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16 Juni 2026

Kurzmeinung: Evil

Autor: Jack Ketchum

Verlag: Heyne

Erschienen: 05.12.2005

Seiten: 336

Genre: Psychothriller, Horror


Klappentext


Die USA in den 50er-Jahren. Nach außen hin eine heile Welt, doch inmitten der amerikanischen Vorstadtidylle wird ein Junge mit unvorstellbaren Grausamkeiten konfrontiert. Jack Ketchum zeigt in seinem beunruhigenden, grenzüberschreitenden Horrorthriller die Abgründe der menschlichen Seele auf.


Cover: 5/6

Schreibstil: 6/6

Handlung: 5/6

Charaktere: 6/6

Spannung: 5/6

Fesselnd: 5/6


Fazit 


Tja, das ist mir auch noch nicht passiert. So während dem Lesen denke immer wieder, irgendwie kommt mir das alles bekannt vor. Und nach einigen Seiten war mir klar, dass ich das Buch schon gelesen habe, das ist aber bestimmt schon 20 Jahre her. Die Verfilmung habe ich auch schon gesehen. Der Klappentext hat jetzt nicht so viel hergegeben, so dass ich mich einfach nicht mehr daran erinnern konnte. Also war das ein unfreiwilliger reread, ich habe es aber auch nicht bereut.

Das Buch basiert auf einer wahren Geschichte, die sich 1965 ereignet haben soll. Und so spielt die Geschichte zu einer Zeit, in der Frauen reine Hausfrauen waren und viele Männer noch mit den psychischen Folgen des 2. Weltkrieges zu kämpfen hatten. Kinder waren zu dieser Zeit unter sich und wenn Kinder oder Jugendliche auf eine Soziopatin treffen, die ihnen einredet, das richtige zu tun, obwohl ihre Handlung komplett falsch ist, dann kommt so etwas dabei raus wie man es hier liest.

Die Geschichte ist spannend und grausam gleichzeitig. Auf der einen Seite gibt es die unbeschwerte Kindheit von Hauptprotagonist David, der in einen grauenhaften Strudel von Gewalt mit reingezogen wird, auf der anderen Seite die herzzerreißende und schmerzhafte Geschichte von Meg und ihrer Schwester Susan.

Wenn man dieses Buch liest muss man einiges aushalten können. Denn letztendlich ist ein Großteil der Geschichte nicht fiktiv, es ist tatsächlich so oder so ähnlich passiert. Jack Ketchum schreibt wie immer großartig, die Story ist auf grausame Art fesselnd und hat auch eine gewisse Spannung, ist aber eben wirklich schwere Kost. Deswegen gibt es von mir nur eine Leseempfehlung für diejenigen, die so etwas beim Lesen verkraften. Heut zu Tage hätte so eine Geschichte Triggerwarnungen, aber als Evil erschienen ist gab es die nicht.


5/6




Kurzmeinung: Her soul to take

 


Autorin: Harley Laroux

Verlag: Vajona

Erschienen: 15.01.2025

Seiten: 500

Genre: Dark Romance


Klappentext


Leon: Ich habe mir meinen Ruf unter Magiern nicht umsonst verdient: Ein falscher Schritt, und du bist tot. Mörder nannten sie mich, und das Töten ist das, was ich am besten kann. Außer bei ihr. Bei derjenigen, die ich nehmen sollte, bei derjenigen, die ich hätte töten sollen - habe ich es nicht getan. Der Kult, der mich einst kontrollierte, will sie haben, und ich werde mein neues Spielzeug nicht an sie verlieren.


Rae: Ich habe immer an das Übernatürliche geglaubt. Die Jagd nach Geistern ist meine Leidenschaft, aber das Herbeirufen eines Dämons war nie Teil des Plans. Monster durchstreifen die Wälder, und etwas Prähistorisches - etwas Böses - erwacht und ruft meinen Namen. Ich weiß nicht, wem ich vertrauen kann, oder wie tief diese Dunkelheit reicht. Alles, was ich weiß, ist, dass meine einzige Überlebenschance der Dämon ist, der mich verfolgt, und er will nicht nur meinen Körper. Er will meine Seele.


Cover/Farbschnitt: 6/6

Schreibstil: 5/6

Handlung: 5/6

Charaktere: 4/6

Spannung: 4/6

Fesselnd: 5/6


Fazit 


Damit ein Dark Romance Buch mir gefällt muss schon einiges stimmen. Der Klappentext hat sich ja schon mal sehr mysteriös angehört, aber nicht ganz so viel über die Story verraten. Tja, und hier hat dann vor allem an Anfang alles für mich gepasst. Ich glaube, ich habe noch nie die erste Hälfte einer Dark Romance Story so schnell durchgesuchtet. Ich fand es richtig fesselnd wie sich die Geschichte und die Protagonisten entwickeln. Als die Katze dann mal aus dem Sack war und einige Geheimnisse aufgedeckt wurden war fand ich es nicht mehr ganz so spannend. Trotzdem passiert noch Einiges. Und das ist das Gute an dem Buch, es geht nicht nur um die verruchten Szenen, die es zweifelsohne auch hier in mehr oder weniger übertriebener Form gibt, es gibt eben auch eine richtig aufregende Story drum herum mit richtig viel Action. Und Rae ist als Protagonistin zwar manchmal sehr naiv und agiert nicht immer ganz logisch (sie ist aber auch noch jung, wer denkt da schon immer logisch), ist aber Leon nicht komplett ergeben, wie das bei Dark Romance ja sonst oft ist, sondern gibt auch mal contra. 

