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02 Januar 2021

Rezension: Amissa (1) - Die Verlorenen

Autor: Frank Kodiak
Verlag: Droemer
Erschienen am: 02.11.2020
Seiten: 400
Genre: Thriller


Klappentext


In einer regnerischen Herbstnacht werden die Privatdetektive Rica und und Jan Kantzius Zeugen eines grauenhaften Zwischenfalls an einer Autobahnraststätte. Ein panisches Mädchen rennt direkt auf die Fahrbahn und wird von einem Auto erfasst: "Die Grube...", flüstert die Schwerverletzte und stirbt. Ihre Hand krampft sich um einen Zettel. Zeitgleich explodiert ein Wohnmobil. Darin die Leiche eines Mannes, der das Mädchen offenbar kurz nach dem Umzug der Familie entführt hat. Abgründe tun sich auf, als das Ermittlerpaar bei "Amisse" nachhakt, einer Hilfsorganisation für vermisste Personen. Es gibt weitere Teenager, die auf ähnliche Weise nach dem Umzug verschwunden sind...


Cover

Obwohl das Cover sehr gut passt, gefällt es mir rein von der Optik her nicht ganz so gut. Aber trotzdem finde ich das mit rot abgesetzte große A vor diesem Hintergrund sehr stimmig mit dem Buch.

Inhalt

Nach einem Streit mit ihrem Vater verlässt die 17 Jahre Leila wütend ihr zu Hause. Ihr Vater macht sich kurze Zeit später auf die Suche nach ihr, um mit Leila zu reden und auf sie zuzugehen, denn er fühlt sich schuldig wegen des Streits. Aber egal wo er sucht, Leila bleibt verschwunden.

Währenddessen ist irgendwo ein junges Mädchen auf der Flucht vor ihrem Peiniger. Sie scheint ihm schon entkommen zu sein, aber dann geschieht ein furchtbares Unglück. Die Privatermittler Rica und Jan Kantzius sind zufällig in der Nähe, als das Unglück passiert und werden so auf den Fall mehrerer vermisster Mädchen aufmerksam, deren Verschwinden durchweg die selbe Hintergrundgeschichte zu haben scheint.

Meine Meinung

Durch die zugleich spannenden, aber auch schockierenden Szenen, direkt am Anfang wird man schnell in das Buch hineingezogen. Man findet so gut in die Geschichte rein und ist gefesselt vom Geschehen. Durch die kurzen Leseabschnitte, die dann etwas größeren Kapiteln unterstehen, und die über die verschiedenen Protagonisten erzählt werden, bleibt das Buch durchgehend abwechslungsreich und spannend. Es gibt mehrere Handlungsstränge, die sich irgendwann perfekt zusammenfügen.

Es werden im Lauf der Geschichte einige wichtige Themen verarbeitet, wie die Gefahr der sozialen Medien und deren Auswirkung auf Jugendliche, Rassismus und Missbrauch. Was mich ein bisschen genervt hat war die ständige Anspielung darauf, was für ein außergewöhnliches Paar Rica und Jan sind. Das ist zwar zweifelsohne der Fall, aber egal auf wen die beiden treffen, es wird immer wieder Wert darauf gelegt, das zu erwähnen. Aber trotzdem fand ich beiden Ermittler sehr sympathisch.

Perfekt dargestellt und gut durchdacht sind in diesem Buch auf jeden Fall die Auswirkungen der sozialen Medien auf junge Menschen. Es ist erschreckend, wie einfach die jungen Mädchen sich hierdurch manipulieren lassen und in Gefahr bringen. Wenn ich zurückdenke muss ich ehrlich sagen, ich wäre genauso manipulierbar gewesen und drauf reingefallen. Eltern versuchen ihre Kinder immer so gut es geht zu beschützen, aber da sich das Leben junger Menschen inzwischen größtenteils auf dem Handy abspielt ist dies oft kaum noch möglich.

