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16 Juni 2026

Kurzmeinung: Evil

Autor: Jack Ketchum

Verlag: Heyne

Erschienen: 05.12.2005

Seiten: 336

Genre: Psychothriller, Horror


Klappentext


Die USA in den 50er-Jahren. Nach außen hin eine heile Welt, doch inmitten der amerikanischen Vorstadtidylle wird ein Junge mit unvorstellbaren Grausamkeiten konfrontiert. Jack Ketchum zeigt in seinem beunruhigenden, grenzüberschreitenden Horrorthriller die Abgründe der menschlichen Seele auf.


Cover: 5/6

Schreibstil: 6/6

Handlung: 5/6

Charaktere: 6/6

Spannung: 5/6

Fesselnd: 5/6


Fazit 


Tja, das ist mir auch noch nicht passiert. So während dem Lesen denke immer wieder, irgendwie kommt mir das alles bekannt vor. Und nach einigen Seiten war mir klar, dass ich das Buch schon gelesen habe, das ist aber bestimmt schon 20 Jahre her. Die Verfilmung habe ich auch schon gesehen. Der Klappentext hat jetzt nicht so viel hergegeben, so dass ich mich einfach nicht mehr daran erinnern konnte. Also war das ein unfreiwilliger reread, ich habe es aber auch nicht bereut.

Das Buch basiert auf einer wahren Geschichte, die sich 1965 ereignet haben soll. Und so spielt die Geschichte zu einer Zeit, in der Frauen reine Hausfrauen waren und viele Männer noch mit den psychischen Folgen des 2. Weltkrieges zu kämpfen hatten. Kinder waren zu dieser Zeit unter sich und wenn Kinder oder Jugendliche auf eine Soziopatin treffen, die ihnen einredet, das richtige zu tun, obwohl ihre Handlung komplett falsch ist, dann kommt so etwas dabei raus wie man es hier liest.

Die Geschichte ist spannend und grausam gleichzeitig. Auf der einen Seite gibt es die unbeschwerte Kindheit von Hauptprotagonist David, der in einen grauenhaften Strudel von Gewalt mit reingezogen wird, auf der anderen Seite die herzzerreißende und schmerzhafte Geschichte von Meg und ihrer Schwester Susan.

Wenn man dieses Buch liest muss man einiges aushalten können. Denn letztendlich ist ein Großteil der Geschichte nicht fiktiv, es ist tatsächlich so oder so ähnlich passiert. Jack Ketchum schreibt wie immer großartig, die Story ist auf grausame Art fesselnd und hat auch eine gewisse Spannung, ist aber eben wirklich schwere Kost. Deswegen gibt es von mir nur eine Leseempfehlung für diejenigen, die so etwas beim Lesen verkraften. Heut zu Tage hätte so eine Geschichte Triggerwarnungen, aber als Evil erschienen ist gab es die nicht.


5/6




23 Januar 2023

Kurzmeinung: Wahnsinn

 


Autor: Jack Ketchum

Verlag: Heyne Hardcore

Erschienen: 02.11.2009

Seiten: 352

Genre: Psychothriller 



Klappentext


Schon bald nach ihrer Hochzeit entdeckt Liddy die sadistische Ader ihres Mannes Arthur. Nach der Geburt ihres Sohnes gerät er zunehmend außer Kontrolle. Er verletzt Liddy, schlägt und missbraucht sie. Um ihres Kindes willen erträgt sie zunächst schlimmste Demütigungen. Doch dann begreift Liddy, wie wahnsinnig Arthur tatsächlich ist, und nimmt den ungleichen Kampf auf. Sie informiert die Polizei und reicht die Scheidung ein. Arthurs Anwälten gelingt es jedoch, Liddy als nicht zurechnungsfähig hinzustellen. Während Liddy um Sorgerecht kämpft, werden weibliche Leichen gefunden, die Opfer eines äußerst brutalen Serienkillers.


Cover: 2/6

Schreibstil: 4/6

Handlung: 5/6

Charaktere: 5/6

Spannung: 5/6

Fesselnd: 4/6


Fazit

Also ich hatte ein paar Schwierigkeiten, bis ich in der Geschichte drin war. Da gab es einige Zeitsprünge und viele Protagonisten, da musste ich mich erst mal zurechtfinden. Mit dem Schreibstil von Jack Ketchum komme ich auch nicht immer so gut klar, ich finde, er schreibt teilweise etwas stockend. Das Problem hatte ich schon bei anderen Büchern von ihm. Auch vom Inhalt her dachte ich, das ist so gar nicht das, was ich erwartet hatte. Aber das Buch konnte mich dann doch noch überzeugen. Während es am Anfang noch wahnsinnig viel Familiendrama ist entwickelt es sich zu einem besonderen und dramatischen Psychothriller, der mich nur noch schwer losgelassen hat. Es ist ein Buch mit einem sehr harten Thema, das leider immer wieder aktuell ist und mich mehr als einmal den Kopf schütteln ließ. Es spielt in einer Zeit, in der Frauen wie Liddy es wahrscheinlich noch schwerer hatten wie heute, das hat Jack Ketchum hier sehr gut dargestellt. Das Ende macht einen dann absolut fassungslos. Wie gesagt, am Anfang war ich nicht so begeistert, aber zum Schluss hin hat es mich dann doch noch überzeugen können.

5/6





20 April 2022

Kurzmeinung: Beutezeit



Autor: Jack Ketchum

Verlag: Heyne Hardcore

Erschienen: 03.09.2007

Seiten: 288

Genre: Horror/Thriller




Klappentext


Drei junge Paare wollen eine Urlaubswoche in einem abgelegenen Ferienhaus an der amerikanischen Ostküste verbringen. Was sie nicht wissen: Die Gegend wird von einer Gruppe Verwahrloster heimgesucht, die unter primitivsten Bedingungen leben und Urlauber nur als Beute betrachten. Die Jagd beginnt...