Die Geschichte hat mich zwischendurch immer so ein bisschen an Twilight oder Teen Wolf erinnert, nur eben die versauterer und brutalerer Version davon. Wer solche Bücher bzw. Serien mag macht mit dem Buch nichts falsch. Mich wundert es eigentlich, dass das Buch so wenig Aufmerksamkeit bekommen hat seitdem es erschienen ist. Es ist übrigens der 1. Band einer Trilogie und Band 2 habe ich mir auch direkt besorgt, bin sehr gespannt, wie es weitergeht.


5/6





26 Mai 2026

Kurzmeinung: Die Leiche der Jane Brown

 


Autor: Cornell Woolrich

Verlag: Festa

Erschienen (Festa Ausgabe): 19.11.2021, Erstausgabe: 1938

Seiten: 176

Genre: Thriller


Klappentext


Da hat Pilot Penny O'Shaughnessy noch einmal Glück gehabt. Glaubt er - immerhin hat er den Absturz in der Wildnis im Norden der USA nicht nur überlebt, sondern findet sogar ein bewohntes Anwesen in der Nähe der Unglücksstelle. Hilfe ist nah!

Dort trifft er auf Dr. Denholt und seine Pflegetochter Nova. Mit ihr stimmt etwas nicht... Und was ist mit dem seltsamen Labor, das der Hausherr immer hinter sich abschließt? 

O'Shaughnessy lässt sich nicht einschüchtern. Im Gegenteil: Jetzt ist die Neugier des Abenteurers erst geweckt. Doch die Neugier führt ihn in einen Albtraum...


Cover: 4/6

Schreibstil: 5/6

Handlung: 5/6

Charaktere: 5/6

Spannung: 5/6

Fesselnd: 5/6


Fazit 


Das Buch hat schon ziemlich lange auf meinem SuB gelegen und erst als ich mich dazu entschieden habe es endlich zu lesen habe ich gesehen, dass die Geschichte zum ersten Mal 1938 veröffentlicht wurde. Deswegen war ich gleich mal doppelt gespannt, wie das Buch sich lesen lässt. 

Ich denke, der Schreibstil wurde über die Jahre hinweg etwas angepasst, aber was den Aufbau angeht ist das sicher die Art, wie man damals Geschichten geschrieben hat. Da gibt es wenig drum herum, alles wird schnell (manchmal ein bisschen zu schnell) auf den Punkt gebracht und oft ist die Story etwas sprunghaft. Der Inhalt ist dann auch so eine Mischung, die an alte Krimi- und Horrorgeschichten erinnert. Nicht zu übertrieben blutig, aber so ein bisschen wie ein alter Gangsterfilm. Was die Spannung ausmacht ist Novas Geschichte. Ihr Charakter ist sehr geheimnisvoll und gut ausgearbeitet, sie spielt das Frauchen an Penny O'Shaughnessys Seite, der eher der überlegte Draufgänger ist und die Fäden zieht.

"Die Leiche der Jane Brown" ist ein sehr unterhaltsamer und auch spannender Genremix aus Krimi, Horror und Thriller aus einer Zeit ohne Handys und anderen Schnick Schnack. Und genau so ist auch der Schreibstil und der Aufbau.

Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung für alle, die auf kurzweilige und gute Unterhaltung im alten Stil stehen.


5/6



14 April 2026

Rezension: Schattenlicht

 


 Autorin: Yasmin Shakarami

Verlag: cbj

Erschienen: 11.03.2026

Seiten: 464

Genre: Jugendroman, Lovestory


Klappentext


Billie ist sich sicher, in Jamie - dem faszinierenden, gut aussehenden Kanadier, den sie letztes Jahr kennengelernt hat - ihre große Liebe gefunden zu haben. Um in seiner Nähe zu sein, beschließt sie, ihr letztes Schuljahr bei ihrer Tante in Maple Ridge zu verbringen - einer Kleinstadt, umgeben von nebelverhangenen Bergen und düsteren Wäldern. Kaum in Kanada angekommen, trifft Billie auf den geheimnisvollen Tristan. Zunächst fürchtet sie sich vor dem Jungen, den alle bloß "Zombie Boy" nennen, doch bald schon erfährt sie, dass er seit einem schweren Schicksalsschlag nicht mehr derselbe ist. Während Billie sich langsam mit Tristan anfreundet, kommt es zu ersten Spannungen zwischen ihr und Jamie - und das Bild des perfekten Traumprinzen beginnt zu bröckeln. Und dann ist da noch das mysteriöse Verschwinden eines Mädchens, das ganz Maple Ridge in Schrecken versetzt...


