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30 Juli 2026

Kurzmeinung: Ghost - Solange du mich brauchst

 

Autorin: Lin Dox

Verlag: Vajona

Erschienen: 02.09.2025

Seiten: 576

Genre: Dark Romance/Horror/Thriller


Klappentext


Er muss meine Haut nicht berühren, um meinen Körper zu kontrollieren. Er muss nur wissen, wie meine Seele funktioniert. Kat verabscheut Berührungen- Zu viele Hände haben sie gebrochen, zu viele Grenzen wurden überschritten, bis nichts mehr von ihr übrig war. Nähe bedeutet Gefahr. Feuer. Unerträgliche Schmerzen. Niemand berücksichtigt ihr eigenes Verlangen. Niemand - außer ihm. Ein Schatten in der Dunkelheit. Ein unheimlicher Fremder, der immer dann erscheint, wenn ihre Welt am Abgrund steht. Er weckt etwas in ihr, das tief vergraben war: Hunger nach Vergeltung und blutiger Rache. Doch was passiert, wenn man sich auf seinen Stalker als Verbündeten einlässt? Kommt man der Heilung nah? Oder wird dich der Wahnsinn verschlingen?


Cover/Farbschnitt: 5/6

Schreibstil: 4/6

Handlung: 4/6

Charaktere: 4/6

Spannung: 3/6

Fesselnd: 5/6


Fazit 


Das Buch ist schnell zusammengefasst: Junges Mädchen mit kaputter Kindheit steckt in einer toxischen Beziehung und wird von einem mysteriösen Fremden beobachtet, der ihr dabei hilft, tief verborgene Gefühle und Emotionen nach außen zu kehren. 

Ich fand die toxische Beziehung und auch die Kindheit von Kat zwar manchmal nicht so gut beschrieben, aber insgesamt doch sehr realistisch und auch gut ausgearbeitet. Während ich die mysteriöse Gestalt, also Ghost, am Anfang gar nicht gut fand und die Art wie er geredet hat, hat mich oft ziemlich genervt.

Aber dann entwickelt sich die Geschichte in eine Richtung, die ich so nicht erwartet hätte und das wiederum war richtig gut. Kats Entwicklung ist sehr interessant und auch nachvollziehbar, wenn auch leicht übertrieben. Und auch Ghost hat mich irgendwann nicht mehr so sehr genervt. 

Das Buch lässt mich insgesamt ziemlich zwiegespalten zurück. Am Anfang fand ich es gar nicht gut, obwohl Kats Geschichte interessant ist, aber Ghost war nicht das, was ich mir vorgestellt hatte. Und auch spannend fand ich es nur wenig. Trotzdem wird es irgendwann sehr fesselnd und ziemlich abgefahren. Langeweile kommt vor allem in der zweiten Buchhälfte kaum auf und es lässt sich gut lesen.

Alles in allem "Ghost" ist eine ziemlich spezielle Geschichte, die viele Seiten gebraucht hat um mich dann doch noch ganz gut zu unterhalten.


4/6



16 Juni 2026

Kurzmeinung: Evil

Autor: Jack Ketchum

Verlag: Heyne

Erschienen: 05.12.2005

Seiten: 336

Genre: Psychothriller, Horror


Klappentext


Die USA in den 50er-Jahren. Nach außen hin eine heile Welt, doch inmitten der amerikanischen Vorstadtidylle wird ein Junge mit unvorstellbaren Grausamkeiten konfrontiert. Jack Ketchum zeigt in seinem beunruhigenden, grenzüberschreitenden Horrorthriller die Abgründe der menschlichen Seele auf.


Cover: 5/6

Schreibstil: 6/6

Handlung: 5/6

Charaktere: 6/6

Spannung: 5/6

Fesselnd: 5/6


Fazit 


Tja, das ist mir auch noch nicht passiert. So während dem Lesen denke immer wieder, irgendwie kommt mir das alles bekannt vor. Und nach einigen Seiten war mir klar, dass ich das Buch schon gelesen habe, das ist aber bestimmt schon 20 Jahre her. Die Verfilmung habe ich auch schon gesehen. Der Klappentext hat jetzt nicht so viel hergegeben, so dass ich mich einfach nicht mehr daran erinnern konnte. Also war das ein unfreiwilliger reread, ich habe es aber auch nicht bereut.

