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19 März 2024

Rezension: Fremde Haut - Jagd auf Nebel und Schatten

Autorin: Sabine Knop

Erschienen: März 2024

Seiten: 359

Genre: Dark Fantasy


Klappentext


Die schüchterne Alicja flieht vor ihrem gewaltigen Ex-Freund in die Einsamkeit eines Waldes. Als zwei Jäger in ihre Gegend kommen, ahnt sie nichts von den Geheimnissen, die sie mitbringen. Was Wilhelm und Ulf jagen, ist selbst für erfahrene Monsterjäger eine Herausforderung. Denn das Wesen kann seine Gestalt ändern. Glücklicherweise ist die junge Frau im Wald genau das, was die Kreatur begehrt und somit der perfekte Lockvogel.


Cover: 6/6

Schreibstil: 5/6

Handlung: 4/6

Charaktere: 5/6

Spannung: 4/6

Fesselnd: 4/6


Inhalt


Ala hat sich in eine kleine Hütte in den polnischen Wäldern zurückgezogen. Um sie herum ist nichts außer der Natur und zwei weiteren kleinen Hütten, die zunächst unbewohnt sind. Einziger Kontakt zur Außenwelt ist ihre beste Freundin Zuzia.

Trotz ihrer Hoffnung, dass niemand im Wald auftauchen wird, ziehen in die benachbarten Hütten zwei Jäger. Wilhelm und Ulf, die beiden wissen besser über Ala bescheid als ihr bewusst ist. Und es gibt einen bestimmten Grund, warum sie hier im Wald bei ihr sind.

Ala ist so weit im Nirgendwo abgetaucht, weil sie sich vor ihrem Ex-Freund versteckt, der ihr grauenhafte Dinge angetan hat. Doch sie ahnt nicht, dass das Grauen hier kein Ende hat.


Meine Meinung

Das Buch fällt durch das tolle Cover und die ganze Aufmachung direkt ins Auge. Ich finde die Farben und die Covergestaltung wirklich wunderschön. Und auch das Innere kann sich sehen lassen. Kapitelanfang und Kapitelende sind jeweils verziert und auch die Leseabschnitte innerhalb der Kapitel haben eine besondere Markierung. Optisch wurde also schon mal alles richtig gemacht.

Das Buch beginnt mit einem sehr düsteren und sehr guten Prolog. Danach folgen die Kapitel, die größtenteils über Ala und über Ulf erzählt werden. Dabei empfand ich den Schreibstil wirklich super. Alles wird sehr schön erklärt, es entsteht fast schon ein atmosphärisches Feeling während des Lesens, und man kommt super gut in die Geschichte rein. Alles baut sehr gut aufeinander auf, es ist einfach und leicht verständlich. Es gibt Fantasy-Bücher, die sehr schwer zu lesen sind, aber dieses hier zählt definitiv nicht dazu.

Die Anzahl der Protagonisten ist überschaubar und sie konnten mich auch alle überzeugen. Alas Entwicklung hat mir auch sehr gut gefallen. Nachdem was sie durchgemacht hat zeigt sie im Verlauf der Geschichte wie stark sie sich charakterlich entwickelt.

Was mir vor allem zu Beginn so ein bisschen gefehlt hat war die Spannung. Es geht auch sehr viel um Freundschaft und Familie und wie alle Beteiligten damit umgehen. Das war mir manchmal ein bisschen zu viel davon, da hätte ich lieber ein bisschen mehr Action gehabt. Aber dafür hat es das letzte Drittel und vor allem das Ende in sich, das hat mir richtig gut gefallen.

