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07 August 2025

Rezension: Himmelerdenblau

 

Autorin: Romy Hausmann

Verlag: Penguin

Erschienen: 27.08.2025

Seiten: 464

Genre: Thriller


Klappentext


Seit dem 7. September 2003 ist Julie Novak verschwunden. Die Familie ist daran zerbrochen. Nur ihr Vater Theo hört nach auf, nach ihr zu suchen. Als sich Julies Verschwinden zum zwanzigsten Mal jährt, nimmt die Podcasterin Liv Kontakt zu Theo auf. Sie sei auf eine neue Spur gestoßen. Doch wenn er die Wahrheit erfahren will, muss er sich beeilen, bevor seine fortschreitende Demenz alles mit Dunkelheit überzieht Wer zum Teufel hat ihm seine Tochter genommen? Warum hat Julies Ex-Freund Daniel das Schlafzimmer seiner verstorbenen Mutter so sorgfältig verschlossen? Und gibt es etwas Grausameres als die Ungewissheit über das Schicksal des eigenen Kindes?


Cover: 4/6

Schreibstil: 6/6

Handlung: 5/6

Charaktere: 5/6

Spannung: 4/6

Fesselnd: 5/6


Inhalt


Theo und seine Familie hatten ein perfektes Leben. Er war ein hochangesehener Chirurg und verdiente genug Geld, so dass seine Frau nicht arbeiten musste und so, dass ihre beiden Töchter eine unbeschwerte und glückliche Kindheit erleben konnten. 20 Jahre später ist alles anders. Theo ist alleine und noch dazu macht ihm die immer stärker werdende Demenz zu schaffen. Seine Frau ist verstorben, seine Tochter Julie ist seit 20 Jahren verschwunden und ihre Schwester hat sich inzwischen ein eigenes Leben aufgebaut. Sie möchte die Vergangenheit hinter sich lassen, ist verheiratet und kurz davor ein Kind zu adoptieren, sie zeigt nur wenig Verständnis dafür, dass Theo Julie weiterhin sucht. Aber Theo gibt nicht auf, er möchte endlich wissen, was Julie zugestoßen ist.


Meine Meinung

Romy Hausmann gehört zu den besten Thriller-Autorinnen in Deutschland, dass hat sie mit Thrillern wie "Liebes Kind" schon bewiesen. Mit Himmelerdenblau hat sie sich an ein ernstes Thema gewagt, Demenz. Ich war von Anfang an gespannt, wie sie Theo beschreibt und wie sich seine Demenz auf die Geschichte auswirkt.

Das Buch wird in verschiedenen Leseabschnitten und so dann aus verschiedenen Sichtweisen heraus erzählt. Die Leseabschnitte haben meistens eine angenehme Länge und enden oft mit Cliffhangern. Manche der Abschnitte werden in der ersten Person aus Sicht von Theo erzählt. Diese Kapitel bestehen oft aus Rechtschreibfehlern, den falschen Wörtern oder unzusammenhängenden Geschehnissen, was das Chaos in Theos Kopf sehr gut widerspiegelt.

Die Protagonisten sind vielschichtet und tragen so dazu bei, dass es interessant bleibt. Jeder hat seine eigene Geschichte und die wird sehr ausführlich erzählt. Kleine Teile des Buches werden von einem Podcast-Duo erzählt, die ich beide etwas anstrengend fand, aber dieser Part passt letztendlich gut in die Geschichte rein.

Das Buch ist voller Wendungen, was es unheimlich fesselnd macht. Es passiert Vieles, und manchmal dann doch sehr wenig, dann erfährt man eben mehr über das Leben der Protagonisten. Und als Leser grübelt man während all diesen Hinweisen, was nun das entscheidende Indiz dafür ist, dass genau dieser Protagonist etwas mit Julies Verschwinden zu tun hat. Das hält dieses Buch am Leben und macht es sehr spannend.

Es ist ein langsamer Thriller, der im stillen Tempo und sehr bedacht erzählt wird. Der Schreibstil ist wie immer bei den Büchern von Romy Hausmann perfekt und die Story genial durchdacht. Besser kann man eine Geschichte kaum aufbauen.

Fazit

Himmelerdenblau ist ein perfekt durchdachter Thriller, der sehr moderat erzählt wird. Es wird sehr viel Rücksicht auf die Gefühle und das Leben der Protagonisten genommen, wobei der Fokus auf dem Demenzkranken Theo liegt. Durch viele Wendungen und häufige Cliffhanger am Ende der Leseabschnitte bleibt das Buch spannend und fesselnd. Romy Hausmann drückt die Gefühle der Protagnisten hier wieder so aus, dass man sich in jeden der Charaktere hineinversetzen kann. Vor allem den Demenzkranken Theo hat sie sehr gut dargestellt.
Es ist ein außergewöhnlicher Thriller, der durch ausführliche Berichterstattungen von einem etwas nervigen Podcast und einigen Nachforschungen ein paar Längen hat. Insgesamt ist es aber ein tolles Buch, das ich Fans von ruhigen Thrillern gerne weiterempfehle.

5/6


13 März 2025

Rezension: Sieben Stunden - Wen würdest du retten

 


Autorin: Megan Miranda

Verlag: Penguin

Erschienen: 19.02.2025

Seiten: 416

Genre: Thriller


Klappentext


Was, wenn deine Taten von gestern dich bis heute verfolgen?


10 Jahre ist es her, dass in Tennessee zwei Schulbusse in eine Schlucht stürzten. Nur neun Jugendliche konnten sich retten. Als sich eine von ihnen wenig später das Leben nimmt, schließen die übrigen einen Pakt: Jedes Jahr wollen sie sich treffen, um jener schrecklichen Nacht zu gedenken.

