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31 Dezember 2024

Rezension: Frontrunners - Liebe auf der Überholspur

 

Autorin: Josie Juniper

Verlag: blanvalet

Erschienen: 18.12.2024

Seiten: 353

Genre: Romance, Lovestory


Klappentext


Phaedra Morgan ist brillante Renningenieurin für ein aufstrebendes Formel 1 - Team und setzt sich als starke Frau in dieser Männerdomäne durch. Doch der Mann im Cockpit macht es ihr schwer: Der neue Star Cosmin Ardelean provoziert sie ständig. Er ist ein talentierter Fahrer, aber unprofessionell - und genauso berühmt für seine Bettgeschichten wie für seine Zauberei auf der Strecke. Für den Erfolg des Teams müssen Phaedra und Cosmin Vertrauen zueinander aufbauen. Dabei spüren sie schnell eine unwiderstehliche Anziehung - vielleicht sogar echte Gefühle-, und plötzlich steht für beide alles auf dem Spiel. 


Cover: 4/6

Schreibstil: 5/6

Handlung: 5/6

Charaktere: 5/6

Spannung: 3/6

Fesselnd: 5/6


Inhalt


Die temperamentvolle Phaedra Morgan ist Renningenieurin im Formal 1-Team ihres Vaters. Bei der Arbeit ist sie ein Genie, emotional hat sie sich jedoch nicht immer unter Kontrolle. Das macht vor allem die Zusammenarbeit mit dem neuen Fahrer des Teams, Cosmin Ardelean, nicht einfach. Der junge Rumäne ist ins Team gekommen um es aus dem Mittelfeld auf die vorderen Ränge zu fahren. Außerhalb der Rennstrecke ist er bekannt für seine Frauengeschichten. Doch Cosmin hat auch eine andere Seite, von der Phaedra aber erst mal gar nichts wissen will, denn sie ist viel zu verbissen um das wahrzunehmen. Und doch spüren beide schnell, dass sich zwischen beiden rasant eine Verlangen und eine Anziehungskraft aufbaut. Aber das wird für sie schnell zum Problem.


Meine Meinung

Also das Cover ist ja schon sehr kitschig, da hätte ich nicht vermutet, dass sich hier so eine doch teilweise sehr erotische spicy Story hinter verbirgt. Trotzdem passt es ja sehr schön zum Inhalt.

Die Geschichte ist dann auch sehr einfach und übersichtlich aufgebaut. Die Kapitel werden manchmal über Cosmin und manchmal über Phaedra erzählt, dabei ist über jedem Kapitel eine Überschrift mit dem Ort, wo sie sich gerade aufhalten. Meistens sind das die Austragungsorte der Rennen. Und als Formel 1-Fan weiß ich, dass die Autorin sich hier ziemlich genau an den üblichen Rennkalender gehalten hat. Auch andere Kleinigkeiten die sie hier ab und an beschreibt zeigen, dass auch sie sich in der Formel 1 gut auskennt. Hierbei fand ich den Schreibstil meistens sehr angenehm und gut lesbar. Die richtigen Stellen haben die richtige Würze und es gibt ein großes Maß an Erotik und Herzschmerz, aber auch an Action auf der Rennstrecke. Diese Mischung hat mir sehr gut gefallen.

Die Protagonisten fand ich zu Beginn etwas blass, erst mit dem Verlauf des Buches haben sie sich mehr geöffnet, man hat mehr über sie erfahren und somit haben mir beide immer besser gefallen. Was den Hergang der Geschichte dann anging, war es fast genau umgekehrt. Am Anfang war ich total begeistert, aber um so länger es wurde, umso froher war ich, dass wir uns langsam dem Ende nähern, da es sich dann doch im letzten Drittel ein klein bisschen zog.

Spannung kam hier meiner Meinung nach ziemlich wenig auf, weder auf der Strecke noch in der Beziehung der beiden Protagonisten. Wie üblich ist alles ein Auf- und Ab, was sich wahnsinnig fesselnd lesen lässt, ich fand es trotzdem einfach wenig spannend.

Fazit

Für mich als Formel 1 - Fan war klar, dass ich dieses Buch lesen muss :-D Und es war schön zu sehen, dass man rund um den Motorsport so eine herrlich kitschige Story schreiben kann. Für mein 15-jähriges Ich wäre das ein absolutes Lesehighlight gewesen. Aber auch heute, wenige Jahrzehnte später ;-) mochte ich die Geschichte sehr gerne. Und wer hätte bei dem süßen Cover vermutet, dass es bei den Hauptprotagonisten so spicy zur Sache geht, also ich zumindest habe es mir braver vorgestellt. Das ist jetzt aber nicht negativ gemeint, so wie es war, hat es gepasst.
Rund um das Geschehen in der Formel 1 hat die Autorin mit lockerem Schreibstil hier eine richtig schöne Liebesgeschichte mit den üblichen Höhen und Tiefen geschrieben. Zu Beginn fand ich die Protagonisten etwas schwach, die Story dafür wahnsinnig aufregend. Das ändert sich im Verlauf des Buches. Hinten hinaus fand ich dann die Protagonisten sehr viel besser, da sie sich mehr öffnen und sie mehr Tiefe bekommen, dafür flachte die Story aber etwas ab, so dass es dann gut war, als das Ganze zum Ende kam. Für mich war Frontrunners ein sehr lesenswertes Wohlfühlbuch, das ich Fans des Genres gerne weiterempfehle.

5/6


21 Dezember 2024

Rezension: Once you're mine

 


Autorin: Morgan Bridges

Verlag: Blanvalet

Erschienen: 18.12.2024

Seiten: 320

Genre: Dark-Romance


Klappentext


Ein Mord hat sie zusammengebracht, nur der Tod kann sie trennen...


Calista ist verzweifelt: Ihr Vater wurde nach einem Gerichtsprozess getötet und der eigens von ihr engagierte Detektiv liefert keine brauchbaren Hinweise auf den Täter. In ihrer Not wendet sich Calista an Hayden Bennett, den skrupellosen Anwalt, der ihren Vater hinter Gitter bringen wollte. Er nimmt den Auftrag an und ist plötzlich immer an ihrer Seite, wenn sie Hilfe braucht. Gegen die Anziehung, die von ihm ausgeht, ist Calista wehrlos, und sie kann gar nicht anders, als sich ihn zu verlieben. Was sie nicht weiß: Hayden ist ihr Stalker - und das ist nicht sein schlimmstes Geheimnis...