Das Buch basiert auf einer wahren Geschichte, die sich 1965 ereignet haben soll. Und so spielt die Geschichte zu einer Zeit, in der Frauen reine Hausfrauen waren und viele Männer noch mit den psychischen Folgen des 2. Weltkrieges zu kämpfen hatten. Kinder waren zu dieser Zeit unter sich und wenn Kinder oder Jugendliche auf eine Soziopatin treffen, die ihnen einredet, das richtige zu tun, obwohl ihre Handlung komplett falsch ist, dann kommt so etwas dabei raus wie man es hier liest.

Die Geschichte ist spannend und grausam gleichzeitig. Auf der einen Seite gibt es die unbeschwerte Kindheit von Hauptprotagonist David, der in einen grauenhaften Strudel von Gewalt mit reingezogen wird, auf der anderen Seite die herzzerreißende und schmerzhafte Geschichte von Meg und ihrer Schwester Susan.

Wenn man dieses Buch liest muss man einiges aushalten können. Denn letztendlich ist ein Großteil der Geschichte nicht fiktiv, es ist tatsächlich so oder so ähnlich passiert. Jack Ketchum schreibt wie immer großartig, die Story ist auf grausame Art fesselnd und hat auch eine gewisse Spannung, ist aber eben wirklich schwere Kost. Deswegen gibt es von mir nur eine Leseempfehlung für diejenigen, die so etwas beim Lesen verkraften. Heut zu Tage hätte so eine Geschichte Triggerwarnungen, aber als Evil erschienen ist gab es die nicht.


5/6




30 März 2026

Kurzmeinung: REM


Autoren: Annika Strauss mit Sebastian Fitzek

Verlag: Droemer

Erschienen: 19.03.2026

Seiten: 320

Genre: Horror-Thriller


Klappentext


 Schlafen.

Träumen.

Sterben.


Stell dir vor, deine Träume wären nach dem Aufwachen nicht verschwunden, sondern aufgezeichnet worden. Du könntest sie dir jederzeit ansehen. Doch dann wäre dein nächster Schlaf dein letzter...


Cover: 4/6

Schreibstil: 5/6

Handlung: 2/6

Charaktere: 3/6

Spannung: 2/6

Fesselnd: 2/6


Fazit 


Also ich wollte das Buch ja unbedingt lesen, weil der Klappentext sehr mysteriös klingt. Er sagt nicht wirklich was darüber aus, welche Charaktere oder welche Story den Leser hier erwarten, aber dieses ganze Zeug rund um die Träume herum klang ja schon aufregend. Und wenn Fitzek mit an Bord ist kann ja meistens nix schiefgehen, aber denkst de...

Ich war schon nach dem ersten Kapitel unglaublich verwirrt und diese Verwirrung hielt lange an. Aber es war keine positive Verwirrung, wie, "da muss ich jetzt unbedingt weiterlesen um zu sehen was passiert", sondern erst mal Buch zwei Tage zur Seite gelegt und danach jeden Tag ein bisschen gelesen.

Da wird dann auch erst mal von einem Handlungsstrang zum nächsten gesprungen und man weiß einfach nicht, was das nun mit den Träumen zu tun hat. Ich sag's gerne noch mal: Es war einfach verwirrend und anstrengend zu lesen. 

Der Schreibstil ist ok, aber der Aufbau und manche Charaktere die da so rumschwirren waren einfach schlecht und auch zu viel. Hätte man die wirklich alle gebraucht? Na ja, wahrscheinlich schon.

Und wo waren die unerwarteten Wendungen? Die Story war teilweise so skurril, dass einen schon nichts mehr überraschen konnte. Vorhersehbar war es dann auch noch, natürlich nicht die vielen seltsamen Dinge die passieren, so was kann man nicht vorhersehen, aber es war ziemlich früh klar, wie es enden wird.

