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07 August 2025

Rezension: Himmelerdenblau

 

Autorin: Romy Hausmann

Verlag: Penguin

Erschienen: 27.08.2025

Seiten: 464

Genre: Thriller


Klappentext


Seit dem 7. September 2003 ist Julie Novak verschwunden. Die Familie ist daran zerbrochen. Nur ihr Vater Theo hört nach auf, nach ihr zu suchen. Als sich Julies Verschwinden zum zwanzigsten Mal jährt, nimmt die Podcasterin Liv Kontakt zu Theo auf. Sie sei auf eine neue Spur gestoßen. Doch wenn er die Wahrheit erfahren will, muss er sich beeilen, bevor seine fortschreitende Demenz alles mit Dunkelheit überzieht Wer zum Teufel hat ihm seine Tochter genommen? Warum hat Julies Ex-Freund Daniel das Schlafzimmer seiner verstorbenen Mutter so sorgfältig verschlossen? Und gibt es etwas Grausameres als die Ungewissheit über das Schicksal des eigenen Kindes?


Cover: 4/6

Schreibstil: 6/6

Handlung: 5/6

Charaktere: 5/6

Spannung: 4/6

Fesselnd: 5/6


Inhalt


Theo und seine Familie hatten ein perfektes Leben. Er war ein hochangesehener Chirurg und verdiente genug Geld, so dass seine Frau nicht arbeiten musste und so, dass ihre beiden Töchter eine unbeschwerte und glückliche Kindheit erleben konnten. 20 Jahre später ist alles anders. Theo ist alleine und noch dazu macht ihm die immer stärker werdende Demenz zu schaffen. Seine Frau ist verstorben, seine Tochter Julie ist seit 20 Jahren verschwunden und ihre Schwester hat sich inzwischen ein eigenes Leben aufgebaut. Sie möchte die Vergangenheit hinter sich lassen, ist verheiratet und kurz davor ein Kind zu adoptieren, sie zeigt nur wenig Verständnis dafür, dass Theo Julie weiterhin sucht. Aber Theo gibt nicht auf, er möchte endlich wissen, was Julie zugestoßen ist.


Meine Meinung

Romy Hausmann gehört zu den besten Thriller-Autorinnen in Deutschland, dass hat sie mit Thrillern wie "Liebes Kind" schon bewiesen. Mit Himmelerdenblau hat sie sich an ein ernstes Thema gewagt, Demenz. Ich war von Anfang an gespannt, wie sie Theo beschreibt und wie sich seine Demenz auf die Geschichte auswirkt.

Das Buch wird in verschiedenen Leseabschnitten und so dann aus verschiedenen Sichtweisen heraus erzählt. Die Leseabschnitte haben meistens eine angenehme Länge und enden oft mit Cliffhangern. Manche der Abschnitte werden in der ersten Person aus Sicht von Theo erzählt. Diese Kapitel bestehen oft aus Rechtschreibfehlern, den falschen Wörtern oder unzusammenhängenden Geschehnissen, was das Chaos in Theos Kopf sehr gut widerspiegelt.

Die Protagonisten sind vielschichtet und tragen so dazu bei, dass es interessant bleibt. Jeder hat seine eigene Geschichte und die wird sehr ausführlich erzählt. Kleine Teile des Buches werden von einem Podcast-Duo erzählt, die ich beide etwas anstrengend fand, aber dieser Part passt letztendlich gut in die Geschichte rein.

Das Buch ist voller Wendungen, was es unheimlich fesselnd macht. Es passiert Vieles, und manchmal dann doch sehr wenig, dann erfährt man eben mehr über das Leben der Protagonisten. Und als Leser grübelt man während all diesen Hinweisen, was nun das entscheidende Indiz dafür ist, dass genau dieser Protagonist etwas mit Julies Verschwinden zu tun hat. Das hält dieses Buch am Leben und macht es sehr spannend.

Es ist ein langsamer Thriller, der im stillen Tempo und sehr bedacht erzählt wird. Der Schreibstil ist wie immer bei den Büchern von Romy Hausmann perfekt und die Story genial durchdacht. Besser kann man eine Geschichte kaum aufbauen.

Fazit

Himmelerdenblau ist ein perfekt durchdachter Thriller, der sehr moderat erzählt wird. Es wird sehr viel Rücksicht auf die Gefühle und das Leben der Protagonisten genommen, wobei der Fokus auf dem Demenzkranken Theo liegt. Durch viele Wendungen und häufige Cliffhanger am Ende der Leseabschnitte bleibt das Buch spannend und fesselnd. Romy Hausmann drückt die Gefühle der Protagnisten hier wieder so aus, dass man sich in jeden der Charaktere hineinversetzen kann. Vor allem den Demenzkranken Theo hat sie sehr gut dargestellt.
Es ist ein außergewöhnlicher Thriller, der durch ausführliche Berichterstattungen von einem etwas nervigen Podcast und einigen Nachforschungen ein paar Längen hat. Insgesamt ist es aber ein tolles Buch, das ich Fans von ruhigen Thrillern gerne weiterempfehle.