Fazit

"Amissa" ist ein wahnsinnig gutes Buch mit einer grausamen, aber auch leider sehr realistischen, Geschichte. Es ist kurzweilig und großartig geschrieben und sehr fesselnd. Teilweise fand ich es ein bisschen vorhersehbar und ein paar wenige Stellen haben mir nicht ganz so gut gefallen, aber ansonsten war es top. Für mich ein sehr gelungener Trilogie-Auftakt und ich freue mich auf die nächsten Fälle des sympathischen Privatermittlerpärchens Rica und Jan Kantzius. Wer gerne Thriller liest, der sollte sich dieses tolle Buch auf gar keinen Fall entgehen lassen.

5/6



Vielen Dank an den Droemer-Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

08 Dezember 2020

Rezension: Wenn das Licht gefriert

Verlag: Gmeiner
Autor: Roman Klementovic
Erschienen am: 09.09.2020
Seiten: 349
Genre: Thriller


Klappentext


Seit 40 Jahren schon ist Elisabeth mit Friedrich verheiratet - glücklich, trotz einiger Schicksalsschläge. Auch seine Alzheimererkrankung kann ihre Liebe nicht erschüttern. Doch eines Abends ist er besonders verwirrt. Während eines TV-Beitrags über den seit 22 Jahren ungeklärten Mord an der besten Freundin ihrer Tochter gibt er Verstörendes von sich. Er erwähnt Details, die er gar nicht kennen dürfte. In Elisabeth regt sich ein schlimmer Verdacht...


Cover

Das Cover ist zwar schlicht, aber für mich trotzdem ein Hingucker. Das Bild mit den knochigen Bäumen passt perfekt zu den Szenen im Moor, die rote Schrift hebt den Titel sehr schön davon ab.

Inhalt

Es ist ein Spätsommertag im Jahr 1997, Anna feiert ihren achtzehnten Geburtstag zusammen mit Freunden. Nach der Feier kommt sie nicht mehr nach Hause, täglich schwindet die Hoffnung, Anna noch lebend zu finden. Ihre Eltern sind jeden Tag verzweifelter, sie sind am Boden zerstört. Und ihre schlimmsten Befürchtungen bewahrheiten sich, Anna ist tot.

22 Jahre später werden alte Wunden wieder aufgerissen als eine Fernsehsendung, die über ungeklärte Mordfälle berichtet, einen Bericht über Annas Mordfall ausstrahlt. Die Eltern von Annas damaliger bester Freundin, Elisabeth und Friedrich, verfolgen den Bericht im Fernsehen. Und plötzlich redet Friedrich, der an Demenz erkrankt ist, über Dinge die er gar nicht wissen kann. Der Fernsehbericht scheint irgendetwas längst Verborgenes in ihm wach zu rütteln. Und nachdem der Bericht ausgestrahlt wurde überschlagen sich die Ereignisse, in Elisabeths Leben ist danach nichts mehr wie es einmal war.

Meine Meinung

Schon der Prolog ist unheimlich beklemmend und spannend. Die Sorgen von Annas Eltern werden hier perfekt beschrieben und auf den Punkt gebracht. So fiel der Start ins Buch natürlich leicht. Wenn man den Prolog gelesen hat, möchte schon gar nicht mehr mit lesen aufhören.

Der Schreibstil hat mir richtig gut gefallen. Der Autor beschreibt die Gefühle und Handlungen der Personen außergewöhnlich gut. Auch der Aufbau des Buches ist unheimlich gut gewählt. Die Kapitel sind meist sehr kurz gehalten und enden oft mit Chliffhanger. Es wird über alle Protagonisten berichtet, hauptsächlich jedoch über Elisabeth, die nicht glauben kann, dass ihr geliebter Mann ein Mörder sein soll. Man kann gar nicht anders, man muss weiterlesen. Die Atmosphäre im gesamten Buch ist wie schon erwähnt unheimlich beklemmend und spannend, vom Anfang bis zum dramatischen Ende.

Fazit

Dieses Buch war mal wieder ein Thriller, wie ich ihn liebe. Sehr guter Schreibstil, überraschende Wendungen, es ist immer was los und bis kurz vor dem Ende weiß man nicht, was mit Anna wirklich passiert ist. Jeder ist verdächtig, ständig passiert irgendetwas, es gibt durchgehend authentische Charaktere und es ist wahnsinnig spannend. Ich habe das Buch in zwei Tagen gelesen, weil ich einfach wissen musste, wie alles endet und wie die Auflösung ist. Wer gerne Thriller liest, der sollte das Buch unbedingt lesen. Für mich war es ein absolutes Lesehighlight!

