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26 August 2026

Rezension: Die verschlossene Tür - Jeder hat Leichen im Keller.

 

 Autorin: Freida McFadden

Verlag: Heyne ?

Erschienen: 28.08.2026

Seiten: 334

Genre: Thriller

Klappentext


Sie schwört auf ihre Unschuld. Aber jeder hat Leichen im Keller.

Nora Davies hatte keine Ahnung, dass ihr Vater jahrelang Frauen im Keller ermordete, während sie oben in ihrem Zimmer Hausaufgaben machte. Bis eines Tages die Polizei vor ihrer Tür stand. Jahrzehnte später sitzt ihr Vater immer noch hinter Gittern, und Nora selbst ist eine erfolgreiche Chirurgin mit einem ruhigen Privatleben. Niemand weiß von ihrer Vergangenheit, und sie wird alles dafür tun, damit es auch so bleibt. Dann wird eine ihrer Patientinnen ermordet - auf exakt die gleiche Weise, mit der ihr Vater einst seine Opfer tötete. Jemand weiß, wer Nora ist - und will ihr diese furchtbare Tat anhängen. Aber sie ist nicht wie ihr Vater. Die Polizei kann nichts mit ihr in Verbindung bringen. Solange niemand in Noras Keller schaut... 


Cover: 4/6

Schreibstil: 6/6

Handlung: 5/6

Charaktere: 4/6

Spannung: 5/6

Fesselnd: 6/6


Inhalt


Nora ist eine erfolgreiche Chirurgin mit eigener Praxis. Niemand kennt Noras Geheimnis, sie hat es geschafft, es 26 Jahre lang geheim zu halten. Ihr Vater ist ein bekannter Serienmörder, er wurde gefasst, als Nora noch ein Kind war. Sie distanziert sich von ihm, möchte nichts mit ihm oder der Vergangenheit zu tun haben. Aber dann holt die Vergangenheit sie ein. Es gibt neue Morde und sie tragen die Handschrift ihres Vaters. Aber ihr Vater sitzt im Gefängnis, lebenslang eingesperrt. Ist es ein Nachahmungstäter? Oder steckt doch viel mehr dahinter?


Meine Meinung

Das Buch wird aus Sicht von Hauptprotagonistin Nora in der ersten Person erzählt. So kennt man es von Freida McFadden. Sie mag starke Protagonistinnen, die durch die Hölle gehen, bei Nora macht sie da keine Ausnahme. Wie immer schreibt sie dabei flüssig und einfach. Sie schafft es auch wieder durch das einstreuen mehrere "Nebendarsteller" viele Verdächtige ins Rennen zu werfen. Schon nach den ersten Seiten rätselt man mit, wer der Täter sein kann. Und somit gelingt es ihr von Beginn an das Buch fesselnd zu halten, denn jeder ist verdächtig und als Leser gehen einem während des kompletten Buches unendlich viele Theorien durch den Kopf.

Nora als Protagonistin ist dann aber doch ziemlich anstrengend (auch das ist nicht unbedingt neu für mich bei McFaddens Büchern). Sie zieht oft vorläufige Schlüsse, handelt für eine so intelligente Frau einfach viel zu oft fragwürdig und steht auch oft mal auf dem Schlauch. Ich hab da innerlich schon öfter mal mit den Augen gerollt beim Lesen. Und warum zur Hölle läuft sie ständig in OP-Klamotten rum? Ich habe noch keinen Arzt gesehen, der in diesem Outfit in eine Bar geht um was zu trinken, aber das ist hier völlig normal. Nur eine Kleinigkeit, aber irgendwie nervig.

Die Kapitel sind alle angenehm kurz und der Spannungsbogen, der direkt zu Beginn aufgebaut wird, zieht sich durch die ganze Geschichte. In Rückblicken erfährt man auch immer wieder, wie Noras Leben als Kind war und wie sie letztendlich zu der geworden ist, die sie heute ist. Das bringt zusätzlich noch mal Spannung mit in die Story.

Fazit

Wie üblich in den Büchern von Freida McFadden geht es auch hier wieder um eine Frau, die in Schwierigkeiten steckt. In diesem Fall ist es Hauptprotagonistin Nora, deren Vater ein verurteilter Serienmörder ist. Nun geschehen neue Morde und Nora wird mit einem Schlag in die Vergangenheit zurück geworfen. Durch geschickt eingestreute viele Protagnisten neben Nora entsteht direkt eine gewisse Spannung, denn jeder ist verdächtig, jeder kann der neue Mörder sein. Und die vielen kurzen Kapitel und der tolle Schreibstil von Freida McFadden lassen einen dann auch durch die Kapitel fliegen. Nur Nora, die kostet einen manchmal echt Nerven. Sie handelt oft voreilig, impulsiv oder geht einfach unlogisch an Mansches ran. Gut, würde sie nicht so handeln, gäbe es die Geschichte so nicht, aber sie einfach auch oft anstrengend. Für mich hat hier trotzdem alles gepasst. Es gab keine Langweile und nichts wird unnötig in die Länge gezogen. Einige Kapitel spielen in der Vergangenheit, als ihr Vater noch als Killer unterwegs war, der Großteil in der Gegenwart mit Nora heute, wie sie gegen die Dämonen ihrer Vergangenheit kämpft. Es ist ein typisches Freida McFadden Buch zum miträtseln, durchfiebern und fesselnd von Anfang bis Ende. Von daher gibt es von mir natürlich eine Leseempfehlung :-)

5/6


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