Cover: 5/6

Schreibstil: 6/6

Handlung: 5/6

Charaktere: 5/6

Spannung: 5/6

Fesselnd: 6/6


Inhalt


Billie ist erst 17, aber sie ist sich sicher in Jamie die Liebe ihres Lebens gefunden zu haben. Das Problem ist nur, Billie lebt in Deutschland, Jamie in Kanada. Beide haben sich in Deutschland kennengelernt als Jamie dort mit seinem Bruder war. Es war Liebe auf den ersten Blick und nun planen sie eine gemeinsame Zukunft. Deswegen beschließt Billie ihr letztes Schuljahr in Kanada zu verbringen, wo sie bei ihrer Tante und dessen Partnerin wohnen wird. 

In der idyllischen Landschaft fühlt Billie sich direkt wohl und sie und Jamie können kaum die Finger voneinander lassen.

Aber etwas trübt die Idylle. Vor einiger Zeit ist hier ein Mädchen verschwunden und da sie farbig ist, scheint die Suche nach ihr nur halbherzig voranzuschreiten. Und noch etwas beschäftigt Billie. Tristan, der mysteriöse Junge aus der Nachbarschaft. Tristan ist geheimnisvoll und nicht so wie die anderen Jungs hier. Jamie und seine Kumpel haben Tristan längst aufgegeben, nennen ihn Zombie-Boy und ziehen über ihn her, aber hinter dem vermeintlich ruhigen Jungen steckt viel mehr als ein kaputter Jugendlicher. Für Billie beginnt in Marple Ridge eine Zeit voller Gefühlschaos und neuen Erkenntnissen und plötzlich wird aus der Reise ins Glück ein gefährliches Abenteuer.


Meine Meinung

Ich liebe das Cover und den Farbschnitt zu dem Buch. Ich finde, beides passt perfekt, genauso wie der Titel.

Die Geschichte beginnt mit Billie, die auf dem Weg zu Jamie ist. Sie ist verliebt, voller Hoffnung, aber auch ängstlich, nervös und voller Selbstzweifel. Dank ihrer leicht sarkastischen Ader sich selbst gegenüber gibt es daher auch direkt einige Momente zum Schmunzeln und man kommt richtig gut in das Buch rein. Alles wird aus Sicht von Billie in der ersten Person erzählt, so dass man sie gut kennenlernt und ihr Gefühlschaos durchgehend mitbekommt.

Aber Billie ist eben auch sehr naiv. Man darf während des Lesens nicht vergessen, dass sie erst 17 ist. Sie macht viele Fehler und ist sehr leichtgläubig und grade das macht sie sehr authentisch. Die Charaktere erfüllen hier ziemlich viele Klischees, so wie man es aus Büchern oder Filmen mit Jugendcliquen kennt. Es gibt den Außenseiter, den reichen arroganten Sohn, den Kiffer, Sportler, arrogante Mädchen und solche, die arrogant scheinen, das Herz aber vielleicht doch am richtigen Fleck haben. Also eine bunte Mischung aus Charakteren die zur Unterhaltung beitragen.

Auch wenn man von den Charakteren her hier wenig Überraschungen erlebt ist die Geschichte wirklich schön. Die Landschaften werden toll beschrieben, so dass man sich direkt in die Gegend hineinträumen kann. Der Schreibstil der Autorin ist sehr bildlich ohne das es dabei langweilig wird. Ich hatte lediglich auf den ersten Seiten das Gefühl, dass es etwas langsam voran geht. Aber irgendwann fand ich das Buch so fesselnd, dass ich gar nicht mehr aufhören konnte zu lesen.

Fazit

"Schattenlicht" war für mich das erste Buch von Yasmin Shakarami (Tokio Regen liegt leider schon viel zu lange auf meinem SuB, aber das wird sich jetzt bald ändern). Sie schreibt sehr bildlich und einfach, so dass man sich alles sehr genau vorstellen kann und nie aus dem Lesefluss kommt.
Billie ist noch sehr jung für ihr großes Vorhaben, sie ist sehr naiv und voller Selbstzweifel, aber auch sarkastisch und stärker, als sie denkt. Als Hauptprotagonistin fand ich sie sehr gut und auch ihre Entwicklung war super.
Es ist ein Abenteuer und ein typischen Jugendbuch in dem es darum geht, erwachsen zu werden und sich selbst zu finden. Es geht um die erste große Liebe und ist noch dazu spannend, denn es geht auch darum aufzuklären, was dem verschwundenen Mädchen zugestoßen ist. Es gibt verschiedene einfache Handlungen die sehr gut geschrieben sind, so dass beim Lesen so gut wie keine Langeweile aufkommt. 
Wer gerne Jugendbücher liest, die so ein bisschen an Holly Jackson erinnern, der ist hier genau richtig. Dieses Buch könnte ich mir auch richtig gut als Film vorstellen. Von mir gibt es dafür eine Leseempfehlung für alle, die Jugendbücher mögen.