6/6


14 Oktober 2020

Rezension: Vortex - Der Tag an dem die Welt zerriss -

Verlag: Fischer KJB
Autor: Anna Benning
Erschienen am: 04.03.2020
Seiten: 496
Genre: Fantasy

Klappentext

Der Tag, an dem der erste Vortex über unsere Welt zog, veränderte alles. Er veränderte unsere Länder. Unsere Meere. Und er veränderte uns. Seine Energien weckten Kräfte, die es nicht geben sollte. Kräfte des Feuers, der Erde, der Luft und des Wassers. Unsere Welt ist heute eine andere. Doch die Vortexe sind geblieben. Ich lernte, in ihren Wirbeln zu laufen. Ich lernte, ihre Kräfte zu meinen Kräften zu machen. Doch ich wusste nicht, welche Macht ich dadurch entfachen würde. Bis ich ihn traf. Und meine Welt endgültig aus den Fugen geriet...

Cover

Das Cover ist natürlich ein absoluter Hingucker und passt mit den Farben perfekt zur jugendlichen Zielgruppe. Ich habe ein Buch der 1. Auflage mit buntem Buchschnitt, was es noch mehr zu einem Highlight macht.

Inhalt

Elaines Mutter wurde ermordert, als sie noch ein Kind war. Nun trainiert sie seit ihrem 12. Lebensahr im Kuratorium um Vortexläuferin zu werden. Denn als Läuferin hat sie die Chance den Tod ihrer Mutter zu rächen.


26 Juni 2020

Rezension: Ich bleibe hier

Verlag: Diogenes
Autor: Marco Balzano
Erschienen am: 20.06.2020
Seiten: 288
Genre: Historischer Roman


Klappentext

Ein idyllisches Bergdorf in Südtirol - doch die Zeiten sind hart. Von 1939 bis 1943 werden die Leute vor die Wahl gestellt: entweder nach Deutschland auszuwandern oder als Bürger zweiter Klasse in Italien zu bleiben. Trina entscheidet sich für ihr Dorf, ihr Zuhause. Als die Faschisten ihr verbieten, als Lehrerin tätig zu sein, unterrichtet sein heimlich in Kellern und Scheunen. Und als ein Energiekonzern für einen Stausee Felder und Häuser überfluten, leistet sie Widerstand - mit Leib und Seele.

Cover

Das Cover ist ein typisches Verlagscover, das sehr schön zum Inhalt des Buches passt. Aber man sollte wissen, dass die ganze Geschichte zwar auf den Bau des Staudamms ausgelegt ist, jedoch trotzdem nur einen eher geringen Teil des Geschehens ausmacht.

Inhalt

Im kleinen Örtchen Graun in Südtirol führte Trina von Kindheit an mit ihrer Familie ein wunderschönes Leben. Doch dann kamen Mussolinis Faschisten und alles wurde anders. Trina, die zusammen mit ihren Freundinnen Barbara und Maja das Lehrerdiplom besitzt, dürfen nicht unterrichten. Ein Pfarrer spricht sie darauf an, dass sie in Verstecken Deutschunterricht für Kinder geben können, denn Deutsch reden ist verboten. Die drei jungen Frauen lassen sich darauf ein, aber nicht für alle nimmt das ein gutes Ende.

In Graun hofft man derweil darauf, dass der Krieg den Ort von den Faschisten erlöst und das sie durch Hitler wieder frei sein können. Außerdem will ein Energiekonzern einen Staudamm bauen, wodurch das Dörfchen überflutet werden würde. Wer nicht freiwillig geht, soll Zwangsenteignet werden. In Graun hofft man, dass die Nazis sie nicht nur befreien, sondern auch den Bau des Staudamms verhindern.




09 März 2020

Rezension: Cold Case - Das verschwundene Mädchen -

Verlag: Bastei Lübbe
Autorin: Tina Frennstedt
Erschienen am: 31.01.2020
 Seiten: 448
Genre: Thriller

Cold Case - Das Verschwundene Mädchen - ist Band 1 einer Thriller-Reihe. Band 2: Cold Case - Das gezeichnete Opfer - erscheint am 29.01.2021.