5/6


10 Februar 2022

Kurzmeinung: Perfect Day



Autorin: Romy Hausmann

Verlag: dtv

Erschienen am: 12.01.2022

Seiten: 416

Genre: Thriller




Klappentext


"Meine kleine Prinzessin. So allein.

Du zitterst ja, du armes Ding.

Komm mit mir, hab keine Angst.

Bei mir bist du sicher. Ich bringe dich an

einen geheimen Ort, mein Herz, aber vorher

müssen wir hier im Wald noch ein paar rote Schleifen verteilen, schau."


Seit Jahren verschwinden Mädchen.

Rote Schleifen weisen den Weg zu ihren Leichen,

der Täter ist unbekannt - bis eines Abends ein

berühmter Philosophieprofessor wegen Mordverdacht verhaftet wird...


Cover: 5/6

Schreibstil: 5/6

Handlung: 4/6

Charaktere: 5/6

Spannung: 3/6

Fesselnd: 4/6


Fazit

Also es hat etwas gedauert, bis ich in dem Buch drin war. Der Aufbau ist schon außergewöhnlich, aber das unterscheidet es ja auch von anderen. Insgesamt kann ich auch nicht viel schlechtes über das Buch schreiben, aber ich fand die ersten beiden Drittel wirklich sehr langatmig. Aber die Idee hinter dem Ganzen fand ich wiederum genial und auch das letzte Drittel ließ sich dann wie im Flug lesen, das war dann richtig aufregend, am Anfang hatte mir das einfach gefehlt. Was mich gestört hat waren die fehlenden Kapitel. Manchen wird das egal sein, aber ich bin ein totaler Kapitelleser und habe es sehr gerne, wenn die Bücher in viele kurze Kapitel unterteilt sind. Es gab zwar immer wieder Absätze und eingeteilte Leseabschnitte, aber die wurden direkt hintereinander abgearbeitet, mich hat das dann beim Lesen schon beeinflusst, ich fand es anstrengend. Hinter dem Buch steckt auf jeden Fall eine interessante Idee mit vielen beklemmenden Szenen die einem vor allem das Mamaherz bluten lassen, aber auch viele Längen. Mich hat es erst zum Ende hin überzeugt.


4/6



12 Mai 2020

Rezension: Marta schläft


Verlag: dtv
Autorin: Romy Hausmann
Erschienen am: 24.04.2020
Seiten: 382
Genre: Thriller

Klappentext


Hab dich.
Und jetzt spielen wir.
Wir spielen: Gericht.

Die Stimme in meinem Rücken sagt:
"Das ist eines deiner größten Probleme, nicht
wahr, meine Liebe? Dass du dir selbst
nicht trauen kannst. Kein Wunder wahrscheinlich
bei deiner Geschichte."

Ein abgelegenes Haus im Spreewald wird zum
Schauplatz eines bizarren Spiels...


Cover

Ein typisches Romy Hausmann Cover hat man sich hier wieder ausgedacht. Wenn man ihr letztes Buch "Liebes Kind" kennt, dann weiß man schon, wer das Buch geschrieben hat wenn man sich nur das Cover ansieht. Mir gefällt es so wie es ist sehr gut.

Inhalt

Nadja ist mit einem Auto unterwegs in den Spreewald. Sie ist nervös, ihre Nerven flattern, auf der Fahrt träumt und halluziniert sie, noch dazu kommt es zu einem ärgerlichen Zwischenfall. Und sie hat panische Angst, denn in ihrem Kofferraum ist eine Leiche die sie verschwinden lassen muss. Sie selbst hat das Opfer nicht auf dem Gewissen, sondern eine Freundin von ihr, Nadja will ihr helfen und bringt sich dabei selbst in Lebensgefahr.

26 März 2019

Liebes Kind

Im Rahmen einer Leserunde bei Lovelybooks.de habe ich das Buch "Liebes Kind" von Romy Hausmann gewonnen. Ich muss sagen, ich fand die Geschichte super und sie hat mich teilweise wirklich umgehauen. Fast hätte ich ihr sieben Sterne gegeben, aber da es (vor allem am Anfang) etwas langatmig war, habe ich einen Stern abgezogen. Aber ansonsten wirklich top. Geniale Geschichte, toller Schreibstil und spannend bis zum Ende. Genau so, wie ein guter Thriller sein muss!


"Er macht den Tag. Und die Nacht. Wie Gott."
(Zitat)

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