Cover: 5/6

Schreibstil: 4/6

Handlung: 4/6

Charaktere: 5/6

Spannung: 3/6

Fesselnd: 5/6


Inhalt


Calistas Vater, Senator und ein einflussreicher Mann, wurde ermordet. Es fällt ihr schwer, den Tod ihres Vaters zu überwinden. Um Details über sein Leben herauszufinden und um zu erfahren, wer ihn ermordet hat, engagiert sie einen Privatdetektiv. Aber obwohl ihr Vater ein einflussreicher Mann war hatte er Schulden und diese hat Calista geerbt. So kommt es, dass sie sich den Detektiv nicht mehr leisten kann. Hier kommt Haydon Bennett ins Spiel. Haydon war der gegnerische Anwalt im Mordfall gegen Calistas Vater. Er ist einer der besten in seinem Job, er ist mächtig, aber auch sehr besitzergreifend. Er beobachtet Calista und zu seiner eigenen Überraschung spürt er eine wahnsinnig starke Anziehungskraft ihr gegenüber. Bald schon merkt er, dass er mehr tun möchte, als sie nur anzusehen. 


Meine Meinung

Dark Romance ist ein Genre, zu dem ich eher selten greife, dafür muss mich ein Klappentext schon sehr ansprechen. Und hier haben Klappentext und das schön gestaltete Buch dazu beigetragen, dass ich es unbedingt lesen wollte.

Solche Bücher laufen oft nach ähnlichen Schemen ab und erfüllen eine Menge Klischees, "Once You`re mine" macht da keine Ausnahme. Junge Frau in hilfloser Lage trifft auf Bad Boy mit hartem Kern und weicher Schale. Das wird dann hier so erzählt, wie Dark Romance nun mal sein muss: Düster, skrupellos, verrucht. Die Story an sich hat mir sehr gut gefallen, auch die Entwicklung von Haydon und Calista, aber ich war ein bisschen enttäuscht darüber, dass der Mord an ihrem Vater nur reine Nebensache ist. Es geht meistens nur darum, wie die beiden zueinander kommen und was sie miteinander anstellen. Das liest sich sehr gut, bietet aber ein bisschen zu wenig Inhalt, da wäre meiner Meinung nach mehr drin gewesen. Ich hoffe, dass es in der Fortsetzung mehr darum geht, was mit Calistas Vater geschehen ist.

Deswegen war das Buch für mich auch nicht immer spannend. Es war eher fesselnd, weil es interessant zu lesen war, wie die beiden Hauptprotagonisten zueinanderfinden und was sie daraus machen. Auch Haydons dunkle Seite kam hier und da zum Vorschein, aber auch darüber hätte ich gerne noch mehr gelesen. Aber es bietet vor allem zum Ende hin offene Fragen, die Lust machen auf mehr. Vieles ist unaufgeklärt und deswegen hoffe ich auf eine spannende Fortsetzung.

Fazit

Bücher aus diesem Genre lese ich eher selten, da muss der Klappentext schon sehr überzeugend sein und das war er hier für mich dann auch. Es hat ein bisschen gedauert, bis ich im Buch drin war, denn den Schreibstil fand ich insgesamt etwas stockend. Die Geschichte an sich liest sich dann aber sehr gut. Sie ist einfach aufgebaut und bedient viele Klischees, die Dark Romance Romane zu bieten haben: Es geht um den typischen Bad Boy mit weichem Kern und einer jungen Frau, die verzweifelt auf Hilfe aus ist. Und dabei geht es natürlich sehr verrucht zu. Was mich ein bisschen enttäuscht hat war, dass der Mord an Calistas Vater nur wenig im Vordergrund stand, er dient viel mehr dazu, der Story rund um die beiden Hauptprotagonisten eine Bühne zu bieten. Etwas, dass sie verbindet. Deswegen fand ich das Buch auch nur wenig spannend, aber aufgrund der sich anbahnenden Beziehung zwischen Haydon und Calista sehr fesselnd. Und vor allem im letzten Drittel wird das Buch sehr gut und zum Schluss endet es mit einem gemeinen Cliffhanger, der richtig Lust auf Band 2 macht. Die Fortsetzung hat meiner Meinung nach richtig viel Potential, da es noch viele offene Fragen gibt. Deswegen freue ich mich auch jetzt schon darauf, denn insgesamt fand ich die Story gut, Fans des Genres sollten das Buch unbedingt lesen.

4/6



24 Oktober 2024

Rezension: Ein kalter Tod


Autor: Stuart MacBride

Verlag: Goldmann

Erschienen: 23.10.2024

Seiten: 448

Genre: Thriller


Klappentext


Eingeschneit in einem Dorf voller Scherverbrecher - und mit einem Killer


Es klang so einfach: DC Edward Reekie und seine Vorgesetzte sollen einen todkranken Häftling abholen und nach Glenfarach bringen, wo er seine letzten Monate verbringen darf. Der Ort wirkt wie ein verschlafenes Dorf im Herzen des Nationalparks. In Wahrheit ist er eine Hochsicherheitszone mit Kameras, Wachpersonal und elektronischen Fußfesseln. Hier leben Straftäter, die zu gefährlich sind, um in die Freiheit entlassen zu werden. Nachdem die Detectives den neuen Bewohner abgeliefert haben, drängt ein heraufziehender Schneesturm sie zur Rückkehr nach Aberdeen. Doch als in Glenfarach ein Mord geschieht, müssen sie die Ermittlungen übernehmen. Vom Schnee eingeschlossen steigen die Spannungen in der explosiven Gemeinschaft. Denn etwas Böses ist nach Glenfarach gekommen...