Um einander zu schützen.

Um sich gegenseitig in Schach zu halten.

Nun, am zehnten Jahrestag, der Schock: Ein weiterer Überlebender ist tot - seine Leiche wurde in eben dem Strandhaus in den Outer Banks gefunden, das ihnen bei ihren Treffen zum Zufluchtsort geworden ist. Der Rückhalt in der Gruppe bröckelt. Dann droht ein aufkommender Sturm, das Haus von der Außenwelt abzuschneiden. Können sie noch darauf vertrauen, dass sie einander schützen werden?


Cover: 4/6

Schreibstil: 5/6

Handlung: 3/6

Charaktere: 3/6

Spannung: 2/6

Fesselnd: 3/6


Inhalt


Der Abschlussjahrgang des Jahres 2013 verunglückt auf der Abschlussfahrt. Zwei Kleinbusse mit Schülern und Lehrern stürzen in die Tiefe an einen reißenden Fluss. Viele sterben direkt, einige sind zu verletzt um sich selbstständig in Sicherheit zu bringen und die Gefahr rückt immer näher, denn der Fluss steigt durch Starkregen rasend schnell an. Nicht jeder wird lebend aus der Schlucht rauskommen.

Neun Schüler überleben das Unglück, aber eine von ihnen begeht ein Jahr danach Selbstmord, denn sie konnte all das nicht verarbeiten. Von nun an treffen sich alle anderen zum Jahrestag des Unfalls um das Geschehene gemeinsam zu verarbeiten und um sich gegenseitig im Griff zu haben. Denn es gibt Geheimnisse und Dinge, die nicht so sind, wie sie dargestellt wurden.


Meine Meinung

Vom Klappentext her habe ich hier eine richtig spannende Mischung aus Thriller und Jugendbuch erwartet, habe dann aber schnell gemerkt, dass die Geschichte nicht meinen Erwartungen entspricht. 

Es gibt zwei Handlungsstränge. Einer spielt in der Vergangenheit und wird aus Sicht der Überlebenden erzählt. Die Stunden bis zum Unfall werden von Kapitel zu Kapitel rückwärts gezählt, so dass man nach und nach erfährt, was mit den Bussen passiert ist, was die Protagonisten erlebt haben und wie es zu dem Unglück kam. Diese Kapitel haben mir immer gut gefallen, für mich waren sie viel besser wie die der andere Handlungsstrang, der in der Gegenwart spielt, zehn Jahre nach dem Unglück. Dieser Teil nimmt einen Großteil des Buches ein und hier wird alles so sehr in die Länge gezogen, dass ich es teilweise wirklich als sehr langweilig empfand. Einiges erschien mir hier dann auch noch recht unlogisch und schlecht gelöst.

Mit den Protagonisten wurde ich auch einfach nicht warm. Die Handlungen und Gedankengänge von Cassidy, aus deren Sicht der Handlungsstrang in der Gegenwart erzählt wird, konnte ich oft nicht nachvollziehen und bei Vielem stand sie auch einfach wirklich richtig auf dem Schlauch, da hab ich mehr als einmal beim Lesen den Kopf geschüttelt. 

Der gute Schreibstil lässt es wenigstens zu, dass man durch das Buch durchfliegen kann, trotzdem bin ich beim Lesen immer wieder abgeschweift, es konnte mich einfach nicht packen. Was man der Geschichte dann aber zu Gute halten muss ist der Schluss. So etwa ab dem letzten Drittel passiert dann doch noch einiges, das Buch wird temporeicher und auch fesselnder. Das Ende war dann noch relativ versöhnlich.

Fazit

Für mich war es das zweite Buch der Autorin und auch schon beim letzten Mal (Der Pfad) hatte ich das Gefühl, dass sich alles sehr zieht, dass es viel Text, aber wenig Inhalt gibt. Hier hat mir der Klappentext aber so gut gefallen, dass ich ihr unbedingt noch mal eine Chance geben wollte. Aber dann war auch schnell klar, es ist einfach nicht meins. 
Im Buch gibt es zwei Handlungsstränge, einer in der Vergangenheit, unmittelbar nach dem Unfall, und einer in der Gegenwart, erzählt aus der Sicht von Hauptprotagonistin Cassidy. Die Handlungen in der Vergangenheit waren meist interessant und sehr viel besser, wie die aus der Gegenwart. Da gibt es mal wieder viel Text, aber wenig Inhalt und das bremst die Geschichte sehr aus. Im letzten Drittel nimmt dann alles erst Fahrt auf, was dann zu einem versöhnlichen Ende führt.
Insgesamt gab es für mich hier aber zu viele Fehler auf Seiten der Protagonistin, ein paar Dinge, die nicht ganz schlüssig waren und einfach zu viele Längen. Bei den Handlungssträngen in der Gegenwart bin ich beim Lesen sehr oft abgedriftet.
Dafür hat mir hier aber der Schreibstil gut gefallen, den empfand ich bei Der Pfad noch sehr stockend, den Eindruck hatte ich hier gar nicht.
Wer auf ruhige und (fast) unblutige Thriller steht, dem wird das Buch bestimmt gefallen, aber meins war es leider nicht.

3/6


25 Februar 2024

Rezension: If only i had told her


Autorin: Laura Nowlin

Verlag: Penguin

Erschienen: 14.02.2024

Seiten: 432

Genre: Liebesgeschichte, Jugendbuch, Drama


Klappentext


Wenn ich ihr nur gesagt hätte, wie ich wirklich für sie fühle...


