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20 Januar 2026

Kurzmeinung: A good girl's guide to murder

 


Autorin: Holly Jackson

Verlag: One

Erschienen (Schmuckausgabe): 15.10.2024

Seiten: 480

Genre: Jugendbuch, Krimi


Klappentext


 Eigentlich ist der Fall abgeschlossen: Vor fünf Jahren wurde Andie Bell von ihrem Freund Sal Singh ermordet. Zumindest ist sich die Polizei sicher, dass es so war. Die ganze Stadt ist sich sicher. Alle - bis auf Pippa. Für ein Schulprojekt will die Schülerin den Fall nun noch einmal aufrollen. Mit Laptop, einer Diktiergerät - App und jeder Menge Mut macht Pippa sich auf und stellt Fragen. Doch schon bald wird ihr deutlich gemacht, dass längst nicht alle Bewohner von Little Kilton Licht ins Dunkel der Vergangenheit bringen möchten...


Cover/Farbschnitt: 6/6

Schreibstil: 6/6

Handlung: 6/6

Charaktere: 5/6

Spannung: 5/6

Fesselnd: 5/6


Fazit 


Vor ein paar Jahren habe ich die erste Ausgabe von "A good girl's guide to murder" günstig gebraucht gekauft (die Ausgabe mit dem langweiligen schwarzen Cover), dann lag sie erst mal sehr lange auf meinem SuB. Damals war mir nicht klar, dass das Buch so durch die Decke geht. Dann kam die nächste Ausgabe, etwas hübscher, und die beiden Folgebände, und von da ab ist mir die Reihe ständig begegnet. In diesem Jahr habe ich mir dann endlich die Schmuckausgaben besorgt, weil ich sie richtig hübsch finde. Und in diesem Jahr möchte ich die Reihe nun endlich lesen. Die Ausgabe mit dem langweiligen Cover habe ich aber immer noch zu Hause.

Da das Buch nun schon einige Jahre alt ist habe ich schon sehr viele Meinungen darüber gelesen und ich war gespannt, ob es hält, was es verspricht. Pippa ist eine sehr lebendige Hauptprotagonistin, die man sich mit ihrem Perfektionismus und ihren Schwächen richtig gut vorstellen kann. Sie ist mutig, ein bisschen verrückt und vor allem nicht so wie die anderen. Man kann mit ihr mitfiebern, miträtseln und manchmal auch mitlachen.

Die Story ist dann auch sehr gut aufgebaut und obwohl es sehr viele Charaktere gibt, hatte ich hier gar keine Probleme, sie mir zu merken. Wahrscheinlich weil man selbst so darauf konzentriert ist, den Fall  Andie Bell aufzuklären.

Viele Kapitel sind in der 1. Person aus Pippas Sicht geschrieben, dann gibt es zwischendurch Interviews, die Pippa führt, es gibt Kapitel in Erzählform, Chat-Verläufe und auch Karten, die sie zeichnet um alle Zusammenhänge zu verstehen. Das macht es dem Leser dann sehr einfach Pippas Gedankengänge und den Fall mitzuverfolgen und es kommt vor allem keine Langeweile auf, weil alles sehr abwechslungsreich ist.

Aber als dann die Auflösung kam fand ich es fast schon ein bisschen plump. Jetzt nicht falsch verstehen, es hat mir alles sehr gut gefallen, aber dieser Gedankengang zum Ende hin, den Pippa hat, was sie da tut, dass konnte ich nicht ganz nachvollziehen. Ich kanns nicht richtig erklären ohne dabei zu spoilern, deswegen lasse ich es lieber ;-) Insgesamt hat mich das Buch sehr gut unterhalten und wer gerne spannende Jugendbücher liest, dem empfehle ich "A good girl's guide to murder" auf jeden Fall weiter.


5/6





10 April 2024

Rezension: Böse Mädchen sterben nicht

 

Autorin: Christina Henry

Verlag: Penhaligon

Erschienen: 13.03.2024

Seiten: 432

Genre: Thriller, Krimi


Klappentext


Drei Frauen, drei Storys, und ein albtraumhafter Plan.

Celia wacht in einem Haus auf, das nicht ihr eigenes ist. Dennoch behauptet ein ihr unbekanntes kleines Mädchen, ihre Tochter zu sein. Und dann ist da noch der unheimliche Kerl, der so tut, als wäre er Celias Ehemann... Allie wollte eigentlich einen Wochenendausflug mit Freunden machen - doch landet sie in einer abgelegenen Hütte im Wald, wo ein Szenario aus einem Horrorschocker sie erwartet... Um zu ihrer Tochter zurückzukehren, muss Maggie in einem tödlichen Spiel um ihr Leben kämpfen. Was ist stärker? Ihr Gewissen oder ihr Überlebensinstinkt?