Cover: 5/6

Schreibstil: 6/6

Handlung: 6/6

Charaktere: 5/6

Spannung: 6/6

Fesselnd: 6/6


Inhalt


Glenfarach ist ein kleiner Ort mitten im verschneiten Nirgendwo. Hier wohnen 200 Straftäter Haus an Haus in einer Gemeinschaft zusammen, bewacht von nur wenigen Beamten, da die Sicherheitsvorkehrungen wegen immer mehr Mittelkürzungen immer schlechter werden. Aber jeder Sträfling hat eine Fußfesseln und alles ist Kameraüberwacht, es scheint, als sei das Dorfidyll trotz der explosiven Mischung an Einwohnern nicht in Gefahr. Ausgerechnet als DC Edward Reekie und seine Vorgesetzte in das Dorf kommen um dort den todkranken Häftling Mark Bishop abzuliefern geschieht ein Mord und noch dazu zieht ein Schneesturm auf, so dass sie gezwungen sind dort zu bleiben und die Mordermittlungen aufzunehmen. Nun stellt sich die Frage, sollte der Mord vielleicht das Willkommensgeschenk eines kranken Anhängers von Bishop sein oder ist es einfach nur Zufall. Für DC Reekie beginnt daraufhin ein der kältesten und vielleicht sogar letzten Ermittlungsarbeiten seiner noch jungen Polizeikarriere, denn für ihn ist es eine Mordermittlung, bei der er selbst sein Leben aufs Spiel setzt.


Meine Meinung

Als das Buch bei mir ankam war ich überrascht, wie dick es ist und wie klein die Schrift ist. Wenn Thriller zu lange sind habe ich immer Angst, dass sie sich in langatmiger Polizeiarbeit oder einfach generell in Längen verlieren, aber um es schon mal vorweg zu nehmen, das ist hier definitiv nicht der Fall.

Direkt zu Beginn erhält man schon sehr viele Informationen von denen ich nicht wusste, ob sie nicht vielleicht schon zu viel Spannung aus der Geschichte nehmen. Aber auch das hatte sich schnell erledigt, denn genau diese Anfangssituation macht das Buch direkt unheimlich fesselnd. Noch dazu fällt direkt der sarkastische Schreibstil auf, der sich meist auf DC Reekie bezieht. So ließ sich das Buch richtig locker und flott lesen ohne das man ins Stocken gerät und man ist richtig schnell von der Geschichte gefesselt. Mir hat es sehr gut gefallen, wie Stuart MacBride diesen mörderischen, und doch idyllischen Ort, beschreibt und zum Leben erweckt ohne das es langweilig wird.

Die Protagonisten haben mir alles sehr gut gefallen. Mit sehr viel Sarkasmus und schwarzem Humor wird man durch die Ermittlungen geführt und ich hatte trotz der Dicke des Buches wirklich nie das Gefühl, dass es mich langweilte. Nur DC Reekie wurde für meinen Geschmack ab und zu etwas zu trottelig dargestellt, was der Geschichte aber nicht unbedingt schadet.

Der Spannungsbogen wird von Anfang bis zum Ende aufrecht erhalten, es gibt vor allem zum Ende hin richtig viel Action, insgesamt passiert immer irgendetwas und durch den Aufbau bleibt das Buch immer absolut fesselnd.

Fazit

Ich war wirklich überrascht, wie dick und kompakt das Buch ist, als es bei mir ankam, obwohl ich ja eigentlich wusste, wie viele Seiten es hatte. Aber ich fand es vom ersten Eindruck her für einen Thriller sehr dick und daher hatte ich ein bisschen Angst, dass es etwas zäh wird. Aber von wegen, ich bin quasi durch das Buch durchgeflogen und habe es innerhalb von drei Tagen weggesuchtet. Stuart MacBride versteht es wirklich, seinen Protagonisten und dem Setting Leben einzuhauchen und den Leser zu fesseln. Es ist super geschrieben, voller Sarkasmus mit ein bisschen schwarzem Humor, es ist fesselnd und spannend. Trotz der Dicke des Buches hatte ich nie das Gefühl gelangweilt zu sein. Die Charaktere waren ebenfalls richtig interessant, auch wenn ich Hauptprotagonist DC Reekie manchmal etwas zu trottelig dargestellt fand. Spannung gibt es hier vom Anfang bis zum Ende und es warten auch immer mal ein paar Überraschungen und vor allem im letzten Drittel jede Menge Action. Das ist mal wieder ein Buch, das ich mir super gut als Film vorstellen könnte. Von mir gibt es auf jeden Fall eine Leseempfehlung für alle Thrillerfans, für mich war dieses Buch ein Jahreshiglight und ich bin froh, dass ich zufällig darauf gestoßen bin.

6/6


23 April 2024

Rezension: Absturz


Autorin: T.J. Newman

Verlag: Goldmann

Erschienen: 20.03.2024

Seiten: 405

Genre: Thriller


Klappentext


Sechs Minuten nach dem Start hat Flug 1421 ein Problem: Einer der Motoren ist explodiert, und es bleibt nur die Notwasserung auf dem Meer. Bei der Crashlandung wird ein Flügel abgerissen, aber es hätte viel schlimmer kommen können. Die Überlebenden glauben für einen kurzen Moment an ein Wunder. Doch dann sinkt die Maschine vor Hawaii auf den Grund des Ozeans. Für eine Handvoll Passagiere, die sich noch an Bord befinden, gibt es kein Entkommen. Die Rettungsaktion wird zum Wettlauf mit der Zeit. Und dann wird auch noch die Luft knapp...


Cover: 4/6

Schreibstil: 5/6

Handlung: 5/6

Charaktere: 6/6

Spannung: 5/6

Fesselnd: 5/6


Inhalt


Der Albtraum eines jeden Piloten und eines jeden Passagiers tritt ein. Eins der Triebwerke von Flug 1421 explodiert kurz nach dem Start. Um zu wenden ist es zu spät. Passagiere und Besatzung müssen mit ansehen, wie das Flugzeug immer mehr zerstört wird und sie an Höhe verlieren. Die Piloten versuchen alles um die Situation unter Kontrolle zu bekommen, aber vergeblich. Es kommt zu einer Landung auf dem Wasser und die Überlebenden fühlen sich in Sicherheit. Euphorisch versuchen sie das Flugzeug über die Notrutschen zu verlassen. Aber draußen ist es nicht sicher, dort wütet das Feuer des explodierten Triebwerks. Und auch diejenigen die sich im Flugzeugfrack befinden stehen vor einem großen Problem. Das Flugzeug beginnt zu sinken und somit sind sie tief unten im Meer gefangen. Die Luft unter Wasser wird immer knapper und die Rettungsteams stehen vor der Herausforderung, die Überlebenden zu bergen ohne dass das Flugzeug auseinanderbricht und das, bevor dort die Luft zum Atmen ausgeht.