Autumn und Finn wachsen Tür an Tür auf, sind beste Freunde. Bis Finn sich eines Tages eingestehen muss, dass ihm Freundschaft nicht mehr genügt. Denn egal, was er versucht, er kann niemals vergessen, wie klug Autumn ist oder wie schön. Und auch nicht, wie eifersüchtig er wird, wenn er sie mit einem anderen sieht. Doch was, wenn Autumn anders empfindet? Was, wenn er im Begriff ist, alles zu zerstören? Und was, wenn das Schicksal ganz andere Pläne für die beiden hat?


Cover: 5/6

Schreibstil: 6/6

Handlung: 6/6

Charaktere: 6/6

Spannung: 5/6

Fesselnd: 5/6


Inhalt


Achtung, enthält Spoiler, wenn ihr Band 1 noch nicht gelesen habt.


Finn und Autumn sind beste Freunde, schon ihr Leben lang. Aber als sie älter werden verändern sie sich und als sie Teenager sind verlieben sie sich in andere Teenager und leben sich auseinander, sie gehen fast nur noch getrennte Wege obwohl ihre Mütter weiter beste Freundinnen sind und sie Haus an Haus wohnen. Aber Finn fühlt sich weiter zu Autumn hingezogen und er spürt immer diese Eifersucht, die er nicht fühlen sollte, wenn er sie mit ihrem Freund sieht. Finn würde Autumn so gerne seine Gefühle gestehen, aber er hat Angst alles zu zerstören was beide jemals verbunden hat. Er ahnt nicht wie wenig Zeit ihm noch bleibt und das vielleicht alles anders gekommen wäre, wenn er Autumn gegenüber von Anfang an ehrlich gewesen wäre.


Meine Meinung

"If only i had told her" ist die Fortsetzung von "If he had been with me". Während im ersten Band Autumn ihr Leben und ihre Gefühle aus ihrer Sicht erzählt geht es in der Fortsetzung um die Geschichte aus Sicht von Finn. Aber auch nur auf den ersten knapp 180 Seiten, was ich sehr gut fand, denn ich hatte zuvor schon die Befürchtung, dass 432 Seiten aus der Sicht von Finn langweilig werden könnten, denn schließlich kennt man die Geschichte schon. Wie es dann endet für Finn, das fand ich sehr bedrückend und ich finde die Autorin hat das genauso wie sie es geschrieben hat perfekt gemacht. Danach geht das Buch mit Jack weiter, Finns besten Freund. Man erfährt, wie schwer es für ihn ist, mit der Trauer umzugehen und plötzlich ohne Finn ans College gehen zu müssen, denn schließlich hatten beide ihre gemeinsame Zukunft schon durchgeplant. Die letzten Seiten gehören dann wieder Autumn, das war für mich überraschend, denn ich dachte, Autumns Geschichte wäre zu Ende erzählt. Einerseits war es schön, noch mal mehr über sie in der Zeit nach Finns Tot zu erfahren, andererseits zog es sich auch ein bisschen, weil es sehr ausführlich war. 

Da man Vieles schon aus Band 1 kennt fehlt dem Ganzen natürlich am Anfang so ein bisschen an Spannung, aber trotzdem fand ich es sehr interessant Finns Sicht zu lesen. Dabei empfand ich alle Protagonisten wieder als super authentisch und richtig gut. Und auch der Schreibstil hat mich wieder total überzeugt. Die Autorin schafft es, dass ganze Buch mit einer unheimlich Melancholie zu schreiben, es ist bedrückend, traurig und emotional, aber es enthält auch die Botschaft, dass man nicht aufgeben darf, wie schlimm es auch sein mag. Es wird hier nichts schön geredet, es ist wie es ist und muss Voran gehen. Wen solche traurigen Themen triggern, der sollte das Buch nicht lesen.

Fazit

Ich war zu Beginn ein bisschen skeptisch, was diese Fortsetzung von "If he had been with me" angeht, denn Finn ist Tod, was soll es für einen Sinn machen, noch mal ein ganzes Buch aus seiner Sicht zu schreiben, man weiß doch sowieso, wie es endet. Aber trotzdem habe ich mich darauf eingelassen, weil Band 1 im letzten Jahr eins meiner Lesehiglights war. Man hätte im Klappentext vielleicht darauf hinweisen sollen, dass nur ein kleiner Teil des Buches über Finn handelt, nämlich etwa das erste Drittel. Danach kommt ein großer Teil über seinen besten Freund Jack und zum Schluss noch mal ein kleiner Teil über Autum. Und diese Kombination wiederum war perfekt, weil alles weitergeht, auch ohne Finn. Es ist wahnsinnig melancholisch, emotional und wieder mal perfekt geschrieben. Man kann sich in jeder der Protagonisten hineinversetzen, selbst in die Mütter von Finn und Autumn. Alles wird hier mal wieder seht authentisch beschrieben. Wer solche gefühlvollen Bücher mag, der sollte beide Bücher auf jeden Fall lesen (unbedingt die Reihenfolge einhalten), aber wer sich dadurch getriggert fühlt oder wem solche Themen zu langweilig sind, dem empfehle ich die Bücher nicht. Denn es wird sehr ausführlich über Gefühle und Verhaltensweisen geschrieben, über den Tod und alle damit verbundenen Emotionen. Für mich war es nicht ganz so ein Highlightbuch wie Band 1, aber trotzdem hat es mich überzeugt und ich bin froh, es gelesen zu haben.