Fazit

Ich finde, "Fremde Haut" sticht direkt ins Auge, denn das Cover und die ganze inhaltliche Aufmachung sind wunderschön und es passt auch richtig gut zum Inhalt. Die Geschichte beginnt dann mit einem sehr starken Prolog der Lust auf mehr macht und man wird nicht enttäuscht. Zu Beginn ist es noch nicht sehr spannend, dafür eher dramatisch. Man wird sehr schön in die Geschichte und in die Welt der "fremden Wesen" hineingeführt und kann dank des sehr guten und leichten Schreibstils flüssig und schnell lesen. Man verfolgt Alas Weg, die sich im Laufe der Geschichte richtig stark entwickelt. Zum Ende hin wartet dann sehr viel Spannung und Action auf den Leser und vor allem das letzte Drittel der Geschichte hat mir sehr gut gefallen. Es ist ein tolles Buch für Fans von Werwölfen und Gestaltenwandlern zu dem es auf jeden Fall noch eine Fortsetzung geben wird. Und das muss es auch nach dem Ende und ich freue mich sehr darauf. Von mir gibt es eine Leseempfehlung für alle, die etwas ruhigere Urban Fantasy Geschichten mögen.

4/6


31 Januar 2024

Rezension: Psychos - Das Erste Jahr -



Autorin: Jaqueline Thör

Verlag: Direct Puplishing

Erschienen: 05.12.2023

Seiten: 329

Genre: Fantasy, Jugendbuch


Klappentext


Ein Internat für übernatürlich talentierte, psychisch erkrankte Jugendliche. Und fünf Freunde, die einen Mord aufklären.

Als Noah wegen einer erneuten ungewollten Verwandlung von der Schule verwiesen wird, bricht für ihn eine Welt zusammen. Doch dann bekommt der Identitätenwandler eine neue Chance. An der Akademie für Psychalents lernt der 16-Jährige, seine Gabe zu kontrollieren. Und nicht nur das. Zum ersten Mal erfährt er, was es heißt, Freunde zu haben. Und wie es sich anfühlt, verliebt zu sein. Allerdings ist nicht alles auf Burg Auwia zauberhaft. Als Noah und seine Freunde davon Wind bekommen, dass ein paar ihrer Mitschüler womöglich einen Mord, einen Doppelmord am Non-Psychos begangen haben, beginnt für sie eine gefährliche Jagd nach der Wahrheit...


Cover: 5/6

Schreibstil: 5/6

Handlung: 4/6

Charaktere: 4/6

Spannung: 4/6

Fesselnd: 4/6


Inhalt


Noah wird schon seit Jahren in der Schule gemoppt, weswegen er die Pausen lieber alleine im Klassenzimmer verbringt, aber selbst dort ist er nicht sicher. Einige seiner Mitschüler lassen ihn auch dort nicht in Ruhe. Und auch der Schulleiter hat es auf ihn abgesehen und schmeißt ihn wegen eines unverschuldeten Streits von der Schule. Mit dem Schulverweis geht für Noah die Welt unter, denn in seiner schrecklichen Pflegefamilie wird sein Leben daraufhin noch schlimmer. Bis eines Tages ein Mädchen bei ihm vor der Tür steht mit einer Einladung zu einer besonderen Schule. Noah soll dort einen Eignungstest machen und wenn er diesen besteht, wird sich Noahs Leben für immer verändern.


Meine Meinung

Ich finde das Cover richtig schön und den Bezug, den es zum Buch hat. So kann man sich die Akademie noch viel besser vorstellen. 

Psychos ist ein Buch mit einer sehr speziellen Geschichte. Mir ist direkt der sehr angenehme Schreibstil aufgefallen, der den Leser durch die Seiten fliegen lässt. Die Geschichte wird sehr Detailreich und einfach erzählt, es ist keine kompliziertes Fantasybuch dem man sehr gut folgen kann. Dabei steigt die Spannung langsam an und da man erst mal gar nicht weiß, was überhaupt mit Noah los ist, ist das Buch auch direkt sehr fesselnd. Wegen des Mordes, dem Noah im Laufe der Geschichte auf die Spur kommt, entwickelt sich das Buch dann auch noch ein bisschen zu einem Krimi.