Die ganzen wirren Umstände klären sich zum Ende hin und es gab auch mal gute Abschnitte, aber insgesamt war das nichts für mich. Fast keine Spannung, wenig fesselnd und eine viel zu wirre Handlung. Für mich war das auch kein Horror-Thriller, sondern ein ziemlich abgefahrener Science-Ficton-Trip. Schade, aber das war nix!


2/6





20 März 2026

Kurzmeinung: Ex-Boogeyman

 

Autor: Kristopher Triana

Verlag: Festa

Erschienen: 08.12.2025

Seiten: 384

Genre: Horror


Klappentext


 Als irrer Killer aus der Horrorfilmreihe LUNATIC erreichte er einst unglaublichen Ruhm. Durch die Hauptrolle in 15 Filmen wurde er zu einem der bekanntesten Gesichter der 1980er. 

Heute ist Jonathan Zain ein abgehalfterter Star, getrennt von Frau und Kindern, der sein Geld mit dem Schreiben von Autorgrammen auf Fan-Conventions verdient.

Als er erfährt das LUNATIC neu verfilmt wird, glaubt er an ein Comeback. Aber Redmax Studios wollen dem Reboot ein neues Gesicht geben. Für Jonathan Zain ist das der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt. Er schlüpft in sein altes Kostüm, packt das Fleischerbeil aus und erweckt Nicky Hector für ein letztes Blutbad von den Toten.


Cover: 6/6

Schreibstil: 4/6

Handlung: 4/6

Charaktere: 4/6

Spannung: 4/6

Fesselnd: 3/6


Fazit 


Ich finde, allein das Cover zieht einen als Fan von Filmen wie Halloween oder Freitag der 13. schon an. Der Klappentext natürlich auch. Für mich hat es sich interessant angehört und ich war gespannt darauf zu lesen, wie aus einer normalen Person eine Figur aus einem Horrorfilm wird. Was man dann aber bekommt, ist dann erst mal seitenweise Nostalgie und Vorstellung von Protagonisten von denen man lange nicht weiß, welchen Zweck sie in der Geschichte haben werden. Ist alles einerseits interessant, andererseits war vor allem die erste Hälfte des Buches für ein Festa Extrem viel zu brav und einfach sehr laaang. 

Sehr gut beschrieben war jedoch Jonathans Verwandlung. Wie es ihm schwerfällt zu verstehen, dass er nicht mehr Teil von LUNATIC ist und was das aus ihm macht. Denn als diese Verwandlung stattfindet, passiert endlich was und das Buch wurde so, wie ich es erwartet habe. Etwa ab der Hälfte hat man dann eine Geschichte im Stil eines 90er Jahre Horror-Klassikers. Ein Killer und viele Menschen, die um ihr Leben rennen.

Das Setting fand ich dabei richtig gut und was die vielen Protagonisten angeht ist von allem was dabei: Starke Frauen, Idioten, Personen die total nerven und Personen, die man direkt ins Herz schließt. Das Gute war, durch die detaillierte Vorstellung zu Beginn konnte man sie alle relativ gut auseinanderhalten. Trotzdem hätte ich es nicht ganz so ausführlich gebraucht. Also insgesamt fand ich die Idee mega interessant, aber die Story hatte nun mal auch echt oft zähe Stellen, weswegen sie für mich auch nur selten richtig fesselnd war. Deswegen gibt es von mir grade noch so 4/6 Lesezeichen.


4/6




18 Februar 2026

Kurzmeinung: Die Braut von Ashbyrn House

 


Autorin: Amy Cross

Verlag: Festa

Erschienen: 25.11.2025

Seiten: 352

Genre: Gruselroman, Thriller


Klappentext


 In England, meilenweit entfernt von der nächsten Stadt, steht ein verlassenes Haus. Seit vielen Jahren wagt niemand, es zu betreten. Es heißt, dass an seinem Fenster manchmal ein bleiches, totes Gesicht zu sehen ist, das geduldig hinter einem seidenen Brautschleier wartet...