Klappentext

Er lauert den Frauen in den frühen Morgenstunden auf.
Er überfällt sie in ihren Wohnungen.
Er tötet sie - und verschwindet.

Als an einem Tatort Spuren auftauchen, die auf einen alten Vermisstenfall hinweisen, übernimmt Tess Hjalmarsson, Expertin für COLD CASES, die Ermittlungen.
Hängt das spurlose Verschwinden der damals 10-jährigen Annika, deren Fall nie gelöst wurde, tatsächlich mit den aktuellen Serienmorden zusammen? Tess ermittelt unter Hochdruck.
Ein Rennen gegen die Zeit beginnt.
Denn eines ist sicher: Der Serienmörder wird wieder zuschlagen...

Cover

Das Cover ist ein richtiger Hingucker, mir gefällt es sehr gut. Es passt sehr schön zu der Atmosphäre, die ein Thriller, der in Schweden spielt, ausdrückt.

Inhalt

In der schwedischen Stadt Malmö wird eine Frau vergewaltigt und ermordet. Der Fall zeigt Parallelen zu mehreren Fällen in Dänemark, jedoch war der Täter seit drei Jahren nicht mehr aktiv, nun scheint es so, als sei er wieder zurückgekehrt und begeht seine schrecklichen Verbrechen in Schweden. Dabei geht er immer nach demselben Schema vor. Seine Opfer sind Frauen mittleren Alters aus gut gestellten Familien. Aber eine der Frauen überlebt und kann Hinweise auf den Täter geben. Außerdem werden am Tatort Spuren gefunden, die daraus schließen lassen, dass der Täter etwas mit einem Vermisstenfall von vor sechzehn Jahren zu tun haben könnte. Damals verschwand die neunzehn Jahre alte Annika spurlos.


16 Dezember 2019

Tod und kein Erbarmen

Hier meine Rezi zu meiner letzten Lektüre: Tod und kein Erbarmen von Elias Haller. Ein sehr guter Thriller, der mich gut unterhalten hat. Außerdem liebe ich das winterliche Cover, ich wäre froh, hier würde es auch endlich mal so aussehen, aber bei uns in der Gegend gibt es zurzeit leider nur Regen :(



Verlag: Edition M.
Autor: Elias Haller
Erschienen am: 03.12.2019
Seiten: 383
Genre: Thriller

Klappentext

An einem Januarmorgen verschwindet die achtjährige Violetta. Akribisch rekonstruiert die Polizei ihren Weg zur Schule und entdeckt Indizien, die auf eine Entführung hindeuten. Doch das Mädchen wird nie gefunden.

Zehn Jahre später verbringt Kriminalhauptkommissar Erik Donner ein paar Tage in dem Ort und will dort eigentlich nur sein privates Unglück im Alkohol ertränken, als er von Violettas Cousine aufgesucht wird. Angeblich gibt es einen neuen Hinweis auf den Verbleib des Mädchens. Doch Donner glaubt nicht an die Aufklärung eines so alten Falls. Im Streit schickt er Violettas Verwandte weg. Ein folgenschwerer Fehler, denn am nächsten Tag steht der Kommissar plötzlich unter Mordverdacht …


Cover

Ein Cover, das vor allem zur Winterzeit perfekt passt und auch gut zum Inhalt des Buches, da die Geschichte im verschneiten Nest Pöhla spielt. Und genauso wie auf dem Bild stelle ich es mir dort vor.


Inhalt


Schon direkt am Anfang wird klar, die kleine Violetta wurde von einem LKW-Fahrer mit tschechischen Kennzeichen entführt. Denn jemand hat die Entführung von seinem Fenster aus beobachtet, verriet dies aber nie der Polizei, da er selbst etwas zu verheimlichen hat und noch dazu war er besessen von Violetta. Nach ihrem Verschwinden machte er es sich zur Aufgabe, das Mädchen selbst zu finden ohne Hilfe der Polizei.

