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09 Oktober 2024

Rezension: Und mit mir die Schuld (Velvet Cove 4)



Autor: Daniel Leitner
Verlag:
Erschienen am: 28.04.2023
Seiten: 352
Genre: Psychothriller


Klappentext


Sein Interesse bedeutet Gefahr, seine Liebe den Tod.


Ted sitzt jeden Freitag an der Bar. Er ist einer dieser stillen Beobachter, die sich kaum unterhalten. Es sei denn, da ist jemand, der ihm gefällt. Dann nimmt er ihn gerne mit nach Hause. Aber Ted mag es nicht, wenn sie wieder gehen wollen. Deswegen behält er sie bei sich. Ob sie wollen oder nicht.


Wenn die Liebe zur Besessenheit wird, die Schuld einen beinahe auffrisst und die Einsamkeit unerträglich scheint, übernimmt das Dunkle die Überhand. Denn in Velvet Cove gibt es keine übernatürlichen Monster. Das wahre Böse schlummert in den Menschen selbst.


"Andächtig stelle ich Jesses Kopf auf den kleinen Tisch, damit er meine Arbeit mit ansehen kann."


Inhalt


Frank fällt es eher schwer, sich anderen gegenüber zu öffnen und auch sein Freundeskreis ist überschaubar. Er mag seine Arbeit in einem Plattenladen und er hat Gefühle für seine Kollegin Lee, aber es kostet ihn Überwindung ihr zu zeigen, was er wirklich fühlt. Außer Lee gibt es noch seinen Mitbewohner Nathaniel in seinem Leben.

Und dann gibt es da noch diesen Typen mit Kapuze, der ihm immer wieder begegnet und der ihn bis in seine Albträume verfolgt.


Meine Meinung

"Und mit mir die Schuld" ist der 4. Band der Bücher rund um den Ort Velvet Cove. Die Bücher spielen alle zu verschiedenen Zeiten und da es sich immer um abgeschlossene Geschichten handelt, kann man sie auch unabhängig voneinander lesen.

Um es vorweg zu nehmen, Band 4 war für mich bislang der am wenigsten gelungene Teil. Das Buch ist meist abwechselnd aus der Sicht der Hauptprotagonisten geschrieben. Fast alle Kapitel sind mit einer eigenen Überschrift, Name, Datum und Uhrzeit versehen, das hilft etwas den Überblick zu behalten. Der Schreibstil ist dabei eigentlich ganz gut, aber viele Kommas haben mir das Lesen sehr erschwert. So einen richtigen Lesefluss hatte ich selten, ich kam sehr oft ins Stocken. 

Und dann muss ich leider sagen, es passiert einfach viel zu wenig. Für einen Psychothriller gibt es mir hier eindeutig eine viel zu lange Liebesgeschichte. Dieser Part ist zwar sehr wichtig, war mir aber zu ausführlich. Noch dazu gibt es unendlich viele Dialoge, die das Ganze unnötig in die Länge ziehen. Insgesamt kam bei mir eigentlich nie das Gefühl von Spannung auf, fesselnd war es dagegen teilweise trotzdem. Am Ende war es dann doch noch mal gut und hatte auch noch ein paar Überraschungen parat, aber das hat es für mich dann auch nicht mehr gerettet.

Den Satz im Klappentext "Andächtig stelle ich Jesses Kopf auf den kleinen Tisch, damit er meine Arbeit mit ansehen kann." fand ich sehr gut, vermutlich ist es der beste Satz im ganzen Buch und wurde deswegen für den Klappentext gewählt. Aber ich finde es trotzdem eher unglücklich diesen dort zu erwähnen. Denn Jesses Schicksal ist so von Anfang an klar, dabei dauert es sehr lange, bis es tatsächlich dazu kommt. Ich hätte es spannender gefunden wenn ich nicht von Anfang an gewusst hätte, was mit ihm passiert.

Fazit

Es tut mir wirklich leid, das Buch so schlecht zu bewerten, aber ich wurde einfach nicht warm damit. Die Liebesgeschichte die vor allem die ersten beiden Drittel der Geschichte einnimmt war wichtig, aber auch viel zu ausführlich. Ein Spannungsgefühl hatte ich während des Lesens überhaupt nicht und durch die vielen Kommas fiel mir das flüssige Lesen oft sehr schwer. Das Ende war dann gut und es passierte auch mal was Unvorhersehbares, aber der aufregende Teil endete genauso plötzlich wie er angefangen hat. Teilweise wird hier ein wichtiges Thema beleuchtet, nämlich die Art wie man mit der Homosexualität in den achtziger Jahren umging, dies wiederum fand ich interessant und gut geschrieben. Letztendlich konnte mich der 4. Band von Velvet Cove aber nicht überzeugen.

2/6


26 April 2022

Rezension: Und mit mir die Unzucht!