Bis Owen Stone, um seinem hektischen Alltag in London zu entfliehen, Ashbyrn House kauft. Er glaubt nicht an Geister oder andere übernatürliche Mächte. 

Er ahnt nicht, dass Katinka Ashbyrn dort vor über 100 Jahren an ihrem Hochzeitstag starb und seither durch das Haus irrt, weil sie einen Ehemann sucht. Und eine Präsenz beobachtet jeder seiner Bewegungen.


Cover: 5/6

Schreibstil: 5/6

Handlung: 5/6

Charaktere: 4/6 (6/6 für Katynka Ashbyrn, 3/6 für Owen Stone)

Spannung: 5/6

Fesselnd: 5/6


Fazit 


Ich bin direkt sehr gut ins Buch reingekommen. Der einfache Schreibstil lässt es dann auch zu, dass man schnell und flüssig lesen kann. Am Anfang hatte das Buch auch schon eine gewisse Gruselstimmung, so richtig warm wurde ich da mit der Geschichte aber noch nicht.

Sie spielt in zwei Zeitebenen. Zum einen gibt es die Zeit vor über 100 Jahren, als Katinka Ashbyrn gelebt hat. Sie erzählt Teile aus ihrem Leben aus ihrer Sicht. Und zum anderen gibt es die Gegenwart mit der Geschichte von Owen Stone. Die Kapitel in denen es um Katynka ging haben mir durchgehend richtig gut gefallen während ich mit Owen vor allem am Anfang so meine Probleme hatte. Denn er ist schrecklich naiv. Wenn man ein bisschen Selbsterhaltungstrieb hat, dann kann man unmöglich so reagieren wie Owen es ständig macht. Na ja, aber seine Naivität hatte auf jeden Fall einen großen Unterhaltungswert und darauf kommt es ja an.

Um so länger die Geschichte dann wird, umso spannender und fesselnder wird sie. Also auch wenn ich das Buch am Anfang noch nicht so gut fand, hat es sich absolut gesteigert und mich letztendlich bestens unterhalten. Deswegen gibt es von mir dafür auch eine Leseempfehlung für alle, die Geistergeschichten mögen.


5/6



16 Januar 2026

Kurzmeinung: Blutige Eingriffe

 

Autor: Edward Lee

Verlag: Festa

Erschienen: 08.12.2025

Seiten: 224

Genre: Horror, Thriller


Klappentext


 Verstümmelte Sexsklaven, Schrecken während der Autopsie eines Kinderschänders, ein Serienmörder, der Hände seiner Opfer aufbewahrt, fatale Regierungsexperimente und vom Pech verfolgte Pornofilmer - in der Welt von Edward Lee ist die Realität verstörend und erbarmungslos...


Cover: 5/6

Erzählstil: 5/6

Handlung: 4/6

Charaktere: 4/6

Spannung: 4/6

Fesselnd: 4/6


Fazit 


Eigentlich lese ich Kurzgeschichten nicht so gerne, aber bei Edward Lee macht man doch gerne eine Ausnahme. Die erste Geschichte hat mich dann aber auch nicht wirklich umgehauen (da war der Ekelfaktor selbst für mich zu hoch), die zweite fand ich dagegen schon ziemlich genial. Und so ging es dann weiter, die meisten der Geschichten waren wirklich super. Eine Mischung aus Tragödie, Spannung, kritischen Themen, brutalen Szenen und oft eben auch etwas eklig. Bei vielen Geschichten zeigt sich erst in den letzten Sätzen, was tatsächlich hinter allem steckt und das gibt dann noch mal so einen richtigen tollen Effekt, der die Story abschließt.

Also eine bunte Mischung an Kurzgeschichten, die man zwischendurch gut lesen kann.


