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08 Januar 2026

Kurzmeinung: Trapped Gefangen

 


Autor: Michael Hodges

Verlag: Luzifer

Erschienen: 21.07.2021

Seiten: 348

Genre: Fantasy, Horror


Klappentext


 Matt Kearns hat zwei Möglichkeiten: Kämpfen oder verstecken.


Ein unsichtbares Wesen hält ihn gefangen. Jedes Mal, wenn Matt zu fliehen versucht, wird er von einer unsichtbaren Kraft zurückgezogen. Allein, ohne Hoffnung auf Rettung, muss Matt den Fängen dieses Jägers entkommen.


Aber wie soll man sich von etwas befreien, das man nicht sehen kann?


Cover: 5/6

Erzählstil: 5/6

Handlung: 3/6

Charaktere: 4/6

Spannung: 2/6

Fesselnd: 2/6


Fazit 


Trapped lässt sich direkt von Beginn an gut und flüssig lesen. Das Buch beginnt mit einer kleiner Vorgeschichte aus Matts Schulzeit die wohl zeigen soll, dass Matt Tierfreund und Naturliebhaber ist. Das merkt man dann auch im kompletten Buch. Außerdem gibt der Autor dann auch immer wieder viele wahre Seitenhiebe auf die Menschen, der die Natur zerstören. Er spricht den Klimawandel an und auch das Verhalten mancher Idioten gegenüber Tieren. So weit, so gut, aber wo bleibt da die Spannung? Das hat wirklich gedauert, bis es mal richtig zur Sache ging.

Und dann während des Lesens immer wieder die Fragen: Warum ist Matt eingeschlossen? Warum schafft er es nicht, nach Hause zurück zu kehren? Was hält ihn auf? Das ist dann auch wirklich interessant und actionreich, da passiert dann schon einiges. Aber trotzdem war es zu wenig, um mich zu fesseln, denn es passiert eben nicht durchgehend etwas. Die letzten Seiten haben mir dann noch sehr gut gefallen, aber das war zu wenig, um mich noch richtig zu überzeugen.

Von Schreibstil und Aufbau her erinnert das Ganze ein bisschen an Stephen King. Ich habe auch mal gelesen, dass das Buch vielleicht verfilmt werden soll (weiß aber nicht, ob da wirklich was dran ist), als Film könnte ich mir es auch tatsächlich gut vorstellen. Aber als Buch konnte mich die Story leider nicht so ganz mitreißen, auch wenn ich die Idee toll fand. 


3/6



06 Januar 2026

Kurzmeinung: Penance

 


 Autorin: Eliza Clark

Verlag: Festa

Erschienen: 11.11.2025

Seiten: 496

Genre: True Crime Thriller


Klappentext


Hast du den Podcast gehört?

Wie sie über sie gelacht haben?

Hast du die Fotos ihrer Leiche gesehen?

Hast du im Netz danach gesucht?


Der grausame Mord ist fast zehn Jahre her: In einer heruntergekommenen Stadt an der Küste von Yorkshire wurde die 16-jährige Joan Wilson am Strand von drei Schulmädchen lebendig verbrannt.

Und nun werden die Ereignisse jener schrecklichen Nacht zum ersten Mal veröffentlicht.

Lies den Bericht des Journalisten Alec Z. Carelli über das Verbrechen und was dazu führte. Lies alle Interviews mit Zeugen und Familienmitgliedern und dazu die erschütternde Korrespondenz mit den Mörderinnen.

Aber wie viel von dieser Geschichte ist wahr?


Cover: 5/6

Schreibstil: 5/6

Handlung: 5/6

Charaktere: 6/6

Spannung: 4/6

Fesselnd: 5/6


Fazit 


Penance ist ein fiktiver True-Crime Roman, deswegen ist das Buch anders wie normale Romane. Es gibt Ausschnitte aus geschmacklosen Podcasts, in denen man sich lächerlich über die verstorbenen und die Mörderinnen macht, dazu langwierige Berichte, detaillierte Beschreibungen über den Mord, Korrespondenz und Interviews mit den Mörderinnen und deren Familien. Es wird beschrieben, welche Auswirkungen Social Media auf die Jugendlichen haben kann und wie ihre Familien versuchen den Mord zu rechtfertigen, aber für Mord gibt es keine Rechtfertigung. Auch die Mutter der ermordeten Joni kommt zu Wort und aus ihrer Sicht ist wiederum alles ganz anders.

Aber welche Wahrheit stimmt oder ist alles nur eine Frage der Wahrnehmung?