Cover: 5/6

Schreibstil: 6/6

Handlung: 4/6

Charaktere: 4/6

Spannung: 4/6

Fesselnd: 5/6


Inhalt


Celia erwacht aus einem tranceähnlichen Zustand, als ein kleines fremdes Mädchen sie mit Mama anspricht und nach ihrem Pausenbrot fragt. Als sie dieser Situation irgendwie erfolgreich meistert tritt ein fremder Mann in die Küche, nennt sie Babe und fährt zur Arbeit. Den Bildern im Haus nach zu urteilen war dieser Mann ihr Ehemann. Das Problem ist, Celia kann sich an gar nichts erinnern. Sie weiß nicht, wer sie ist oder wie sie hier her gekommen ist. Sie weiß nur, das alles fühlt sich nicht richtig an.

Allie hatte geplant zu ihrem Geburtstag in eine Hütte am Strand zu fahren. Aber letztendlich landet sie in einem Waldhaus, weit weg von der Zivilisation. Als dann noch nachts ein Fremder um die Hütte schleicht, der beginnt sie und ihre Freunde zu terrorisieren, ist ihr Geburtstag endgültig ruiniert. 

Als Maggie erwacht befindet sie sich in einem Spiel auf Leben und Tod. Sie und ihre Mitstreiter sollen ein Labyrinth durchqueren. Nur wenn sie es lebend durch das Labyrinth schaffen, werden auch ihre Angehörigen überleben. Und somit kämpft Maggie nicht nur um ihr eigenes Leben, sondern auch um das ihrer Tochter. 


Meine Meinung

Im Gegensatz zu den anderen Büchern von Chrstina Henry ist dieses hier nicht so Märchenhaft gestaltet und so merkt man schon am Cover und am Buchschnitt, dass dieses Mal keine Fantasygeschichte oder Märchenadaption auf den Leser wartet. Ich mag die gesamte Aufmachung sehr gerne. Sie ist irgendwie einfach und hat einen gewissen Retro-Touch, und das gefällt mir sehr gut.

Wenn man den Klappentext so liest weiß man gar nicht genau, was einen hier erwartet. Sind es einfach nur drei Kurzgeschichten oder hängt alles irgendwie miteinander zusammen. Und die Geschichten sind auch recht unterschiedlich und doch haben sie etwas gemeinsam. Celias Geschichte ist eher so eine Art Krimi, sie ist immer mal wieder recht spannend, hat aber auch ein paar Längen. Allies Geschichte hat mir am besten gefallen, sie ist so richtig schön Horror-Splatter mäßig und ich fand sie zwischendurch auch sehr spannend und fesselnd. Maggies Part konnte mich dann nicht mehr so überzeugen, das war irgendwie eine Mischung aus Squid Game und Maze Runner und sie war dann auch ziemlich vorhersehbar. Was das Buch aber durchgehend fesselnd macht ist die Tatsache, dass man eben überhaupt nicht weiß, ob und wie alles zusammenhängt.

Den Schreibstil von Christina Henry kenne ich schon aus ihren anderen Büchern und sie ist auch hier ihrer Art zu Schreiben treu geblieben. Man kann super flüssig und schnell lesen. Aber was mich gestört hat waren die endlos langen Kapitel. Für mich als Kapitelleserin das absolute Grauen. Zu Beginn von jedem Kapitel gibt es dann immer noch dubiose Chatverläufe. Am Anfang konnte ich so gar nichts damit anfangen, aber mit der Zeit kommt man dann dahinter worum es geht. 

Fazit

Bei "Tote Mädchen sterben nicht" gibt es dieses Mal keine Fantasygeschichte und keine Märchenadaption von Christina Henry, sondern eher einen Thriller-Krimi-Genremix mit ein bisschen Horror. Wenn man sich das Cover ansieht, ist das auch direkt klar. Mir gefällt die einfache und doch ziemlich auffällige Gestaltung des Covers sehr gut. Das Buch besteht aus drei Handlungen, die zunächst einmal wie unabhängige Kurzgeschichten wirken. Die Geschichten haben mir unterschiedlich gut gefallen, vor allem die letzte fand ich weniger gut, darum waren die anderen beiden aber umso besser. Sie sind alle sehr fesselnd und meistens auch spannend, vor allem der Teil über Allie ist sehr düster, spannend und blutig. Manchmal fand ich die Charaktere etwas seltsam, in Situationen, in denen es um Leben und Tod ging reden sie über die banalsten Dinge. Was ich ziemlich nervig fand waren die endlos langen Kapitel, ich liebe Bücher mit kurzen Kapiteln, aber das ist ja Geschmackssache. Insgesamt ist das Buch eine sehr interessante Mischung, die gut durchdacht ist und zumindest ich bin nicht vorher hinter die Auflösung gekommen. Die ist eigentlich ziemlich einfach und trotzdem richtig gut. Mich hat das Buch sehr gut unterhalten, auch wenn es ein paar kleine Schwächen hatte. Wer Lust hat auf einen solchen Genre-Mix und mal einen etwas anderen Thriller/Krimi möchte, der sollte das Buch auf jeden Fall lesen.

