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16 Mai 2023

Kurzmeinung: Amissa (2) - Die Vermissten -



Autor: Frank Kodiak

Verlag: Droemer

Erschienen: 02.11.2021

Seiten: 432

Genre: Thriller 



Klappentext


Nur ein wildes Gerücht - oder grausame Realität? Wer genug Geld hat, kann sich alles kaufen und bestellen - angeblich sogar jede beliebige Person. Die hübsche Nachbarin, den Kellner, das Mädchen aus dem Bus: Wer an "Missing Order" die richtige Summe überweist, bekommt, wen er will, ohne je verdächtig zu erscheinen. Die Privatermittler Jan und Rica Kantius kommen mit ihren Untersuchungen rund um dubiose Machenschaften bei der nach vermissten Personen suchenden Organisation "Amissa" nicht so recht voran. Bis sich eine Frau meldet, die Beweise für die "Missing Order" liefern will. Doch das Treffen endet in einer Katastrophe...


Cover: 4/6

Schreibstil: 5/6

Handlung: 5/6

Charaktere: 5/6

Spannung: 4/6

Fesselnd: 5/6


Fazit

Es ist schon eine Weile her, dass ich Band 1 zu der "Amissa - Trilogie" gelesen habe. Deswegen war ich dann auch froh, dass Einiges aus Band 1 noch mal aufgegriffen und erklärt wurde. Der Schreibstil lässt es dann wie immer bei Frank Kodiak zu, dass man schnell und flüssig lesen kann. Die Geschichte ist spannend und vor allem sehr fesselnd. Dabei gibt es mehrere Handlungsstränge. Ein paar fiese Cliffhanger am Ende der Kapitel und Leseabschnitte halten das Buch immer aufregend und sorgen dafür, dass man ständig weiterlesen möchte. Insgesamt also eine sehr guter 2. Band und ich bereue es etwas, dass ich das Buch so lange auf dem SuB habe liegen lassen. Für Thrillerfans empfehle ich die Amissa - Bücher auf jeden Fall weiter, ihr solltet aber unbedingt die Reihenfolge einhalten, da die Bücher aufeinander aufbauen.

5/6

02 Januar 2021

Rezension: Amissa (1) - Die Verlorenen

Autor: Frank Kodiak
Verlag: Droemer
Erschienen am: 02.11.2020
Seiten: 400
Genre: Thriller


Klappentext


In einer regnerischen Herbstnacht werden die Privatdetektive Rica und und Jan Kantzius Zeugen eines grauenhaften Zwischenfalls an einer Autobahnraststätte. Ein panisches Mädchen rennt direkt auf die Fahrbahn und wird von einem Auto erfasst: "Die Grube...", flüstert die Schwerverletzte und stirbt. Ihre Hand krampft sich um einen Zettel. Zeitgleich explodiert ein Wohnmobil. Darin die Leiche eines Mannes, der das Mädchen offenbar kurz nach dem Umzug der Familie entführt hat. Abgründe tun sich auf, als das Ermittlerpaar bei "Amisse" nachhakt, einer Hilfsorganisation für vermisste Personen. Es gibt weitere Teenager, die auf ähnliche Weise nach dem Umzug verschwunden sind...


Cover

Obwohl das Cover sehr gut passt, gefällt es mir rein von der Optik her nicht ganz so gut. Aber trotzdem finde ich das mit rot abgesetzte große A vor diesem Hintergrund sehr stimmig mit dem Buch.

Inhalt

Nach einem Streit mit ihrem Vater verlässt die 17 Jahre Leila wütend ihr zu Hause. Ihr Vater macht sich kurze Zeit später auf die Suche nach ihr, um mit Leila zu reden und auf sie zuzugehen, denn er fühlt sich schuldig wegen des Streits. Aber egal wo er sucht, Leila bleibt verschwunden.