6/6


02 Februar 2024

Rezension: Der Pfad

 

Autorin: Megan Miranda

Verlag: Penguin

Erschienen: 11.01.2024

Seiten: 384

Genre: Thriller


Klappentext


Ein abgeschiedenes Dorf im Schatten mächtiger Berggipfel: Seit zehn Jahren lebt Abby in Cutter's Pass, North Carolina. Längst fühlt sie sich heimisch, obwohl der eigentlich so idyllische Ort ein düsteres Geheimnis hütet - seit Jahren verschwinden hier Wanderer spurlos im Gebirge. Dann taucht in einer stürmischen Gewitternacht plötzlich ein Fremder in Cutter's Pass auf: Trey West ist gekommen, um herauszufinden, was damals mit seinem Bruder geschah. Denn auch er kehrte von jenem berüchtigten Pfad in der Wildnis niemals zurück. Je tiefer sich Abby in Treys Recherchen hineinziehen lässt, desto deutlicher merkt sie, wie die Dorfbewohner zusammenrücken und eine Mauer des Schweigens um sich errichten. Und bald muss sich Abby fragen, wie gut sie ihre Nachbarn tatsächlich kennt - und ob die Gefahr wirklich in den Bergen lauert. Oder nicht vielleicht dort, wo man sich eigentlich in Sicherheit wähnt...


Cover: 5/6

Schreibstil: 4/6

Handlung: 3/6

Charaktere: 4/6

Spannung: 2/6

Fesselnd: 3/6


Inhalt


Cutter's Pass, ein idyllischer Ort in North Carolina, aber der Schein trügt. Seit Jahren verschwinden rund um den Ort immer wieder Wanderer. 

Abby kam als junge Frau nach Cutter's Pass, nun arbeitet sie in einem Hotel. Die meisten der verschwundenen Wanderer kennt sie, da diese als Touristen dort eingecheckt hatten. Eines abends taucht ein Mann namens Trey West auf. Er ist der Bruder von Landon West, dieser ist vor einigen Monaten verschwunden. Landon war Reporter und war auf der Suche nach der Wahrheit. Abby hilft Trey dabei, Nachforschungen über die Ereignisse anzustellen und schnell merken beide, dass die Dinge nicht so sind, wie sie zunächst schienen. 


Meine Meinung

Das Buch wird aus der Sicht von Hauptprotagonistin Abby in der ersten Person erzählt. Dabei gab es am Anfang viele sehr lange Sätze die durch Kommas getrennt wurden, das hat mich erst mal beim Lesen ein bisschen gestört. Aber mit der Zeit wurde es besser. Und während die ersten beiden Kapitel noch gut waren, wird es dann ab dem Dritten erst mal sehr, sehr langweilig. Es wird alles viel zu genau beschrieben. Das Hotel, der Ort, die Menschen, einfach alles. Die Beschreibung der Landschaft fand ich ja noch ziemlich idyllisch, war letztendlich aber auch zu ausführlich. Somit passiert auf den ersten Seiten bis auf ein paar wenige Höhepunkte gefühlt gar nichts.

Und ich dachte, nach etwa 100 Seiten hätte ich es geschafft und wird endlich spannend, ist dann aber so schnell wieder verpufft wie es gekommen ist. Spannend wird es tatsächlich erst auf den letzten Seiten. Insgesamt legt die Autorin ziemlich viel Wert auf unnötige Kleinigkeiten, als hätte sie versucht das große Geheimnis rund um das Verschwinden der Menschen in die Länge zu ziehen.

Die Atmosphäre während des Lesen hat mir eigentlich gut gefallen. Das Verschwinden der Touristen liegt wie ein dunkler Schatten über Abby und nach und nach merkt sie, in was sie da hineingeraten ist. Abbey hat mir größtenteils als Protagonistin sogar richtig gut gefallen. 

Fazit

Ja, ja, es hätte so gut werden können. Das Cover finde ich total ansprechend, deswegen bin ich ja auch auf das Buch gestoßen und auch der Klappentext hat sich sehr geheimnisvoll und vielversprechend angehört. Zu Beginn fand ich den Schreibstil etwas stockend, daran hatte ich mich aber schnell gewöhnt. Woran ich mich während des ganzen Buches nicht gewöhnt habe war der viele Leerlauf während der ganzen Geschichte. Es gibt immer mal wieder kurz gute Momente mit ein bisschen Spannung und dann, bäm, gibt es wieder viele Lückenfüller die die Geschichte unnötig in die Länge ziehen. Die Idee hatte so viel Potential, aber es ist einfach viel zu wenig passiert. Die Protagonisten fand ich gut und auch den Plot an sich, deswegen fällt das Buch nicht ganz bei mir durch und auch das Ende hat mir gut gefallen, aber insgesamt zu wenig Spannung und viel zu lange Kapitel mit zu wenig Inhalt. 

3/6


25 Dezember 2023

Kurzmeinung: If he had been with me




Autorin: Laura Nowlin

Verlag: Penguin

Erschienen: 14.06.2023

Seiten: 400

Genre: Liebesgeschichte, Drama, Jugendroman



Klappentext


Alles begann mit einer Freundschaft

Doch wie wird die Geschichte enden?


Auf einer regennassen Straße soll sich Finns und Autumns Schicksal für immer entscheiden. In dem Moment, als das Auto von der Fahrbahn abkommt. Doch eigentlich beginnt ihre Geschichte viel früher: Schon ihre Mütter sind beste Freundinnen und so wachsen sie Tür an Tür auf, verbringen jede freie Minute gemeinsam, kennen den anderen besser als sich selbst. Bis aus ihrer Freundschaft etwas anderes wird. Nur kann Autumn sich diese tiefen Gefühle nicht eingestehen. Sie versucht, Finn zu vergessen. Doch wie soll sie das schaffen, wenn ihr Herz so verräterisch schlägt, sobald sich ire Blicke treffen? Wenn niemand jemals Finns Platz in ihrem Herzen einnehmen kann?