4/6




20 Dezember 2023

Kurzmeinung: Monster



Autorin: Nele Neuhaus

Verlag: Ullstein

Erschienen: 16.11.2023

Seiten: 560

Genre: Krimi



Klappentext


Im Feld wird die Leiche eines jungen Mädchens gefunden. Die 16-jährige Larissa wurde erdrosselt. Durch eine DNA-Analyse gerät ein abgelehnter afghanischer Asylbewerber, der erst zu einer Haftstrafe verurteilt, aber nach einer Haftbeschwerde auf freien Fuß gesetzt wurde, ins Visier der Polizei. Er kann untertauchen, bevor Pia und Bodenstein mit dem Mann sprechen können. Auf einer Landstraße im Hintertaunus wird nachts ein Mann von einem Auto erfasst und getötet. Sein Körper ist übersät mit Bisswunden, sein Gesicht entstellt. Der Mann hatte bei einem illegalen Autorennen eine schwangere Frau getötet. Wovor ist er geflohen und wer hat ihn so zugerichtet? Pia und Bodenstein stoßen auf immer mehr rätselhafte Todes- und Vermisstenfälle und auf eine Parallele zum Mordfall Larissa. Ohne es zu ahnen, steuern sie auf eine Katastrophe zu.


Cover: 6/6

Schreibstil: 6/6

Handlung: 6/6

Charaktere: 6/6

Spannung: 5/6

Fesselnd: 5/6


Fazit

Monster war mein erstes Buch von Nele Neuhaus obwohl ich schon so oft Krimis von ihr im Auge hatte, dann aber doch nie gelesen habe. Dieses Buch ist bereits der 11. Band der Bodenstein-Kirchhoff-Krimi-Reihe, deswegen war ich erst skeptisch, ob ich überhaupt in das Buch reinfinde, wenn ich überhaupt keine Vorkenntnisse über die Ermittler habe, aber wie sich schnell herausstellte war das überhaupt kein Problem. Alle Fälle sind abgeschlossene Geschichten und somit kann man problemlos mit irgendeinem Band der Reihe beginnen, es sei denn man legt Wert darauf die chronologische Entwicklung der Ermittler kennenzulernen und zu verstehen, dann muss man natürlich ganz vorne beginnen. Ich war auch so direkt gebannt von der Geschichte und konnte kaum mit lesen aufhören. Ein richtig spannender und super durchdachter Kriminalroman, der brandaktuelle Themen behandelt und perfekt in die Geschichte einbaut. Die Kapitel sind sehr lange, da sie mit Tagesdatum überschrieben sind und dann immer einen kompletten Tag beschreiben, dieser ist dann wieder in Leseabschnitte unterteilt, da es einige Protagonisten und Handlungsstränge gibt über die erzählt wird. Für mich war es ganz bestimmt nicht das letzte Buch von Nele Neuhaus, mich hat es komplett mitgerissen und überzeugt und deswegen gibt es auch eine klare Leseempfehlung von mir für dieses Buch.

6/6



26 Oktober 2023

Kurzmeinung: Der Geist von Maddy Clare



Autorin: Simone St. James

Verlag: Festa

Erschienen: 26.07.2022

Seiten: 384

Genre: Horror?



Klappentext


London, 1922: Überraschend wird die junge Sarah Piper beauftragt, den Geisterjäger Alistair Gellis bei seiner Arbeit zu unterstützen. Gellis untersucht derzeit einen höchst mysteriösen Fall: Maddy Clare, ein 19-jähriges Dienstmädchen, erhängt sich in einer Scheune. Angeblich sucht die Tote jetzt die Lebenden heim... Anfangs glaubt Sarah nicht an den Spuk. Doch schon bald muss sie feststellen, dass Geister tatsächlich existieren - und tödlicher sind als in ihren schlimmsten Albträumen!