5/6


06 März 2026

Rezension: Die Besucher

 

 Autor: Marcus Kliewer

Verlag: Goldmann

Erschienen: 21.01.2026

Seiten: 400

Genre: Thriller, Gruselroman


Klappentext


Eve und ihre Lebensgefährtin Charlie können ihr Glück kaum fassen: Das alte Haus in einer abgelegenen Gegend von Oregon ist ein echtes Schnäppchen, perfekt, um es zu renovieren und mit Gewinn weiterzuverkaufen. Nachbarn gibt es kaum, und auch Touristen verirren sich nicht nach 3709 Heritage Lane. Deshalb ist Eve überrascht, als es eines Abends klingelt: Ein Mann steht mit seiner Familie vor der Tür. Er habe früher hier gewohnt, sei auf der Durchreise und wolle seiner Frau und den drei Kindern das Haus zeigen. Zögernd lässt Eve, die allein zu Hause ist, die Fremden herein. Dann geschieht Seltsames. Die kleine Tochter der Besucher ist plötzlich unauffindbar, das Haus selbst scheint in Details merkwürdig verändert - oder bildet sich Eve das nur ein? Und die Familie macht keine Anstalten, wieder zu gehen. Ein Alptraum beginnt...


Cover: 3/6

Schreibstil: 5/6

Handlung: 5/6

Charaktere: 5/6

Spannung: 5/6

Fesselnd: 6/6


Inhalt


Eve und Charlie haben sich vor kurzem ein altes Haus gekauft, weit abgelegen von anderen Häusern. Kaum jemand kommt an diesem Häuschen vorbei. Aber als die introvertierte Eve an einem Abend alleine zu Hause ist und sich auf einen entspannten Abend mit ihrer Freundin Charlie freut, die noch bei der Arbeit ist, klingelt es unerwartet. Vor der Tür steht eine fünfköpfige Familie. Der Vater erklärt ihr, dass er als Kind hier gewohnt habe und bittet darum, seine Familie im Haus rumführen zu dürfen. Eve ist völlig überfordert mit der Situation, schafft es aber nicht, die Familie abzuwimmeln. So kommt es, dass der Familienvater mit seiner Frau und den drei Kindern durch das Haus geht und dabei die ein oder andere Geschichte erzählt, die Eve zum Nachdenken bringt. Als dann auch noch eins der Kinder verschwindet und draußen ein Schneesturm aufzieht, droht die Situation endgültig außer Kontrolle zu geraten. Und als wäre das noch nicht genug taucht Charlie nicht auf und Eve kann sie nicht erreichen. Trotz ihrer absoluten Verzweiflung versucht Eve den Abend irgendwie zu überstehen, denn Charlie muss bald nach Hause kommen. Außerdem wollten die Fremden sich nur 15 Minuten im Haus umsehen. Aber alles kommt anders, was für Eve bange Stunden bedeutet.


Meine Meinung

Der Klappentext verspricht hier ja schon einiges an spannenden Lesestunden, ich war trotzdem skeptisch ob so ein Thema einen Leser 400 Seiten lang fesseln kann. Und ich finde, das Cover passt zwar ganz gut zum Buch, aber wäre ich ein reiner Coverkäufer (gibt es ja auch), wäre mir das Buch wahrscheinlich gar nicht aufgefallen. Dafür ist es einfach zu schlicht. 

Ich fand es toll, dass es direkt ohne viel Vorgeschichte loslegt. Der unerwartete Besuch steht gleich zu Beginn vor der Haustür und einer überforderten, aber sehr guten, Hauptprotagonistin. Und von der ersten Seite an strahlt die Story etwas wahnsinnig Unheimliches aus, dass mich irgendwie nicht mehr losgelassen hat und wovon ich dann auch tatsächlich geträumt habe. Der Autor erzählt alles so, dass es aufregend und authentisch ist, aber auch sehr gruselig. Ab und an war es vielleicht ein bisschen zu ausschweifend, trotzdem hat mir der Stil und der Aufbau sehr gut gefallen.

Die Protagonisten sind ziemlich vielfältig und bei Eve habe ich ab und an den Kopf geschüttelt, aber ihr introvertierter und manchmal überforderter Charakter macht das Buch nun mal zu einem großen Teil aus.

Ich war eigentlich von der ersten Seite an total gebannt von dem Buch, aber irgendwann nahm die Geschichte eine Wendung, die mir schon zu skurril war, so dass es sich für mich zum Ende hin eher negativ entwickelt hat. Aber das ist letztendlich Geschmackssache.