Autor: Daniel Leitner
Verlag: Independently published
Erschienen am: 14.04.2022
Seiten: 318
Genre: Psychothriller


Klappentext


Als die neunzehnjährige Sophie wieder zu sich kommt, stellt sie fest, dass sie sich nicht mehr in einer Bar befindet. Es ist stockdunkel und sie spürt die kalten Fliesen auf ihrer nackten Haut. Plötzlich steht da eine Frau in der Tür, schlägt ihr ins Gesicht und brüllt, dass sie aufhören soll zu weinen. Es gibt kein Entkommen. Sophie gehört ihr!


Es geht zurück nach Velvet Cove - eine Stadt voller Abgründe, widerwärtiger Ausschweifungen und verlorener Seelen, erschaffen vom Teufel selbst. Wagst du es, die Tore zu öffnen?


Inhalt


Die 19 jährige Sophie ist auf der Suche nach einem Job den sie dank eines gefälschten Ausweises auch findet. Der schmierige Besitzer einer miesen Bar stellt sie sofort ein. Sie beschließt ihre neue Arbeit noch an Ort und Stelle zu feiern und gönnt sich ein paar Drinks. Nichtsahnend, dass dies folgenschwere Konsequenzen für sie hat und in einem Strudel aus brutaler Gewalt endet.


Meine Meinung

Wie immer bei Büchern von Daniel Leitner habe ich direkt gut in die Geschichte reingefunden. Den Schreibstil empfand ich allerdings aufgrund sehr vieler Kommas als sehr stockend. Hierdurch konnte ich nicht wirklich schnell und flüssig lesen. Trotzdem lässt es sich im großen und ganzen gut lesen. Vom Thema her hat er sich hier wieder etwas vollkommen anderes ausgedacht wie bei den ersten beiden Velvet Cove Büchern. Dieses hier beschreibt mehr die sexuellen Vorlieben mancher Menschen mit all ihren ungeschönten Wahrheiten und Grausamkeiten.

Das Buch ist in zwei Handlungsstränge aufgebaut, wovon einer davon in der 1. Person aus Sicht von Hauptprotagonistin Sophie erzählt wird. Sophie hat mir als Charakter sehr gut gefallen und auch wie sie in diese missliche Situation geraten ist fand ich sehr gut beschrieben. Was es mit dem 2. Handlungsstrang auf sich hat bleibt lange ein Geheimnis, auch wenn man ahnen kann, zu welchen Zwecken er dient.

Es ist ein interessantes Thema voller Tabus, das hier angesprochen wird. Vieles, worüber man sonst nicht reden würde wird hier beschrieben ohne dabei ein Blatt vor den Mund zu nehmen. Dabei blieb meiner Meinung nach vor allem zu Beginn die Spannung etwas auf der Strecke. Zum Ende hin ändert sich das aber, der Schlussteil ist wirklich grandios und sehr rasant.

Fazit

Insgesamt konnte Daniel Leitner mich mit dem 3. Band seiner Velvet Cove Reihe wieder überzeugen, auch wenn mir teilweise etwas die Spannung gefehlt hat und auch überraschende Wendungen gab es eher weniger. Hauptprotagonistin Sophie fand ich sehr gut ausgearbeitet. Ihr grausames Schicksal wurde gut auf den Punkt gebracht mit all seinen unschönen und schrecklichen Details. Es werden wichtige Themen und Tabus angesprochen, manches jedoch für meinen Geschmack etwas zu ausschweifend, was zur Folge hat, dass sich der mittlere Teil der Geschichte etwas zieht. Das Buch besteht aus zwei Handlungssträngen, die irgendwann zueinander finden. In diesem Buch geht es nicht nur um körperliche Gewalt sondern auch um seelischen Mord. Menschliche Abgründe, die sich hinter verschlossenen Türen verstecken und die hier aufgezeigt werden, mit all ihren abscheulichen Seiten. Denn es gibt wirklich Menschen, die Profit daraus schlagen indem sie Seelen verkaufen. So schwer es auch sein mag zu verstehen, aber dieses Buch ist nicht nur Illusion, es ist leider auch ein Teil der menschlichen Gesellschaft. Wer solche Geschichten mag, der ist hier genau richtig und dem empfehle ich das Buch auch sehr gerne weiter. Man kann Band 3 übrigens auch ohne Vorkenntnisse der beiden Vorgänger lesen, da es sich jeweils um abgeschlossene Geschichten handelt.

5/6

04 Juni 2021

Kurzmeinung: Und mit mir die Angst (Velvet Cove 2)

 

Autor: Daniel Leitner
Verlag: Independently puplished
Erschienen am: 26.05.2021
Seiten: 275
Genre: Psychothriller


Inhalt


Als die 16 Jahre alte Lana ihrem Vater bei dessen Arbeit im Stadtarchiv aushilft findet sie zufällig einen interessanten Artikel aus dem Jahr 1977. Damals verschwand der Pastor des Ortes auf unerklärliche Weise, nie wurde aufgeklärt was mit Pastor Eden passiert ist. Lana, die einen Blog mit dem Namen "Velvet Cove - Die Stadt der tausend Geheimnisse" hat beschließt darüber zu berichten und setzt sich in den Kopf den Fall unbedingt aufzuklären.