Cover: 6/6

Schreibstil: 6/6

Handlung: 6/6

Charaktere: 6/6

Spannung: 5/6

Fesselnd: 5/6


Fazit

Das vernebelte und regnerische London zu Beginn des 19. Jahrhunderts, das perfekte Klischee für eine Geistergeschichte und das passt hier auch wunderbar rein, insgesamt ist das Setting sehr atmosphärisch. Man kann so richtig gut mit Hauptprotagonistin Sarah Piper mitfühlen. Das liegt aber auch am gelungenen Schreibstil, wobei die Autorin versucht hat, sich der damaligen Zeit anzupassen, was meist sehr gut geklappt hat. Beim Lesen bekommt man direkt Lust auf eine Reise in die Vergangenheit. Durch die Ermittlungsarbeit las es sich zwischendurch wie ein Krimi, es ist aber auch gruselig und es wird von Seite zu Seite spannender. Am Anfang hatte ich die Spannung etwas vermisst, aber irgendwann konnte ich gar nicht mehr aufhören zu lesen. Es gibt auch eine Liebesgeschichte, die war aber etwas ruppig, kam teilweise etwas abgehackt rüber und die Protagonisten waren sehr unbeholfen. Aber es soll ja auch kein Liebesroman sein, sondern eine Geistergeschichte. Und die ist richtig gut geworden. Eine Geschichte, die man im Herbst bei schlechtem Wetter lesen sollte, die düstere Atmosphäre passt einfach zum Buch. Mich hat es überzeugt :-)

6/6



21 November 2022

Kurzmeinung: The Charming Man (Band 2 "The Stranger Times")



Autor: C.K. McDonnell

Verlag: Eichborn

Erschienen: 30.09.2022

Seiten: 528

Genre: Krimi / Humor / Fantasy



Klappentext


Es gibt keine Vampire. Umso ärgerlicher, wenn sie dann in Manchester auftauchen. Wirklich niemand freut sich darüber. Nicht die magischen Wesen, die es tatsächlich gibt, und schon gar nicht die Menschen in Manchester. Denn nichts ist ärgerlicher, als von ausgedachten Monstern um die Ecke gebracht zu werden. Doch die Übeltäter haben ihre Rechnung ohne Hannah und ihre Kollegen von der Stranger Times gemacht.


Cover: 5/6

Schreibstil: 5/6

Handlung: 3/6

Charaktere: 5/6

Spannung: 3/6

Fesselnd: 3/6


Fazit

Ähnlich wie Band 1 fand ich die Fortsetzung anfangs echt sehr zäh. Nach einem sehr vielversprechenden Prolog geht es nämlich erst mal wieder mit viel Klamauk und britischem Humor mit der Arbeit rund um Hauptprotagonistin Hannah weiter und das war erst mal so gar nicht spannend. Aber weil ich ein Fan von guten Vampirgeschichten bin, bin ich natürlich am Buch dran geblieben, auch wenn es mir zwischendurch schwerfiel nicht einzuschlafen. Das hat sich insgesamt gesehen dann auch gelohnt, denn es steigert sich. Aber teilweise ist es sehr überladen, so dass es mir schwer viel, den Faden nicht zu verlieren und bei manchen Handlungssträngen wusste ich teilweise nicht, was die jetzt zu bedeuten haben, lag vielleicht auch daran, dass ich wegen dem Mangel an Spannung ab und zu mal abgedriftet bin und mich nicht richtig konzentriert habe. Vom Inhalt her ist es eigentlich gelungen, aber teilweise war es einfach ein bisschen zu viel. Von daher ist es für mich eine gute Fortsetzung, aber kein Highlight. Im nächsten Jahr erscheint mit Band 3 der Abschluss der Trilogie, den ich dann auch lesen werde. Denn das Ende von Band 2 war fies und auch sehr vielversprechend, ich muss unbedingt wissen, wie alles endet.

3/6



10 November 2022

Kurzmeinung: The Stranger Times (Band 1)

 


Autor: C.K. McDonnell

Verlag: Eichborn

Erschienen: 30.09.2021

Seiten: 464

Genre: Krimi / Humor / Fantasy



Klappentext


Dunkle Kräfte sind am Werk - und The Stranger Times geht ihnen auf den Grund. Die Wochenzeitung ist Großbritanniens erste Adresse für Unerklärtes und Unerklärliches. Zumindest behauptet sie das ... Gleich in Hannahs erster Arbeitswoche bei der Zeitung kommt es zu einer skurrilen Tragödie, und The Stranger Times muss tatsächlich investigativen Journalismus betreiben. Hannah und ihre Kollegen sind schockiert: Einige der Geschichten, die sie zuvor selbst als Unsinn abgetan hatten, sind furchtbar real.