Cover: 6/6

Schreibstil: 5/6

Handlung: 6/6

Charaktere: 6/6

Spannung: 6/6

Fesselnd: 6/6


Fazit

Puh, dieses Buch war irgendwie so ein bisschen ein emotionales Feuerwerk. Am Anfang dachte ich so, ja, liest sich gut. Kurze Kapitel, etwas abgehackter Schreibstil, aber geht noch, interessante und einfache Geschichte. Aber von Seite zu Seite war ich immer mehr in der Geschichte gefangen und konnte nicht mehr aufhören zu lesen. Es ist wirklich eine einfache Geschichte, so wie es sie super oft gibt und doch ist sie total emotional und Besonders. Eine Geschichte, voller unausgesprochener Gefühle und Möglichkeiten, die man fast ohne Pause durchlesen kann und auch möchte. Irgendwie ist man sich ja von Anfang an bewusst, dass dieses Buch kein gutes Ende nimmt, aber was in der Zwischenzeit in Autumns Leben passiert ist hochemotional und fesselnd. Einerseits einfach nur eine Teeni-Erzählung in der berichtet wird, wie das Leben so spielt, wenn man heranwächst und denkst, man hat sein ganzes Leben noch vor sich. Und doch hat das Buch eine wichtige Message, nämlich die, dass man zu seinen Gefühlen offen stehen sollte und direkt auf sein Herz hören muss, nicht erst, wenn es vielleicht zu spät ist. Es ist eine Erzählung aus einem Stück Leben eines Teenagers, mit allen naiven Handlungen, Gefühlen und Fehlern, die man in dieser Lebensphase eben macht. Man muss nicht alles für gutheißen was hier passiert, aber es ist trotzdem alles nah dran an der Wahrheit und die Autorin hat das für mein Empfinden perfekt ausgedrückt. Mich hat das Buch richtig abgeholt und mitgenommen, es ist wohl eine dieser Geschichten, die man entweder liebt oder langweilig findet. Mir hat sie sehr gut gefallen und wer gerne solche Bücher liest, dem empfehle ich es auf jeden Fall weiter. Für mich war es eins der Jahreshighlights. Und ich habe entdeckt, dass es im Februar noch einen 2. Band geben wird, den werde ich auf jeden Fall direkt lesen, ich freue mich jetzt schon darauf.

6/6



15 Dezember 2023

Rezension: Schneefieber



Autor: Giles Kristian

Verlag: Penguin

Erschienen: 15.11.2023

Seiten: 350

Genre: Thriller




Klappentext


Eine Auszeit tief in den Bergen Norwegens soll Eriks Familie helfen, nach einer Tragödie wieder zusammenzufinden. Seiner Tochter Sofia hat er einen mehrtägigen Skiausflug versprochen - doch als sie zu ihrem Abenteuer fernab der Zivilisation aufbrechen, ahnt er nicht, wie sehr er es bereuen wird. Als Vater und Tochter eines Nachts Schutz bei Bekannten in einer abgelegenen Hütte suchen, werden sie heimliche Zeugen eines blutigen Verbrechens. Die Angst um Sofia und sein Überlebenswille reißen Erik aus seiner Schockstarre. Auf Skiern fliehen sie in die arktische Winternacht - doch ihre Verfolger sind ihnen auf den Fersen. Eine eisige Jagd beginnt, und während um sie herum ein Schneesturm tobt, ist Eriks einzige Gewissheit: Er darf nicht noch eine Tochter verlieren.


Cover: 6/6

Schreibstil: 5/6

Handlung: 4/6

Charaktere: 5/6

Spannung: 4/6

Fesselnd: 5/6



Inhalt


Elise, Erik und ihre Tochter Sofia fahren nach Norwegen in die Berge. Dort treffen sie auf Karine und Lars, beide Frauen kennen sich aus dem Internet. In einer abgelegenen Hütte will Erik mit seiner Familie abschalten und über einen schlimmen Schicksalsschlag hinwegkommen. Noch dazu ist die Stimmung in der Ehe sehr angeschlagen, seitdem ihre Tochter Emilie ums Leben gekommen ist. Vor allem Erik packt seine andere Tochter, Sofia, seitdem in Watte. Aus Angst, ihr könnte etwas passieren weigert er sich zunächst sie mit auf eine Skitour zu nehmen, nimmt sie letztendlich aber doch mit, weil es Sofias großer Wunsch ist. Doch kaum unterwegs verletzt sich Sofia und sie suchen Unterschlupf bei den gerade erst kennengelernten Karine und Lars. Doch mitten in der Nacht werden sie hier unfreiwillig Zeugen einer grauenhaften Tat. Erik und Sofia müssen flüchten und so beginnt ein rasantes Katz- und Mausspiel durch die norwegischen Berge.


Meine Meinung

Ich bin durch das winterliche Cover auf das Buch aufmerksam geworden. Das passt perfekt in die kalte Jahreszeit und auch sehr schön zum Buch. Beim Cover hat man hier wie ich finde alles richtig gemacht.

Durch den sehr guten und flüssigen Schreibstil kann man direkt super in die Geschichte starten, man kann schnell lesen ohne das der Lesefluss gestört wird, das hat mir direkt gut gefallen. Was ich nicht so toll fand, waren die langen Kapitel. Ich liebe es einfach, wenn ein Buch viele kurze Kapitel hat. Am Anfang ist dann auch noch ein bisschen Vorgeplänkel, man lernt alle kennen und spürt, irgendwas ist innerhalb der Familie passiert, es dauert ein wenig bis man herausfindet warum genau Sofias Schwester gestorben ist, das in einer von vielen spannenden Faktoren im Buch.

Als die Geschichte dann so richtig in Fahrt kommt fand ich sie teilweise sehr spannend, wobei die Spannung mit der Zeit etwas nachlässt. Aber vor allem war der Überlebenskampf sehr fesselnd und meist voller Action. Ein rasantes Katz- und Mausspiel zwischen den Hauptprotagonisten Erik und Sofia und ihren Verfolgern. Zwischendurch flaute es immer mal wieder ein bisschen ab, aber das war ok so. Und es gibt auch ein paar überraschende Wendungen, die bei einem guten Thriller einfach nicht fehlen dürfen.

