Verlag: Festa
Erschienen: 11.11.2025
Seiten: 496
Genre: True Crime Thriller
Klappentext
Hast du den Podcast gehört?
Wie sie über sie gelacht haben?
Hast du die Fotos ihrer Leiche gesehen?
Hast du im Netz danach gesucht?
Der grausame Mord ist fast zehn Jahre her: In einer heruntergekommenen Stadt an der Küste von Yorkshire wurde die 16-jährige Joan Wilson am Strand von drei Schulmädchen lebendig verbrannt.
Und nun werden die Ereignisse jener schrecklichen Nacht zum ersten Mal veröffentlicht.
Lies den Bericht des Journalisten Alec Z. Carelli über das Verbrechen und was dazu führte. Lies alle Interviews mit Zeugen und Familienmitgliedern und dazu die erschütternde Korrespondenz mit den Mörderinnen.
Aber wie viel von dieser Geschichte ist wahr?
Cover: 5/6
Schreibstil: 5/6
Handlung: 5/6
Charaktere: 6/6
Spannung: 4/6
Fesselnd: 5/6
Fazit
Penance ist ein fiktiver True-Crime Roman, deswegen ist das Buch anders wie normale Romane. Es gibt Ausschnitte aus geschmacklosen Podcasts, in denen man sich lächerlich über die verstorbenen und die Mörderinnen macht, dazu langwierige Berichte, detaillierte Beschreibungen über den Mord, Korrespondenz und Interviews mit den Mörderinnen und deren Familien. Es wird beschrieben, welche Auswirkungen Social Media auf die Jugendlichen haben kann und wie ihre Familien versuchen den Mord zu rechtfertigen, aber für Mord gibt es keine Rechtfertigung. Auch die Mutter der ermordeten Joni kommt zu Wort und aus ihrer Sicht ist wiederum alles ganz anders.
Aber welche Wahrheit stimmt oder ist alles nur eine Frage der Wahrnehmung?
Penance ist ein Buch mit einem schwierigen Thema, sehr gut ausgearbeitet und gut aufgebaut. Aber oft ging es mir schon zu sehr ins Detail was die familiären Hintergründe angeht. Natürlich schafft es die Autorin so, dass man mit jedem, auch mit den Mörderinnen, eine emotionale Bindung aufbaut, aber es zog sich deswegen auch etwas und mir fiel es da manchmal schwer am Ball zu bleiben.
Aber insgesamt ist Penance ein Buch, das einen nicht so schnell loslässt, weil es aus harmlosen Dingen heraus eine Situation beschreibt, die irgendwann eskaliert. Dabei spielen äußere Einflüsse eine große Rolle. Und es wird sehr gut darauf aufmerksam gemacht, wie geschmacklos manche Personen mit so einem Mord umgehen. Also ein gekonnter Seitenhieb auf die Gesellschaft, denn so lange es einen nicht selbst betrifft, ist selbst ein Mord ein Thema, das man ins lächerliche ziehen kann.
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung für alle, die mal was anderes lesen wollen und mit einer ordentlichen Portion Gesellschaftskritik und unbequemen Themen umgehen können.
5/6

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