Cover: 5/6

Schreibstil: 5/6

Handlung: 4/6

Charaktere: 5/6

Spannung: 4/6

Fesselnd: 4/6


Fazit

Das Buch wird mit viel Humor erzählt, aber vor allem Anfang war es mir schon etwas zu viel "Theater". Es werden eine Menge lustiger Klischees bedient und das wird mit viel britischem Humor beschrieben, aber oft war es zu viel des Guten und zu Beginn fand ich das Buch auch fast gar nicht spannend. Aber ab der 2. Hälfte wurde es dann richtig gut, es wurde spannend und fesselnd. Die Geschichte wurde richtig interessant und auch nicht mehr ganz so dauerhaft lustig, sie hatte ein gesundes Maß an Humor gefunden. Es hat also einige Seiten gedauert, aber letztendlich konnte mich das Buch doch noch überzeugen. Ich werde auf jeden Fall demnächst Band 2 lesen und zum Abschluss der Trilogie ganz bestimmt im nächsten Jahr auch den 3. Band. Insgesamt also ein sehr unterhaltsames Buch, das mich vor allem zum Schluss in seinen Bann ziehen konnte.

4/6





14 September 2021

Kurzmeinung: Engel





Verlag: Luzifer

Autor: Michael Mikolajczak

Erschienen am: 28.06.2019

Seiten: 200

Genre: Kriminalroman





Klappentext


Stimmen flüstern Vincent zu, wie er in der Welt des gewalttätigen Vaters und der religiösen Mutter überleben kann. Die des Künstlers ist dabei besonders stark, beginnt seine Hände zu führen. Der Tod wird zu Vincents künstlerischer Obsession. Aus Tierknochen baut er bizarre Plastiken, er wird zum Knochendieb, zum Tiermörder, zum Leichenschänder, zum Mörder. Besessen von seinem Wunsch nach Erlösung konstruiert Vincent aus seiner Beute einen Engel, doch er sehnt sich nach einem menschlichen Ebenbild seines leblosen Engels. So beginnt seine verzweifelte Suche.


Cover: 5/6

Schreibstil: 5/6

Handlung: 4/6

Charaktere: 5/6

Spannung: 3/6

Fesselnd: 5/6


Fazit

Am Anfang habe ich etwas gebraucht, bis ich mich an den speziellen Schreibstil und die Art der Erzählung gewöhnt habe. Auch der Aufbau des Buches es ist etwas speziell, denn es gibt überhaupt keine Kapitel. Tatsächlich hat es mich hier aber auch gar nicht gestört, da alles in sehr kurze Leseabschnitte aufgeteilt ist. Als ich mich dann erst mal daran gewöhnt hatte konnte ich sehr schnell und flüssig lesen. Hauptprotagonist Vincent erzählt dem Leser seine Geschichte. Dabei bekommt man Einblicke in seine sehr traurige Kindheit und versteht, warum er so geworden ist. Ich fand, der Autor bringt Vincents Leben und seine Schizophrenie sehr gut rüber. Trotzdem plätscherte alles manchmal ein bisschen vor sich hin. Aber zum Ende hin wird es dann wieder sehr spannend. Es ist eine außergewöhnliche, aber auch gute Geschichte, die man schnell mal in ein, zwei Tagen durchlesen kann.


4/6

07 September 2021

Kurzmeinung: Kaltes Land



Verlag: Knaur

Autor: Michael Tsokos

Erschienen am: 03.05.2021

Seiten: 112

Genre: Thriller





Klappentext


Ein Anruf reißt Rechtsmedizinerin Sabine Yao jäh aus ihrem Berliner Arbeitsalltag im Sektionssaal. Eine Wasserleiche wurde im Umland von Kiel geborgen. Es handelt sich um ihre verschollene Tante. Alles deutet auf Mord hin. Yao fängt an, auf eigene Faust zu ermitteln. Und während sie erkennt, wie wenig sie von ihrer Tante wusste, schließt sich um sie ein Kreis gnadenloser Gewalt...


Cover: 4/6

Schreibstil: 5/6

Handlung: 4/6

Charaktere: 5/6

Spannung: 4/6

Fesselnd: 4/6


Fazit

Diese Geschichte beruht auf einer wahren Begebenheit, was man an der Art wie alles beschrieben wird auch merkt. Und dadurch das Tsokos vom Fach ist nimmt beschreibt er dem Leser wieder einmal Details, die es in anderen Krimis oder Thrillern nur selten so wahrheitsgemäß zu lesen gibt. Die Charaktere sind alle sehr authentisch und sympathisch und man verfolgt gerne ihre Geschichte. Durch die Kürze des Buches wird auf unnötige Ausführungen verzichtet, es geht wirklich nur um die Aufklärung des Falls, was mir hier sehr gut gefallen hat. Es war angenehm zu lesen und teilweise auch spannend und fesselnd. Für mich war es aber mehr Krimi wie Thriller, trotzdem hat es mich gut unterhalten. Für einen "True-Crime-Leseabend" empfehle ich das Büchlein auf jeden Fall sehr gerne weiter.


