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27 Januar 2025

Rezension: Die Kolonie

 

Autorin: C.J. Tudor

Verlag: Goldmann

Erschienen: 22.01.2025

Seiten: 480

Genre: Thriller, Mystery-Thriller


Klappentext


In einer Kleinstadt in Alaska wird ein Junge tot aufgefunden. Seine Kehle zerfetzt, seinem Körper alles Blut entwichen. Die Brutalität der Morde erinnert an eine Tat, die 25 Jahre zurück liegt. Detective Barbara Atkins wird zur Unterstützung von Sheriff Jensen Tucker hinzugezogen, der den ursprünglichen Fall untersucht hatte. Die Einwohner von Deadhart glauben jedoch zu wissen, wer der Schuldige ist: ein Mitglied der nahe gelegenen Vampirkolonie, die in einer alten Bergbausiedlung tief in den Bergen lebt. Barbara gerät unter Druck die gesamte Kolonie gezielt töten zu lassen. Doch die Beweise sind nicht stichhaltig, und die Menschen lügen. Dann verschwindet ein weiterer Teenager. Barbara und Tucker bleibt nicht mehr viel Zeit, um die Wahrheit herauszufinden: Jagen sie einen kaltblütigen Mörder - oder ein blutdürstiges Monster?


Cover: 6/6

Schreibstil: 5/6

Handlung: 3/6

Charaktere: 5/6

Spannung: 3/6

Fesselnd: 3/6


Inhalt


Detctive Barbara Atkins vom Institut für Forensische Vampirstudien wird von ihrem Chef von der Großstadt in das verschneite Nest Deadhart im tiefsten Alaska geschickt um den Mord an dem 15-jährigen Markus aufzuklären. Für die Bewohner von Deadhart ist von Vorneherein klar wer Markus getötet hat: Vampire. Diese leben in kleinen Kolonien verteilt, bevorzugt in Gebieten, in denen nur wenige Stunden die Sonne scheint. So auch in den Bergen rund um Deadhart. Nachdem es dort lange Zeit keine Kolonie mehr gab, haben sich nun wieder Vampire dort niedergelassen. Die Bewohner von Deadhart fühlen sich damit nicht wohl. 

Der örtliche Chief und ein Großteil der Einwohner möchte, dass die Kolonie gekeult wird, das heißt, sie sollen alle getötet werden, auch die Kinder.

Barbara möchte jedoch erst die Fakten ermitteln und herausfinden, wer Markus getötet hat bevor sie eine ganze Kolonie hinrichten lässt. In Deadhart macht sie sich damit keine Freunde, trotz allem ermittelt sie weiter, auch wenn sie dabei auf wenig Verständnis trifft.


Meine Meinung

Bis auf ein Buch habe ich bis jetzt alle Bücher der Autorin gelesen. Ich mag ihren Schreibstil sehr gerne und auch von "Der Kolonie" habe ich mir wieder sehr viel versprochen. Mich hat die Idee mit dem Setting in einem verschneiten Dorf in Alaska und dass Vampire unter den Menschen Leben richtig gut gefallen. Außerdem finde ich das Cover wunderschön, obwohl es für die heute Zeit relativ schlicht ist. Trotzdem liebe ich es und es hebt sich auch, ohne den inzwischen fast üblichen Farbschnitt, von der Masse ab.

Das Buch beginnt auch erst mal sehr gut und vielversprechend und es wirft direkt mal einige Rätsel auf die es im Laufe der Geschichte mit Hauptprotagonisten zu lösen gilt. Es bleibt auch lange sehr rätselhaft, aber für mich kam selten so ein richtiges Spannungsgefühl ein. Es hat mir einerseits alles gut gefallen, andererseits war es auch oft sehr langatmig. 

Eigentlich greift die C.J. Tudor hier sogar ein brandaktuelles Thema auf. Eine Minderheit soll für den Fehler bestraft werden, den angeblich einer von ihnen begangen hat. Ohne Aufklärung steht für viele fest, wer die Schuld am Tod des Jungen trägt, Gegenargumente sind nicht gewünscht. Eine Lage, die es zurzeit leider viel zu oft gibt. 

Schön fand ich auch, dass mit Barbara mal eine Hauptprotagonistin mit Köpfchen, aber ohne den üblichen Superkörper geschaffen wurde. Eine realistische Frau mittleren Alters, die mit menschlichen Problemen zu kämpfen hat und Herz und Hirn an der richtigen Stelle einsetzt. Auch die anderen Protagonisten fand ich sehr gut, egal ob Vampir und Mensch, die Autorin hat in der Hinsicht alles richtig gemacht.

Fazit

Das Cover ist für mich ein richtiger Hingucker, ich finde es passt super zum Buch und in die winterliche Zeit.
Die Idee hinter dem Buch hat mich direkt angesprochen und da ich die Bücher der Autorin fast alle sehr gut fand musste ich es natürlich unbedingt lesen. Die Umsetzung war dann aber leider etwas langatmig.
Das Buch ist gut aufgebaut, es gibt viele Kapitel, die meistens nicht allzu lange sind, und es wird über verschiedene Protagonisten erzählt, wobei Hauptprotagonistin Barbara im Mittelpunkt steht. Sehr interessant sind auch die in Kursivschrift geschriebenen Passagen in der ersten Person aus Sicht eines Vampirs. Wer dahinter steckt, wird erst sehr spät aufgelöst.
So ein richtiges Spannungsgefühl kam bei mir während des Lesens aber fast gar nicht auf, erst als es auf das Ende zuging. Zwischendurch passiert dann einfach zu wenig. Ab und zu gibt es ein paar aufregende Momente, aber die gehen dann so schnell wie sie gekommen sind, ich hätte mir da einfach ein bisschen mehr Action gewünscht. Was die Protagonisten angeht fand ich alle sehr gut ausgearbeitet, vor allem Barbara hat mir richtig gut gefallen.
Was mir ebenfalls gut gefallen hat, war die Message des Buches (zumindest habe ich es als eine Art Message empfunden): Eine Minderheit soll ohne zu zögern und ohne fairen Prozess hingerichtet werden. Die Menschen bilden sich ein Urteil, ohne überhaupt die Fakten zu kennen. Etwas, das sehr gut in die heutige Zeit passt. 
Also insgesamt lässt mich das Buch ein bisschen Zwiegestalten zurück. Ich finde, die Story hätte viel mehr Potential gehabt, um es mal so auszudrücken: Es hätte noch viel mehr Blut fließen müssen ;-)
Von daher empfehle ich das Buch nur Lesern, die ruhige Geschichten mögen.

3/6



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