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25 Februar 2026

Rezension: Kill for me

 Autor: Steve Cavanagh

Verlag: Goldmann

Erschienen: 18.02.2026

Seiten: 512

Genre: Thriller


Klappentext


An einem kalten Abend lernen sich zwei Frauen in einer Selbsthilfegruppe für Trauernde kennen: Amanda und Wendy können nicht mit der Vergangenheit abschließen, nachdem sie ihre Liebsten durch brutale Verbrechen verloren haben. Beide warten vergeblich darauf, dass der Täter zur Rechenschaft gezogen wird. So schließen sie einen Pakt: Amanda wird den Mann töten, der Wendys Tochter vergewaltigt und ermordet hat. Und Wendy wird Wallace Crone umbringen, den Mörder von Amandas kleiner Jess. Doch der Plan geht schrecklich schief. Womöglich spielt eine der beiden ein falsches Spiel...


Cover: 5/6

Schreibstil: 6/6

Handlung: 6/6

Charaktere: 6/6

Spannung: 5/6

Fesselnd: 6/6


Inhalt


Amanda hat alles verloren. Ihr Leben war perfekt und routiniert. Sie hatte einen Mann und eine kleine Tochter, aber nur ein kleiner Augenblick und plötzlich war nichts mehr wie zuvor. Nun möchte sie den Mann, der ihr Leben auf so grausame Art verändert hat, umbringen. Amanda hat ihre Tat gut vorbereitet und alles geplant und doch gelingt es ihr nicht. Daraufhin muss Amanda eine Selbsthilfegruppe für Trauernde aufsuchen. Hier trifft sie auf Wendy, auch sie hat jemanden auf grauenhafte Weise verloren. Beide Frauen verstehen sich auf Anhieb und schließen einen Pakt. Wendy wird den Mord für Amanda durchziehen, dafür muss Amanda jemanden für sie töten. Somit haben beide Frauen das perfekte Alibi und niemand wird sie mit den Morden in Verbindung bringen. Und obwohl Amanda unsicher ist, zieht sie mit. Aber wieder muss sie feststellen: Einen Mord ist in der Theorie einfacher wie in der Praxis.


Meine Meinung

Bis jetzt habe ich jedes der Bücher, die ich von Steve Cavanagh gelesen habe, geliebt und verschlungen. Aber ein Stand-Alone-Thriller von Cavanagh ohne seinen Staranwalt Eddie Flynn, geht das überhaupt? Ich war wahnsinnig gespannt darauf, was mich hier erwartet, denn der Klappentext war richtig vielversprechend.

Und wie gewohnt war ich direkt von der ersten Seite an gebannt. Eigentlich besteht das Buch dann aus zwei Geschichten. Es gibt den einen Handlungsstrang über Amanda und Wendy und den einer Frau, die zu Hause brutal überfallen wurde. Das Einzige, was beide verbindet sind die ermittelnden Polizisten. Aber man hat beim Lesen absolut keinen Schimmer, wie alles zusammenhängen könnte. Beide Handlungsstränge könnten auch zwei verschiedene Bücher sein.

Die Protagonisten fand ich perfekt ausgearbeitet. Amanda mit all ihrer Wut und Trauer über den Verlust ihrer Familie und Ruth (die überfallene Frau), mit ihrer Angst, einen schlimmen Überfall überlebt zu haben. Cavanagh beschreibt die Gefühle, die Emotionen und alles, was damit zusammenhängt so, dass man mit allen Protagonisten richtig mitfühlen kann. 

Der Aufbau des Buches ist teils etwas verwirrend, weil man eben gar keine Ahnung hat, warum es zwei Handlungsstränge gibt, aber das hielt das Buch abwechslungsreich. Die Kapitel sind meist nicht zu lange, enden oft mit Cliffhangern und springen dann wieder zu der anderen Handlung. Das wiederum macht das Buch durchgehend fesselnd und spannend. Es ist ein richtiger Pageturner, so wie es sein muss bei einem fesselnden Thriller.

Fazit

"Kill for me" ist so viel ich weiß der erste Stand Alone - Thriller von Steve Cavanagh. In seinen anderen Büchern geht es immer um den Anwalt Eddie Flynn, hier ging es jedoch um die andere Seite. Die Seite der Opfer bzw. der Hinterbliebenen. Und wie gewohnt hat Cavanagh wieder abgeliefert. Er schreibt wie immer genial. Die Protagonisten sind super ausgearbeitet, die Geschichte ist absolut unvorhersehbar, fast durchgehend spannend und total fesselnd. Dadurch, dass es zwei total unterschiedliche Handlungsstränge gibt ist das Buch abwechslungsreich. Teilweise hatte ich das Gefühl, zwei verschiedene Bücher zu lesen. Das fand ich einerseits etwas gewöhnungsbedürftig, aber auch wahnsinnig interessant. Es dauert wirklich sehr lange, bis man mal dahinter kommt, warum das so ist. Mit der Auflösung kamen dann auch einige Überraschungen mit denen ich nicht gerechnet hatte.
Insgesamt ist das Buch super aufgebaut, abwechslungsreich und fesselnd. Mich hat Steve Cavanagh wieder bestens unterhalten und bei mir für ein Jahreshighlight gesorgt. Klare Leseempfehlung für alle Thriller-Fans.

6/6


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