4/6

26 Januar 2021

Rezension: Schneenacht

Autorin: Helene Tursten
Verlag: btb
Erschienen am: 11.01.2021
Seiten: 464
Genre: Krimi


Klappentext


Kriminalinspektorin Embla Nyström verbringt den Winter im ländlichen Dalsland auf dem Hof ihres Onkels. Eines Morgens wird sie zu einem spektakulären Mordfall gerufen. In einer Hütte im Wald liegt ein Toter mit Einschüssen in Kopf und Brustkorb. Embla erkennt den Mann sofort. Es ist einer der mutmaßlichen Entführer ihrer besten Freundin Lolo, die vor gut vierzehn Jahren spurlos verschwand und nie wieder auftauchte. Alte, schmerzhafte Erinnerungen werden wach und Embla beginnt zu ermitteln. Doch ein nächtlicher Schneesturm verwischt alle Spuren...



Inhalt

Es ist 14 1/2 Jahre her, dass die beste Freundin von Kriminalinspektorin Embla Nyström verschwand. Embla war damals die einzige Zeugin, log die Polizei aber an. Seit dem Verschwinden ihrer Freundin Lollo plagen sie Alpträume, sie kann einfach nicht abschließen mit dem was damals geschah. Und schon gar nicht nach dem Anruf, den sie vor kurzem erhalten hat. Lollo hat sie angerufen, da ist Embla sich sicher. Also muss sie noch am Leben sein.

Embla befindet sich im Urlaub bei ihrem Onkel. Und während sie immer noch über den mysteriösen Anruf ihrer besten Freundin nachdenkt geschieht in dem kleinen Örtchen unweit vom Hof ihres Onkels ein Mord. Die Bewohner bitten Embla um Hilfe und als diese den Tatort betritt traut sie ihren Augen nicht, der Ermordete ist der Entführer von Lollo.

Meine Meinung

Als ich mich für das Buch entschieden hatte war mir gar nicht klar, dass es bereits der 3. Fall von Embla Nyström ist. Das erwies sich aber als nicht weiter schlimm, man konnte das Buch auch ohne Vorkenntnisse prima lesen, da es ein an sich abgeschlossener Fall ist. Manchmal wäre es schön gewesen, mehr über Embla zu wissen, da es in Rückblenden auch immer ein bisschen um ihre Vergangenheit geht, das ist aber das Einzige, was am Inhalt ein wenig gestört hat.

Das Buch ist aufgebaut wie ein typischer Krimi, es gibt Mordfälle und viel Ermittlungsarbeit und auch das Zwischenmenschliche kommt nicht zu kurz. Embla und ihre Kollegin kommen sehr sympathisch und authentisch rüber. Was mich ein bisschen gestört hat waren die teilweise sehr langen Kapitel. Mir gefällt es immer besser, wenn Bücher in viele kurze Kapitel aufgeteilt sind. Der Schreibstil hat mir jedoch sehr gut gefallen und dadurch, dass es im verschneiten Schweden spielt ist es auch sehr atmosphärisch. Durch die detaillierten Erzählungen kann man sich sehr schön in diese Gegend hineindenken.

Fazit

Trotz meiner fehlenden Vorkenntnisse über die Fälle von Embla Nyström habe ich direkt gut in die Geschichte reingefunden, was auch an dem sehr angenehm zu lesenden Schreibstil lag. Trotzdem hat mich das Buch nicht durchgehend umgehauen, durch die langen Kapitel fiel es mir manchmal schwer, am Ball zu bleiben und nicht abzudriften. Es ist ein typischer und solider Krimi, der gut durchdacht und fesselnd geschrieben ist. Wer Krimis mag, dem wird das Buch ganz bestimmt gefallen. Und auch wenn man es ohne Vorkenntnisse lesen kann würde ich trotzdem empfehlen mit Band 1 der Embla Nyström Reihe zu beginnen.