Währenddessen ist irgendwo ein junges Mädchen auf der Flucht vor ihrem Peiniger. Sie scheint ihm schon entkommen zu sein, aber dann geschieht ein furchtbares Unglück. Die Privatermittler Rica und Jan Kantzius sind zufällig in der Nähe, als das Unglück passiert und werden so auf den Fall mehrerer vermisster Mädchen aufmerksam, deren Verschwinden durchweg die selbe Hintergrundgeschichte zu haben scheint.

Meine Meinung

Durch die zugleich spannenden, aber auch schockierenden Szenen, direkt am Anfang wird man schnell in das Buch hineingezogen. Man findet so gut in die Geschichte rein und ist gefesselt vom Geschehen. Durch die kurzen Leseabschnitte, die dann etwas größeren Kapiteln unterstehen, und die über die verschiedenen Protagonisten erzählt werden, bleibt das Buch durchgehend abwechslungsreich und spannend. Es gibt mehrere Handlungsstränge, die sich irgendwann perfekt zusammenfügen.

Es werden im Lauf der Geschichte einige wichtige Themen verarbeitet, wie die Gefahr der sozialen Medien und deren Auswirkung auf Jugendliche, Rassismus und Missbrauch. Was mich ein bisschen genervt hat war die ständige Anspielung darauf, was für ein außergewöhnliches Paar Rica und Jan sind. Das ist zwar zweifelsohne der Fall, aber egal auf wen die beiden treffen, es wird immer wieder Wert darauf gelegt, das zu erwähnen. Aber trotzdem fand ich beiden Ermittler sehr sympathisch.

Perfekt dargestellt und gut durchdacht sind in diesem Buch auf jeden Fall die Auswirkungen der sozialen Medien auf junge Menschen. Es ist erschreckend, wie einfach die jungen Mädchen sich hierdurch manipulieren lassen und in Gefahr bringen. Wenn ich zurückdenke muss ich ehrlich sagen, ich wäre genauso manipulierbar gewesen und drauf reingefallen. Eltern versuchen ihre Kinder immer so gut es geht zu beschützen, aber da sich das Leben junger Menschen inzwischen größtenteils auf dem Handy abspielt ist dies oft kaum noch möglich.

Fazit

"Amissa" ist ein wahnsinnig gutes Buch mit einer grausamen, aber auch leider sehr realistischen, Geschichte. Es ist kurzweilig und großartig geschrieben und sehr fesselnd. Teilweise fand ich es ein bisschen vorhersehbar und ein paar wenige Stellen haben mir nicht ganz so gut gefallen, aber ansonsten war es top. Für mich ein sehr gelungener Trilogie-Auftakt und ich freue mich auf die nächsten Fälle des sympathischen Privatermittlerpärchens Rica und Jan Kantzius. Wer gerne Thriller liest, der sollte sich dieses tolle Buch auf gar keinen Fall entgehen lassen.

5/6



Vielen Dank an den Droemer-Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

11 November 2019

Das Fundstück

Als großer Fan von guten deutschen Thrillern war ich sehr froh ein Rezensionsexemplar vom neuen Werk von Andreas Winkelmanns zweitem Ich Frank Kodiak zu bekommen. Ein wirklich sehr gelungener und simpler Thriller, den ich innerhalb von zwei Tagen verschlungen habe.



Verlag: Droemer Taschenbuch
Autor: Frank Kodiak
erschienen am: 04.11.2019
Seiten: 368
Genre: Thriller

Klappentext

"Ich packe meinen Koffer... und nehme mit: Dich!"

Er tötet aus Rache. Er überlässt dem Zufall die Wahl seiner Opfer. Es könnte jeder sein...

Cover

Ich nenne das Cover jetzt mal "normal". Es ist schlicht und mit Reißverschluss und dem Blut auf Vorder- und Rückseite absolut passend, aber irgendwie fehlt mir noch so der letzte Schliff.

