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30 März 2025

Rezension: How to kill a guy in ten ways

 

Autorin: Eve Kellman

Verlag: Lübbe

Erschienen: 28.02.2025

Seiten: 384


Klappentext


Millie Masters spielt mit dem Feuer


"Warst du auch schon einmal auf einem seltsamen Date? Kannst du den creepy Typen an der Bar nicht loswerden? Hast du Angst, auf dem Heimweg verfolgt zu werden? Dann melde dich bei M." Nach einem schrecklichen Date zu viel hat Millie Masters eine Hotline für Frauen ins Leben gerufen, die nachts nicht mehr alleine nach Hause gehen wollen: Message M.

Nachdem Millies Schwester in einer Partynacht vergewaltigt wird, hat Millie außerdem noch ein anderes Ziel: Sie will den Täter finden. Denn sie weiß, dass viele Männer am nächsten Abend einfach weitermachen. Eines Nachts ist die Verlockung, das Recht in die eigene Hand zu nehmen, zu groß.

Denn M kann auch für Mord stehen...


Cover: 4/6

Schreibstil: 5/6

Handlung: 4/6

Charaktere: 3/6

Spannung: 4/6

Fesselnd: 5/6


Inhalt


Millie ist auf Kriegsfuß mit der Männerwelt. Ihre Schwester war ein lebensfrohes Mädchen, hatte ein glückliches Leben, bis sie an Silvester vergewaltigt wurde. Seitdem ist sie ein anderer Mensch, was Millie kaum mit ansehen kann. Daher gründet sie eine Hotline, bei der Mädchen und Frauen anrufen können wenn sie Probleme mit Typen haben oder sie auf einem schlechten Date sind. Millie fährt dann los und holt sie von dort ab. Aber irgendwann genügt es ihr nicht mehr, die Frauen einfach nur abzuholen, denn es gibt viele schlimme Kerle und sie haben es nicht verdient, weiter tun und lassen zu können was sie wollen. Und Millie hat noch ein Ziel, damit sie und ihre Schwester mit allem abschließen können. Sie will den Vergewaltiger ihrer Schwester finden und sich an ihm rächen.


Meine Meinung

Ich bin durch das poppige Cover und die Farben auf das Buch aufmerksam geworden. Und auch der Titel hat ja irgendwie was Besonderes. Der Klappentext lies mich dann hoffen, dass dies hier ein ganz spezielles Buch wird, einfach mal was anderes zu den Üblichen Thrillern oder Romanen.

Zu Beginn hatte ich dann aber ein paar Starschwierigkeiten. Es hat etwas gedauert, bis ich mich mit Millies Art angefreundet habe. Sie kommt erst mal so schrecklich taff rüber, dass es schon fast seltsam ist. Und der Umschwung von "einfach Frauen aus unangenehmen Situationen zu befreien" zur skrupellosen Rächerin der Frauenwelt ist schon sehr dubios. Für mich kam das ein bisschen zu plötzlichen. Insgesamt ist die Geschichte auch etwas sprunghaft, aber andererseits hält sie sich auch nicht mit zu vielen Kleinigkeiten auf.

Und ist man dann erst mal in dem Buch drin, liest es sich dann auch richtig gut. Man muss sich einfach mit dem kuriosen Situationsverlauf abfinden, dann überwiegt der Unterhaltungswert. 

Millie als Charakter konnte mich nicht ganz überzeugen. Sie mag alles für ihre Schwester tun oder wegen dem, was ihr passiert ist, aber letztendlich ist sie einfach eine Psychopatin die sich immer wieder rechtfertigt und rausredet. 