10 Jahre später: Polizist Erik Donner, dessen Spitzname Kommissar Monster ist, ist zurzeit nicht im Dienst und sitzt mit einem Dorfpolizisten in einer Gaststube, wo er von einer Frau angesprochen wird. Die sagt, sie sei die Cousine der verschwundenen Violetta und sie habe Hinweise, dass Violetta lebt. Aber es kommt zum Streit zwischen ihm und Linda, die daraufhin die Gaststube verlassen muss. Donner, der nicht mehr ganz nüchtern ist, folgt ihr. Daraufhin hat er einen Blackout.

Am Morgen erwacht er in seinem Bett in der Gaststube. Seine Kleider sind voll mit Blut und auch das Bett ist voll damit. Er versucht, dies erst einmal zu vertuschen und mit der Situation alleine klar zu kommen und begibt sich auf die Suche nach Linda, die aber unauffindbar ist. Zurück in der Gaststube wartet schon die Dorfpolizei auf ihn. Sie waren in seinem Zimmer und haben das Blut gesehen, außerdem hat man eine grauenhaft zugerichtete Frauenleiche gefunden, die Lindas Sachen bei sich hat. Und plötzlich will jemand Donner am Abend mit Linda wegfahren gesehen haben. Während für die Leute schnell klar ist, dass Donner Linda ermordet haben muss, wittert der eine Verschwörung, weil Linda der Wahrheit vielleicht näher war, als sie sollte und jemand gemerkt hat, dass Donner daran nicht ganz uninteressiert war.

Meine Meinung

"Tod und kein Erbarmen" ist bereits der 7. Band der Reihe um Kommissar Donner. Ich wusste das vorher nicht, es hat aber auch nicht weiter gestört, man kann das Buch auch ohne Vorkenntnisse lesen. Es gibt zwar immer mal ein paar Hinweise und Anekdoten aus der Vergangenheit, die aber mit dem eigentlichen Fall nichts zu tun haben.

Den Schreibstil von Elias Haller finde ich sehr erfrischend. Mit einem gewissen Maß an Zynismus schafft er es, die Charaktere sehr gut ins Bild zu rücken und vor allem Erik Donner finde ich dabei super. Hier bereue ich dann doch etwas, die Vorgänger nicht gelesen zu haben, denn die Entwicklung von Donners Charakter ist bestimmt sehr interessant. Vielleicht werde ich es irgendwann mal nachholen.

Der Aufbau der Geschichte ist geschickt gewählt. Es gibt ein paar Rückblenden, die Violettas Verschwinden beschreiben und die Zeit danach, als die Polizei nach ihr sucht. Die Kapitel sind sehr kurz und werden aus verschiedenen Sichtweisen erzählt, die Meisten jedoch aus Sicht von Erik Donner, seine oft sehr zynischen und "liebevoll boshaften" Gedankengänge werden dabei in Kursivschrift dargestellt. Schnell werden einige Verdächtige ins Spiel gebracht, was die Geschichte unvorhersehbar und rätselhaft macht.

Fazit

Das Buch habe ich zufällig bei NetGalley entdeckt und ich bin sehr froh darüber, es gelesen zu haben. Ich mag Thriller und Krimis, die nicht zu lange sind und in denen viel passiert und genau das ist hier der Fall. Auf den etwa 380 Seiten gibt es viele Handlungen, dabei bleibt die Geschichte unvorhersehbar und spannend. Ein Buch, das ich sehr gerne weiterempfehle und das man, obwohl es schon der 7. Band über Erik Donner ist, auch ganz ohne Vorkenntnisse genießen kann.


5/6

Vielen lieben Dank an Amazon Publishing und NetGalley zur Bereitstellung des Rezensionsexemplars. Es wurden keinerlei Vorgaben gemacht und die Rezension spiegelt meine eigene Meinung wider.

22 November 2019

Offline

Ich hatte ja in den letzten Tagen mein Erstes Lesevergnügen mit einem Thriller von Arno Strobel. Leider muss ich sagen, dass dieses Buch so gar nicht mein Geschmack war. Die Grundidee fand ich super, die Umsetzung aber schrecklich langatmig:

Verlag: Fischer
Autor: Arno Strobel
Erschienen am: 25.09.2019
Seiten: 368 
Genre: Thriller

Klappentext

Fünf Tage ohne Handy.
Ohne Internet.
Offline.
Die perfekte Auszeit.
Wird zum ultimativen Horrortrip.
Abgeschnitten von der Außenwelt geht es nur noch um Eines.
Überleben.
Niemand wird kommen,
um dir zu helfen.
 Denn Du bist,
nicht erreichbar...
Cover

Das Cover finde ich auffällig, außergewöhnlich und sehr schön. Es passt zum Buch und mir gefällt es sehr gut.

