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16 Januar 2026

Kurzmeinung: Blutige Eingriffe

 

Autor: Edward Lee

Verlag: Festa

Erschienen: 08.12.2025

Seiten: 224

Genre: Horror, Thriller


Klappentext


 Verstümmelte Sexsklaven, Schrecken während der Autopsie eines Kinderschänders, ein Serienmörder, der Hände seiner Opfer aufbewahrt, fatale Regierungsexperimente und vom Pech verfolgte Pornofilmer - in der Welt von Edward Lee ist die Realität verstörend und erbarmungslos...


Cover: 5/6

Erzählstil: 5/6

Handlung: 4/6

Charaktere: 4/6

Spannung: 4/6

Fesselnd: 4/6


Fazit 


Eigentlich lese ich Kurzgeschichten nicht so gerne, aber bei Edward Lee macht man doch gerne eine Ausnahme. Die erste Geschichte hat mich dann aber auch nicht wirklich umgehauen (da war der Ekelfaktor selbst für mich zu hoch), die zweite fand ich dagegen schon ziemlich genial. Und so ging es dann weiter, die meisten der Geschichten waren wirklich super. Eine Mischung aus Tragödie, Spannung, kritischen Themen, brutalen Szenen und oft eben auch etwas eklig. Bei vielen Geschichten zeigt sich erst in den letzten Sätzen, was tatsächlich hinter allem steckt und das gibt dann noch mal so einen richtigen tollen Effekt, der die Story abschließt.

Also eine bunte Mischung an Kurzgeschichten, die man zwischendurch gut lesen kann.


4/6



02 Juni 2023

Kurzmeinung: Bighead



Autor: Edward Lee

Verlag: Festa

Erschienen: 01.08.2012

Seiten: 336

Genre: Horror



Klappentext


Nachdem sein Großvater gestorben ist, sitzt Bighead ganz alleine in der Hütte irgendwo im tiefen Wald von Virginia. Als das letzte Fleisch verzehrt ist, treibt ihn der Hunger hinaus in die "Welt da draußen", von der er bisher nur von seinem Opa gehört hat.

Wer oder was ist der Bieghead? Wieso hat er einen Kopf so groß wie eine Wassermelone? Ist er ein mutierter Psychopath? Was er auch immer ist, Bighead ist unterwegs und hinterlässt eine Spur aus Blut und Grauen.


Cover: 4/6

Schreibstil: 5/6

Handlung: 2/6

Charaktere: 3/6

Spannung: 1/6

Fesselnd: 3/6


Fazit

Wenn man ein Buch von Edward Lee liest, weiß man ja schon vorher, dass man einiges aushalten muss. Bisher hat mir das nichts ausgemacht, aber Bighead ist an Widerlichkeit zwischendurch tatsächlich kaum zu überbieten.

Es gibt erst mal 4 Handlungsstränge, die nach und nach zusammen kommen, wobei es insgesamt eigentlich ziemlich wenig um den Star des Buches geht. Aber er hat einige Auftritte, die dann auch vollkommen ausreichend sind. Es gibt viele Kapitel mit Leseabschnitten und teilweise ziehen sich die Handlungen unheimlich in die Länge. Vieles ist auch einfach mal unnötig, z.B. viele der feuchten Träume der Protagonisten, da hätte auch etwas weniger gereicht.

Das Buch ist zwar gut aufgebaut, aber die Spannung hat mir total gefehlt und die Protagonisten waren teilweise eine Katastrophe. Am Ende wird's dann noch mal richtig schön skurril und überraschend, damit rechnet vermutlich niemand. Aber na ja, hat das Ganze jetzt auch nicht mehr gerettet. Inhaltlich zwar gut gedacht, aber viel zu viel unnötige und seltsame Sachen. Kann man also lesen, muss man aber nicht. Wegen dem eigentlich guten Plot und dem guten Schreibstil gibt's 3 Sterne.

3/6



23 Juli 2021

Kurzmeinung: Leichenwald




Verlag: Festa

Autor: Edward Lee

Erschienen am: 22.06.2021

Seiten: 400

Genre: Thriller





Klappentext


Eine Prostituierte, die fast zu Tode gewürgt und dann lebendig verscharrt wird. Kinder, die im Wald spielen - und nie wieder zurückkehren. Frauen, die vergewaltigt und ermordet werden. Männer, die man einfach so abschlachtet. Und überall ausgebuddelte Leichenteile...


Als Patricia White in ihre verhasste Heimatstadt zurückkehrt, erwartet sie dort keine idyllische Landschaft zwischen Wäldern und Meer. Der beschauliche Ort wird von einer Serie bizarrer Morde heimgesucht, völlig wahllos und so grauenhaft, dass panische Angst um sich greift. Wurde die Stadt wirklich vom Bösen versucht, namenlos und älter als die Sünde selbst?