Fazit

Bei so einem Titel muss man das Buch einfach lesen. Ich habe hier ein Buch erwartet, dass einfach mal was anderes ist zu den üblichen Romanen oder Thrillern. Das bekommt man dann auch teilweise. Jedoch war Millie als Hauptprotagonistin oft sehr anstrengend und ihr Umschwung von der einfachen Retterin der Frauen zur Rächerin der Frauen kam etwas zu plötzlich. Am Anfang holt sie Frauen/Mädchen einfach nur von nervigen oder gefährlichen Dates hab, aber plötzlich geht sie sehr viel weiter, fast von jetzt auf gleich.
Auch wenn mich Millie nicht so überzeugen konnte, das Buch hat einen großen Unterhaltungswert. Ich fand es von Seite zu Seite fesselnder und aufregender. Manche Dinge waren unlogisch, Begründungen an den Haaren herbei gezogen oder teilweise auch einfach nur übertrieben, trotzdem wird man gut unterhalten. Es gibt kaum Längen, manchmal ist es lustig und sarkastisch, manchmal nachdenklich und melancholisch. Und obwohl ich sehr oft beim Lesen mit den Augen gerollt habe war es einfach unterhaltsam und eben auch mal was anderes. Wer mal einen etwas anderen Roman lesen möchte ist hier genau richtig, man darf es einfach nicht alles zu ernst nehmen.

4/6


03 Dezember 2021

Kurzmeinung: Billy Summers

 



Autorin: Stephen King

Verlag: Heyne

Erschienen: 09.08.2021

Seiten: 720

Genre: Roman, ...



Klappentext


Der Killer und das Mädchen


Ein Roman von Stephen King über die Schatten der Vergangenheit, die Verheißungen der Zukunft, die eigene Identität und das falsche Ich, das nackte Leben und den bitteren Tod, über Krieg und Frieden, über Liebe, Glück und Schicksal.


Cover: 6/6

Schreibstil: 6/6

Handlung: 4/6

Charaktere: 5/6

Spannung: 4/6

Fesselnd: 4/6


Fazit

Es ist wie immer bei Stephen King, er schreibt so genial, dass man direkt gut in die Geschichte reinkommt und durch die Seiten fliegen kann. Das war auch echt notwendig, denn die erste Hälfe des Buches fand ich teilweise schrecklich langatmig. Da gab es zwar auch ein paar gute Szenen, es zog sich jedoch immer wieder. Aber durchhalten lohnt sich. Die zweite Hälfte hat mir dann sehr viel besser gefallen. Es gibt mehr Action, und allgemein einfach mehr Handlung. Es wird gefühlvoll und spannend. Insgesamt ist die Geschichte perfekt konstruiert und super durchdacht. Letztendlich konnte mich Billy Summers dann doch noch überzeugen und vor allem zum Ende hin richtig fesseln. Das hat zwar nicht gereicht um ein richtiges Highlight zu werden, aber es war dann doch noch ein lesenswertes Buch.


4/6


19 November 2021

Kurzmeinung: Der bittere Trost der Lüge

 



Autorin: Tiffany D. Jackson

Verlag: Festa

Erschienen: 14.05.2020

Seiten: 448

Genre: Roman, Drama





Klappentext


Mary soll ein Baby getötet haben. Diese Tat hat ihr Leben zerstört. Jahre voller Angst vergehen, weil Kindermörder im Gefängnis einen schweren Stand haben.

Sechs Jahre später. DAs Leben mit einer Fußfessel ist fast so hart wie im Knast. Marys einziger Halt ist ihr Freund Ted - und ihr ungeborenes Kind.

Damit beginnt ein neuer Albtraum. Denn niemand glaubt, dass ein Baby bei einer verurteilten Kindermörderin in guten Händen ist.

Nun hängt Marys Schicksal von der Person ab, der sie am meisten misstraut: ihrer Mutter. Deren wahres Gesicht kennt niemand. Aber wer kennt die wahre Mary?


Cover: 4/6

Schreibstil: 6/6

Handlung: 5/6

Charaktere: 5/6

Spannung: 4/6

Fesselnd: 5/6


Fazit

Für mich was "Der bittere Trost der Lüge" das zweite Buch der Autorin und wie von ihr gewohnt war der Schreibstil auch hier wieder genial. Ich finde es toll, wie gefühlvoll und emotional sie ihre Protagonistinnen immer beschreibt, wie sie das ganze Buch mit Leben füllt und dazu eine Geschichte erzählt, die so wahnsinnig real ist. Vor allem in den USA gibt es sicher viele Mädchen wie Mary, vielleicht nicht mit derselben Geschichte, aber mit ähnlichen Problemen aufgrund ihrer Hautfarbe. Dieses Buch vermittelt ein so wichtiges Thema, das einen nachdenklich zurücklässt. Was mir so ein bisschen gefehlt hat war der Überraschungsmoment, im Mittelteil plätschert es so ein bisschen vor sich hin, zum Ende hin ändert sich das dann aber wieder. So gut das Buch auch war, für mich bleiben so viele ungeklärte Fragen. Die Geschichte endet ziemlich abrupt, für mich war der Abschluss nicht wirklich gelungen. Trotzdem hat es Spaß gemacht das Buch mit diesem wichtigen Thema zu lesen.