4/6



13 Januar 2026

Kurzmeinung: Das Haus des Exorzisten


Autor: Nick Roberts

Verlag: Festa

Erschienen: 29.01.2025

Seiten: 368

Genre: Horror, Thriller


Klappentext


 1994 kaufen Nora und Daniel Hill ein altes Farmhaus in den Hügeln von West Virginia. Zusammen mit ihrer 15-jährigen Tochter Alice verlassen sie Ohio und ziehen aufs Land.

Zunächst sind sie von der Schönheit der Landschaft begeistert und freuen sich über das ruhige Leben. Das ändert sich jedoch, als sie erfahren, dass der frühere Besitzer ein Exorzist gewesen sein soll...

Sie erkunden das Haus und entdecken im Keller einen geheimen Raum mit Kisten voller alter Videos und Tagebücher. Und da ist noch der Brunnen, der mit Brettern versiegelt und mit Kruzifixen umrandet ist.

Als sie den Brunnen öffnen, bricht um sie herum die Hölle los. Selbst das Verlassen der Farm kann sie jetzt nicht mehr retten...


Cover: 5/6

Erzählstil: 6/6

Handlung: 6/6

Charaktere: 6/6

Spannung: 5/6

Fesselnd: 6/6


Fazit 


"Das Haus des Exorzisten" hat mich von der ersten Seite an begeistert. Normalerweise mag ich Geschichten mit Exorzismus gar nicht so gerne, deswegen hat es mich vom Titel her nicht mal so direkt angesprochen, aber das hier ist auch was ganz anderes. Schon der Prolog ist perfekt und sorgt für die richtige Gruselstimmung. Als die Hauptprotagonisten Nora, Daniel und ihre Tochter Alice dann in das Anwesen einziehen ahnt man schon, was sie erwartet. Ständig steht man unter Strom, weil etwas unheimliches auf jeder Seite lauert und dank des tollen Schreibstils fühlt man auch richtig mit den Protagonisten mit. Hier gibt es durchgehend eine Gänsehautgarantie und der Gruselfaktor ist richtig hoch, da schaut man nach dem Lesen gleich mal genauer nach, ob man die eigene Kellertür auch ordentlich abgeschlossen hat.

Ich fand die Geschichte fast durchgehend spannend, ziemlich nervenaufreibend, ab und zu sehr brutal und an den richtigen Stellen auch ein bisschen emotional. Und das Ende hat es dann auch noch mal so richtig in sich. Ein tolles Buch und für mich jetzt schon ein Jahreshighlight, dabei hat das Jahr grade erst angefangen. Es kann also gerne so weitergehen :-)


6/6



08 Januar 2026

Kurzmeinung: Trapped Gefangen

 


Autor: Michael Hodges

Verlag: Luzifer

Erschienen: 21.07.2021

Seiten: 348

Genre: Fantasy, Horror


Klappentext


 Matt Kearns hat zwei Möglichkeiten: Kämpfen oder verstecken.


Ein unsichtbares Wesen hält ihn gefangen. Jedes Mal, wenn Matt zu fliehen versucht, wird er von einer unsichtbaren Kraft zurückgezogen. Allein, ohne Hoffnung auf Rettung, muss Matt den Fängen dieses Jägers entkommen.


Aber wie soll man sich von etwas befreien, das man nicht sehen kann?


Cover: 5/6

Erzählstil: 5/6

Handlung: 3/6

Charaktere: 4/6

Spannung: 2/6

Fesselnd: 2/6


Fazit 


Trapped lässt sich direkt von Beginn an gut und flüssig lesen. Das Buch beginnt mit einer kleiner Vorgeschichte aus Matts Schulzeit die wohl zeigen soll, dass Matt Tierfreund und Naturliebhaber ist. Das merkt man dann auch im kompletten Buch. Außerdem gibt der Autor dann auch immer wieder viele wahre Seitenhiebe auf die Menschen, der die Natur zerstören. Er spricht den Klimawandel an und auch das Verhalten mancher Idioten gegenüber Tieren. So weit, so gut, aber wo bleibt da die Spannung? Das hat wirklich gedauert, bis es mal richtig zur Sache ging.