Penance ist ein Buch mit einem schwierigen Thema, sehr gut ausgearbeitet und gut aufgebaut. Aber oft ging es mir schon zu sehr ins Detail was die familiären Hintergründe angeht. Natürlich schafft es die Autorin so, dass man mit jedem, auch mit den Mörderinnen, eine emotionale Bindung aufbaut, aber es zog sich deswegen auch etwas und mir fiel es da manchmal schwer am Ball zu bleiben.

Aber insgesamt ist Penance ein Buch, das einen nicht so schnell loslässt, weil es aus harmlosen Dingen heraus eine Situation beschreibt, die irgendwann eskaliert. Dabei spielen äußere Einflüsse eine große Rolle. Und es wird sehr gut darauf aufmerksam gemacht, wie geschmacklos manche Personen mit so einem Mord umgehen. Also ein gekonnter Seitenhieb auf die Gesellschaft, denn so lange es einen nicht selbst betrifft, ist selbst ein Mord ein Thema, das man ins lächerliche ziehen kann.

Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung für alle, die mal was anderes lesen wollen und mit einer ordentlichen Portion Gesellschaftskritik und unbequemen Themen umgehen können.


5/6



03 Januar 2026

Kurzmeinung: Alchemised (Hörbuch)

 


Autorin: SenLinYu

Sprecherinnen: Vanida Karun

Verlag: Hörbuch Hamburg

Erschienen: 23.09.2025

Spieldauer: 40 Stunden 18 Minuten

Genre: Fantasy


Klappentext


 Helena Marino ist die letzte Überlebende des Widerstands, vergessen in Gefangenschaft. Bis sie durch einen Zufall in die Hände von Kaine Ferron gerät, dem erbarmungslosen High Reeve. Eingesperrt auf seinem eisernen Anwesen, will Helena die letzten Geheimnisse des Widerstandes wahren, während Kaine versucht, mit alchemistischer Gewalt in ihren Kopf einzudringen. Denn Helena erinnert sich nicht an die letzten Jahre des Krieges. War sie wirklich nur eine einfache Heilerin in den reihen der Ewigen Flamme? Helena ringt um ihr Überleben - und beginnt zu ahnen, dass Kaine und sie weit mehr verbindet, als ihre Feinde je erfahren dürfen...


Cover: 5/6

Erzählstil: 5/6

Handlung: 4/6

Charaktere: 5/6

Spannung: 4/6

Fesselnd: 4/6


Fazit 


Ja, ich gebe zu, irgendwann wollte ich halt doch mal wissen, warum dieses Buch so durch die Decke geht, denn vom Klappentext her hat es mich nicht direkt angesprochen. Aber warum erwähnt denn im Klappentext auch niemand die lebenden Toten und die anderen interessanten Wesen, denn die komplexe Fantasiewelt macht meiner Meinung nach die Geschichte ebenso viel aus wie die Story zwischen Kaine und Helena. Na ja, als Buch war es mir auf jeden Fall einfach zu dick, deswegen habe ich mir das Hörbuch runtergeladen und habe es bestimmt knapp zwei Monate lang immer mal wieder zwischendurch gehört. Am Anfang hat mir dann auch tatsächlich nur diese ganze Welt rund um Helena herum gefallen, mit ihr und Kaine konnte ich noch wenig anfangen. Aber das hat sich dann so etwa ab dem zweiten Teil geändert (das Buch ist in drei Teile aufgeteilt, aber das wisst ihr ja sicher schon alle). Ich finde die Entwicklung der Geschichte und auch die Beziehung zwischen Kaine und Helena interessant. Natürlich gibt es viele Kritikpunkte, was die Behandlung von Helena betrifft, auch in sexueller Hinsicht, aber man sollte das Buch nicht lesen, wenn man so etwas nicht mag (deswegen Triggerwarnung beachten). Letztendlich ist alles Fiktion, wäre es nicht so, hätte ich hier zu Hause schon längst einen toten Körper rumrennen, der alles für mich erledigt, damit ich mehr Zeit zum Lesen habe. 

Am Ende wurde dann noch mal alles genau aufgeklärt, alle offenen Fragen beantwortet und ich dachte jedes Mal, jetzt ist es vorbei, aber mir kam es teilweise so vor, als wollte sich die Autorin nicht von ihren Figuren trennen und setzte immer noch was drauf. Der Epilog war auf jeden Fall ziemlich lang.

Also mir hat das Buch insgesamt gut gefallen, aber ein Highlight war es für mich nicht.