Die Geschichte ist in viele Kapitel aufgeteilt, die alle eine sehr angenehme Länge haben, was immer wieder zum Weiterlesen animiert. Alle Kapitel haben eine Überschrift und werden größtenteils über Noah erzählt, der mir als Hauptprotagonist sehr gut gefallen hat. Seine Entwicklung mitzuverfolgen war sehr interessant und ich fand seinen Charakter richtig gut ausgearbeitet. Was mir auch gut gefallen hat, ist die Idee der Psychos und wie aus besonderen Menschen ganz besondere Freundschaften werden. Es ist daher nicht nur ein Buch mit sehr vielen Fantasy-Elementen, sondern auch eine sehr gefühlvolle Geschichte.

Fazit

Die Idee hinter diesem Buch hat mir sehr gut gefallen, es ist einfach mal ein erfrischendes, einfaches und schönes Fantasy-Jugendbuch mit einem leichten Krimi-touch. Ich fand, hin und wieder waren Unterhaltungen und manche Handlungen zu ausführlich, da hätte ich mir insgesamt ein bisschen mehr Action gewünscht um mehr Tempo ins Buch zu bringen, das ist aber nur eine Kleinigkeit die ich zu bemängeln habe. Hauptprotagonist Noah hat mir richtig gut gefallen und auch alle anderen Protagonisten konnten mich überzeugen. Vor allem Noahs schwierige Pflegefamilie ist leider sehr authentisch, denn so etwas gibt es viel zu oft im wahren Leben. Die Schicksale die hier aufeinander treffen und die Freundschaften die sich daraus bilden machen aus der Fantasy-Story zusätzlich noch ein richtig gutes Jugendbuch. Wer solche Bücher mag, dem lege ich die Geschichte auf jeden Fall ans Herz und empfehle sie gerne weiter.

4/6


28 Januar 2022

Kurzmeinung: Schlafe, mein Mädchen



Autorin: Jutta Maria Herrmann

Verlag: Independently puplished

Erschienen am: 23.12.2021

Seiten: 315

Genre: Psychothriller




Klappentext


Für Rina und Mark wird der schlimmste Alptraum aller Eltern Realität. Ihre kleine Tochter Charlotte stirbt bei einem Unfall. Mit dem Umzug vor die Tore Berlins wollen die beiden einen Neuanfang wagen, doch der Tod ihres Kindes steht zwischen ihnen wie eine unüberwindbare Mauer. Als Mark beginnt, Rina von der Umwelt abzuschirmen und sich zunehmend in Lügen verstrickt, wird sie misstrauisch. Warum hat er alles vernichtet, was an ihre Tochter erinnert? Ist Mark wirklich der Mann, für den er sich ausgibt? Rina gräbt tiefer und was dabei ans Tageslicht kommt, droht ihr den Verstand zu rauben.


Cover: 4/6

Schreibstil: 4/6

Handlung: 5/6

Charaktere: 3/6

Spannung: 4/6

Fesselnd: 5/6


Fazit

Das Buch ist vom Plot her wahnsinnig interessant, super aufgebaut, oft spannend und sehr fesselnd. Aber die Hauptprotagonistin mochte ich nicht so, sie war so schrecklich naiv. Aber das Buch sorgt durchgehend für Unterhaltung, auch wenn ich an manchen Stellen echt den Kopf schütteln musste. Trotzdem ist es schnelllebig, meistens unvorhersehbar und sehr einfach geschrieben, so dass man schnell durch die Seiten durchfliegen kann. Mir hat es Spaß gemacht das Buch zu lesen, es ist ein guter Phsychothriller mit hohem Unterhaltungswert und ich empfehle es sehr gerne weiter.