Und dann während des Lesens immer wieder die Fragen: Warum ist Matt eingeschlossen? Warum schafft er es nicht, nach Hause zurück zu kehren? Was hält ihn auf? Das ist dann auch wirklich interessant und actionreich, da passiert dann schon einiges. Aber trotzdem war es zu wenig, um mich zu fesseln, denn es passiert eben nicht durchgehend etwas. Die letzten Seiten haben mir dann noch sehr gut gefallen, aber das war zu wenig, um mich noch richtig zu überzeugen.

Von Schreibstil und Aufbau her erinnert das Ganze ein bisschen an Stephen King. Ich habe auch mal gelesen, dass das Buch vielleicht verfilmt werden soll (weiß aber nicht, ob da wirklich was dran ist), als Film könnte ich mir es auch tatsächlich gut vorstellen. Aber als Buch konnte mich die Story leider nicht so ganz mitreißen, auch wenn ich die Idee toll fand. 


3/6



01 Januar 2026

Kurzmeinung: Mein Name ist Maeve Fly


 Autorin: CJ Leede

Verlag: Festa

Erschienen: 15.07.2025

Seiten: 340

Genre: Thriller, Horror


Klappentext


Tagsüber arbeitet sie am glücklichsten Ort der Welt, in einem Vergnügungspark in Los Angeles. Die Kinder stehen Schlange, um sie in der Rolle der Eiskönigin zu sehen. 

Nachts rast Maeve in einem rosa Mustang den Sunset Strip entlang, treibt sich in Spelunken herum und imitiert ihre menschenfeindlichen literarischen Helden.

Doch als Gideon Green, der Bruder ihrer besten Freundin, sich mit ihr anfreundet, weckt er etwas Gefährliches in ihr. Alte Wunden brechen wieder auf und für Maeve Fly wird frisches Blut zum roten Teppich...


Cover: 5/6

Schreibstil: 5/6

Handlung: 4/6

Charaktere: 5/6

Spannung: 4/6

Fesselnd: 5/6


Fazit 


Das Cover deutet ja schon darauf hin, dass Maeve Fly ziemlich durchgeknallt ist, die Story bestätigt das dann auch. Aber durchgeknallt auf die gute Art, zumindest für den Leser, für die Beteiligten eher weniger. Denn Maeve macht ihr Ding und geht dabei über Leichen.

Auf den ersten Seiten war ich total begeistert von dem Buch. Es lässt sich gut lesen, man ist super schnell in der Geschichte drin und Maeve als Charakter hat mir direkt sehr gut gefallen. Aber dann bekommt alles erst mal einen Hänger und es passiert gefühlt gar nichts mehr. Ich mochte es zwar, wie Maeve von ihrem geliebten LA schwärmt und von ihrer Großmutter erzählt, ein ehemaliges Hollywood-Sternchen. Man lernt viel über die Stadt, geschichtliche Hintergründe, auch über Musik und über Halloween, aber wo blieb der Rest? Ich hatte die Hoffnung schon aufgegeben und dachte, die Geschichte wird weiter vor sich hinplätschern, aber nach etwas mehr wie 100 Seiten dreht Maeve dann richtig auf und es wird total abgefahren, anders kann man es wohl nicht ausdrücken. 

Das Buch hat seine melancholischen Momente, ist dramatisch, teilweise spannend und zwischendurch immer mal wieder ziemlich brutal, sarkastisch, verrucht und verrückt, so wie Maeve eben ist.

Wer starke Protagonisten mit lyrischer Ader mag, die irgendwo zwischen Genie und Wahnsinn stehen, der wird Maeve sicher genau so mögen wie ich. Die Handlung des Buches ist nicht immer so berauschend, weil es eben ein paar Längen gibt, aber die Story dann wiederum so wild und verrückt, dass ich es letztendlich doch geliebt habe. Und das Ende, das war dann der perfekte Abschluss für eine durchgeknallte Story. 