4/6



01 Januar 2026

Lesecharts 2026

 










Kurzmeinung: Fake Dates and Firework

 

 Autorin: Kyra Groh

Verlag: Forever

Erschienen: 16.12.2024

Seiten: 397

Genre: Lovestory


Klappentext


Becca und Nils sind beste Freunde - die jedes Jahr an Silvester miteinander im Bett landen. Zum 10. Jubiläum ihres jährlichen One-Night-Stands kratzt Erzieherin Becca ihr gesamtes Erspartes zusammen, um Nils in einem romantischen Chalet endlich ihre Liebe zu gestehen. Doch alles kommt anders: Erst trifft Becca dort ausgerechnet Raphael, den unausstehlichen Onkel eines ihrer Kita-Kinder. Und dann reist Nils auch noch mit seiner Verlobten an, die er nie zuvor erwähnt hat. Um die Situation irgendwie aufzulösen, bittet Becca verzweifelt Raphael, ihren Fake-Boyfriend zu spielen. Dumm nur, dass die beiden bisher immer aneinandergeraten sind. Und dass das Knistern zwischen ihnen plötzlich alles andere als gespielt wirkt...


Cover/Farbschnitt: 6/6

Schreibstil: 6/6

Handlung: 5/6

Charaktere: 5/6

Spannung: 5/6

Fesselnd: 5/6


Fazit 


Also ich hab mir das Buch   ein bisschen anders vorgestellt. Das die Beziehung zwischen Becca und Nils so komplex ist hätte ich tatsächlich nicht vermutet. Es steckt ein bisschen mehr dahinter als das, was im Klappentext angedeutet wird. Tatsächlich wird hier aus Beccas Sicht auch sehr viel angesprochen, was Frauen alles auf sich nehmen, um irgendjemandem zu gefallen, obwohl sie das gar nicht tun müssten. Und genau deswegen hat mir Becca auch richtig gut gefallen. Um das Ganze nicht wie einen dramatischen Liebesroman wirken zu lassen hat Kyra Groh Becca vielleicht mit diesem selbstzerstörerischem Humor und der Tollpatschigkeit ausgestattet, bei der man beim Lesen sehr oft schmunzeln muss. 

Die Geschichte war dann auch richtig schön fesselnd, lustig, dramatisch, romantisch, irgendwie süß und ein bisschen spicy. Noch dazu war durch das Setting im Luxus-Chalet alles sehr atmosphärisch.

Für mich ist "Fake Dates and Fireworks" ein richtig guter Wohlfühlroman, der perfekt ins Jahresende passt.


5/6



Kurzmeinung: Mein Name ist Maeve Fly


 Autorin: CJ Leede

Verlag: Festa

Erschienen: 15.07.2025

Seiten: 340

Genre: Thriller, Horror


Klappentext


Tagsüber arbeitet sie am glücklichsten Ort der Welt, in einem Vergnügungspark in Los Angeles. Die Kinder stehen Schlange, um sie in der Rolle der Eiskönigin zu sehen. 

Nachts rast Maeve in einem rosa Mustang den Sunset Strip entlang, treibt sich in Spelunken herum und imitiert ihre menschenfeindlichen literarischen Helden.

Doch als Gideon Green, der Bruder ihrer besten Freundin, sich mit ihr anfreundet, weckt er etwas Gefährliches in ihr. Alte Wunden brechen wieder auf und für Maeve Fly wird frisches Blut zum roten Teppich...


Cover: 5/6

Schreibstil: 5/6

Handlung: 4/6

Charaktere: 5/6

Spannung: 4/6

Fesselnd: 5/6


Fazit 


Das Cover deutet ja schon darauf hin, dass Maeve Fly ziemlich durchgeknallt ist, die Story bestätigt das dann auch. Aber durchgeknallt auf die gute Art, zumindest für den Leser, für die Beteiligten eher weniger. Denn Maeve macht ihr Ding und geht dabei über Leichen.

Auf den ersten Seiten war ich total begeistert von dem Buch. Es lässt sich gut lesen, man ist super schnell in der Geschichte drin und Maeve als Charakter hat mir direkt sehr gut gefallen. Aber dann bekommt alles erst mal einen Hänger und es passiert gefühlt gar nichts mehr. Ich mochte es zwar, wie Maeve von ihrem geliebten LA schwärmt und von ihrer Großmutter erzählt, ein ehemaliges Hollywood-Sternchen. Man lernt viel über die Stadt, geschichtliche Hintergründe, auch über Musik und über Halloween, aber wo blieb der Rest? Ich hatte die Hoffnung schon aufgegeben und dachte, die Geschichte wird weiter vor sich hinplätschern, aber nach etwas mehr wie 100 Seiten dreht Maeve dann richtig auf und es wird total abgefahren, anders kann man es wohl nicht ausdrücken. 