Cover: 4/6

Schreibstil: 4/6

Handlung: 5/6

Charaktere: 5/6

Spannung: 4/6

Fesselnd: 4/6


Fazit

In diesem älteren Buch von Jack Ketchum zeigt er sich so, wie man ihn liebt. Mit viel Liebe zum blutigen Detail, brutal und teilweise abartig. In diesem Kutlhorrorroman hat er sich eine nette Geschichte ausgedacht, die sich am Anfang noch etwas zog, weil er versucht hat seine Protagonisten möglichst Vorteilhaft vorzustellen. Sobald das Vorgeplänkel dann aber mal abgeschlossen ist wird das Buch richtig fesselnd, die zweite Hälfe war ein totaler Pageturner, das hatte der ersten Hälfte so ein bisschen gefehlt. Ich bin auch recht oft über den Schreibstil gestolpert, so einen richtig in Lesefluss kam ich eigentlich kaum, obwohl das bis jetzt bei seinen Büchern nie ein Problem für mich war. "Beutezeit" ist ein gutes Büchlein für Horrorfans, das man nebenbei oder zwischendurch mal lesen kann und deswegen empfehle ich es den Blutrünstigen unter euch auch sehr gerne weiter.

4/6


30 November 2020

Kurzmeinung: Übler Abschaum von Jack Ketchum

 


Verlag: Festa
Autor: Jack Ketchum
Erschienen am: 19.08.2020
Seiten: 96
Genre: Thriller ab 18


Klappentext


Übler Abschaum ist ein weiteres Werk von Jack Ketchum, das auf einem wahren Kriminalfall beruht:
Paul Bernardo und seine Frau Karla Homolka wurden bekannt als die Ken-und-Barbie-Killer. Sie haben drei Schulmädchen für ihre perversen Spiele missbraucht und anschließend getötet. Das alles haben sie auf Video aufgezeichnet.

Cover: 4/6

Schreibstil: 5/6

Handlung: 3/6

Charaktere: 4/6

Spannung: 1/6

Fesselnd: 3/6


Fazit


Zwar war mir bewusst, dass das wirklich nur eine Kurzgeschichte ist, aber für so ein Leben wie es Paul Bernardo und Karla Homolka führten, sind knapp 90 Seiten meiner Meinung nach zu wenig. Es beginnt mitten drin, ist dann alles sehr sprunghaft und abgehackt und wenn man nicht ein wenig Hintergrundwissen über die wahre Geschichte hat, denke ich, ist man auch ein bisschen verloren. Anstatt so einer kurzen Zusammenfassung wäre hier bestimmt sehr viel mehr drin gewesen. Vom Schreibstil her ist es ein typischer Ketchum, brutal und gnadenlos, er lässt kein perverses Details aus und wahrscheinlich kam es ihm bei dieser Geschichte auch genau da drauf an. Kurz und knapp dieses kranke Paar zu beschreiben und dabei nur bei dem zu bleiben, was tatsächlich passiert ist, aber mir war es leider etwas zu wenig. Es ist eine interessante Geschichte, die man mal zwischendurch lesen kann (wenn man starke Nerven hat, nicht wegen der Spannung, sondern wegen der Handlungen!), aber mich hat das Büchlein nicht so ganz überzeugt.

3/6

21 April 2020

Rezension: Ich bin nicht Sam

 
Verlag: Festa
Autoren: Jack Ketchum & Lucky McKee
Erschienen am: 24.10.2019
Seiten: 174
Genre: Psychothriller 
 
Klappentext
Patrick wird durch einen Weinen aus dem Schlaf gerissen. Seine Frau Sam liegt zusammengerollt auf dem Boden des Schlafzimmers und schluchzt. Als er versucht, Sam zu trösten, lässt sie sich nicht von ihm anfassen. Und dann dreht sie sich zu ihm um und sagt mit der unschuldigen Stimme eines kleinen Mädchens: "Ich bin nicht Sam."
 
In den folgenden Tagen muss Patrick zusehen, wie seine geliebte Frau eine völlig neue Persönlichkeit entwickelt. Die Frau, die einst Sam Burke war, ist jetzt die fünfjährige Lily...
 
Cover
 
Das Cover ist sehr gruselig und für mich ein echtes Highlight, es verspricht jedoch auch viel Schauriges, was das Buch aber gar nicht hergibt.
 
Inhalt
 
Patrick und seine Frau Sam führen eine nahezu perfekte Beziehung und beide sind einfach nur glücklich. Sie leben zusammen mit ihrer 19 Jahre alten Katze und gehen beide ihrem Traumberuf nach, Kinder können sie leider keine bekommen. Doch das Glück der beiden findet ein jähes Ende, als Patrick mitten in der Nacht wach wird und ein klagendes Jammern und Weinen vernimmt. Er findet seine Frau Sam nackt in einer Ecke liegen, als er sie mit ihrem Namen anspricht, sagt sie zu ihm, er habe ihr wehgetan und ihr Name sei Lily, nicht Sam.
 
http://rezensionen-zeilenauslese.blogspot.com/p/verlag-bod-autorin-felicity-green.html
 

25 Oktober 2019

The Lost

"The Lost" von Jack Ketchum ist ein sehr brutales Buch, das aber auch viele soziale Aspekte verarbeitet. Leider war es zwischendurch etwas langatmig, aber sonst wirklich gut und nichts für schwache Nerven.


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