Meine Meinung

"Absturz" ist für mich das zweite Buch der Autorin. Wie schon bei "Flug 416" ist die ehemalige Flugbegleiterin dem Thema Flugzeuge treu geblieben. Man merkt, dass sie versteht, von was sie hier schreibt. Sehr schön finde ich auch, dass der Verlag das Cover angepasst hat, beide Cover sind sehr ähnlich und passen gut zu den Büchern.

Direkt zu Beginn des Buches werden in Leseabschnitten sehr viele Protagonisten vorgestellt, schnell ist aber klar, dass die Hauptprotagonisten Will und seine Frau Chris sind. Aber es gibt auch noch sehr viele andere die man sich merken sollte. Ich habe mir direkt Notizen zu jeder Person gemacht, im Laufe des Buches habe ich aber gemerkt, dass ich diese nicht gebraucht werden. Die Protagonisten werden so beschrieben, dass nur die wichtigen Sachen erklärt werden und man sich so alles sehr gut merken kann.

Ich fand es direkt sehr faszinierend, wie die Autorin die Emotionen und die Umstände während des Absturzes einfängt. Beim Lesen kann man sich super in die Situation hineinversetzen, vor allem die Beschreibung der Katastrophe fand ich total aufregend und fesselnd.

Das Buch ist sehr spannend aufgebaut. Denn erst einmal geht es darum, wer der vielen Protagonisten den Absturz überlebt und dann muss auch noch die Rettungsaktion glücken. Zwischendurch gibt es auch immer noch ein bisschen Drama, ein paar Rückblenden und Familientragödien, aber das war hier vollkommen in Ordnung und hat einfach auch gut reingepasst.

Fazit

Als ehemalige Flugbegleiterin weiß T.J. Newman hier wovon sie schreibt und das merkt man, zumindest was die Beschreibung des Flugzeuges und der Menschen betrifft. Es gibt sehr viele Protagonisten, die man sich dank des guten Schreibstils sehr gut merken kann. Das Buch ist von Anfang bis zum Ende spannend, zwischendurch auch ein bisschen dramatisch. Ich hatte aber zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, dass es mich langweilt. Das Drama und die Emotionen haben hier einfach dazugehört und gut reingepasst. Mich hat das Ganze an einen guten Actionfilm erinnert und ich könnte mir dieses Buch tatsächlich auch richtig gut als Film vorstellen. Teilweise fand ich ein paar Handlungen etwas unlogisch, vor allem was diese Luftblase angeht, in der die Luft immer knapper wird. Aber darauf kann ich nicht weiter eingehen ohne zu spoilern. Solche Szenen gehören aber zu solchen Katastrophengeschichten auch einfach dazu und deswegen war das für mich in Ordnung. Mich würde allerdings interessieren ob T.J. Newman auch gute Bücher über andere Themen schreiben kann. Ich empfehle dieses Buch jedem, der gerne Thriller liest und auch gerne Katastrophenfilme sieht.

5/6


12 April 2024

Rezension: Because of You (1) - I want to stay


Autorin: Nadine Kerger

Verlag: Goldmann

Erschienen: 20.03.2024

Seiten: 336

Genre: Liebesgeschichte


Klappentext


Als ihr Freund plötzlich die Beziehung beendet und sie ihren Job verliert, will die junge Meeresbiologin Josie nur noch weg aus Boston. Kurz entschlossen flieht sie mit ihrer besten Freundin Liv für den Sommer auf die malerische Insel Martha's Vineyard. Am ersten Abend lernt Josie Blake kennen, dessen ozeanblaue Augen sie sofort magisch anziehen. Doch am nächsten Tag muss sie feststellen, dass er einer der Sullivan-Brüder ist und damit einer ihrer neuen Chefs im Jachtclub, in dem sie einen Sommerjob angenommen hat. Während Josie und Blake alles dransetzen, professionell zu bleiben, fällt es ihnen immer schwerer, die gegenseitige Anziehungskraft zu ignorieren. Nur wie soll ihre Liebe bestehen, wenn Josie ab dem Herbst auf einem Forschungsschiff in Grönland ist?


Cover: 5/6

Schreibstil: 5/6

Handlung: 5/6

Charaktere: 5/6

Spannung: 4/6

Fesselnd: 6/6


Inhalt


Josie ist Meeresbiologin und seit kurzem arbeitslos. Denn ihr Ex-Freund war gleichzeitig ihr Chef und als der sich von ihr trennt ist sie ihren Job los. Ihre beste Freundin Liv hat sie dazu überredet den Sommer auf der Insel Martha's Vineyard zu verbringen, hier wohnen sie zusammen mit den Vermieterinnen in einem Haus am Meer. Während Liv in einer Seehundeauffangstation arbeitet findet Josie einen Ferienjob in einem Jachtclub. Und obwohl sie sich am liebsten vor Liebeskummer verkriechen würde ist sie direkt angetan von der Insel und ihren Bewohnern.

An ihrem ersten Abend lernt sie Blake kennen. Beide merken direkt, dass sie auf einer Wellenlänge sind und Josie schafft es, ihren Liebeskummer mehr und mehr zu vergessen.


Meine Meinung

"Bacause of You - I want to stay" ist der 1. Teil einer Trilogie rund um die Freundinnen Josie, Liv, Blake und seine beiden Brüder, die man im Laufe des Buches kennenlernt. Die Bücher sind alle drei ähnlich gestaltet, in sommerlichen Farben mit dazu passenden Farbschnitten. Optisch kann man an den Büchern also schon mal nicht vorbeisehen, mir gefallen sie richtig gut.

Also am Anfang dachte ich so: Puh, schwierig, wie kann man vor Liebeskummer fast sterben wollen und im nächsten Moment dem erst besten Typen verfallen. Das hat mich an Josie wirklich gestört, denn sie war so richtig am Boden zerstört und von hier auf gleicht war der Liebeskummer so gut wie vergessen. ABER, das ist auch wirklich das Einzige, was ich auszusetzen habe.