Das Buch hat seine melancholischen Momente, ist dramatisch, teilweise spannend und zwischendurch immer mal wieder ziemlich brutal, sarkastisch, verrucht und verrückt, so wie Maeve eben ist.

Wer starke Protagonisten mit lyrischer Ader mag, die irgendwo zwischen Genie und Wahnsinn stehen, der wird Maeve sicher genau so mögen wie ich. Die Handlung des Buches ist nicht immer so berauschend, weil es eben ein paar Längen gibt, aber die Story dann wiederum so wild und verrückt, dass ich es letztendlich doch geliebt habe. Und das Ende, das war dann der perfekte Abschluss für eine durchgeknallte Story. 


5/6




27 Dezember 2025

Kurzmeinung: Skin of a Sinner

 


 Autorin: Avina St. Graves

Verlag: Vajona

Erschienen: 16.04.2025

Seiten: 470

Genre: Dark Romance


Klappentext


Niemand verrät einem, was man zu tun hat, wenn der Junge, der einem das Herz gebrochen hat, plötzlich zurückkommt, nur, um es endgültig zu stehlen.


Roman Riviera war einst mein Ein und Alles. Ich hatte meinen Ritter in der glänzenden Rüstung in Form eines anderen Pflegekindes gefunden. Er hat mich beschützt und versprochen, für immer an meiner Seite zu stehen.


Aber Roman Riviera ist ein Lügner. Er ließ mich einfach bei den Monstern zurück.


Drei Jahre später fand ich ihn mitten in der Nacht wieder, besudelt mit dem Blut meiner Familie und gerade dabei, seine Initialen in die Haut meines Pflegebruders zu ritzen. Er fesselte mich und zerrte mich aus dem Leben heraus, das ich mir ohne seine Hilfe ganz allein aufgebaut hatte.

Ich versuchte, wegzulaufen, doch er jagte mich. Ich wollte schreien, aber kein Ton kam über meine Lippen.

Er sagt, dass ich ihm niemals entkommen werde. Er sagt, dass er zurückgekommen sei, um Wiedergutmachung zu leisten. Doch ich glaube ihm kein Wort.


Cover/Farbschnitt: 4/6

Schreibstil: 5/6

Handlung: 4/6

Charaktere: 5/6

Spannung: 4/6

Fesselnd: 5/6


Fazit 


Roman und Isabella lernen sich als Kinder kennen. Beide aus Pflegefamilien, beide Außenseiter. Isabella ist klein und zerbrechlich und Roman immer auf der Suche nach Ärger. Er lernt schon früh, Isabella zu beschützen und ein Badboy zu sein und Isabella kann sich immer auf ihn verlassen, bis er eines Tages nicht mehr auftaucht.

Das Buch beginnt direkt recht geheimnisvoll, da Roman und Isabella sich längere Zeit nicht gesehen haben. Ich Rückblenden wird dann erzählt, was passiert ist, bevor die Geschichte dann irgendwann nur noch in der Gegenwart spielt. Die Kapitel waren mir teilweise ein bisschen zu lang, sie werden aus Sicht von Isabella und aus Sicht von Roman erzählt. Der Aufbau hat mir an sich aber sehr gut gefallen, er sorgt für Spannung und für jede Menge Energie zwischen den beiden. Das Verhältnis zwischen ihnen fand ich dann für einen Dark Romance-Buch auch wirklich gut. Romans Badboy Image passt zwar total ins Klischee des Genres, es ist aber nicht so schrecklich übertrieben wie in vielen anderen Büchern. Und weil beide Protagonisten Schwächen haben und es nicht nur das harter Junge naives Mädchen rumgemache ist fand ich beide auch sehr interessant. Auch wenn sie sich oft unterwürfig verhält, aber das gehört eben einfach dazu.

Die Geschichte ist insgesamt einfach und lässt sich sehr gut lesen. Sie hat viel Action, ist teilweise sehr blutig und brutal und natürlich auch spicy. Ich fand das Buch sehr unterhaltsam und habe es gerne gelesen.


5/6



25 Dezember 2025

Kurzmeinung: Don't let the forest in

 

 Autor: CG Drews

Verlag: Fischer & Sauerländer

Erschienen: 29.10.2024

Seiten: 336

Genre: Fantasy, Jugendbuch


Klappentext


Andrew ist Märchenerzähler.