5/6

06 Mai 2021

Rezension: Hard Land

 

Autor: Benedict Wells
Verlag: Diogenes
Erschienen am: 24.02.2021
Seiten: 352
Genre: Roman, Drama


Klappentext


Missouri, 1985: Um vor den Problemen zu Hause zu fliehen, nimmt der fünfzehnjährige Sam einen Ferienjob in einem alten Kino an. Und einen magischen Sommer lang ist alles auf den Kopf gestellt. Er findet Freunde, verliebt sich und entdeckt die Geheimnisse seiner Heimatstadt. Zum ersten Mal ist er kein unscheinbarer Außenseiter mehr. Bis etwas passiert, das ihn zwingt erwachsen zu werden.


Eine Hommage an die '80s-Coming-of-Age-Filme wie "The Breakfest Club" und "Stand By Me" - die Geschichte eines Sommer, die man nie mehr vergisst.


Inhalt

Sam ist ein typischer Außenseiter, ein Einzelgänger. Er hatte genau einen besten Freund, und der ist weggezogen. Er ist kleiner und schmächtiger wie andere Jungs in seinem Alter, hat Angststörungen und ist schüchtern. Seine Mutter ist schwer krank und das belastet die Familie sehr. Damit er die Probleme etwas vergessen kann wollen seine Eltern ihn über den Sommer nach Kansas zu seiner Tante und deren Familie schicken, aber Sam möchte nicht. Um nicht nach Kansas zu müssen und um den Problemen zu Hause aus dem Weg zu gehen nimmt er einen Aushilfsjob im Kino an. Hier lernt er drei junge Leute kennen, die für ihn bislang unnahbar waren. Sie sind älter als er und werden zum Ende des Sommers die Stadt verlassen um ans College zu gehen, aber davor verbringt Sam mit ihnen noch einen Sommer voller Höhen und Tiefen und voller Trauer und Liebe...

Meine Meinung

Das Buch beginngt mit dem Satz: "In diesem Sommer verliebte ich mich, und meine Mutter starb." Das mag jetzt seltsam klingen, aber nach diesem Satz wusste ich, dass es mich mitreißen würde. Es wird komplett aus der Sicht von Sam in der ersten Person erzählt. Man erfährt so alles über ihn, über seine Gefühle, seine Zweifel, seine Ängste. Er ist ein sympathischer und absolut authentischer Hauptcharakter der den Leser mit auf die Reise durch den Sommer seines Lebens nimmt und dieser wird von da sein ganzes Leben prägen.

Benedict Wells versteht es, Sams Geschichte perfekt auf den Punkt zu bringen. Er erzählt teilweise banale und teilweise dramatische Lebensereignisse emotional und genau so, dass es den Leser einfach fesselt. Dabei sind alle Protagonisten absolut authentisch, einfach ganz normale Jugendliche mit ganz normalen Problemen. 

Das Buch ist von Anfang bis zum Ende wahnsinnig fesselnd und baut dabei eine ganz besondere Spannung auf. Es ist keine "Grusel-Spannung" wie in einem Thriller, sondern eher eine "Gänsehaut-Spannung", die den Leser durch die ganze Geschichte begleitet. Was auch daran liegt, dass es zu einer Zeit spielt, in der man nicht mal schnell Sprach- oder Textnachrichten verschicken konnte. Wenn man jemandem etwas zu sagen hatte der weiter weg war schrieb man einen Brief und man musste Tage lang auf eine Antwort warten (heut zu Tage fast undenkbar) und Sam schreibt oft Briefe. Und diese Kleinigkeit ist einer der vielen einfachen Aspekte, die das Buch spannend halten.

