Verlag: Heyne
Erschienen: 05.12.2005
Seiten: 336
Genre: Psychothriller, Horror
Klappentext
Die USA in den 50er-Jahren. Nach außen hin eine heile Welt, doch inmitten der amerikanischen Vorstadtidylle wird ein Junge mit unvorstellbaren Grausamkeiten konfrontiert. Jack Ketchum zeigt in seinem beunruhigenden, grenzüberschreitenden Horrorthriller die Abgründe der menschlichen Seele auf.
Cover: 5/6
Schreibstil: 6/6
Handlung: 5/6
Charaktere: 6/6
Spannung: 5/6
Fesselnd: 5/6
Fazit
Tja, das ist mir auch noch nicht passiert. So während dem Lesen denke immer wieder, irgendwie kommt mir das alles bekannt vor. Und nach einigen Seiten war mir klar, dass ich das Buch schon gelesen habe, das ist aber bestimmt schon 20 Jahre her. Die Verfilmung habe ich auch schon gesehen. Der Klappentext hat jetzt nicht so viel hergegeben, so dass ich mich einfach nicht mehr daran erinnern konnte. Also war das ein unfreiwilliger reread, ich habe es aber auch nicht bereut.
Das Buch basiert auf einer wahren Geschichte, die sich 1965 ereignet haben soll. Und so spielt die Geschichte zu einer Zeit, in der Frauen reine Hausfrauen waren und viele Männer noch mit den psychischen Folgen des 2. Weltkrieges zu kämpfen hatten. Kinder waren zu dieser Zeit unter sich und wenn Kinder oder Jugendliche auf eine Soziopatin treffen, die ihnen einredet, das richtige zu tun, obwohl ihre Handlung komplett falsch ist, dann kommt so etwas dabei raus wie man es hier liest.
Die Geschichte ist spannend und grausam gleichzeitig. Auf der einen Seite gibt es die unbeschwerte Kindheit von Hauptprotagonist David, der in einen grauenhaften Strudel von Gewalt mit reingezogen wird, auf der anderen Seite die herzzerreißende und schmerzhafte Geschichte von Meg und ihrer Schwester Susan.
Wenn man dieses Buch liest muss man einiges aushalten können. Denn letztendlich ist ein Großteil der Geschichte nicht fiktiv, es ist tatsächlich so oder so ähnlich passiert. Jack Ketchum schreibt wie immer großartig, die Story ist auf grausame Art fesselnd und hat auch eine gewisse Spannung, ist aber eben wirklich schwere Kost. Deswegen gibt es von mir nur eine Leseempfehlung für diejenigen, die so etwas beim Lesen verkraften. Heut zu Tage hätte so eine Geschichte Triggerwarnungen, aber als Evil erschienen ist gab es die nicht.
5/6

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