Thomas ist Künstler.

Gemeinsam kämpfen sie gegen die Monster, die sie schufen.


Eine buchstäblich herzzerreißende Geschichte über die Abgründe der Seele, die Dunkelheit des Waldes und die Liebe bis zum Tod.


Cover: 6/6

Schreibstil: 5/6

Handlung: 3/6

Charaktere: 4/6

Spannung: 2/6

Fesselnd: 3/6


Fazit 


Ob sich hinter diesem coolen Cover eine genau so geniale Geschichte verbirgt? Als ich das Buch entdeckt habe, habe ich mich gefragt, warum es mir davor nie begegnet ist.

Hier geht es um zwei Jugendliche, Andrew und Thomas. Beide sind auf einem Internat tief im Wald, vom Feeling her und von der Beschreibung hat das so ein bisschen an Wednesday erinnert. Andrew schreibt gerne gruselige und kurze Geschichten, Thomas zeichnet die Figuren dazu. Doch plötzlich scheinen die Monster einen Weg in die Wirklichkeit zu finden oder verliert Andrew einfach nur den Verstand? Ein gruseliger Ansatz für ein gutes Buch, aber es geht auch noch um mehr. Es geht auch um die Suche nach der eigenen Identität, um das Erwachsen werden und um die sexuelle Orientierung. Andrew und Thomas sind die Hauptprotagonisten und man muss sich nicht sehr viele Figuren merken, da andere nur eine kleinere Rolle spielen, das fand ich schon mal gut. Oft war mir aber nicht klar, warum sie so handeln, wie sie es eben tun. Als müssten sie alleine die Welt retten anstatt sich Hilfe zu holen. Das versucht man hier zwar schlüssig zu erklären, gelingt meiner Meinung nach aber nicht immer so ganz. Vielleicht habe ich das Ganze aber auch einfach nur falsch interpretiert.

Zwar wird es durch die wachsende Gefahr durch die Monster immer aufregender, aber es gibt auch sehr viele Erklärungen und Gedankenspiele, die dem Ganzen das Tempo nehmen. Die Geschichte verläuft viele Seiten lang immer nach demselben Schema, vieles wiederholt sich: Missverstandene Gefühle, Mobbing, Kämpfe,... immer und immer wieder. Das liest sich zunächst mal gut, wird dann aber eben irgendwann ein bisschen langweilig.

Das Ende ist ein ziemliches Spektakel und sehr gut geschrieben, aber auch verwirrend. Irgendwie gut, aber auch wiederum irgendwie nicht. Und vor allem hat es mich mit einigen offenen Fragen zurück gelassen. Was bleibt ist eine dramatische Geschichte, gut geschrieben, aber doch etwas zu verwirrend, teilweise langweilig und eine Ende, von dem ich mir mehr gewünscht hätte.


3/6



21 Dezember 2025

Kurzmeinung: Bloody Cruel Wonderland

 

 Autorin: Liz Rosen

Verlag: Lycrow Verlag

Erschienen: 20.05.2025

Seiten: 475

Genre: Fantasy

Empfohlen ab 18 Jahren


Klappentext


Ich verdrehe dir den Kopf, raube deinen Verstand - und wenn du nicht aufpasst, hole ich mir auch noch dein Herz.


Als ihre Schwester verschwindet, setzt Alice alles daran, sie zu finden - auch wenn das bedeutet, einem weißen Kaninchen hinterher zu jagen und ins Wunderland zu stolpern.

Vom grinsenden Märzhasen bis zur rätselhaften Raupe, die von ihr fordert, den richtigen Weg zu finden, obwohl Alice immer wieder im Kreis läuft, sind dort jedoch alle dem Wahnsinn verfallen.

Der einzige Lichtblick ist der Hutmacher, der Alice nicht nur bei der Suche nach ihrer Schwester hilft, sondern auch Gefühle in ihr weckt, die sie nie zuvor gekannt hat. Aber kann sie ihrem Herzen trauen, wenn zweifellos alle den Hutmacher für den Verrücktesten halten - und ausgerechnet er der Letzte war, mit dem ihre Schwester gesehen wurde?



Cover: 6/6

Schreibstil: 6/6

Handlung: 4/6

Charaktere: 4/6

Spannung: 3/6

Fesselnd: 4/6


Fazit 


Ich liebe das Cover des Buches. Es gibt es auch noch mit richtig coolem Farbschnitt, aber leider habe ich ein Buch aus der 2. Auflage erwischt und bin leer ausgegangen.