Fazit

Es passiert selten, aber manchmal gibt es Bücher, da weiß man schon auf der ersten Seite: Das wird mein Buch! Also ein Buch, bei dem einfach alles stimmt, mit dem man sich identifizieren kann und bei dem man nicht möchte, dass es endet. Tatsächlich gab es einige Parallelen was Sams und mein Leben angeht und ich denke, das ist auch einer der Punkte, warum die Geschichte bei so vielen Lesern so gut ankommt. Viele finden irgendetwas womit sie sich identifizieren können. Und Benedict Wells hat den perfekt Weg gefunden diese eigentlich recht einfache Geschichte so zu schreiben, dass sie fesselnd und absolut mitreißend ist. Es ist ein emotionales Buch, aber auch lustig. Die Geschichte einer Jugend eben, die man gelesen haben sollte. Ich empfehle das Buch auf jeden Fall sehr gerne weiter, für mich war es ein absolutes Highlight und bestimmt nicht das letzte Buch des Autors.

6/6

13 Dezember 2020

Kurzmeinung: Westlake Soul - Im Griff des Todes

Verlag: Buchheim
Autorin: Rio Youers
Erschienen am: 28.08.2020
Seiten: 250
Genre: Drama, Roman


Klappentext


"Alle Supperhelden bekommen ihre Superkräfte irgendwoher. Der Biss einer radioaktiv verseuchten Spinne. Ein misslungenes Experiment. Ich habe meine von einem Surfunfall in Tofino. Der ultimative Wipeout. Aufgewacht bin ich mit dem mächtigsten Verstand auf dem Planeten, aber ein Körper wie ein nasser Sack. Der Tausch gefällt mir gar nicht, aber so ist das Leben.

Ich gebe mich allerdings nicht damit zufrieden, ich werde mein Superhirn benutzen, um mich aus diesem Zustand zu befreien. Das mit der Rettung der Welt könnt ihr vergessen. Ich will bloß wieder surfen."


Cover: 5/6

Schreibstil: 6/6

Handlung: 6/6

Charaktere: 5/6

Spannung: 5/6

Fesselnd: 6/6


Fazit

Westlake Soul ist der Name des Hauptprotagonisten. Er liegt nach einem Surfunfall im Wachkoma und erzählt dem Leser die unglaublich berührende Geschichte über sein Leben, so wie es einmal war und wie es jetzt ist. Über Realitätsflucht und längst verlorene Kämpfe, über Superhelden und die große Liebe. Es ist eine Geschichte über ein junges Leben, dem die Welt offen stand und dann fast stirbt. Seine Seele bleibt in seinem Körper gefangen, sein Verstand funktioniert noch, aber niemand weiß das und so muss er miterleben wie alles um ihn herum weitergeht und man ihn immer mehr abschreibt. Das wahrscheinlich gefühlvollste Buch, das ich je gelesen habe und das ich sehr gerne weiterempfehle.


5/6

16 Januar 2020

Die Welt nach der Flut

Verlag: Harper Collins
Autorin: Kassandra Montag
Erschienen am: 17.12.2019
Seiten: 446
Genre: Dystopie, Roman 

Klappentext

Vor sechs Jahren musste die damals hochschwangere Myra hilflos zusehen, wie ihr Mann ihre älteste Tochter Row kidnappte und mit einem Boot über die dunklen Fluten davonfuhr. Sie hatte keine Chance, sie einzuholen. Denn die Erde ist nicht mehr, wie sie einst war: Seit der großen Klimakatastrophe gibt es kein Festland mehr, lediglich Archipale, ehemalige Bergregionen, auf denen sich die verbliebenen Menschen gerettet haben. Doch nun bekommt Myra eine einmalige Chance: Mit ihrer jüngsten Tochter darf sie auf einem Boot mitreisen. Eine Chance, auf eine Zukunft, auf ein neues Leben. Doch sie hat Row niemals vergessen, und als sie auf der Reise Hinweise auf den Aufenthaltsort ihres Kindes bekommt, bringt sie die Crew dazu, den Kurs zu ändern. Eine dramatische Entscheidung, mit der sie nicht nur ihr eigenes Leben, sondern das aller auf dem Boot in große Gefahr bringt.