Inhalt

5 Tage offline in einem abgeschnittenen Berghotel. Ein Detox-Trip, auf den sich Jennifer zusammen mit weiteren Arbeitskollegen einer Telekommunikationsfirma begibt. Zu ihnen vier kommen noch vier weitere Mitstreiter, die sich freiwillig auf dieses Abenteuer begeben, so wie drei Teammitglieder des Veranstalters.

Nach einem langen Aufstieg kommt die Truppe an dem noch leer stehenden Hotel an. Die Renovierungsarbeiten sind noch nicht komplett abgeschlossen und bis auf die beiden Hausmeister befindet sich niemand in dem Gebäude. Jenny überkommt direkt ein mulmiges Gefühl, als sie vor dem Gebäude steht und würde am liebsten wieder kehrt machen.

Und Jennys schlechtes Gefühl bewahrheitet sich. Schon am zweiten Tag geschieht etwas Grauenhaftes. Zunächst bemerkt niemand, dass einer von ihnen verschwunden ist. Als es ihnen bewusst wird machen sie sich auf die Suche. Sie finden den verschwundenen Thomas letztendlich grausam zugerichtet im Gebäude. Thomas ist nackt und jemand hat seinen Körper so zugerichtet, dass er all seiner Sinne beraubt wurde. Er ist vom Hals abwärts gelähmt, blind, stumm und taub. Thomas stirbt letztendlich an den schweren Verletzungen. In der Gruppe bricht Unruhe aus und als am nächsten Tag wieder jemand verschwindet wissen alle, dass jemand unter ihnen sein muss, der für diese Taten verantwortlich ist. Und Hoffnung auf Rettung kann sich niemand von ihnen machen, denn das Funkgerät, das für den Notfall im Hotel ist, wurde zerstört und draußen herrscht ein Schneesturm, der einen Abstieg unmöglich macht.

Meine Meinung

Nach einem sehr guten Prolog wird die Geschichte einfach nur zäh. Und auch die Handlungen der Protagonisten waren manchmal etwas zweifelhaft. Schon direkt am Anfang stellt einer der Tourteilnehmer eine meiner Meinung nach unnötige Frage. Alle sind in dem verlassenen Hotel angekommen und erst dann fragt jemand, was eigentlich ist, wenn ein Notfall eintritt. Ja, klärt man das denn nicht bevor man so eine Reise antritt? Und als der erste Mord bzw. die erste Verstümmelung passiert ist wird darüber diskutiert, wo und wie man die Nacht verbringt. Da ging es dem ein oder anderen dann trotz der brenzligen Situation immer noch darum, Privatsphäre beim Schlafen zu haben. Gut, dann ist man es aber auch selbst schuld, wenn es einen erwischt. Grundsätzlich wurde unter der munteren Truppe sehr viel diskutiert und das hat mich wirklich gestört.

So war die Geschichte ja noch so aufgebaut, dass sich etwas Spannung ergab, aber diese ständigen textfüllenden Unterhaltungen waren oft sehr mühselig und sorgten dafür, dass die Spannung doch sehr gedämpft wurde. Im Großen und Ganzen lief die Geschichte nach einem gewissen Schema ab: Reden - Tat - Reden und diskutieren - weitere Tat - noch mehr reden und diskutieren usw.

Lichtblicke waren da die sehr genial erzählten Situationen aus Sicht eines der Opfer. Hier wurden die Gefühlslage und die missliche Lage wirklich super wiedergegeben.

Gekonnt war es natürlich auch so viele Charaktere in einen Topf zu werfen, denn jeder war verdächtig. Auch die Idee mit dem Detox-Trip fand ich sehr gut und deswegen habe ich das Buch auch gelesen, weil ich die Geschichte interessant fand. Andererseits muss man natürlich sagen, dass Protagonisten vor noch nicht allzu langer Zeit auch ganz ohne Handys überleben mussten.