Fazit

"Die Besucher" ist eine ziemlich ruhige und trotzdem total irre Horror-Geschichte. Mich hat das Buch von der ersten Seite an gefesselt und sogar bis in meine Träume verfolgt (und das kommt wirklich nicht oft vor). Ich fand die ganze Atmosphäre durchgehend total bedrückend und unheimlich. Eigentlich finde ich es schade, dass das Cover gar nicht so ausdrückt, was tolles in dem Buch drin steckt. Leser, die nur aufs Cover achten, werden wahrscheinlich eher nicht zu dem Buch greifen. Ist aber auch nur eine Vermutung.
Während dem kompletten Buch fiebert man mit Hauptprotagonistin Eve mit und es fällt einem selbst schwer noch Realität und Fiktion zu unterscheiden.
Obwohl mich die Geschichte durchgehend komplett gefesselt hat und das Buch für mich Highlight-Potential hatte, kam irgendwann ein Punkt, an dem es mir zu wild wurde. Es war gut, aber auch schrecklich skurril. Das hat mir nicht ganz so gut gefallen, aber eigentlich hätte es mich auch gewundert, wenn so ein Buch einen normalen Schlussteil gehabt hätte ;-) Trotzdem war es von der ersten bis zur letzten Seite fesselnd und sehr unterhaltsam. Wer also düstere und gleichzeitig ruhige Horrorgeschichten mag, der ist hier genau richtig.

5/6


26 Februar 2026

Rezension: Up in Smoke

 


 Autor: Nick Brooks

Verlag: one

Erschienen: 02.03.2026

Seiten: 288

Genre: Jugendbuch


Klappentext


Eine Demo, die mit einem tödlichen Schuss endet.


Ein Mädchen, das entschlossen ist, den Namen ihres Bruders reinzuwaschen.


Ein Junge, der seinen eigenen unbedingt schützen will.


Und ein Geheimnis, das jemanden von ihnen zum Verhängnis werden könnte...


Cover/Farbschnitt: 6/6

Schreibstil: 6/6

Handlung: 5/6

Charaktere: 6/6

Spannung: 5/6

Fesselnd: 5/6


Inhalt


In D.C. haben es die Jugendlichen nicht leicht, schon gar nicht, wenn sie dunkelhäutig sind. So auch Cooper. Den in den Sommerferien erhofften Ferienjob gibt es nicht mehr, nun weiß er, so wie viele andere in seinem Alter, nichts mit seiner Zeit anzufangen. Jason, ein Freund aus Kindheitstagen, überredet ihn zu einem Raubüberfall. Keine große Sache, nur in einem Laden ein paar Sachen mitgehen lassen. Währenddessen ist auf den Straßen eine friedliche "Black lives matter" - Demonstration wegen eines jungen Farbigen, der wegen dem Raub einer Geldbörse von einem Polizisten erschossen wurde. Die Leute sind abgelenkt, nichts sollte schief gehen. Aber alles geht schief und jemand kommt ums Leben. Cooper, der ein friedlicher Junge ist, niemandem etwas antun könnte, sitzt plötzlich in der Falle. Denn sein Freund Jason wird verhaftet und wegen Mordes angeklagt. Cooper muss seine Unschuld beweisen und gleichzeitig verheimlichen, dass er an diesem Tag mit ihm zusammen unterwegs war. Und das ist gar nicht so einfach ein Geheimnis zu bewahren, wenn man selbst Teil des Geheimnisses ist.


Meine Meinung

"Up in Smoke" ist für mich das erste Buch von Nick Brooks. Mir hat die Idee zu diesem Jugendthriller direkt gut gefallen. Ich finde es wichtig, dass auch aktuelle Themen in solche Bücher mit einfließen. Die Geschichte beginnt dann auch gleich mal ohne viel Vorgeplänkel. Deswegen hat es für mich ein paar Seiten gedauert, bis ich im Geschehen drin war, was ich aber nicht weiter störend fand. Trotzdem muss man sich eben erst ein bisschen mit den Protagonisten und der Umgebung vertraut machen. Man kommt dann aber sehr schnell gut mit. Die Story ist einfach aufgebaut und sehr gut und einfach geschrieben. So sollten auch Jugendliche nicht den Spaß beim Lesen des Buches verlieren.

Das Buch hat recht wenige Seiten und so schreitet die Geschichte auch relativ flott voran. Es wird viel ermittelt und als Leser kann man immer miträtseln und seine eigenen Schlussfolgerungen ziehen, somit kommt beim Lesen keine Langeweile auf.

Die Geschichte wird aus Sicht von den beiden Hauptprotagonisten Cooper und Monique erzählt. Ich fand es sehr interessant, dass man dadurch beide Sichtweisen kennenlernt und auch die Beziehung zwischen beiden Jugendlichen ist spannend mitzuverfolgen. Die Kapitel sind dabei dabei angenehm kurz und lassen sich super flüssig lesen.