Cover

Das Cover passt zum Buch, haut mich jetzt aber nicht wirklich um. Ich finde es weder besonders auffällig noch sehr schön, aber mit denen im Wasser schwimmenden Buchstaben passt es auf jeden Fall zum Thema.
Inhalt

Es ist wenige Tage her, dass die Flut Nebraska überspült hat. Myra ist hochschwanger mit ihrem zweiten Kind, als ihr Mann Jacob die 5 Jahre alte Tochter Row in ein Motorboot zu einem fremden Mann zerrt und mit ihr verschwindet.

In der Anfangszeit der Flut lebt Myra dann mit ihrem Großvater und dem neugeborenen Baby auf einem Boot, das ihr Großvater gebaut hat, aber dieser stirbt unerwartet und fortan ist Myra mit der kleinen Pearl auf sich alleine gestellt. Sechs Jahre lang sucht sie weiterhin nach Pearls Schwester Row und als sie die Hoffnung schließlich aufgibt erhält sie den Hinweis, dass Row von Piraten gefangen gehalten wird. Sie soll auf der Insel Valley sein und sobald sie alt genug ist, wird sie auf einem der Brutschiffe der Piraten leben. Hier leben Frauen im gebärfähigen Alter, sie sind dazu verpflichtet nach Möglichkeit jährlich ein Baby zu bekommen. Daraufhin beschließt Myra nach Valley zu segeln, aber die Reise dorthin ist gefährlich.

https://rezensionen-zeilenauslese.blogspot.com/p/verlag-ravensburger-autorin-stefanie.html

06 Dezember 2019

Das Leben ist auch nur eine Wolke

Bei Amazon habe ich vor kurzem zufällig ein ganz tolles Buch entdeckt, das mich direkt wegen seinem hübschen Cover "angesprungen" hat. Es war jetzt für mich kein Lesehighlight, aber trotzdem ein sehr gefühlvolles und gutes Buch:


Verlag: Tinte & Feder
Autorin: Kristina Moninger
Erschienen am: 12.11.2019
Seiten: 363 Seiten
Genre: Liebesroman

Klappentext


Dalia weiß, dass Glück nur geborgt ist. Deshalb hält sie gut fest, was das Leben ihr gelassen hat. Als sich ihr Freund von ihr trennt, steht sie vor den Scherben ihres sorgsam zusammengekitteten Lebensgerüsts. Gut, dass es Max gibt, eine flüchtige Bekanntschaft, der nur vor ihrer Tür steht und sich als Mitbewohner bewirbt. Aus der Zweckgemeinschaft der beiden wird Freundschaft... und mehr. Doch während sich Dalia mit Max' Hilfe von ihren Ängsten löst und ihn viel zu tief ins Herz lässt, hütet er ein folgenschweres Geheimnis. 

Cover

Das Cover finde ich wunderschön. Es passt nicht unbedingt in die Herbst-/Winterzeit, aber durch die knallig bunten Farben springt einen das Buch direkt an. Es fällt einfach auf unter anderen Büchern und das mag ich sehr.


Inhalt

Dalia sitzt wegen eines Orkans in New York am Flughafen fest. Dort lernt sie Max kennen, den sie auf Anhieb sympathisch findet. Beide warten auf denselben Flug zurück nach Deutschland, aber als Max unbemerkt eine falsche Bemerkung macht, flüchtet Dalia plötzlich vor ihm und beide sehen sich nicht wieder.

Zu Hause in Deutschland ist die Stimmung getrübt. Seit Jahren schon versuchen Dalia und ihr Langzeitfreund Moritz ein Baby zu bekommen, aber es will einfach nicht klappen, was die Beziehung sehr belastet. Und nachdem Moritz sich lange sehr seltsam verhält kommt plötzlich der große Schlag für Dalia. Er trennt sich wegen einer Anderen von ihr. Dalia will das nicht einsehen und gibt die Hoffnung nicht auf, dass Moritz zu ihr zurückkehrt.