Also mit Adaptionen von Alice im Wunderland bekommt man mich ja direkt, noch dazu eine Version die ab 18 Jahren empfohlen wird, das muss ja eigentlich was für mich sein dachte ich mir so... Ich habe hier eine spannende Fantasygeschichte erwartet, ein bisschen brutal, ein bisschen spicy, aber das es dann so wird, damit habe ich nicht gerechnet.

Das Buch ist sehr gut geschrieben, man kann super flüssig lesen, Liz Rosen schreibt einfach schön. Aber irgendwie purzelt man in die Geschichte genauso wie Alice, die sich im Wunderland so gar nicht zurechtfindet. Mir fiel es beim Lesen irgendwie wahnsinnig schwer mir alles vorzustellen, obwohl ich das Original von Alice im Wunderland kenne. Man trifft auf viele bekannte Figuren aus dem Original, wobei ich die Katze etwas anders in Erinnerung habe, nicht ganz so quirlig wie hier. Spannend fand ich es leider ganz wenig, dafür aber unerwartet düster, aber nicht nur auf die gute Art. Ich weiß gar nicht genau, wie ich es beschreiben soll. Wer es gelesen hat, wird wissen wie ich das meine. Denn es hat einige unerwartete Seiten (deswegen Triggerwarnung lesen wenn ihr Bedenken habt), es wird teilweise sehr hart und auch emotional. Und insgesamt war die Geschichte auch ein bisschen chaotisch, aber auch unterhaltsam. Also insgesamt ist eine bunte Mischung aus allem. Das Buch ist durchaus gut  und ein Leseabenteuer wert. 


4/6




19 Dezember 2025

Rezension: Der Freund - Ist er dein Traumpartner oder dein Killer?

 


 Autorin: Freida McFadden

Verlag: Heyne

Erschienen: 10.12.2025

Seiten: 400

Genre: Thriller


Klappentext


Du suchst nach dem perfekten Mann.

Er nach dem perfekten Opfer.


New Yorkerin Sydney Shaw ist mit einem Mann verabredet, den sie über eine Dating-App kennengelernt hat. Zu ihrer Enttäuschung sieht er nicht nur völlig anders aus als auf seinen Profilfotos, er benimmt sich auch noch unmöglich und belästigt sie auf dem Heimweg. Auch am nächsten Tag lässt er nicht locker. Nur dank des Eingreifens ihrer Freundin Bonnie sucht er das Weite. Doch am nächsten Tag ist Bonnie tot. Hat Sydneys Date etwas damit zu tun? Oder Bonnies mysteriöser Freund, den sie ebenfalls über die App kennengelernt hat?


Cover: 5/6

Schreibstil: 6/6

Handlung: 6/6

Charaktere: 4/6

Spannung: 5/6

Fesselnd: 6/6


Inhalt


Sydney ist es leid. Während ihre Freundin Gretchen in einer perfekten Beziehung ist, ist sie immer noch auf der Suche nach dem Traummann. Auf der Suche nach der großen Liebe datet sie einen Typen, den sie auf einer Dating-App kennengelernt hat, Kevin. Kevin sieht nur leider gar nicht so aus wie sein Profilbild und benimmt sich dann noch absolut daneben. Sydney gelingt es grade noch so, ihm zu entkommen. Dabei bekommt sie Hilfe von einem mysteriösen Mann, zu dem sie sich direkt hingezogen fühlt. Und als Kevin einige Zeit später nicht locker lässt stellt sich auch noch ihre Freundin Bonnie zwischen beide um Kevin klar zu machen, dass er Sydney in Ruhe lassen soll. Aber dann wird Bonnie auf grausame Art ermordet. Soll es wirklich Kevin gewesen sein, der ihr das angetan hat? Oder jemand aus der Dating-App, denn wie Sydney war Bonnie über die App auf der Suche nach der großen Liebe.


Meine Meinung

Seitdem ich "Der Lehrer" von Freida McFadden gehört habe bin ich ein richtiger Fan von ihr geworden. "Der Freund" war für mich ihr drittes Buch innerhalb sehr kurzer Zeit und ich weiß, dass es noch viele tolle Bücher von ihr gibt, die ich lesen kann.