Fazit

"Und mit mir die Angst" (Velvet Cove) ist der 2. Band einer Reihe von Geschichten die in Velvet Cove spielen. Dabei sind alle Teile unhabhängig voneinander lesbar, da es einzelne Geschichten sind. Im Gegensatz zu Band 1 kommt der 2. Band sehr viel weniger brutal und mit weniger blutigen Szenen aus. Durch den Aufbau des Buches bleibt es unvorhersehbar, sehr fesselnd und ich fand die Auflösung dann auch sehr überraschend. Es ist ein recht kurzes Buch, das man in ein, zwei Tagen durchsuchten kann. Es ist zwar auch ein wenig brutal ist, legt aber auch sehr viel Wert auf den psychologischen Aspekt. Mir hat es sehr gut gefallen und ich empfehle es wirklich sehr gerne weiter.

5/6

27 Mai 2021

Kurzmeinung: Muttermal





Verlag: Independently puplished

Autorin: Daniel Leitner

Erschienen am: 17.03.2020

Seiten: 413

Genre: Thriller, Drama





Klappentext


Von seinen leiblichen Eltern weiß der junge Deutschlehrer Jonas kaum etwas. Das ändert sich jedoch schlagartig, als seine vermeintliche Mutter plötzlich vor seiner Wohnungstüre auftaucht.


Jonas willigt ein, ein Wochenende mit ihr in einer Hütte im Wald zu verbringen, um all seine Fragen endlich beantwortet zu bekommen.


Das Familienglück scheint perfekt - doch während seine leibliche Mutter immer mehr von ihrem Leben preisgibt, bemerkt Jonas Widersprüche und stellt sich die Frage: Wer ist diese Frau wirklich und welches Geheimnis verbirgt sie?


Abgeschottet von der Außenwelt beginnt ein Katz- und Mausspiel, in dem nichts so ist, wie es zunächst scheint.


Cover: 5/6

Schreibstil: 4/6

Handlung: 3/6

Charaktere: 4/6

Spannung: 3/6

Fesselnd: 3/6


Fazit

Das Thema des Buches hat sich für mich sehr interessant angehört, weswegen ich es auch lesen wollte. Aber schon direkt am Anfang war mir klar, Jonas würde mir als Hauptprotagonist nicht so sehr gefallen. Er kam schrecklich spießig und aalglatt rüber. Seine Mutter Christine dagegen fand ich viel interessanter, sie hatte mehr Facetten zu bieten. Die Geschichte an sich plätschert oft ein bisschen vor sich hin. Es ist größtenteils mehr Drama wie Thriller und die Aufarbeitung der Vergangenheit der beiden Hauptprotagonisten war mir teils viel zu langatmig. Ich glaube, hätte man es kürzer geschrieben, wäre das Buch viel kurzweiliger gewesen und trotzdem wäre der Hauptkern des Themas nicht verloren gegangen. Das letzte Viertel war auf jeden Fall am besten und das hat mir auch richtig gut gefallen. Insgesamt ist es zwar eine interessante Geschichte, die sich meiner Meinung nach aber in zu vielen ausschweifenden Erzählungen verliert, weswegen sie mich nur teilweise überzeugen konnte.


3/6




31 Oktober 2020

Rezension: Und mit mir die Dunkelheit

Autor: Daniel Leitner
Verlag: Independently published
Erschienen am: 21.10.2020
Seiten: 244
Genre: Psychothriller

Klappentext

Die sechszehnjährige Winter wird von zwei Maskierten aus dem Schlaf gerissen und gewaltsam ins Wohnzimmer gezerrt. Dort muss sie feststellen, dass ihre Familie Opfer einer teuflischen Sekte wurde. Gefesselt und umringt von weiteren schwarzen Gestalten wird Winter klar, dass hinter diesem Überfall ein mörderischer Plan steckt.

Ein blutiger Albraum aus Lügen, dunklen Geheimnissen und einem gefährlichen Fehler, der allen anwesenden den Tod bringen könnte. Wer überlebt diese Teufelsnacht?

Cover

Das Cover strahlt für mich durch die Farben, die Zeichen und die Schrift schon etwas diabolisches aus, was für mich in dieser Kombination perfekt zum Buch passt.

Inhalt

Winter ist ein typischer Teenager. Sie wird gut behütet erzogen, zusammen mit ihren Eltern und ihrem großen Bruder lebt sie in einer anscheinend gewöhnlichen und perfekt Familie. Sie hat einen Freund, geht zur Schule und spielt erfolgreich Theater. Aber etwas Dunkles überschattet ihre Familie, Dinge, von denen Winter nichts ahnt und die jemand, der sich "der Prophet" nennt ans Licht bringen möchte...

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