Die Protagonisten konnten mich auch überzeugen. Es ist aufregend mitzuverfolgen, wie Menschen über sich hinauswachsen können, wenn es darum geht zu überleben. War hier und da vielleicht ein bisschen drüber, aber passte wiederum sehr gut zum Buch.

Fazit

"Schneefieber" ist ein tolles Buch für kalte Winterabende, an denen man sich vor dem Kamin kuschelt und dankbar ist, dass man nicht so frieren muss wie unsere Hauptprotagonisten. Die Charaktere sind hier auf einer spannenden Verfolgungsjagd, bei der der Spannungsbogen aber nicht immer oben gehalten werden kann. Trotzdem ist es sehr fesselnd und es gibt auch ein paar Überraschungen. Am Anfang ist es noch ein langsamer Thriller, der sich aber von Seite zu Seite steigert, zwischendurch aber immer mal wieder ein bisschen schwächelt. Der Schreibstil ist sehr gut, man kann ungestört und schnell lesen, nur die langen Kapitel fand ich ein bisschen nervig. Und das Ende kam ziemlich aprupt, ich war noch gar nicht bereit mit der Geschichte abzuschließen. Aber im Nachhinein denke ich, hat das dann doch so gepasst. Es gibt hier auf jeden Fall ein paar aufregende Lesestunden, die man sich als Thrillerfan nicht entgehen lassen sollte.

4/6


16 November 2023

Kurzmeinung: The Women in me




Autorin: Britney Spears

Verlag: Penguin

Erschienen: 24.10.2023

Seiten: 288

Genre: Biografie



Klappentext


Endlich bricht Britney Spears ihr Schweigen: Die bewegende Autobiografie, über das Schicksal, das Millionen berührt. The Women in me ist eine mutige und tief berührende Geschichte von Freiheit, Ruhm, Mutterschaft, Überleben, Glaube und Hoffnung.

Als Britney Spears im Juni 2021 vor Gericht aussagte, hielt die Welt den Atem an. Der Moment, in dem sie ihre Stimme erhob und die Wahrheit sprach, sollte ihr Leben verändern - und das unzähliger anderer. The Women in me enthüllt erstmals ihre ganze, unglaubliche Geschichte und offenbart die innerer Kraft einer der größten Künstlerinnen der Popmusikgeschichte. Mit bemerkenswerter Offenheit und Humor beweisen Britney Spears' bewegende Memoiren, welche Macht der Musik und der Liebe innewohnt. Und sie zeigen, wie wichtig es ist, dass eine Frau endlich in ihren eigenen Worten und zu ihren eigenen Bedingungen ihre Geschichte erzählen kann.



Fazit

Wie viele in meinem Alter bin ich mit der Musik von Britney Spears herangewachsen. Ich habe ihren Aufstieg gefeiert und habe ihren vermeintlichen Absturz in der Presse mitverfolgt. Deswegen ist es für mich wahnsinnig interessant zu lesen wie es ihr damals ging, wie sie aufwuchs und was sie bewegte. Und wieder mal zeigt sich, nicht alles ist so, wie es nach außen hin dargestellt wird. Grade bei solchen Popsternchen wird schnell mal vergessen, dass hinter all dem auch noch ein ganz normaler Mensch steckt. 
Mit dem Schreibstil hatte ich so ab und zu meine Probleme, ich fand alles sehr stockend. Das lag vielleicht auch an der Übersetzung, genau wie einige Schreibfehler die sich eingeschlichen haben. 
Ich fand das Buch sehr gut, sehr bewegend und sehr fesselnd. Es gab Einblicke, die man sonst nicht bekommt. Wer sich für Biografien oder für Britney Spears interessiert, der sollte das Buch unbedingt lesen.

5/6



27 April 2023

Kurzmeinung: Sorry - Ich habe es nur für dich getan -



Autorin: Bianca Iosivoni

Verlag: Penguin

Erschienen: 08.03.2023

Seiten: 391

Genre: Liebesroman, Drama



Klappentext


Die Liebe kann dich überwältigen - aber was, wenn sie dich in ihre dunkelsten Abgründe reißt?


San Francisco. Die junge ehrgeizige Journalistin Robyn ist geschockt, als die Polizei bei ihr auftaucht: Ihr Ex-Freund Julian wurde als vermisst gemeldet. Mit einem Schlag stürzt die Vergangenheit auf sie ein, und alles ist wieder da: Die Sehnsucht, der Schmerz - und die Enttäuschung. Dabei möchte Robyn nichts mehr, als zu vergessen. Zutiefst beunruhigt fragt sie sich, was Julian zugestoßen sein könnte, und findet Zuflucht bei ihrem besten Freund Cooper. Doch das, was sie für Cooper empfindet, geht längst über eine Freundschaft hinaus. Als er unter Verdacht gerät, mit Julians Verschwinden zu tun zu haben, weiß Robyn nicht mehr, was sie noch glauben oder fühlen soll - und vor allem, wem sie noch vertrauen kann. Vielleicht nicht einmal mehr sich selbst...