Den Schreibstil fand ich sehr schön und auch sehr einfach, man kann problemlos lesen und durch die Seiten fliegen. Es passieren vor allem am Anfang nicht so viele aufregende Dinge, aber die Geschichte entwickelt sich richtig gut. Zu Beginn haben mir so die tiefgreifenden Gefühle und Emotionen gefehlt, trotz Josies Liebeskummer fand ich den Start etwas trocken. Solche Bücher leben für mich von Emotionen, die den Leser mitreißen können, das empfand ich zunächst nicht so. Aber das Buch entwickelt sich schnell zum Positiven und auch Josies Entwicklung hat mir dann sehr gut gefallen. 

Fazit

Im ersten Band der "Because of You - Trilogie" bekommt man eine richtig schöne Geschichte zum Träumen, passend für warme Sommerabende. Zu Beginn konnte mich das Buch noch nicht ganz überzeugen, vor allem Josie fand ich etwas fragwürdig. Denn sie reist mit gebrochenem Herzen zu dieser Insel und kaum taucht Blake am ersten Abend auf ist sie so gut wie geheilt, dass ging mir etwas zu schnell für jemanden der kurz davor noch ein gebrochenes Herz hatte. Aber das war dann letztendlich egal, denn die Entwicklung der Geschichte und auch die von Josie war dann super. Bis auf den Anfang fand ich das Buch durchgehend fesselnd, meistens spannend und vor allem so richtig schön kitschig. Es geht nicht nur um Liebe, sondern auch um Freundschaft und das man nur das tun sollte, was man wirklich will und das man sich nicht immer dem Glück anderer unterordnen sollte. Das hat die Autorin hier richtig schön rübergebracht. Ich empfehle dieses Buch jedem weiter, der zwischendurch mal gerne kitschige und kurzweilige Liebesgeschichten liest. Mir hat es letztendlich dann sehr gut gefallen und ich freue mich sehr auf den nächsten Band.

5/6



10 April 2024

Rezension: Böse Mädchen sterben nicht

 

Autorin: Christina Henry

Verlag: Penhaligon

Erschienen: 13.03.2024

Seiten: 432

Genre: Thriller, Krimi


Klappentext


Drei Frauen, drei Storys, und ein albtraumhafter Plan.

Celia wacht in einem Haus auf, das nicht ihr eigenes ist. Dennoch behauptet ein ihr unbekanntes kleines Mädchen, ihre Tochter zu sein. Und dann ist da noch der unheimliche Kerl, der so tut, als wäre er Celias Ehemann... Allie wollte eigentlich einen Wochenendausflug mit Freunden machen - doch landet sie in einer abgelegenen Hütte im Wald, wo ein Szenario aus einem Horrorschocker sie erwartet... Um zu ihrer Tochter zurückzukehren, muss Maggie in einem tödlichen Spiel um ihr Leben kämpfen. Was ist stärker? Ihr Gewissen oder ihr Überlebensinstinkt?


Cover: 5/6

Schreibstil: 6/6

Handlung: 4/6

Charaktere: 4/6

Spannung: 4/6

Fesselnd: 5/6


Inhalt


Celia erwacht aus einem tranceähnlichen Zustand, als ein kleines fremdes Mädchen sie mit Mama anspricht und nach ihrem Pausenbrot fragt. Als sie dieser Situation irgendwie erfolgreich meistert tritt ein fremder Mann in die Küche, nennt sie Babe und fährt zur Arbeit. Den Bildern im Haus nach zu urteilen war dieser Mann ihr Ehemann. Das Problem ist, Celia kann sich an gar nichts erinnern. Sie weiß nicht, wer sie ist oder wie sie hier her gekommen ist. Sie weiß nur, das alles fühlt sich nicht richtig an.

Allie hatte geplant zu ihrem Geburtstag in eine Hütte am Strand zu fahren. Aber letztendlich landet sie in einem Waldhaus, weit weg von der Zivilisation. Als dann noch nachts ein Fremder um die Hütte schleicht, der beginnt sie und ihre Freunde zu terrorisieren, ist ihr Geburtstag endgültig ruiniert. 

Als Maggie erwacht befindet sie sich in einem Spiel auf Leben und Tod. Sie und ihre Mitstreiter sollen ein Labyrinth durchqueren. Nur wenn sie es lebend durch das Labyrinth schaffen, werden auch ihre Angehörigen überleben. Und somit kämpft Maggie nicht nur um ihr eigenes Leben, sondern auch um das ihrer Tochter. 


Meine Meinung

Im Gegensatz zu den anderen Büchern von Chrstina Henry ist dieses hier nicht so Märchenhaft gestaltet und so merkt man schon am Cover und am Buchschnitt, dass dieses Mal keine Fantasygeschichte oder Märchenadaption auf den Leser wartet. Ich mag die gesamte Aufmachung sehr gerne. Sie ist irgendwie einfach und hat einen gewissen Retro-Touch, und das gefällt mir sehr gut.

Wenn man den Klappentext so liest weiß man gar nicht genau, was einen hier erwartet. Sind es einfach nur drei Kurzgeschichten oder hängt alles irgendwie miteinander zusammen. Und die Geschichten sind auch recht unterschiedlich und doch haben sie etwas gemeinsam. Celias Geschichte ist eher so eine Art Krimi, sie ist immer mal wieder recht spannend, hat aber auch ein paar Längen. Allies Geschichte hat mir am besten gefallen, sie ist so richtig schön Horror-Splatter mäßig und ich fand sie zwischendurch auch sehr spannend und fesselnd. Maggies Part konnte mich dann nicht mehr so überzeugen, das war irgendwie eine Mischung aus Squid Game und Maze Runner und sie war dann auch ziemlich vorhersehbar. Was das Buch aber durchgehend fesselnd macht ist die Tatsache, dass man eben überhaupt nicht weiß, ob und wie alles zusammenhängt.

Den Schreibstil von Christina Henry kenne ich schon aus ihren anderen Büchern und sie ist auch hier ihrer Art zu Schreiben treu geblieben. Man kann super flüssig und schnell lesen. Aber was mich gestört hat waren die endlos langen Kapitel. Für mich als Kapitelleserin das absolute Grauen. Zu Beginn von jedem Kapitel gibt es dann immer noch dubiose Chatverläufe. Am Anfang konnte ich so gar nichts damit anfangen, aber mit der Zeit kommt man dann dahinter worum es geht. 