Aus der Not heraus sucht sie erst einmal einen Mitbewohner für die zu große und zu teure Wohnung, die sie mit Moritz gemeinsam bewohnt hat. Bevorzugt soll ein Mann einziehen um Moritz eifersüchtig zu machen. Und als dann bei einer völlig chaotischen Wohnungsbesichtigung Max vor der Tür steht ist Dalia gleich damit einverstanden, dass er bei ihr einzieht. Aber schnell wird klar, dass sich zwischen Dalia und Max mehr entwickelt als nur Freundschaft.

Meine Meinung

Die Geschichte wird in der 1. Person aus Sicht von Dalia erzählt, die kein einfaches Leben hat. Es ist nicht nur der unerfüllte Kinderwunsch, der sie belastet, sondern auch Dinge aus der Vergangenheit, die sie beschäftigen. Ihre Gefühle und ihr ganzes Kopfkino finde ich werden hier sehr schön und passend ausgedrückt. Dalia hat es wirklich nicht einfach und deswegen klammert sie sich so an Moritz, er gibt ihr Hoffnung, aber Moritz kann und möchte das nicht mehr. Was die Charaktere angeht, finde ich sind alle sehr gut getroffen. Auch Max ist sehr sympathisch, ein Typ, den man direkt mag.

Leider hat die Geschichte ein paar Längen. Dalias Charakter entwickelt sich im Verlauf positiv weiter, bei allen anderen gibt es eigentlich nur wenige Veränderungen. Schön finde ich die vielen Weisheiten und Zitate, die Dalia oft mit ihrem kleinen Bruder austauscht. Sie passen immer gut zur Situation.

Der Schreibstil ist einfach gehalten und trotzdem genial, so dass man sehr schnell und einfach lesen kann. Die Autorin schafft es, für jede Handlung die passenden Worte zu finden, Sätze wie: "Ich lächle tapfer und freue mich auf den Moment, an dem ich den ganzen Sekt in Tränen vergießen kann." beleben die Geschichte und finde ich einfach super gewählt. Die Charaktere sind wie schon gesagt sehr authentisch, das Einzige war es zu bemängeln gibt ist, dass es sich teilweise etwas zieht.

Fazit

"Das Leben ist auch nur eine Wolke" ist nicht einfach nur eine Liebesgeschichte, sondern auch eine dramatische Erzählung über einen Verlust und über einen unerfüllten Kinderwunsch und wie man damit klar kommen muss. Es ist kein spannendes Buch, aber eine sehr gefühlvolle und sensible Geschichte. Vieles ist vorhersehbar, aber mit einigen dramatischen Wendungen hat die Autorin mich wirklich überrascht. Alles in allem ein sehr gelungenes Buch, das ich Lesern von gefühlvollen Romanen gerne weiterempfehle.



4/6

04 Oktober 2019

Das Institut

Vom Heyne Verlag bekam ich das Rezensionsexemplar vom neuen Stephen King Roman "Das Institut". Und was soll ich sagen? Auf Stephen King ist eben Verlass, ein absolut fesselndes Buch mit 768 Seiten, an dem ich einige Zeit gelesen habe.


17 September 2019

Sal

Bei Lovelybooks hatte ich seit längerem mal wieder das Glück bei einer tollen Leserunde dabei sein zu dürfen. Hier ging es um das Buch "Sal" von Mick Kitson. Eine Geschichte über zwei Schwestern, die von zu Hause abhauen und sich in der Wildnis verstecken. Ein wirklich emotionales und mitreißendes Buch.


29 August 2019

Kill Creek von Scott Thomas

In den vergangenen 1 1/2 Wochen habe ich mit Kill Creek von Scott Thomas rumgeschlagen. Leider konnte mich das Buch nur wenig überzeugen, gute Grundidee, aber ziemlich langatmig umgesetzt. Die 544 Seiten zogen sich teilweise sehr. Schade, hatte mir mehr erhofft.


17 Juni 2019

The Wife - Schütze, wen Du liebst - von Hollie Overton




In den letzten Tagen bin ich nicht so viel zum Lesen gekommen, aber am Wochenende konnte ich endlich "The Wife" von Hollie Overton beenden. Ein sehr gelungenes und spannendes Buch wie ich finde, dass sich nur am Anfang ein klein wenig zieht, sich dann aber stetig steigert.