Die Kapitel sind sehr unterschiedlich lang und hauptsächlich geht es dabei um Hauptprotagonistin Jenny und, wie schon erwähnt, gelegentlich um eins der Opfer.
Fazit

Der Thriller wurde so hochgelobt, dass ich ihn auch unbedingt lesen wollte. Und vielleicht war ich auch deswegen so enttäuscht, weil ich schon so viel Gutes darüber gelesen habe. Die Geschichte an sich fand ich gut, die Umsetzung aber sehr langatmig. Am Schluss ist das Buch noch mal kurz aufgeblüht, dies hat das Langatmige aber nicht mehr wettmachen können. Deswegen gibt es von mir auch nur 2 Lesezeichen.


2/6

Vielen lieben Dank an NetGalley zur Bereitstellung des Rezensionsexemplars. Es wurden keinerlei Vorgaben gemacht und die Rezension spiegelt meine eigene Meinung wider.

21 Oktober 2019

Die sieben Tode der Evelyn Hardcastle



Man merkt das Herbst ist und ich die Abende wieder mehr mit lesen verbringe. Aber von meinem letzten Buch war ich etwas enttäuscht, da hatte ich nach den vielen positiven Stimmen sehr viel mehr erwartet. "Die sieben Tode der Evelyn Hardcastle" von Stuart Turton war mir viel zu anstrengend und zu verwirrend, wobei ich die Grundidee der Geschicht wirklich super fand.


14 Oktober 2019

Zonenrandkind

Meine neuste Rezension geht um ein Buch, das für die Jüngeren evtl. ein kultureller Schock ist, für mich nicht ganz so dramatisch war ;-) "Zonenrandkind" von Tim Boltz ist eine humorvolle Lektüre über die Jugend der 80er Jahre direkt an der Grenze zur DDR.



13 September 2019

Nachts ist unser Blut schwarz


Das Buch "Nachts ist unser Blut schwarz" von David Diop ist wirklich eine besondere Geschichte und war für mich auf eine ziemlich neue Erfahren, denn Lyrik habe ich noch nicht sehr oft gelesen. Es ist eine wirklich schockierende und berührende Geschichte, die man gelesen haben sollte. Aber Achtung, es ist nichts für zart besaitete.


03 Juli 2019

Lotus House Band 2

 



Nachdem mich der erste Band der Lotus House Reihe von Audrey Carlan ja nicht so überzeugen konnte, habe ich trotzdem Band 2 gelesen, da sich der Klappentext sehr vielversprechend angehört hat. Und ich habe es nicht bereut, eine klare Steigerung zu Band 1, aber immernoch mit Luft nach oben ;-)


24 Juni 2019

Dry

 



In den letzten Wochen hat man "Dry von Neal und Jarrod Shustermann" überall gesehen und somit kam ich natürlich auch nicht daran vorbei, es zu lesen ;-) Und ich fand es richtig gut, eine tolle Story über ein sehr wichtiges Thema. 


03 Juni 2019

Witchmark



Schon letzte Woche habe ich "Witchmark" von C.L. Polk beendet, habe mich aber wirklich sehr schwer getan mit meiner Rezension. Ich fand die Geschichte ganz gut, aber sehr kompliziert und daher ist meine Rezension auch etwas kompliziert geworden 🙈

08 Mai 2019

Quicksand - Im Traum kannst Du nicht lügen

Bei NetGalley habe ich vor kurzem ein richtig tolles Buch gefunden. Es ist wirklich schockierend, aber absolut Lesenswert. Die Gedanken von Hauptprotagonistin Maja sind voll von unausgesprochenen Wahrheiten, über die es so wichtig ist, nachzudenken und zu reden. Quicksand  von Malin Persson Giolito empfehle ich wirklich sehr gerne weiter. Das Buch wurde übrigens auch als erste schwedische Serie bei Netflix verfilmt. Ich bin gerade dabei mir die Serie anzusehen, sie ist wirklich sehr nah an der Buchvorlage dran, aber Majas Gedanken kommen im Buch natürlich sehr viel besser rüber.

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