Cover: 5/6

Schreibstil: 6/6

Handlung: 6/6

Charaktere: 5/6

Spannung: 5/6

Fesselnd: 6/6


Fazit

Vorab habe ich einige Meinungen über das Buch gelesen, die waren nicht alle positiv, aber teilweise hieß es, Fans von Colleen Hoover werden das Buch lieben. Also hopp, habe ich es mir natürlich auch geschnappt. Am Anfang passiert ja dann erst mal nicht so schrecklich viel, aber ich fand den Schreibstil so super flüssig und die Geschichte so simpel, dass man durch die Seiten fliegen konnte. Es ist so aufgebaut, dass es richtig fesselnd wird und auch ziemlich spannend. Die Protagonisten sind auch alle durchweg sehr gelungen, keiner ist nervig oder zu zickig (kommt bei Büchern aus dem Genre ja auch mal oft vor). Ich finde "Sorry" ist eine sehr einfache Geschichte mit Suchtfaktor, die man innerhalb weniger Tage verschlingen kann und deswegen gibt es von mir dafür auch ganz klar eine Leseempfehlung.

5/6



30 Januar 2020

Birthday Girl

Verlag: Penguin
Autorin: Sue Fortin
Erschienen am: 04.12.2019
Seiten: 479
Genre: Psychothriller 

Klappentext


Deine beste Freundin hat Geburtstag und sie lädt dich zu einem Überraschungswochenende ein. Sie lässt dich in eine abgelegene Hütte in Schottlands Wäldern bringen und nimmt dir das Handy ab. Zusammen mit den anderen Gästen versuchst du, gute Miene zu machen, doch die Ereignisse werden immer mysteriöser. Denn deine Freundin schlägt ein Spiel vor. Ein Spiel, bei dem es um eure dunkelsten Geheimnisse geht. Auch um deines. Und du würdest alles dafür tun, um es zu schützen. Aber dann ist eine von euch tot - und plötzlich wird die Party zur tödlichen Falle...


Cover

Ich finde das Cover optisch in Ordnung, aber wenn ich an den Inhalt des Buches denke, dann fallen mir sehr viele Ideen ein, die vielleicht besser zum Buch gepasst hätten. Es sagt nicht wirklich was über den Inhalt der Geschichte aus.

Inhalt

Carys, Zoe und Andrea werden von ihrer Freundin Joanne zu deren vierzigsten Geburtstag eingeladen. Sie verrät den Dreien nur, dass die Feier über ein komplettes Wochenende gehen soll, aus allem anderen macht sie ein Geheimnis. So lässt sie die drei abholen und nach einem Flug mit einem Privatjet und einer holprigen Fahrt in einem stickigen Transporter landen sie schließlich irgendwo in Schottland an einem zweistöckigen Steinhäuschen, weit abgelegen von der nächsten Ortschaft. Die Stimmung während der ganzen Fahrt ist teilweise schon sehr angespannt und die Tatsache, dass ihre Handys eingesammelt werden macht das nicht besser.

https://rezensionen-zeilenauslese.blogspot.com/p/verlag-mira-taschenbuch-autorin.html

09 Januar 2020

Neuschnee

Passend zum Winter wollte ich noch einen winterlichen Thriller lesen, aber na ja, das war wohl nichts. "Neuschnee" von Lucy Foley fand ich leider sehr langweilig. Es tut mir sehr leid, aber für mich hatte das wenig mit einem Thriller zu tun...


 Verlag: Penguin
Autorin: Lucy Foley
Erschienen am: 01.12.2019
Seiten: 432
Genre: Thriller

Klappentext

Winter in den Highlands: Neun Freunde verbringen den Jahreswechsel in einer abgelegenen Berghütte. Sie feiern ausgelassen, erkunden die eindrucksvolle Landschaft und gehen auf die Jagd - doch was als ein unbeschwerter Ausflug beginnt, wird bitterer Ernst, als heftiger Schneefall das Anwesen von der Außenwelt abschneidet. Nicht nur das Gerücht von einem umherstreifenden Serienmörder lässt die Stimmung immer beklemmender werden, auch innerhalb der Gruppe suchen sich lang begrabene Geheimnisse ihren gefährlichen Weg ans Licht. Dann wird einer der Freunde tot draußen im Schnee gefunden. Und die Situation in der Hütte eskaliert...

Cover

Das Cover finde ich sehr schön und auch sehr ansprechend. So stellt man sich doch ein Landgut in den Highlands vor.

Inhalt

Die Freunde Emma, Mark, Miranda, Julien, Nick, Bo, Samira und Giles mit Baby Priya und die alleinstehende Katie machen gemeinsam einen Ausflug in die winterlichen Highlands. Emma hat diesen Ausflug organisiert um endlich mehr zu der Gruppe, die sich alle schon länger kennen, dazu zu gehören. Denn sie ist erst vor drei Jahren zu der Clique dazu gestoßen, als sie mit Mark zusammenkam und fühlt sich daher oft ausgeschlossen.

Am Bahnhof werden sie von Wildhüter Doug abgeholt, der ihnen direkt erklärt, dass es möglich ist tagelang auf dem Landgut eingeschneit zu sein und dass dann auch keine Züge fahren, die die Gäste wieder nach Hause bringen. Doug macht einen mysteriösen Eindruck und Miranda, die mit Julien zusammen ist, ist direkt hin und weg von ihm.

https://rezensionen-zeilenauslese.blogspot.com/p/verlag-bastei-lubbe-autorin-marie.html

02 Januar 2020

Berg ab geht's tot am schnellsten




Verlag: Penguin
Autorin: Hilke Sellnick
Erschienen am: 09.12.2019
Seiten: 415
Genre: Krimi

"Bergab geht's tot am schnellsten" ist der 2. Band der "Henni-von-Kerchstein-Reihe". Band 1 "Tote kriegen keinen Sonnenbrand" habe ich nicht gelesen.