Fazit

Bei "Tote Mädchen sterben nicht" gibt es dieses Mal keine Fantasygeschichte und keine Märchenadaption von Christina Henry, sondern eher einen Thriller-Krimi-Genremix mit ein bisschen Horror. Wenn man sich das Cover ansieht, ist das auch direkt klar. Mir gefällt die einfache und doch ziemlich auffällige Gestaltung des Covers sehr gut. Das Buch besteht aus drei Handlungen, die zunächst einmal wie unabhängige Kurzgeschichten wirken. Die Geschichten haben mir unterschiedlich gut gefallen, vor allem die letzte fand ich weniger gut, darum waren die anderen beiden aber umso besser. Sie sind alle sehr fesselnd und meistens auch spannend, vor allem der Teil über Allie ist sehr düster, spannend und blutig. Manchmal fand ich die Charaktere etwas seltsam, in Situationen, in denen es um Leben und Tod ging reden sie über die banalsten Dinge. Was ich ziemlich nervig fand waren die endlos langen Kapitel, ich liebe Bücher mit kurzen Kapiteln, aber das ist ja Geschmackssache. Insgesamt ist das Buch eine sehr interessante Mischung, die gut durchdacht ist und zumindest ich bin nicht vorher hinter die Auflösung gekommen. Die ist eigentlich ziemlich einfach und trotzdem richtig gut. Mich hat das Buch sehr gut unterhalten, auch wenn es ein paar kleine Schwächen hatte. Wer Lust hat auf einen solchen Genre-Mix und mal einen etwas anderen Thriller/Krimi möchte, der sollte das Buch auf jeden Fall lesen.

4/6




15 März 2024

Rezension: Survivor


Autorin: C.J. Tudor

Verlag: Goldmann

Erschienen: 21.02.2024

Seiten: 448

Genre: Horror, Thriller


Klappentext


Als Hannah erwacht, findet sie sich inmitten dichter Wälder in einem komplett zerstörten Autobus wieder. Sie und einige andere Überlebende sind in den Trümmern gefangen - aber die Zeit läuft, denn in Kälte und Eis ist ihnen der Tod sicher. 

Als Meg wieder zu sich kommt, befindet sie sich in einer Gondel, hoch oben über verschneiten Bergen, und hat keinerlei Erinnerung, wie sie dorthin kam. Begleitet wird sie von fünf Fremden - und einem Toten.

Carter blickt zum Fenster eines einsam gelegenen Retreats hinaus, in dem er und seine Begleiter sich verschanzt haben. Als ihr Generator im Schneesturm droht zusammenzubrechen, zieht Unheil herauf.

In jeder Gruppe lauert ein Mörder. Aber wer ist es? Und wer wird entkommen?


Cover: 5/6

Schreibstil: 5/6

Handlung: 5/6

Charaktere: 5/6

Spannung: 5/6

Fesselnd: 5/6


Inhalt


Hannah erwacht benommen und im ersten Moment orientierungslos und findet sich in einem grausamen Szenario wider. Der Bus, mit dem sie und weitere Studenten unterwegs waren, ist verunglückt. Einige haben das Unglück überlebt, andere sind schwer verletzt. Hannah ist eine der wenigen die kaum etwas abbekommen haben. Aber alle teilen ein grausames Schicksal: Draußen ist es bitterkalt, aus dem Bus gibt es kein Entkommen und langsam werden sie eingeschneit. Die Situation scheint ausweglos. Genauso wie bei Meg, die mitten im Schneesturm in einer Gondel aufwacht. Um sie herum Fremde und niemand von ihnen weiß, wie sie in diese Gondel gekommen sind. Hannah und Meg haben etwas gemeinsam. Sie sollten ins Retreat.

Carter dagegen befindet sich bereits in einem Retreat. Ein eisiger Ort, abgeschnitten von der Zivilisation. Sie ahnen alle noch nicht wie gefährlich die Situation, in der sie sich befinden, wirklich ist, denn es ist nicht nur die Kälte, die ihnen zu schaffen machen wird.


Meine Meinung

Das Cover des Buches gefällt mir sehr gut. Es ist zwar sehr einfach, aber trotzdem auffällig. Die rote Farbe sticht direkt ins Auge und die Hütte im Schnee lässt erahnen, dass die Geschichte zu einer eisigen Zeit spielt. 

Ich fand den Einstieg ins Buch etwas schwierig. Es gibt erst mal sehr viele Protagonisten die man sich merken muss. Und man wird irgendwie mitten ins Geschehen geworfen ohne zu wissen, an welchem Punkt die Menschheit sich grade befindet und genau das war die Überraschung. Nach dem Klappentext habe ich eigentlich einen Thriller erwartet, man bekommt aber neben dem Thriller noch eine apokalyptische Horrorwelt präsentiert in die man sich erst mal rein finden muss, denn die Informationen kommen nur Häppchenweise. So wusste ich auch lange nicht, welchem Zweck ein Retreat hier hat. Teilweise hätte ich mir da schon ein bisschen mehr Aufklärung zu Beginn gewünscht. Die Unwissenheit trägt aber auch dazu bei, dass das Buch von Anfang an durchgehend fesselnd bleibt. 

Man hat also drei Handlungsstränge und tappt vollkommen im Dunkeln darüber wie die irgendwann mal zusammen geführt werden sollen. Teilweise ist es so, als würde man drei verschiedene Bücher über dasselbe Thema lesen. Aber durch die verschiedenen Handlungen bleibt es durchgehend interessant und es wird Spannung aufgebaut, die sich zum Ende hin stätig steigert. Außerdem enden die Kapitel fast immer mit Cliffhanger, was zusätzlich für Spannung sorgt.