4/6






17 Dezember 2020

Einzelkind - Es kommt uns holen - Daniel Jaro


Autor: Daniel Jaro
Erschienen am: 01.01.2020
Seiten: 331
Genre: Thriller


Klappentext


Mein Name ist Mad. Ein schrecklicher Unfall, an meinem Geburtstag, zerstörte alles. Drei Jahre vergingen, bis ich endlich aus dem Koma aufwachte. Mein geliebter Dad ist verstorben und Mum hat einen anderen Mann kennengelernt. Er und seine verzogene Tochter wohnen jetzt bei uns. Plötzlich beginnen sie, diese schrecklichen Träume. Doch ich lerne sie zu deuten. Etwas Grausames wird geschehen, wenn ich es nicht verhindere...


Cover

Optisch finde ich das Cover sehr gelungen, es lässt wahrscheinlich das Herz von jedem Thriller-Fan höher schlagen.

Inhalt

Mad ist 13 Jahre alt und geht täglich zu Fuß zur Schule und zurück. Er ist der klassische Außenseiter und wird wegen seines Aussehens von seinen Mitschülern gemoppt. An einem verschneiten Wintertag wird Mad dann auf dem Heimweg von der Schule von einem Auto angefahren, er fällt daraufhin ins Koma aus dem drei Jahre später erwacht. Er muss feststellen, dass es das Leben das er kannte nicht mehr gibt.

Nach langen Rehamaßnahmen kommt Mad schließlich nach Hause, aber nichts ist mehr wie früher. Denn plötzlich ist er ein Fremder in seinem eigenen zu Hause. Sein Vater ist während seines Komas verstorben und seine Mutter ist mit einem Narzissten zusammen der mit seiner Tochter zu Mads Mutter gezogen ist. Es ist so, als hätten sie Mad schon längst abgeschrieben und ein Leben ohne ihn geplant.

Meine Meinung

Den Schreibstil empfand ich meist als recht angenehm, so dass ich gut ins Buch fand. Allerdings störte mich, dass an manchen Stellen keine Absätze waren, wo meiner Meinung nach welche hingehört hätten und das Themen wie der Unfall und das Koma etwas zu schnell abgehakt wurden. Auch fand ich einige Sätze oft etwas abgehackt geschrieben, das störte gelegentlich den Lesefluss etwas.

Das eigentliche Thema des Buches fand ich sehr interessant, aber oft auch etwas oberflächlich erklärt, manches passte einfach nicht so recht zusammen. Und auch wenn Hauptcharakter Mad ein sehr intelligentes Kind zu sein scheint, schien er mir für das was passiert zu jung, meiner Meinung nach hätte man ihn als Hauptprotagonisten etwas älter darstellen müssen. Auch war mir das Verhalten von seiner Mutter oft sehr schleierhaft und sie traf auf wenig Verständnis meinerseits, aber man muss fairerweise sagen, das klärt sich zum Ende des Buches alles auf.

Das positive an der Geschichte ist, dass sie wirklich sehr fesselnd ist. Erst mal angefangen zu lesen konnte ich kaum noch damit aufhören. Und es gibt auch viele spannende Momente im Verlauf des Buches.

Fazit

Eigentlich werden hier interessante Themen wie Mobbing und Gewalt in der Familie angesprochen. Aber oft empfand ich vieles während dem Lesen als etwas oberflächlich, was sich durch das Ende aber etwas aufklärt. Vor allem die letzten Seiten waren unheimlich spannend und fesselnd, aber als die Geschichte dann aufgeklärt wurde war es für mich etwas enttäuschend. Auch konnten mich die Charaktere nicht immer überzeugen. Was bleibt ist eine gute Idee, die aber einfach nicht ganz zu meinem Lesegeschmack passt. Aber wer gerne mal einen etwas anderen Thriller für zwischendurch lesen möchte, dem wird das Buch bestimmt gefallen.

3/6

Vielen Dank an Daniel Jaro für das Rezensionsexemplar und den netten Austausch bei Lovelybooks. Es wurden keinerlei Vorgaben gemacht und die Rezension spiegelt meine eigene Meinung wider.
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