Fazit

Mir hat es direkt gut gefallen, dass das Buch ein so wichtiges Thema aufgreift, das leider immer wieder aktuell ist. Rund um dieses Thema hat Nick Brooks eine spannende und kurzweilige Geschichte geschrieben, in der es um das erwachsen werden geht und darum, wo man seinen Platz in der Gesellschaft findet. Und ein klein bisschen geht es auch um Gefühle und Emotionen, die grade in dem Alter, in dem die Hauptprotagonisten sind, schon mal durcheinander geraten können. Und die Geschichte beschreibt sehr einfach, wie schnell man auf die falsche Bahn geraten kann. Dabei ist das Buch durchgehend leicht gehalten, so dass auch junge Leser nicht den Spaß beim Lesen verlieren sollten. Insgesamt fand ich das Buch sehr gelungen und auch das Ende hat mich überzeugt. Nach langem Rätseln und einigen Wendungen bleiben zum Schluss keine Fragen offen. Für mich war es das erste Buch von Nick Brooks, aber ganz bestimmt nicht das Letzte.

5/6


18 Februar 2026

Kurzmeinung: Die Braut von Ashbyrn House

 


Autorin: Amy Cross

Verlag: Festa

Erschienen: 25.11.2025

Seiten: 352

Genre: Gruselroman, Thriller


Klappentext


 In England, meilenweit entfernt von der nächsten Stadt, steht ein verlassenes Haus. Seit vielen Jahren wagt niemand, es zu betreten. Es heißt, dass an seinem Fenster manchmal ein bleiches, totes Gesicht zu sehen ist, das geduldig hinter einem seidenen Brautschleier wartet...

Bis Owen Stone, um seinem hektischen Alltag in London zu entfliehen, Ashbyrn House kauft. Er glaubt nicht an Geister oder andere übernatürliche Mächte. 

Er ahnt nicht, dass Katinka Ashbyrn dort vor über 100 Jahren an ihrem Hochzeitstag starb und seither durch das Haus irrt, weil sie einen Ehemann sucht. Und eine Präsenz beobachtet jeder seiner Bewegungen.


Cover: 5/6

Schreibstil: 5/6

Handlung: 5/6

Charaktere: 4/6 (6/6 für Katynka Ashbyrn, 3/6 für Owen Stone)

Spannung: 5/6

Fesselnd: 5/6


Fazit 


Ich bin direkt sehr gut ins Buch reingekommen. Der einfache Schreibstil lässt es dann auch zu, dass man schnell und flüssig lesen kann. Am Anfang hatte das Buch auch schon eine gewisse Gruselstimmung, so richtig warm wurde ich da mit der Geschichte aber noch nicht.

Sie spielt in zwei Zeitebenen. Zum einen gibt es die Zeit vor über 100 Jahren, als Katinka Ashbyrn gelebt hat. Sie erzählt Teile aus ihrem Leben aus ihrer Sicht. Und zum anderen gibt es die Gegenwart mit der Geschichte von Owen Stone. Die Kapitel in denen es um Katynka ging haben mir durchgehend richtig gut gefallen während ich mit Owen vor allem am Anfang so meine Probleme hatte. Denn er ist schrecklich naiv. Wenn man ein bisschen Selbsterhaltungstrieb hat, dann kann man unmöglich so reagieren wie Owen es ständig macht. Na ja, aber seine Naivität hatte auf jeden Fall einen großen Unterhaltungswert und darauf kommt es ja an.

Um so länger die Geschichte dann wird, umso spannender und fesselnder wird sie. Also auch wenn ich das Buch am Anfang noch nicht so gut fand, hat es sich absolut gesteigert und mich letztendlich bestens unterhalten. Deswegen gibt es von mir dafür auch eine Leseempfehlung für alle, die Geistergeschichten mögen.


5/6



06 Februar 2026

Kurzmeinung: Das Reich der Vampire Band 1

 


Autor: Jay Kristoff

Verlag: Fischer Tor

Erschienen: 29.06.2022

Seiten: 1024

Genre: Dark-Fantasy


Klappentext


 Vor 27 Jahren ging die Sonne unter - und seitdem sind die Armeen der Vampire auf dem Vormarsch.

Stück für Stück haben sie ihr ewiges Reich ausgedehnt und den Menschen den Boden streitig gemacht, bis nur noch an wenigen Orten ein unbeschwertes Leben möglich ist. Kleine Inseln des Lichts in einem Meer aus ewiger Finsternis. 


Als der junge Gabriel de Léon seine Heimat verlassen muss, führt ihn sein Weg nach San Michon, zum Orden der Silberwächter, der das Reich und die Kirche gegen den Ansturm der Bestien verteidigt. Noch ahnt er nicht, dass er zur größten Legende des Ordens werden wird - und zur letzten Hoffnung einer sterbenden Welt.