4/6


Vielen Dank an den btb-Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

23 April 2020

Rezension: Mord an Halloween 4

Verlag: nebooks
Autor: Denny van Heynen
Erschienen am: 01.03.2020
Seiten: 63 Seiten
Genre: Krimi

Klappentext

Trotz des anstrengenden Alltags bei Scotland Yard versuchen Jeff und Cole, ihre Beziehung und den Job unter einen Hut zu bringen. Dieser führt sie an Halloween in eine psychiatrische Anstalt, in der eine Buchhalterin namens Britney Daniels mit einem Gürtel stranguliert wurde. Obwohl der Leiter der Einrichtung umgehend seine Unterstützung zusichert, gestalten sich die Ermittlungen schwierig- denn sowohl die Medikamentenliste der Patientin, als auch deren unterkühlte Betreuerin, Cornelia Loomes, werfen Fragen auf. Darüber hinaus müssen die Detectives klären, wer von dem Tod der offenbar psychisch kranken Frau profitiert. Gemeinsam mit Bale machen sie eine Reihe von Zeugen ausfindig, doch schnell steht fest, dass mindestens einer von ihnen lügt. Aber um welche Person handelt es sich dabei?
Neben der Aufklärung der Tat wird den Ermittlern die Digitalisierung des Polizeiarchivs übertragen, wodurch alte Fälle zur Gründungszeit des Ortes auftauchen. Dabei müssen sie erkennen, dass ihre Stadt schon seit jeher mit Verbrechen konfrontiert ist. Abseits der Arbeit läuft es für das Paar bestens, sodass Cole seinem Freund einen lange gehegten Wunsch offenbart.
Wie wird Jeff darauf reagieren und werden beide den perfiden Mord an Britney Daniels lösen können?
http://rezensionen-zeilenauslese.blogspot.com/p/mord-halloween.html

04 April 2020

Rezension: Ruhet in Friedberg


Verlag: btb
Autor: Rudolf Ruschel
Erschienen am: 10.02.2020
Seiten: 304
Genre: Krimi

Klappentext

Andi und Fipsi schieben als Aushilfen beim Bestatter im Provinznest Friedberg eine ruhige Kugel. Doch als ein Sarg mehr wiegt, als er wiegen dürfte, schöpft Andi einen schrecklichen Verdacht: Will einer der Kollegen da heimlich etwas - oder jemanden verschwinden lassen?


Cover

Optisch gefällt mir das Cover nicht so gut, aber mit den Särgen auf denen der Buchtitel steht passt es sehr schön zum Buch.

Inhalt

Friedberg ist ein friedliches Nest in Österreich. Hier leben und arbeiten Andi und sein bester Freund Fipsi. Beide kümmern sich beim örtlichen Bestatter um die Handlangertätigkeiten.

Eines schönen Tages kommen sie leicht benebelt vom Schnaps des Vorabends auf eine Beerdigung und das Chaos nimmt seinen Lauf. Fipsi geht auf dem Weg zum Friedhof vor der Trauergemeinde vorne weg und findet nicht direkt die Grabstätte, Andi gehört zu den Sargträgern und stellt fest, dass der Inhalt des Sarges viel zu schwer ist, worüber er sich beschwert. Andi ahnt nicht, was er mit seiner Beschwerde angerichtet hat, denn wäre er still gewesen, wäre vielleicht alles nicht so schlimm geworden und manch einer nicht gestorben.



02 Januar 2020

Berg ab geht's tot am schnellsten




Verlag: Penguin
Autorin: Hilke Sellnick
Erschienen am: 09.12.2019
Seiten: 415
Genre: Krimi

"Bergab geht's tot am schnellsten" ist der 2. Band der "Henni-von-Kerchstein-Reihe". Band 1 "Tote kriegen keinen Sonnenbrand" habe ich nicht gelesen.

Klappentext


Ein ungewöhnlicher Auftrag führt die junge Pianistin Henni von Kerchenstein in die verschneiten Alpen. Die Witwe eines Filmstars feiert im Kreis alter Freunde den 100. Geburtstag ihres verstorbenen Gatten, und Henni soll die Feier auf dem Klavier begleiten. Doch statt lauschigen Abenden vor dem Kamin erwartet Henni ein zugiges altes Hotelgemäuer. Eingeschneit mit schrulligen Alten, wird ihr Spürsinn als Hobby-Ermittlerin auf die Probe gestellt: Während tief in den Bergen ein Schneesturm um das Hotel pfeift, hört Henni zu nächtlicher Stunde unheimliche Geräusche aus der Kapelle nebenan und stolpert kurz darauf über eine Leiche im Glockenturm...


Cover

Ein idyllisches und passendes Cover für einen winterlichen Krimi. Es soll wohl der Blick von der kleinen Kapelle aus sein, der auf das verfallene Hotel gerichtet ist, in dem Henni und alle anderen untergebracht sind.

Inhalt

Henni hat Steuerschulden und deswegen übernimmt sie zusammen mit ihren Freundinnen Cindy und Claudia einen außergewöhnlichen Gig in einem einsamen und abgelegenen Hotel in den Bergen. Die exzentrische Diva Lauretta Linz feiert hier mit einigen geladenen Gästen im höheren Alter den 100. Geburtstag ihres verstorbenen Mannes. Durchgefroren kommen die drei Freundinnen zusammen mit Hennis Kater Walter von Stolzenstein an dem verfallenen Hotel an, das nach außen hin alles andere als luxuriös ist, sich im Inneren jedoch als recht gemütlich erweist.