Klappentext


Ein ungewöhnlicher Auftrag führt die junge Pianistin Henni von Kerchenstein in die verschneiten Alpen. Die Witwe eines Filmstars feiert im Kreis alter Freunde den 100. Geburtstag ihres verstorbenen Gatten, und Henni soll die Feier auf dem Klavier begleiten. Doch statt lauschigen Abenden vor dem Kamin erwartet Henni ein zugiges altes Hotelgemäuer. Eingeschneit mit schrulligen Alten, wird ihr Spürsinn als Hobby-Ermittlerin auf die Probe gestellt: Während tief in den Bergen ein Schneesturm um das Hotel pfeift, hört Henni zu nächtlicher Stunde unheimliche Geräusche aus der Kapelle nebenan und stolpert kurz darauf über eine Leiche im Glockenturm...


Cover

Ein idyllisches und passendes Cover für einen winterlichen Krimi. Es soll wohl der Blick von der kleinen Kapelle aus sein, der auf das verfallene Hotel gerichtet ist, in dem Henni und alle anderen untergebracht sind.

Inhalt

Henni hat Steuerschulden und deswegen übernimmt sie zusammen mit ihren Freundinnen Cindy und Claudia einen außergewöhnlichen Gig in einem einsamen und abgelegenen Hotel in den Bergen. Die exzentrische Diva Lauretta Linz feiert hier mit einigen geladenen Gästen im höheren Alter den 100. Geburtstag ihres verstorbenen Mannes. Durchgefroren kommen die drei Freundinnen zusammen mit Hennis Kater Walter von Stolzenstein an dem verfallenen Hotel an, das nach außen hin alles andere als luxuriös ist, sich im Inneren jedoch als recht gemütlich erweist.

Die drei Freundinnen werden im 3. Stock in drei Zimmern untergebracht, die direkt nebeneinander liegen. Schon in der ersten Nacht kommt Cindy ängstlich zu Henni ins Zimmer und erzählt, sie habe in der nahe gelegenen Kapelle Menschen gehört. Henni hält das für sehr unwahrscheinlich, lässt sich wegen der Spuren im Schnee aber doch überzeugen und während Cindy dann schon selig in Hennis Bett schlummert beobachtet diese weitere Geschehnisse rund um die Kapelle, nichts ahnend, wie wichtig das alles später noch sein könnte. Am nächsten Morgen ist einer der älteren Herren verschwunden, das ganze Hotel steht Kopf bis Henni ihn letztendlich findet, zu ihrer leichten Enttäuschung allerdings lebendig.

In der darauffolgenden Nacht zieht ein Schneesturm auf und schon am Abend macht dies den Bewohnern des Hotels zu schaffen. Die Gemüter werden unruhiger und gehässiger, so kommt es zum Streit zwischen Lauretta und einer anderen Dame, die intrigant aus dem Nähkästchen plaudert während alle anderen zuhören. Dann verschwindet wieder ein älterer Mann, natürlich denkt man, ihm ginge es wie seinem Vorgänger, dass er irgendwo sitze und nicht mehr wegkomme oder sich verlaufen habe. Aber dieses Mal ist es anders und Henni hat endlich ihre Leiche. Zusammen mit Kater Walter beginnt sie zu ermitteln, was dem Mann, der in der Kapelle an einem Strick hängend gefunden wurde, passiert ist.


Meine Meinung


Auf das Buch bin ich vor allem wegen dem witzigen Titel und dem makabren winterlichen Cover aufmerksam geworden. Der Schreibstil ist direkt sehr lebhaft und sehr schön verständlich, so dass man leicht und ohne zu stocken lesen kann. Das Buch wird aus Sicht der sympathischen und chaotischen Hauptprotagonisten Henni in der 1. Person erzählt. Hennis Charakter macht die Geschichte abwechslungsreich und führt immer wieder zu komischen Situationen, selbst in Zeiten, in denen es für die Bewohner des Hotels nicht so viel zu lachen gibt muss man als Leser doch schmunzeln. Teilweise sarkastisch und mit viel Wortwitz erzählt die aufgeweckte Henni ihre Geschichte.

Sehr schön ist es natürlich auch, einen Kater an die Seite der Protagonistin zu stellen. Der ohne es selbst zu wissen manchmal eine große Hilfe bei Hennis Ermittlungen ist.

Aufgepeppt wird die Geschichte weiterhin durch die Intrigen und den Misstrauen der vielen Gäste untereinander, die fast alle schon im hohen Alter sind. Das Buch ist nicht immer spannend, aber es ist so geschrieben, dass es aufregend, abwechslungsreich und zugleich lustig bleibt und den Leser auch ganz ohne hässliche Gewaltszenen in seinen Bann ziehen kann. Das Ganze wird atmosphärisch eingerahmt von der hübschen und verschneiten Winterlandschaft rund um das Berghotel.

Hauptprotagonistin Henni hat mir wirklich sehr gut gefallen. Ich mag ihre Persönlichkeit, ihre ständige Verzweiflung was Männer angeht, sowie ihre Intelligenz und Hartnäckigkeit, mit der sie den Fall lösen möchte. Mich erinnert sie an eine jüngere Version von Jessica Fletcher aus der Serie "Mord ist ihr Hobby".

Fazit

Normalerweise lese ich solche Krimis eher nicht. In den Krimis die ich bislang kannte waren es oft jüngere Menschen, bei denen ein Mörder Angst und Schrecken verbreitet und einen nach dem anderen jagt. Dies auch mal mit älteren Protagonisten und einer jungen und witzigen Hobbyermittlerin zu lesen war auch mal sehr interessant. Das Buch ist ein solider Krimi, den man sehr schön mal zwischendurch lesen kann, auch ganz ohne Vorkenntnisse von Band 1. Daher empfehle ich das Buch gerne für alle Krimi-Leser weiter.


4/6

Vielen Dank an den Penguin Verlag zur Bereitstellung des Rezensionsexemplars. Es wurden keinerlei Vorgaben gemacht und die Rezension spiegelt meine eigene Meinung wider.
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