Cover/Farbschnitt (Bücherbüchse): 6/6

Erzählstil: 6/6

Handlung: 5/6

Charaktere: 5/6

Spannung: 4/6

Fesselnd: 5/6


Fazit 


Mit seinen 1024 Seiten ist "Das Reich der Vampire" ein richtiger Klopper und ich weiß, das Band 2 und 3 der Trilogie ähnlich vielen Seiten haben. Das hat mich auch lange abgeschreckt, das Buch zu lesen. Aber ich liebe Vampirgeschichten und ich hatte jetzt auch mal richtig Lust darauf, mich mit einem Buch länger als ein paar Tage zu beschäftigen.

Es hat erst mal gut 300 Seiten gedauert, bis ich richtig in der Geschichte drin war. Denn der Aufbau ist verwirrend und der Schreibstil sehr speziell, was aber einfach der Geschichte geschuldet ist. Ich weiß, dass Jay Kristoff auch anders schreiben kann. Er passt den Schreibstil gerne der Umgebung an, in der seine Hauptfiguren spielen. Und so gibt es hier seitenweise derbe Sprüche, die manchmal lustig waren, manchmal nervig. Vor allem fand ich, dass die derben Ausdrücke oft völlig fehl am Platz waren, an manchen Stellen hätte man sie gar nicht gebraucht. Aber das hat nun mal zum Buch dazu gehört. Ich hatte auch den Eindruck, umso länger das Buch, umso weniger wurde geflucht, aber vielleicht hatte ich mich auch einfach nur daran gewöhnt.

Wenn man dann erst mal in die Geschichte reingekommen ist, sich an den Schreibstil gewöhnt hat und die Charaktere kennt, liest sich das Buch wie im Flug. Während ich die ersten 300 Seiten quasi im Schneckentempo gelesen habe um nichts wichtige zu verpassen, ging es bei den restlichen Seiten um einiges schneller. 

Die Story spielt in drei Zeitebenen: Einmal Gabriel de Léon in der Gegenwart, der in Gefangenschafft sein Leben erzählt. Und das erzählt er wiederum in einer Vergangenheit, als er noch ein Junge war und in einer Zeit, die kurz vor seiner Gefangenschaft passierte. Alles ist aber so gut aufgeteilt, dass man nicht durcheinander kommen kann. Und die Story hat sehr viel zu bieten: Sehr viel blutige Szenen, einiges an Action und immer wieder Spannung, Drama, Freundschaften und Liebe.

Insgesamt ist es ein gutes Buch mit Höhen und Tiefen. Ich kann jetzt nicht sagen, dass ich durchgehend gebannt war, aber ich habe mich trotzdem nie gelangweilt beim Lesen und es hat mich sehr gut unterhalten.


5/6




20 Januar 2026

Kurzmeinung: A good girl's guide to murder

 


Autorin: Holly Jackson

Verlag: One

Erschienen (Schmuckausgabe): 15.10.2024

Seiten: 480

Genre: Jugendbuch, Krimi


Klappentext


 Eigentlich ist der Fall abgeschlossen: Vor fünf Jahren wurde Andie Bell von ihrem Freund Sal Singh ermordet. Zumindest ist sich die Polizei sicher, dass es so war. Die ganze Stadt ist sich sicher. Alle - bis auf Pippa. Für ein Schulprojekt will die Schülerin den Fall nun noch einmal aufrollen. Mit Laptop, einer Diktiergerät - App und jeder Menge Mut macht Pippa sich auf und stellt Fragen. Doch schon bald wird ihr deutlich gemacht, dass längst nicht alle Bewohner von Little Kilton Licht ins Dunkel der Vergangenheit bringen möchten...


Cover/Farbschnitt: 6/6

Schreibstil: 6/6

Handlung: 6/6

Charaktere: 5/6

Spannung: 5/6

Fesselnd: 5/6


Fazit 


Vor ein paar Jahren habe ich die erste Ausgabe von "A good girl's guide to murder" günstig gebraucht gekauft (die Ausgabe mit dem langweiligen schwarzen Cover), dann lag sie erst mal sehr lange auf meinem SuB. Damals war mir nicht klar, dass das Buch so durch die Decke geht. Dann kam die nächste Ausgabe, etwas hübscher, und die beiden Folgebände, und von da ab ist mir die Reihe ständig begegnet. In diesem Jahr habe ich mir dann endlich die Schmuckausgaben besorgt, weil ich sie richtig hübsch finde. Und in diesem Jahr möchte ich die Reihe nun endlich lesen. Die Ausgabe mit dem langweiligen Cover habe ich aber immer noch zu Hause.