Die Protagonisten waren sehr unterschiedlich und konnten mich alle überzeugen, aber es waren eben auch sehr viele womit ich vor allem zu Beginn so meine Probleme hatte. Und es wird manchmal etwas viel geredet und diskutiert, das hätte man teilweise gerne etwas kürzer fassen können, das ist aber eine der wenigen Sachen, die ich zu kritisieren habe. Der Schreibstil hat mir zwar auch gut gefallen, aber manchmal kamen Wörter darin vor, die man nicht so aus dem täglich Gebrauch kennt und eigentlich lese ich meine Bücher weniger gerne mit einem Wörterbuch. Die Auflösung von allem ist dein Knaller, mit dem ich so nicht gerechnet habe und daran merkt man, wie perfekt die Geschichte durchdacht ist.

Fazit

Laut Klappentext habe ich hier einen ganz normalen Thriller erwartet, nur eben mit drei Handlungssträngen, drei Hauptprotagonisten, drei Mördern. Aber so einfach ist es nicht und genau das hat mir den Einstieg in das Buch ziemlich erschwert, denn das hatte ich nicht kommen sehen. Anstatt einem einfachem Thriller bekommt man eine Art apokalyptischen Endzeit-Thriller mit ein paar Horrorelementen. Noch dazu dauert es etwas, bis man den Durchblick bekommt, denn Informationen gibt es nur Häppchenweise, dafür aber jede Menge Protagonisten die man mich merken muss. Aber das hört sich jetzt alles schlimmer an wie es ist, denn ist man erst mal in der Geschichte drin, ist sie richtig gut. Die Kapitel haben alle eine angenehme Länge und enden meist mit Cliffhangern. Es ist fesselnd und durch die drei verschiedenen Handlungen auch nie Langweilig. Manchmal hätte man ein paar Diaologe kürzen können, denn die zogen sich teilweise etwas, aber kann man auch drüber hinwegsehen. Vor allem zum Ende hin wird es spannend und die Ereignisse kommen so richtig ins rollen und die Auflösung hat mich dann so richtig überrascht und hat mir auch richtig gut gefallen. Es ist auf jeden Fall mal ein etwas anderer Thriller, den man unbedingt lesen sollte, wenn man auf etwas außergewöhnlichere Geschichten steht. Von mir gibt es auf jeden Fall eine Leseempfehlung dafür.

5/6


28 Januar 2024

Rezension: Seven Days

 


Autor: Steve Cavanagh

Verlag: Goldmann

Erschienen: 17.01.2024

Seiten: 592

Genre: Thriller


Klappentext


Man nennt ihn den König der Todeszellen. Randal Korn hat mehr Menschen auf den elektrischen Stuhl geschickt als jeder andere Staatsanwalt in Amerika. Und er genießt es, bei Hinrichtungen zuzusehen. Sein nächstes Opfer: Andy Dubois, ein junger Afroamerikaner, der wegen des Mordes an einem weißen Mädchen zum Tode verurteilt werden soll. Korn hat bereits alles für einen möglichen Prozess vorbereitet. Doch er hat nicht mit Eddie Flynn gerechnet. Dem New Yorker Anwalt bleiben sieben Tage, um Andy vor einer korrupten Justiz zu retten und den wahren Täter zu finden. Dann soll das Urteil gesprochen werden. Wird Eddie Flynn bis dahin noch am Leben sein?


Cover: 5/6

Schreibstil: 6/6

Handlung: 6/6

Charaktere: 6/6

Spannung: 6/6

Fesselnd: 6/6


Inhalt


Randal Korn ist der gnadenloseste Staatsanwalt Amerikas, denn niemand hat mehr Todesstrafen durchgesetzt wie er. Am liebsten sieht er die vermeidlichen Mörder qualvoll auf dem elektrischen Stuhl sterben. Einige waren schuldig, aber andere wiederum waren es nicht, was Korn egal ist, solange er den Prozess gewinnt und beim Sterben in der ersten Reihe stehen kann. Als nächstes möchte er den jungen Afroamerikaner Andy Dubois hinrichten lassen. Andy wird beschuldigt eine junge Frau ermordet zu haben. Und hier kommt der New Yorker Staranwalt Eddie Flynn ins Spiel. Eddie und sein Team sollen Andy vor seinem drohenden Schicksal bewahren. Er muss nun den Kampf mit dem scheinbar übermächtigen Korn aufnehmen und dabei muss er nicht nur um das Leben des Angeklagten fürchten, sondern auch um sein eigenes.


Meine Meinung

Seven Days ist Band 6 der Eddie Flynn Reihe. Eddie Flynn ist inzwischen einer der besten Anwälte New Yorks mit seiner ganz eigenen, und nicht immer einfachen, Vergangenheit. Mit diesem Buch hat Steve Cavanagh mal wieder einen außerordentlich genialen Politthriller geschrieben. Es hat nur wenige Seiten gedauert, bis er mich hatte und ich das Buch nicht mehr zur Seite legen konnte. Die Geschichte ist perfekt aufgebaut, genial durchdacht und alle Handlungen super miteinander verknüpft. Besser kann man so ein Buch meiner Meinung nach nicht schreiben. Trotz der mal wieder vielen Seiten hatte ich zu keiner Zeit das Gefühl, gelangweilt zu sein.

Alle Protagonisten sind durchgehend perfekt ausgearbeitet. Und die Vielfalt der Charaktere ist hier sehr weit gefächert. Der wie immer charismatische und etwas chaotische Eddie Flynn, daneben Andy Dubois und seine Mutter als Opfer einer korrupten und kranken Justiz sowie Randal Korn als überheblichen Bösewicht. Dazu kommt noch das brandaktuelle Thema Rassismus dazu. Denn Andy Dubois ist Afroamerikaner und viele wollen alleine schon wegen seiner Hautfarbe glauben, dass er schuldig ist.

Spannung gibt es hier von der ersten bis zur letzten Seite. Es gab wirklich keinen Moment, in dem keine Spannung aufgebaut wird. Es passiert immer etwas und das macht das ganze Buch einfach wahnsinnig fesselnd.

