juli 2020

Rezension: Der Fahrer


Verlag: Rowohlt
Autor: Andreas Winkelmann
Erschienen am: 16.06.2020
Seiten: 400
Genre: Thriller

"Der Fahrer" ist nach "Das Haus der Mädchen" und "Die Lieferung" der dritte Band der "Kerner & Oswald - Reihe". Man kann alle Bücher unabhängig voneinander lesen, da es zwar dieselben Ermittler sind, es sich aber immer um neue und abgeschlossene Fälle handelt.

Klappente

Die Gestalt sitzt zusammengesunken auf einer Bank im Hamburger Stadtpark und rührt sich nicht - sie ist tot. Ihr Gesicht scheint zu leuchten - fluoreszierend im Licht der Straßenlaternen. Jemand hat die Leiche mit Leuchtfarbe angemalt.
In Hamburg treibt ein Serienmörder sein Unwesen. Die Opfer: junge Frauen, die nachts unterwegs waren. Viele waren Kundinnen beim neuen Fahrdienst namens MyDriver. Aber da enden auch schon die Gemeinsamkeiten. Komissar Jens Kerner und seine Kollegin Rebecca Oswald ermitteln fieberhaft - obwohl beide mit privaten Herausforderungen kämpfen. Jens wird mit seiner Vergangenheit konfrontiert, und Rebecca versucht erfolglos, ihn in die Gegenwart - und zu sich - zu ziehen. Dann tauchen überall merkwürdige Hashtags auf. Erst auf den Privatautos der Opfer, dann an immer mehr Orten steht: #findemich - in Leuchtfarbe. Und es scheint, als wäre diese Aufforderung direkt an Jens gerichtet...

Cover

Vielleicht hätte man aus dem Cover etwas mehr rausholen können, aber es ist auffällig genug, so wie es ist und passt auch zum Stil der restlichen "Winkelmann-Bücher".

Inhalt

Für Jens Kerner beginnt alles mit einem verlassenen Auto, auf dem Fahrzeug wurde mit fluorierender Farbe der Hashtag #findemich gezeichnet. Die Fahrertür steht offen, aber von der Fahrerin fehlt jede Spur. Jens Kerner, der an diesem Abend eigentlich seinen Geburtstag feiert, fährt direkt zum Tatort und nimmt zusammen mit anderen Beamten die Ermittlungen auf.


21 Februar 2020

Rezension: Das Echo deines Todes

Verlag: Rowohlt
Autorin: Sophie Kendrick
Erschienen am: 18.02.2020
Seiten: 320
Genre: Thriller

Klappentext

Vor sechzehn Jahren haben sich die vier Freundinnen zuletzt gesehen. Auf einer Schäreninsel während eines Urlaubs, der tragisch endete. Als Lara eine anonyme Einladung dorthin erhält, wirft sie das völlig aus der Bahn. Denn damals verschwand Becca spurlos. Alles, was die Polizei je fand, war ein verlassendes Motorboot - die einzige Verbindung zwischen der Insel und dem Festland. Kaum sind die einstigen Freundinnen auf der Insel angekommen, geschehen merkwürdige Dinge: Jemand bricht in das Haus ein und hinterlässt rätselhafte Botschaften, Fotos tauchen auf Laras Handy auf, die sie nie gemacht hat. Und in der Nacht sieht sie eine Gestalt um das Haus schleichen, die sie für Becca hält...

Cover

Das Cover macht einen sehr idyllischen und hübschen Eindruck, genau so stelle ich mir die Atmosphäre auf einer kleinen schwedischen Insel vor und deswegen finde ich auch, dass es sehr gut zum Buch passt.

Inhalt

Die Geschichte beginnt im Jahr 2003 auf einer kleinen schwedischen Insel, auf der nur die vier Freundinnen Becca, Lara, Michelle und Eileen sind. Gelegentlich bekommen sie noch Besuch von zwei Jungs. Nach einer durchzechten Nacht, bei der Lara einen kompletten Filmriss hat, verschwindet Becca und wird nie gefunden.



16 Juli 2019

Die Lieferung

 

Vom Rowohlt Verlag habe ich ein signiertes Rezensionsexemplar von Andreas Winkelmanns Buch "Die Lieferung" bekommen, worüber ich mich riesig gefreut habe. Dazu gab es noch ein Pizzaschneideset und einen stylischen Pizzarkarton. Das Buch war wie erwartet spannend und ist auf jeden Fall für alle Thrillerfans zu empfehlen.


02 Juli 2019

Die ewigen Toten





Am Wochenende habe ich den 6. Band der David Hunter Reihe gelesen. "Die ewigen Toten von Simon Beckett". Bis auf ein paar Längen war es wie ich finde eine absolut gelungene Fortsetzung.


21 Juni 2019

09 April 2019

Mein - Wie weit würdest Du gehen, um ihn zu behalten?





Heute möchte ich ein Buch vorstellen, das mir wieder netterweise vom Rowohlt Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt wurde. "Mein - Wie weit würdest Du gehen, um ihn zu behalten?" von JL Butler ist ein Roman, der mich aber leider gar nicht überzeugen konnte. Mehr dazu wie immer in meiner Rezi.


03 März 2019

Tief ins Herz





Endlich war es mal wieder so weit :-) Ich habe einen Thriller gelesen, der mich von Anfang bis zum Ende einfach nur begeistert hat. Tief ins Herz von Sarah Pinborough ist rasant, spannend und unvorhersehbar, einfach so, wie ein Thriller sein sollte. 



22 Januar 2019

Ich bringe dir die Nacht

Heute habe ich endlich wieder ein Buch beendet und rezensiert :-) Ich bringe dir die Nacht von Catherine Ryan Howard ist ein richtig guter Thriller. Es gab zwar immer wieder ein paar Handlungsstränge, die sich etwas zogen, aber diese enthalten wichtige Informationen über die Hauptprotagonisten und bestimmen auch ein bisschen die Stimmung im ganzen Buch. Sehr raffiniert und genial geschrieben, kann ich absolut weiterempfehlen!


01 November 2018

Die erste Rezension

Gestern Abend habe ich die erste Rezension für meinen Blog geschrieben. Auch wenn ich persönlich das Buch nicht so toll fand möchte ich euch trotzdem daran teilhaben lassen.

Ich habe rezensiert















PS: Auch wenn diese Rezension nicht so toll ausfällt, ich mag den Schreibstil von Simon Beckett sehr und bin ein großer Fan der David Hunter Reihe!
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