Da das Buch nun schon einige Jahre alt ist habe ich schon sehr viele Meinungen darüber gelesen und ich war gespannt, ob es hält, was es verspricht. Pippa ist eine sehr lebendige Hauptprotagonistin, die man sich mit ihrem Perfektionismus und ihren Schwächen richtig gut vorstellen kann. Sie ist mutig, ein bisschen verrückt und vor allem nicht so wie die anderen. Man kann mit ihr mitfiebern, miträtseln und manchmal auch mitlachen.

Die Story ist dann auch sehr gut aufgebaut und obwohl es sehr viele Charaktere gibt, hatte ich hier gar keine Probleme, sie mir zu merken. Wahrscheinlich weil man selbst so darauf konzentriert ist, den Fall  Andie Bell aufzuklären.

Viele Kapitel sind in der 1. Person aus Pippas Sicht geschrieben, dann gibt es zwischendurch Interviews, die Pippa führt, es gibt Kapitel in Erzählform, Chat-Verläufe und auch Karten, die sie zeichnet um alle Zusammenhänge zu verstehen. Das macht es dem Leser dann sehr einfach Pippas Gedankengänge und den Fall mitzuverfolgen und es kommt vor allem keine Langeweile auf, weil alles sehr abwechslungsreich ist.

Aber als dann die Auflösung kam fand ich es fast schon ein bisschen plump. Jetzt nicht falsch verstehen, es hat mir alles sehr gut gefallen, aber dieser Gedankengang zum Ende hin, den Pippa hat, was sie da tut, dass konnte ich nicht ganz nachvollziehen. Ich kanns nicht richtig erklären ohne dabei zu spoilern, deswegen lasse ich es lieber ;-) Insgesamt hat mich das Buch sehr gut unterhalten und wer gerne spannende Jugendbücher liest, dem empfehle ich "A good girl's guide to murder" auf jeden Fall weiter.


5/6





06 Januar 2026

Kurzmeinung: Penance

 


 Autorin: Eliza Clark

Verlag: Festa

Erschienen: 11.11.2025

Seiten: 496

Genre: True Crime Thriller


Klappentext


Hast du den Podcast gehört?

Wie sie über sie gelacht haben?

Hast du die Fotos ihrer Leiche gesehen?

Hast du im Netz danach gesucht?


Der grausame Mord ist fast zehn Jahre her: In einer heruntergekommenen Stadt an der Küste von Yorkshire wurde die 16-jährige Joan Wilson am Strand von drei Schulmädchen lebendig verbrannt.

Und nun werden die Ereignisse jener schrecklichen Nacht zum ersten Mal veröffentlicht.

Lies den Bericht des Journalisten Alec Z. Carelli über das Verbrechen und was dazu führte. Lies alle Interviews mit Zeugen und Familienmitgliedern und dazu die erschütternde Korrespondenz mit den Mörderinnen.

Aber wie viel von dieser Geschichte ist wahr?


Cover: 5/6

Schreibstil: 5/6

Handlung: 5/6

Charaktere: 6/6

Spannung: 4/6

Fesselnd: 5/6


Fazit 


Penance ist ein fiktiver True-Crime Roman, deswegen ist das Buch anders wie normale Romane. Es gibt Ausschnitte aus geschmacklosen Podcasts, in denen man sich lächerlich über die verstorbenen und die Mörderinnen macht, dazu langwierige Berichte, detaillierte Beschreibungen über den Mord, Korrespondenz und Interviews mit den Mörderinnen und deren Familien. Es wird beschrieben, welche Auswirkungen Social Media auf die Jugendlichen haben kann und wie ihre Familien versuchen den Mord zu rechtfertigen, aber für Mord gibt es keine Rechtfertigung. Auch die Mutter der ermordeten Joni kommt zu Wort und aus ihrer Sicht ist wiederum alles ganz anders.

Aber welche Wahrheit stimmt oder ist alles nur eine Frage der Wahrnehmung?

Penance ist ein Buch mit einem schwierigen Thema, sehr gut ausgearbeitet und gut aufgebaut. Aber oft ging es mir schon zu sehr ins Detail was die familiären Hintergründe angeht. Natürlich schafft es die Autorin so, dass man mit jedem, auch mit den Mörderinnen, eine emotionale Bindung aufbaut, aber es zog sich deswegen auch etwas und mir fiel es da manchmal schwer am Ball zu bleiben.

Aber insgesamt ist Penance ein Buch, das einen nicht so schnell loslässt, weil es aus harmlosen Dingen heraus eine Situation beschreibt, die irgendwann eskaliert. Dabei spielen äußere Einflüsse eine große Rolle. Und es wird sehr gut darauf aufmerksam gemacht, wie geschmacklos manche Personen mit so einem Mord umgehen. Also ein gekonnter Seitenhieb auf die Gesellschaft, denn so lange es einen nicht selbst betrifft, ist selbst ein Mord ein Thema, das man ins lächerliche ziehen kann.

Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung für alle, die mal was anderes lesen wollen und mit einer ordentlichen Portion Gesellschaftskritik und unbequemen Themen umgehen können.


5/6



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