Inhalt

Holger Lühring ist Busfahrer bei einem Fernbusunternehmen. Als er in einer kalten Dezember-Nacht erschöpft seine Fahrgäste in Bremen am Busbahnhof raus lässt bleibt ein schwarzer Koffer im Laderaum liegen. Es gibt keinerlei Hinweise darauf, wem der Koffer gehört, also öffnet er ihn. Aber was er darin findet schockiert ihn. Säuberlich eingepackt in zwei Plastiktüten befinden sich Teile eins menschlichen Körpers.

Olav Thorn fährt als Ermittler zum Busbahnhof, er untersucht den Koffer.. Neben den Leichenteilen befindet sich noch ein fein säuberlich gefalteter Zettel darin mit einer Nachricht. "Ich packe meine Koffer, und auf die Reise geht...?". Und es soll nicht bei diesem einen Fund bleiben. Der Täter reist weiter und während der Busfahrt sucht er sich ein neues Opfer aus, dem er auflauert um ihm Gliedmaßen zu amputieren, die er erneut auf die Reise schickt. Schnell wird klar, dass es sich um einen Serientäter handelt. Olav Thorn und Ermittler aus anderen Städten machen sich auf die Suche nach dem Täter, der die Busreisenden in Angst und Schrecken versetzt, denn jeder könnte das nächste Opfer sein.


Meine Meinung

Die Kapitel sind immer schön kurz, was ich generell sehr mag, so bleibt das Buch abwechslungsreich. Überschrieben sind sie mit Datum und Ortsangabe, da der Täter durch einige verschiedene Städte reist und es wiederum in jeder Stadt andere Ermittler gibt, ist das sehr wichtig um den Überblick zu behalten.

Es gibt einige Handlungsstränge, wobei es mir bei einem etwas schwer viel ihn einzuordnen. Irgendwann läuft aber alles zusammen, so dass es nicht zu kompliziert wird. Erzählt wird in den verschiedenen Kapiteln über alle möglichen Protagonisten. Der Hauptfocus der Ermittler liegt dabei auf Olav Thorn, dazu kommt noch eine weitere Ermittlerin und auch aus Sicht der Opfer wird erzählt. Hierbei entsteht immer eine besondere Spannung und man verfolgt das Geschehen zwischen Entsetzen und Mitleid.

Mit Olav Thorn hatte ich am Anfang meine Probleme, ich fand ihn recht unsympathisch, vor allem als er den gestressten und geschockten Busfahrer Holger Lühring vernahm. Trotzdem hat der Autor hier gekonnt gegen Menschen mit Vorurteilen ausgeteilt, was ich sehr gut fand:

Thorn fragt Lühring im Verhör: "War das gerade eine Pauschalverurteilung einer bestimmten Staatsangehörigkeit aufgrund der Haar- und Augenfarbe?" ... "Viele Drogendealer tragen heutzutage Glatze. Dealen Sie, Herr Lühring?" (Zitat) Später wurde Olav Thorn mir aber doch noch sympathischer.

Das Buch ist sehr einfach geschrieben und es wird schnell Spannung aufgebaut, die sich dann auch durchgehend hält, genauso wie es in einem Thriller sein soll. Es gibt keine Längen oder viel Gerede, alles wird recht schnell auf den Punkt gebracht.

Fazit

Eine sehr simple Idee aus der Frank Kodiak einen schlauen und schnelllebigen Thriller gemacht hat. Er hat mich nicht komplett umgehauen, aber das Buch hatte alles, was ein guter Thriller braucht. Ein paar wenige Szenen sind nichts für schwache Nerven, aber das macht ja auch den Reiz an solchen Büchern aus. Ich empfehle das Buch auf jeden Fall sehr gerne an alle Thriller-Fans weiter.


5/6

Vielen lieben Dank an den Droemer-Verlag zur Bereitstellung des Rezensionsexemplares. Es wurden keinerlei Vorgaben gemacht und die Rezension spiegelt meine eigene Meinung wider.




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