Ich habe das Gefühl, in ihren Büchern geht es immer um Frauen, die es irgendwie schaffen, über sich hinaus zu wachsen, weil sie es einfach mit den falschen Männern zu tun bekommen. In diesem Thriller war es mit Hauptprotagonistin Sydney wieder so. Zu Beginn fand ich Sydneys etwas sarkastische Art und wie sie darüber denkt, dass sie mit 34 Jahren noch weit davon entfernt ist ihrer Mutter Enkelkinder zu schenken, noch ganz unterhaltsam, aber irgendwann wurde sie ein bisschen nervig. Denn diese Gedanken und ihr Selbstmitleid was das Daten von Männern angeht und wie toll es doch ihrer Freundin in ihrer Beziehung geht war irgendwann nervig, denn es wiederholt sich so ein bisschen in Dauerschleife. Sydney hat mir zu Beginn also ganz gut gefallen, im Laufe des Buches mochte ich sie dann aber nicht mehr so sehr und ich hatte schon Angst, dass mir das die ganze Geschichte versaut.

Der Anfang der Geschichte ist nämlich tatsächlich noch etwas zäh. Auch wenn durch den Mord an Bonnie schon Spannung aufgebaut wird. Und es werden einige Charaktere ins Rennen geworfen, die als Täter in Frage kommen. Trotzdem musste ich zwischendurch immer mal wieder den Kopf schütteln wegen Sydneys Verhalten. Aber egal wie, Spannungsaufbau hat Freida McFadden einfach drauf und deswegen steigert sich das Buch von Seite zu Seite.

Die Geschichte hat zwei Handlungsstränge. Einmal von Sydney in der Gegenwart und einmal von Tom in der Vergangenheit, als er noch zur Highschool ging. Auch Tom ist einer der Hauptprotagonisten und man lernt ihn im Verlauf des Buches sehr gut kennen. Er hat mir sehr viel besser gefallen als Sydney. Beide Handlungsstränge werden aus Sicht der beiden erzählt und wie dann später alles zusammenläuft ist absolut fesselnd und ziemlich genial. 

Fazit

"Der Freund" ist für mich das dritte Buch von Freida McFadden und zu Beginn hatte ich ein bisschen Angst, dass es diesmal nicht so toll werden würde. Denn vor allem Hauptprotagonistin Sydney war mir ihrem Gejammer über nicht funktionierende Dates und das Fehlen der großen Liebe doch sehr anstrengend. Aber es gibt noch einen Handlungsstrang, dieser spielt in der Vergangenheit und wird von einem weiteren Protagonisten erzählt, Tom, der damals in der Highschool war. Erst sehr spät erfährt man, warum Toms Geschichte für das Buch so wichtig ist und für mich schlug die Auflösung richtig ein, das war schon ziemlich genial.
Den Beginn des Buches fand ich etwas zäh, auch eben weil Sydney etwas anstrengend ist, aber die Geschichte steigert sich von Seite zu Seite. Es wird Spannung aufgebaut, die sich durchgehend hält und es wird irgendwann so fesselnd, weil man der Auflösung entgegenfiebert, dass ich gar nicht mehr aufhören wollte zu lesen. Die Entwicklung der Geschichte hat mich richtig mitgenommen.
Das Buch hat ein paar Schwächen, aber es hat mich letztendlich richtig gut unterhalten und die, vielleicht ein bisschen kranke, Auflösung hat mir sehr gut gefallen.
Im übrigen finde ich es auch sehr cool, dass der Verlag die Bücher von Freida McFadden alle im selben Stil rausbringt.
"Der Freund" ist für mich ein sehr unterhaltsamer und vor allem fesselnder Thriller, bei dem man für das Durchhalten belohnt wird. Mir hat er sehr gut gefallen und ich könnte mir das Buch richtig gut als Film vorstellen.

5/6


11 Dezember 2025

Kurzmeinung: Where he can't find you

 

 Autor: Darcy Coates

Verlag: Festa

Erschienen: 18.09.2025

Seiten: 480

Genre: Horror, Thriller


Klappentext


Abby Ward lebt in einer Stadt, in der immer wieder Menschen verschwinden. Wenn man die Leichen findet, sind die Körper zerstückelt und auf bizarre Weise wieder zusammengenäht. Mit roten Fäden...

Deshalb leben Abby und ihre jüngere Schwester Hope nach strengen Regeln, die sie schützen sollen - und dennoch passiert es: Hope wird entführt.

Verzweifelt versucht Abby, sie zu finden. Und sie muss sich beeilen, bevor der Stitcher ihrer Schwester die Körperteile abtrennt. Ist der Mörder wirklich ein Mensch? Oder ist der Stitcher etwas Dunkleres, Übernatürliches? 

Die Spur führt hinab in die alten Stollen unter der Stadt.