5/6




11 Dezember 2025

Kurzmeinung: Where he can't find you

 

 Autor: Darcy Coates

Verlag: Festa

Erschienen: 18.09.2025

Seiten: 480

Genre: Horror, Thriller


Klappentext


Abby Ward lebt in einer Stadt, in der immer wieder Menschen verschwinden. Wenn man die Leichen findet, sind die Körper zerstückelt und auf bizarre Weise wieder zusammengenäht. Mit roten Fäden...

Deshalb leben Abby und ihre jüngere Schwester Hope nach strengen Regeln, die sie schützen sollen - und dennoch passiert es: Hope wird entführt.

Verzweifelt versucht Abby, sie zu finden. Und sie muss sich beeilen, bevor der Stitcher ihrer Schwester die Körperteile abtrennt. Ist der Mörder wirklich ein Mensch? Oder ist der Stitcher etwas Dunkleres, Übernatürliches? 

Die Spur führt hinab in die alten Stollen unter der Stadt.


Cover: 5/6

Schreibstil: 6/6

Handlung: 6/6

Charaktere: 6/6

Spannung: 5/6

Fesselnd: 6/6


Fazit 


Allein schon der Titel ist so gut, dass man darauf aufmerksam werden muss. Und direkt nach ein paar Seiten hat das Buch so ein Feeling von "Es" oder "Stranger Things". Denn auch hier gibt es eine kleine Gruppe von Jugendlichen, die etwas Böses jagen und sie wollen es aufhalten, bevor es sie alle entführt und tötet. Ich könnte mir schon vorstellen, dass der Autor sich so ein bisschen von "Es" hat inspirieren lassen, denn es gibt da ein paar Parallelen.

Und das Buch ist direkt absolut fesselnd und sehr unheimlich. Man rätselt durch das ganze Buch hindurch, ob die entführten Personen von einem Monster oder von einem Menschen geholt wurden. Die Morde sind grausam und werden zwar meist nur kurz beschrieben, dafür aber genau so, dass man sich jedes grausame Detail gut vorstellen kann.

Die einzige Kritik die ich habe ist, dass es manchmal etwas unlogisch war. So wie das Blut, dass aus einem der "Kunstwerke" des Entführers tropft (Blut gerinnt). Und auch das Verhalten der ganzen Dorfbevölkerung wird einerseits schlüssig erklärt, andererseits ist es manchmal auch ein bisschen zu seltsam. Aber das war mir letztendlich völlig egal. Denn die Geschichte ist spannend aufgebaut, teilweise sehr unheimlich und durchgehend fesselnd. Außerdem haben mir auch alle Protagonisten sehr gut gefallen. Zum Ende hin wird alles genau erklärt und es wird noch mal richtig aufregend. Für mich ist es eins der besten Bücher diesen Jahres und Fans von Stephen King oder von Stranger Things empfehle ich es auf jeden Fall weiter.


6/6



14 November 2025

Kurzmeinung: Porno

 

 Autor: Matt Shaw

Verlag: Festa

Erschienen: Februar 2018

Seiten: 153

Genre: Horror


Klappentext


Dies ist die tragische Geschichte von Victoria Sheldon. Sie war jung und brauchte das Geld. Und so endete sie vor der Kamera von Harry - und dessen sehr, sehr krankem Publikum. Dies ist aber die tragische Geschichte von Harry. Victoria lässt nicht viel von diesem Dreckschwein übrig...


Cover: 5/6

Schreibstil: 6/6

Handlung: 5/6

Charaktere: 5/6

Spannung: 4/6

Fesselnd: 5/6


Fazit 


In diesem speziellen Festa Extrem geht um Victoria, die Schauspielerin werden möchte. Aber trotz harter Arbeit bekommt sie keine Rolle. So landet sie letztendlich in der Porno-Industrie. Und dort passieren schlimme Dinge. Was genau alles passiert ist erfährt man in Rückblenden, während sie sich um ihren Regisseur Harry kümmert und ihm erzählt, wie sich das alles für sie angefühlt hat und was sie dagegen unternommen hat.