Fazit

Ach ja, wenn das Jahreshighlight schon im Januar kommt, was soll da noch kommen ;-) Es wird sehr schwer werden, dieses Buch zu toppen. Mit dem 6. Band der Eddie Flynn Reihe hat mich Steve Cavanagh mal wieder absolut überzeugt. Das Buch ist perfekt durchdacht, voller Action, Spannung und wahnsinnig fesselnd. Es gibt hier wieder ein Vielfalt an Charakteren, die alle absolut authentisch sind. Direkt am Anfang wird schon Spannung aufgebaut, die bis zur letzten Seite erhalten bleibt. Ich habe mich wirklich komplett gut unterhalten gefühlt, trotz der vielen Seiten. Man kann alle Bücher der Eddie Flynn unabhängig voneinander lesen, da es immer in sich abgeschlossene Geschichten sind, aber trotzdem empfehle ich euch, mit Band 1 zu starten um die Zusammenhänge und die Vorgeschichten der Hauptprotagonisten zu kennen. Außerdem sind alle Bücher so gut, dass man keins verpassen sollte. Von mir gibt es auch hier wieder eine klare Leseempfehlung!

6/6


06 November 2023

Rezension: Poster Girl - Wer bist Du, wenn dir niemand zusieht?



Autorin: Veronica Roth

Verlag: Penhaligon

Erschienen: 18.10.2023

Seiten: 416




Klappentext


Noch vor zehn Jahren strahlte Sonya Kantors Gesicht auf Propagandaplakaten in der ganzen Megalopolis. Sie war die Vorzeigefigur der Delegation - des Regimes, das die Menschen auf Schritt und Tritt überwachte. Doch eine Revolution brachte die Delegation zu Fall, und seitdem fristet  Sonya - gemeinsam mit jenen, die dem Regime treu ergeben waren - ein trostloses Dasein in Gefangenschaft. Bis ein einstiger Feind sie aufsucht und ihr ein Angebot macht, das auszuschlagen fast unmöglich ist. Was er ihr nämlich bietet, ist ein Freifahrtschein zurück in die Welt. Doch dafür muss Sonya ein Kind finden - und ein dunkles Kapitel ihrer eigenen Familie ergründen...


Cover: 5/6

Schreibstil: 5/6

Handlung: 6/6

Charaktere: 6/6

Spannung: 4/6

Fesselnd: 5/6



Inhalt


Die Zeit der Kontrolle ist längst vorbei, der Überwachungsstaat wurde gestürzt und alles neu organisiert. Wer dem Regime treu ergeben war oder für es arbeitete wurde in Wohnblocks untergebracht, umgeben von Wachen und Stacheldraht, abgeschnitten vom Rest der neuen Welt, dem Triumvirat. Unter ihnen auch Sonya Kantor, die einst das Gesicht auf den Propagandaplakaten der Delegation war. Als sie damals zugestimmt hatte, für dieses Poster zu posieren wusste sie nicht wie sehr das ihr Leben verändern würde und wie lange sie diese eine Sache verfolgt. Jetzt, Jahre später, lebt sie einsam und ohne ihre Familie in dem Wohnblock zusammen mit anderen Widerständlern. Es ist ein tristes Leben, mit wenigen Freuden und ganz ohne Luxus. Als ein alter Bekannter bei ihr auftaucht und ihr einen Auftrag anbietet, den sie außerhalb des Wohnblocks ausführen soll, ist sie zunächst hin- und hergerissen. Sie soll ein verschollenes Mädchen suchen, das zu Zeiten der Delegation aus ihrer Familie gerissen wurde. Nun suchen die Eltern nach ihrer Tochter und Sonya soll sie aufspüren. Ein Auftrag irgendwo zwischen Moral und dem Kampf mit den Dämonen ihrer Vergangenheit.


Meine Meinung

Erst einmal finde ich, dass das Cover super zum Buch passt. Sonya, wie sie stolz als Poster Girl posierte, eine Erinnerung aus einer längst vergangenen Zeit. Aber jetzt, Jahre später, löst sich die Farbe. Genauso wie Sonya sich verändert hat, aus der bunten Welt von damals ist ein tristes Leben geworden, genauso veränderte sich auch das Poster.

Gerade am Anfang des Buches hatte ich das Gefühl, dass unzählige Informationen auf mich einprasseln und ich wusste nicht, was ist wichtig, was nicht. Die Idee hat mir jedoch direkt gut gefallen, eine Welt der totalen Kontrolle die gestürzt wird und aus der eine neue Welt entsteht. Ich hätte manchmal gerne ein bisschen mehr über die neue Welt erfahren, da fand ich die Informationen recht rar. Es hat auch etwas gedauert, bis ich in der Geschichte angekommen bin, aber als ich mal drin war, wurde es richtig aufregend und fesselnd.

Auch der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, allerdings fand ich die Kapitel teilweise etwas lang, dafür gab es aber innerhalb der Kapitel immer wieder Leseabschnitte. Mir persönlich gefällt es aber immer besser, wenn Bücher in viele kleine Kapitel eingeteilt sind.

Hauptprotagonistin Sonya hat mir als Charakter sehr gut gefallen. Teilweise kann man sich sehr gut mit ihr identifizieren, vermutlich hätten viele genauso gehandelt wie sie in einer solchen Situation. Was die Protagonisten angeht hat die Autorin sowieso alles richtig gemacht meiner Meinung nach, alle waren sehr authentisch und gut ausgearbeitet.

Fazit

Wenn man die Flut an Informationen zu Beginn des Buches mal verarbeitet hat und in der Geschichte angekommen ist, ist es ein wahnsinnig gutes Buch mit einem Cover, das perfekt dazu passt. Es ist eine intelligent geschriebene Geschichte, die nur wenige Schwachstellen hat. So hätte ich zum Beispiel gerne ein bisschen mehr über die neue Welt erfahren, die Informationen darüber werden immer so "Häppchenweise" beschrieben. Die Protagonisten fand ich alle super ausgearbeitet und authentisch. Poster Girl ist kein Buch für zwischendurch, man sollte es aufmerksam lesen, es lässt einen manchmal grübeln und teilweise auch nachdenken über die Leichtgläubigkeit von Menschen und wie leicht es sein könnte für einen Staat die totale Kontrolle zu bekommen. Manchmal gibt es ein paar Abschnitte, die man hätte weniger ausführlich beschreiben können, aber irgendwie passen sie auch zur Atmosphäre des Buches. Es ist oft ein bisschen melancholisch, manchmal traurig, aber auch mit einigen Überraschungen, Action und sehr fesselnd. Von mir gibt es dafür auf jeden Fall eine Leseempfehlung.

5/6


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