Cover: 5/6

Schreibstil: 6/6

Handlung: 6/6

Charaktere: 6/6

Spannung: 5/6

Fesselnd: 6/6


Fazit 


Allein schon der Titel ist so gut, dass man darauf aufmerksam werden muss. Und direkt nach ein paar Seiten hat das Buch so ein Feeling von "Es" oder "Stranger Things". Denn auch hier gibt es eine kleine Gruppe von Jugendlichen, die etwas Böses jagen und sie wollen es aufhalten, bevor es sie alle entführt und tötet. Ich könnte mir schon vorstellen, dass der Autor sich so ein bisschen von "Es" hat inspirieren lassen, denn es gibt da ein paar Parallelen.

Und das Buch ist direkt absolut fesselnd und sehr unheimlich. Man rätselt durch das ganze Buch hindurch, ob die entführten Personen von einem Monster oder von einem Menschen geholt wurden. Die Morde sind grausam und werden zwar meist nur kurz beschrieben, dafür aber genau so, dass man sich jedes grausame Detail gut vorstellen kann.

Die einzige Kritik die ich habe ist, dass es manchmal etwas unlogisch war. So wie das Blut, dass aus einem der "Kunstwerke" des Entführers tropft (Blut gerinnt). Und auch das Verhalten der ganzen Dorfbevölkerung wird einerseits schlüssig erklärt, andererseits ist es manchmal auch ein bisschen zu seltsam. Aber das war mir letztendlich völlig egal. Denn die Geschichte ist spannend aufgebaut, teilweise sehr unheimlich und durchgehend fesselnd. Außerdem haben mir auch alle Protagonisten sehr gut gefallen. Zum Ende hin wird alles genau erklärt und es wird noch mal richtig aufregend. Für mich ist es eins der besten Bücher diesen Jahres und Fans von Stephen King oder von Stranger Things empfehle ich es auf jeden Fall weiter.


6/6



10 Dezember 2025

Kurzmeinung: Bloody Dark Christmas: Du bist die Nächste

  Autorin: Dana Jai

Erschienen: 18.12.2024

Seiten: 391

Genre: Dark Romance / Thriller


Klappentext


Du kannst dich nicht vor mir verstecken. Am Ende wirst du zu mir kommen. So wie alle anderen auch...


Frisch aus einer toxischen Beziehung entkommen, will Freya nur das schöne Norwegen genießen. Der skrupellose Sektenanführer Stian hat jedoch andere Pläne mit ihr. Er möchte Freya benutzen, um seine Sekte am Leben zu erhalten und sein Imperium zu vergrößern. Verzweifelt versucht Freya ihm die Stirn zu bieten und gegen ihr Herz anzukämpfen. Doch wie viel Blutvergießen ist ihr die eigene Freiheit wert, wenn Stian lieber die Welt in Asche legt, als sie gehen zu lassen?


Cover/Farbschnitt: 6/6

Schreibstil: 5/6

Handlung: 3/6

Charaktere: 3/6

Spannung: 2/6

Fesselnd: 3/6


Fazit 


Die Bloody Dark Christmas Bücher gehören zu einer Reihe, die aus mehreren Büchern besteht und von verschiedenen Autorinnen verfasst wurden. Alle Bücher sind in sich abgeschlossene Geschichten und können unabhängig voneinander gelesen werden. Zu Beginn des Jahres habe ich schon ein Buch der Reihe gelesen, das auch sehr speziell war, mir aber trotzdem sehr gut gefallen hat. Hier war das dann leider nicht ganz so.

Das Gute an dem Buch ist, dass es sich sehr gut und flüssig lesen lässt. Noch dazu ist die Geschichte sehr einfach. Naives junges Mädchen trifft auf verrückten Serienmörder und Sektenanführer der absolut total einen Rennen hat. Aber sonst passiert nicht wirklich viel dafür, dass es knapp 400 Seiten sind. Eigentlich ist alles noch ganz interessant aufgebaut, aber die Entwicklung zwischen den beiden Hauptprotagonisten ist total drüber und vor allem sehr ungesund für viele Beteiligte. Der spicy Anteil ist auch sehr gering, was aber total in Ordnung ist. Was dann aber während genau diesem Teil passiert, ja, das ist schon sehr speziell. 

Sonst habe ich zu dem Buch auch nicht viel zu sagen. Es ist in Ordnung, aber mir haben einfach die Spannung und etwas mehr sinnvoller Inhalt gefehlt (ein paar gute Ansätze sind vorhanden). Kann man zwischendurch mal lesen, man sollte aber nicht erwarten, dass beim Lesen Weihnachtsstimmung aufkommt ;-)


3/6



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