Die Story ist sehr interessant aufgebaut inklusive überraschender Wendung gegen Ende und, wie man es von Matt Shaw gewohnt ist, auch super geschrieben. Natürlich geht es hier, wie der Titel es vermuten lässt, auch sehr viel um Sex, aber ich habe da schon sehr viel harmlosere Bücher gelesen, in denen diese Szenen viel intimer und ausführlicher beschrieben werden. Hier gehört das einfach zur Story dazu, aber es ist nicht das, was beim Lesen haften bleibt. Denn hier geht es um das, was Victoria zugestoßen ist, um ihr Leben und um ihre Rache. Dabei wird es natürlich auch sehr blutig, aber die Geschichte hat aufgrund Victorias Werdegang auch so ein bisschen einen emotionalen Wert. Also wenn man so will, ein Festa Extrem, hinter dem nicht nur Sex und Gemetzel steht, sondern auch eine gute Geschichte. Deswegen empfehle ich dieses Buch auf jeden Fall allen weiter, die gerne extreme Bücher lesen. Es ist ein perfektes Büchlein, das man mit seinen knapp 160 Seiten in einem Rutsch durchlesen kann.


5/6



31 Oktober 2025

Kurzmeinung: Die Heilstätte

 


 Autor: André Wegmann

Verlag: Redrum

Erschienen: 18.05.2023

Seiten: 353

Genre: Thriller, Horror


Klappentext


Ein grausamer Snuff-Pornoring, der keine Grenzen kennt. Eine alte Lungenheilanstalt, die schreckliche Geheimnisse birgt. Eine junge Migrantin und ihr verzweifelter Kampf um ein friedliches Leben.


Der Bochumer Privatdetektiv Michael Jesko freut sich mit seiner Freundin Kimi auf ein paar erholsame Tage an der Nordsee, als der örtliche Pfarrer ihm von schlimmen Machenschaften berichtet, von denen ihm ein Sterbender berichtet hat. Jeskos Ermittlungen bringen ihn auf die Fährte eines Snuff-Pornorings, der junge Migranten den sexuellen Perversionen reicher Männer aussetzt. Seine hartnäckige Suche nach Gerechtigkeit führt Jesko an einen scheinbar verlassenen Ort mit einer dunklen Vergangenheit, der ganz eigene, fürchterliche Bedrohungen bereithält. Schnell ist nicht nur Jeskos Leben in höchster Gefahr.


Cover: 5/6

Schreibstil: 5/6

Handlung: 4/6

Charaktere: 5/6

Spannung: 4/6

Fesselnd: 5/6


Fazit 


Ich habe schon lange kein Buch mehr von André Wegmann mehr gelesen, dabei mag ich seine Bücher sehr gerne. Denn niemand kann so freundlich Böses beschreiben wie er. Hört sich komisch an, aber der Schreibstil ist einfach und flüssig, fast schon irgendwie nett, aber doch steckt ganz viel Böses in seinen Büchern :-)

Das Buch ist super aufgebaut, so dass ich sehr schnell in die Geschichte gefunden habe und auch schnell lesen konnte. Es gibt einige Momente, bei denen es einem eiskalt erwischt und es wird zu keiner Zeit langweilig, da fast immer irgendetwas passiert. Teilweise gibt es dann auch sehr brutale Szenen, die sehr genau beschrieben werden. Richtig gut fand ich zwischendurch die überraschend mystischen Horrorelemente, von denen es aber leider nur wenige gab. Das einzige Negative an dem Buch war für mich, dass es doch etwas vorhersehbar war. Zumindest empfand ich es so, aber es ist ja auch immer Zufall, ob man bei einem Buch auf der richtigen Spur ist oder nicht. Das macht gute Thriller ja auch aus, mitraten und mitfiebern können bis zu Ende. Für mich war "Die Heilstätte" ein guter Thriller mit etwas Horror und Mystery, den ich Fans des Genres gerne weiterempfehle.


5/6



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