Die drei Freundinnen werden im 3. Stock in drei Zimmern untergebracht, die direkt nebeneinander liegen. Schon in der ersten Nacht kommt Cindy ängstlich zu Henni ins Zimmer und erzählt, sie habe in der nahe gelegenen Kapelle Menschen gehört. Henni hält das für sehr unwahrscheinlich, lässt sich wegen der Spuren im Schnee aber doch überzeugen und während Cindy dann schon selig in Hennis Bett schlummert beobachtet diese weitere Geschehnisse rund um die Kapelle, nichts ahnend, wie wichtig das alles später noch sein könnte. Am nächsten Morgen ist einer der älteren Herren verschwunden, das ganze Hotel steht Kopf bis Henni ihn letztendlich findet, zu ihrer leichten Enttäuschung allerdings lebendig.

In der darauffolgenden Nacht zieht ein Schneesturm auf und schon am Abend macht dies den Bewohnern des Hotels zu schaffen. Die Gemüter werden unruhiger und gehässiger, so kommt es zum Streit zwischen Lauretta und einer anderen Dame, die intrigant aus dem Nähkästchen plaudert während alle anderen zuhören. Dann verschwindet wieder ein älterer Mann, natürlich denkt man, ihm ginge es wie seinem Vorgänger, dass er irgendwo sitze und nicht mehr wegkomme oder sich verlaufen habe. Aber dieses Mal ist es anders und Henni hat endlich ihre Leiche. Zusammen mit Kater Walter beginnt sie zu ermitteln, was dem Mann, der in der Kapelle an einem Strick hängend gefunden wurde, passiert ist.


Meine Meinung


Auf das Buch bin ich vor allem wegen dem witzigen Titel und dem makabren winterlichen Cover aufmerksam geworden. Der Schreibstil ist direkt sehr lebhaft und sehr schön verständlich, so dass man leicht und ohne zu stocken lesen kann. Das Buch wird aus Sicht der sympathischen und chaotischen Hauptprotagonisten Henni in der 1. Person erzählt. Hennis Charakter macht die Geschichte abwechslungsreich und führt immer wieder zu komischen Situationen, selbst in Zeiten, in denen es für die Bewohner des Hotels nicht so viel zu lachen gibt muss man als Leser doch schmunzeln. Teilweise sarkastisch und mit viel Wortwitz erzählt die aufgeweckte Henni ihre Geschichte.

Sehr schön ist es natürlich auch, einen Kater an die Seite der Protagonistin zu stellen. Der ohne es selbst zu wissen manchmal eine große Hilfe bei Hennis Ermittlungen ist.

Aufgepeppt wird die Geschichte weiterhin durch die Intrigen und den Misstrauen der vielen Gäste untereinander, die fast alle schon im hohen Alter sind. Das Buch ist nicht immer spannend, aber es ist so geschrieben, dass es aufregend, abwechslungsreich und zugleich lustig bleibt und den Leser auch ganz ohne hässliche Gewaltszenen in seinen Bann ziehen kann. Das Ganze wird atmosphärisch eingerahmt von der hübschen und verschneiten Winterlandschaft rund um das Berghotel.

Hauptprotagonistin Henni hat mir wirklich sehr gut gefallen. Ich mag ihre Persönlichkeit, ihre ständige Verzweiflung was Männer angeht, sowie ihre Intelligenz und Hartnäckigkeit, mit der sie den Fall lösen möchte. Mich erinnert sie an eine jüngere Version von Jessica Fletcher aus der Serie "Mord ist ihr Hobby".

Fazit

Normalerweise lese ich solche Krimis eher nicht. In den Krimis die ich bislang kannte waren es oft jüngere Menschen, bei denen ein Mörder Angst und Schrecken verbreitet und einen nach dem anderen jagt. Dies auch mal mit älteren Protagonisten und einer jungen und witzigen Hobbyermittlerin zu lesen war auch mal sehr interessant. Das Buch ist ein solider Krimi, den man sehr schön mal zwischendurch lesen kann, auch ganz ohne Vorkenntnisse von Band 1. Daher empfehle ich das Buch gerne für alle Krimi-Leser weiter.


4/6

Vielen Dank an den Penguin Verlag zur Bereitstellung des Rezensionsexemplars. Es wurden keinerlei Vorgaben gemacht und die Rezension spiegelt meine eigene Meinung wider.
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