Cover: 5/6

Schreibstil: 6/6

Handlung: 3/6

Charaktere: 3/6

Spannung: 2/6

Fesselnd: 3/6


Fazit

Aufgrund von Cover und Klappentext habe ich mir bei diesem Buch ein bisschen was anderes vorgestellt. Es dauert, bis die Geschichte überhaupt mal in Fahrt kommt. Und dann gibt es neben den Morden noch ein anderes ganz großes und "wichtiges" Thema: Das Sexleben der Hauptprotagonistin und einiger anderer teils recht blasser Charaktere. Das nimmt schon fast mehr Platz ein wie die Dinge, die der Klappentext verspricht. Daran ist grundsätzlich nichts Verkehrtes, aber so ausgiebig hat es dem Buch meiner Meinung nach mehr geschadet wie geholfen. Den Schreibstil von Edward Lee fand ich dabei zwar grandios, das konnte die Story für mich aber auch nicht mehr retten. Nur etwa die letzten 40 Seiten waren wirklich sehr gut, aber das ist einfach zu wenig. Von daher empfand ich diesen Thriller eher als mittelmäßig. Toller Schreibstil, sehr gelungenes Cover, aber inhaltlich fehlte es mir an Spannung und an der Schnelllebigkeit der Handlungen. Für mich gehört das zu einem guten Thriller einfach dazu.


3/6

11 Februar 2021

Rezension: Succubus

 

Autor: Edward Lee
Verlag: Festa
Erschienen am: 22.01.2021
Seiten: 432
Genre: Thriller, Horror


Klappentext


Nachdem ihr Vater einen Schlaganfall erlitten hat, macht sie die erfolgreiche Anwältin Ann auf den Weg nach Lockwood, einer kleinen Stadt in der Wildnis von Maryland. Obwohl sie dort aufgewachsen ist, erinnert sie sich kaum noch daran.

Doch in Lockwood stimmt etwas ganz und gar nicht. Offenbar werden die Männer von den Frauen als Sklaven gehalten! Ann kann es kaum glauben. Aber das ist erst der Anfang der Geschichte...


Cover


Mir gefällt das Cover wahnsinnig gut. Ich kann mir die Frauen, die dort in Lockwood ihr Unwesen treiben genauso düster und trotzdem sinnlich vorstellen, außerdem mag ich die Farbkombinationen.


Inhalt

Ann ist in dem kleinen Dörfchen Lockwood aufgewachsen und hat dort auch ihre inzwischen siebzehnjährige Tochter Melanie zur Welt gebracht. Ann ist jedoch von dort weggezogen und hat Karriere in der Stadt gemacht. Sie ist eine erfolgreiche und wohlhabende Anwältin und lebt zusammen mit ihrer Tochter und ihrem Freund Martin in einem hübschen Apartment in der Stadt. Als sie endlich ein paar freie Tage genießen möchte bekommt sie einen erschütternden Anruf. Ihr Vater hatte einen Schlaganfall und hat wahrscheinlich nicht mehr lange zu Leben. Sofort macht sie sich mit ihrer Familie auf in ihre alte Heimat in der sie sich überhaupt nicht wohl fühlt, denn hier ist alles anders. Lockwood ist nicht wie andere Orte, das Leben dort gleicht dem in einer Sekte.

Meine Meinung

Das Buch beginnt erst mal mit einem vielversprechenden und sehr guten Prolog, danach ist es dann in zwei Handlungsstränge aufgeteilt. Zum Einen geht es um Hauptprotagonistin Ann und zum Anderen gibt es noch Erik, der in einer psychiatrischen Anstalt sitzt, weil er angeblich ein Babymörder ist. Es dauert eine Weile, bis sich die Handlungen zusammenfügen und man alles versteht.

Dabei lässt sich das Buch meist flüssig lesen. Was mich immer wieder etwas stocken ließ war die Sprache, die die Bewohner von Lockwood untereinander sprechen. Sie haben für einige Begriffe spezielle Wörter, die dann aber später im Buch alle erklärt werden.

Ich fand die Geschichte zwar sehr interessant, fand aber auch, dass es etwas gedauert hat, bis sie richtig spannend wurde. Es dauerte, bis alles erklärt wird und die Hauptprotagonisten so richtig gefordert werden. Vom Aufbau her ist das Buch aber sehr gelungen, es steigert sich von Seite zu Seite, das macht die Geschichte fesselnd, so dass man das Buch nur noch schwer weglegen kann. Allerdings konnte ich zu Hauptprotagonistin Ann mit ihrer oft sehr mürrischen Art nicht so richtig eine Beziehung aufbauen, ich fand sie ziemlich unsympathisch.

Fazit

Es ist ein wirklich gelungenes Buch mit einem sehr interessanten Plot. Edward Lee zeigt hier wirklich sehr viel Fantasie, aber auch sehr viele perverse Männerträume. Richtige Spannung kam bei mir erst zum Ende hin auf, davor gibt es zwar auch viele interessante Handlungen, einiges plätschert aber auch sehr so vor sich hin. Ich fand Anns Geschichte einerseits sehr interessant, andererseits aber auch ziemlich eintönig, etwas weniger Sex wäre hier vielleicht mehr gewesen, denn die Idee mit den kannibalstischen Frauen fand ich schon gut. Leider konnte mich mit der Hauptprotagonistin auch nicht so sehr anfreunden. Was bleibt ist also ein eigentlich gutes Buch, dass etwas weniger pervers hätte ausfallen dürfen und dafür etwas spannender, deswegen gibt es ein bisschen Abzug...

4/6

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