17 Mai 2019

Lass sie nicht in dein Haus


Vom Harper Collins Verlag bekam ich vor kurzem "Lass sie nicht in dein Haus" von Adele Parks als Rezensionsexemplar. Die Geschichte ist wirklich schlau aufgebaut und auch sehr interessant. Alle Infos dazu gibt's wie immer in meiner Rezi.


02 Mai 2019

Schuldig

Vor einigen Tagen habe ich das Buch "Schuldig" von der japanischen Schriftstellerin Kanae Minato gelesen. Es ist eine sehr brave Geschichte, aber sie ist auch sehr schön. Schuldig wurde bereits als Miniserie verfilmt und lief 2017 erfolgreich im japanischen Fernsehen. Mir hat das Buch sehr gut gefallen, auch wenn es teilweise ein paar Längen hatte.


18 April 2019

Cherry








Beim Bloggerportal habe ich vor kurzem ein Buch entdeckt, das ich unbedingt lesen wollte und dann auch als Rezensionsexemplar vom Heyne Hardcore Verlag bekam 😊 Cherry von Nico Walker ist sehr sozialkritisch und teilweise auch schockierend. Eine wirklich sehr interessante Geschichte, die man gelesen haben sollte.



15 April 2019

Elm Haven

Vom Heyne-Verlag kekam ich über das Bloggerportal wieder ein ganz tolles Rezensionsexemplar. Elm Haven von Dan Simmons ist ein Doppelband und beinhaltet die schon etwas älteren Bücher "Sommer der Nacht" und "Im Auge des Winters". Der Doppelband ist am 11.03.2019 neu erschienen. Mit 1009 Seiten ein richtig dickes Buch, das jede Seite wert ist. 

09 April 2019

Mein - Wie weit würdest Du gehen, um ihn zu behalten?





Heute möchte ich ein Buch vorstellen, das mir wieder netterweise vom Rowohlt Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt wurde. "Mein - Wie weit würdest Du gehen, um ihn zu behalten?" von JL Butler ist ein Roman, der mich aber leider gar nicht überzeugen konnte. Mehr dazu wie immer in meiner Rezi.


24 Februar 2019

All In - Tausend Augenblicke -

Um ein bisschen Abwechslung in meine Leseabenteuer zu bringen habe ich mir letzte Woche noch ein Buch von meinem SuB geschnappt und es in zwei Tagen durchgelesen. "All In - Tausend Augenblicke" ist eine wirklich rührende und einfach nur schöne Liebesgeschichte von Emma Scott. Das Buch wurde dem Hype, der um es gemacht wurde, auf jeden Fall gerecht und ich konnte nicht anders, wie sieben Sterne zu geben. Die komplette Rezension dazu gibt es morgen früh.


"Wir haben Augenblicke.
Tausende von Augenblicken.
Lass uns jeden davon bis um Letzten auskosten."

12 Februar 2019

Die Träumenden

Der Harper Collins Verlag hat mir ein ganz tolles Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. "Die Träumenden" von Karen Thompson Walker ist ein gefühlvoller Roman über einen lautlosen Killer, der eigentlich mehrere Genres miteinander vereint.


07 Februar 2019

Kalte Herzen

Gestern Abend habe ich ein ganz tolles und gefühlvolles Buch von der lieben Autorin Helene Leuschel gelesen. "Kalte Herzen" ist nicht unbedingt ein spannendes Buch, aber eine Buch voller nachdenklich stimmender und gefühlvoller Kurzgeschichten mitten aus dem Leben. Vielen lieben Dank an die Autorin zu Bereitstellung des Rezensionsexemplares.


28 Januar 2019

Dunkle Flüsse

Gestern habe ich ein grauenhaftes (von der Geschichte her), aber sehr gut geschriebenes Buch beendet und rezensiert. "Dunkle Flüsse" von Peter Nathschläger ist eine Geschichte über die schlimmsten Abgründe der Menschheit. Das Buch ist zwar schon etwas älter, wurde jetzt aber im Rahmen einer Leserunde bei Lovelybooks besprochen und ich durfte daran teilnehmen.


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