Verlag: Festa
Erschienen: 15.07.2025
Seiten: 340
Genre: Thriller, Horror
Klappentext
Tagsüber arbeitet sie am glücklichsten Ort der Welt, in einem Vergnügungspark in Los Angeles. Die Kinder stehen Schlange, um sie in der Rolle der Eiskönigin zu sehen.
Nachts rast Maeve in einem rosa Mustang den Sunset Strip entlang, treibt sich in Spelunken herum und imitiert ihre menschenfeindlichen literarischen Helden.
Doch als Gideon Green, der Bruder ihrer besten Freundin, sich mit ihr anfreundet, weckt er etwas Gefährliches in ihr. Alte Wunden brechen wieder auf und für Maeve Fly wird frisches Blut zum roten Teppich...
Cover: 5/6
Schreibstil: 5/6
Handlung: 4/6
Charaktere: 5/6
Spannung: 4/6
Fesselnd: 5/6
Fazit
Das Cover deutet ja schon darauf hin, dass Maeve Fly ziemlich durchgeknallt ist, die Story bestätigt das dann auch. Aber durchgeknallt auf die gute Art, zumindest für den Leser, für die Beteiligten eher weniger. Denn Maeve macht ihr Ding und geht dabei über Leichen.
Auf den ersten Seiten war ich total begeistert von dem Buch. Es lässt sich gut lesen, man ist super schnell in der Geschichte drin und Maeve als Charakter hat mir direkt sehr gut gefallen. Aber dann bekommt alles erst mal einen Hänger und es passiert gefühlt gar nichts mehr. Ich mochte es zwar, wie Maeve von ihrem geliebten LA schwärmt und von ihrer Großmutter erzählt, ein ehemaliges Hollywood-Sternchen. Man lernt viel über die Stadt, geschichtliche Hintergründe, auch über Musik und über Halloween, aber wo blieb der Rest? Ich hatte die Hoffnung schon aufgegeben und dachte, die Geschichte wird weiter vor sich hinplätschern, aber nach etwas mehr wie 100 Seiten dreht Maeve dann richtig auf und es wird total abgefahren, anders kann man es wohl nicht ausdrücken.
Das Buch hat seine melancholischen Momente, ist dramatisch, teilweise spannend und zwischendurch immer mal wieder ziemlich brutal, sarkastisch, verrucht und verrückt, so wie Maeve eben ist.
Wer starke Protagonisten mit lyrischer Ader mag, die irgendwo zwischen Genie und Wahnsinn stehen, der wird Maeve sicher genau so mögen wie ich. Die Handlung des Buches ist nicht immer so berauschend, weil es eben ein paar Längen gibt, aber die Story dann wiederum so wild und verrückt, dass ich es letztendlich doch geliebt habe. Und das Ende, das war dann der perfekte Abschluss für eine durchgeknallte Story.
5/6

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